Außerschulische Lernorte im kulturellen Bereich eröffnen Zugänge zu Kunst, Musik, Theater, Literatur und Medien. Sie fördern Kreativität, Ausdrucksfähigkeit, ästhetische Wahrnehmung und kulturelle Teilhabe. Besonders für Fächer wie Kunst, Musik, Deutsch, Fremdsprachen, Darstellendes Spiel sowie für fächerübergreifende Projekte bieten diese Lernorte wertvolle Lernanlässe. Die folgende Auflistung ist eine unvollständige, subjektive Auswahl und wird fortlaufend erweitert.
Die Uferstudios bieten einen Einblick in die Berliner Tanzszene mit Proben, Performances, Workshops und offenen Formaten im Bereich zeitgenössischer Tanz. Das Gelände einer ehemaligen Industrieanlage lädt dazu ein, Bewegungskunst und Körperausdruck als kulturelle Ausdrucksform zu erleben und zu reflektieren – weit weg von klassischen Theaterbesuchen.
2. Baden-Württemberg: Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe)
Das ZKM verbindet Medienkunst, digitale Kultur und gesellschaftliche Forschung. Hier können Schüler*innen interaktive Installationen und experimentelle Kunst erleben sowie kritisch über Digitalisierung, KI oder Bild- und Klangräume nachdenken. Es gibt Vermittlungsprogramme und Workshops zur Medienkompetenz speziell für Schulgruppen. Besonders geeignet ab Sek I/II für Kunst, Medienbildung, Informatik und Ethik.
Das Museum der Dinge zeigt Alltagskultur und Produktgeschichte anhand von über 15.000 Objekten – von Konsumgütern bis zu Designklassikern. Schüler*innen können untersuchen, wie Dinge gestaltet, produziert und genutzt werden und welche sozial-historische Bedeutung sie haben. Das Haus bietet klassische Führungen, Workshops und projektorientierte Vermittlungsangebote an, die sich leicht in Unterrichtsvorhaben integrieren lassen.
4. Bayern: Kulturpark West (Augsburg)
Der Kulturpark West ist ein urbanes Kreativraumprojekt mit Ateliers und Workshops für Künstler*innen, Musiker*innen und Kreative. Klassen können hier Experimentier- und Mitmachangebote vereinbaren, etwa offene Ateliers, Live-Musik-Sessions oder kreative Workshops. Ideal ab Sek I, für Partizipation und Begegnung mit lokalen Kulturschaffenden.
Galerien, Ausstellungsflächen, Theater, Räumlichkeiten für Filmschaffende, Musiker*innen und andere Kreative: Rund ums Jahr ist die Spinnerei mit ihren 20 Einzelgebäuden Ort zahlreicher kultureller Veranstaltungen. Schüler*innen können hier in Ateliers und Projekten direkten Kontakt zu Künstler*innen bekommen und Kunst in Entstehung erleben. Die Mischung aus Produktion, Ausstellung und künstlerischem Austausch macht die Spinnerei besonders geeignet für Oberstufe und Kunstunterricht.
6. Mecklenburg-Vorpommern: Kultur.Schule
An fünf Standorten, Altentreptow, Dargun, Demmin, Malchin und Stavenhagen, bietet die Kultur-Schule verschiedenste kulturelle Angebote, Kurse und Veranstaltungen an. Darunter beispielsweise Konzerte, Mitsingangebote, Projektwochen usw.
7. Nordrhein-Westfalen: Theater an der Ruhr (Mülheim a. d. Ruhr)
Das Theater an der Ruhr arbeitet intensiv mit Gruppen und Schulklassen zusammen und entwickelt oft interkulturelle, partizipative Projekte. Hier können Schüler*innen nicht nur Aufführungen sehen, sondern auch an Theaterworkshops, Rollenarbeit und Inszenierungsprozessen teilnehmen. Der Fokus auf zeitgenössische Themen macht den Ort besonders geeignet für Deutsch, Ethik und Gesellschaftslehre ab Sek I.
8. Hamburg: Dockville / MS ARTVILLE
Ursprünglich ein Kunst- und Musikfestival, bietet Dockville am Rande seines Programms oft künstlerische Bildungsangebote im öffentlichen Raum – z. B. Installationen, interaktive Kunstprojekte und Partizipation junger Kulturschaffender. Klassen können hier urbanen Kulturraum erleben, lokale Kunstproduktionen kennenlernen und über kulturelle Teilhabe reflektieren. Besonders geeignet für Projekte zur Stadt- und Jugendkultur, Medien und Sozialkunde.