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Die eigene Gehaltsvorstellung formulieren

Das gewünschte Gehalt zu beziffern, fällt den meisten Bewerberinnen und Bewerbern schwer. Recruiting-Experte Dr. Jörg Köbke, Geschäftsführer der Personalberatung LehrCare, zeigt auf, wie sich Lehrkräfte auf Stellensuche Schritt für Schritt an ihren eigenen tragfähigen Gehaltswunsch annähern können.

Wo finden Lehrkräfte Anhaltspunkte über realistische Gehaltsvorstellungen?
Schulen in Freier Trägerschaft orientieren sich in der Regel am TVL, auch wenn dieser für jene nicht bindend ist. Das heißt, Bewerbende sollten sich gemäß ihrer Qualifikation und einschlägigen Berufserfahrung selbst entsprechend einstufen. Manche Schulen orientieren sich auch am TVöD oder an Tarifen, die für den Träger in anderen Bereichen gelten, wie zum Beispiel AVR Caritas. Diese Tarife wiederum orientieren sich auch häufig am TVL. Man hat dann eine realistische Einschätzung seines Gehalts. Der Rest ist Verhandlungssache. Relevant ist natürlich auch, ob 12 oder 13 Monatsgehälter gezahlt werden und ob es vom Träger sonstige Leistungen gibt, wie beispielsweise Fahrkostenzuschüsse, Boni oder Ähnliches. Beamte, die sich auf eine Planstelle bei einer freien Schule bewerben oder über eine Beurlaubung dort arbeiten möchten, sollten darauf achten, ob es eine Ausgleichszahlung für ihre Pensionsansprüche und die Beihilfe zur privaten KV gibt.

Welche Argumente (z.B. Berufserfahrung, Zusatzqualifikationen) untermauern Gehaltswünsche?
Alle relevanten. Bewirbt man sich zum Beispiel mit 2. Staatsexamen für das Grundschul-Lehramt an einer Montessori-Grundschule und verfügt bereits über ein Montessori-Diplom, hat man ein gutes Argument. Unterrichtet man Mangelfächer, etwa Mathematik und Physik, kann man, auch wenn man aufgrund der Berufserfahrung vielleicht analog TVL 13, Stufe 2 eingestuft werden würde, gegebenenfalls die 3 fordern. Soll man an der Schule zusätzliche Funktionen übernehmen, sollte sich dies im Gehalt oder durch Ermäßigungsstunden bemerkbar machen. Kandidat*innen, die zum Beispiel schon über Erfahrung als Fachbereichsleitung verfügen, haben ein gutes Argument, ihre Forderungen durchzusetzen. Gibt es mehrere Jobangebote, können Bewerbende auch offen ansprechen, dass sie bei Schule X in eine höhere Stufe eingestuft werden würden, aber lieber bei der Schule, mit der sie gerade sprechen, arbeiten möchten und fragen, was bzw. ob man da was machen kann.

Was ist von online verfügbaren Gehaltsrechnern oder dem Entgeltatlas der Arbeitsagentur zu halten?
Ich würde prinzipiell immer einen Online-Tarifrechner zu Rate ziehen, auch wegen der Sonderzahlungen. Bei TVL sollte zum Beispiel das 13. Monatsgehalt in Höhe von 60/100 Berücksichtigung finden. Diese Tarifrechner gibt es auch im Internet.

Können sich Kandidat*innen versehentlich selbst „aus dem Rennen schießen“, wenn sie beim Gehaltswunsch dramatisch danebenliegen?
Natürlich können sie das. Zunächst einmal würde ich auf keinen Fall selbst das Thema aufs Tapet bringen, zumindest nicht beim ersten Kennenlernen. Das erweckt den Eindruck, dass alles andere nicht so wichtig ist und es einem nur ums Geld geht. Wird man dann gefragt oder kommt das Thema auf, empfehle ich ansonsten, sich maximal eine Stufe höher einzuschätzen als Qualifikation und Erfahrung dies zulassen. Ferner ist es empfehlenswert, sich selbst eine Untergrenze zu setzen, die man mindestens erreichen will, die man dem künftigen Arbeitgeber aber nicht mitteilt. Einigt man sich dann mindestens auf diese, obwohl man mehr gefordert hat, ist das Ziel erreicht, ohne dass man groß ins Diskutieren oder Verhandeln kommt. Das kann schnell unangenehm werden. Wir selbst haben für die über uns ausgeschriebenen Vakanzen in der Regel übrigens Gehaltsangaben des Trägers vorliegen und können daher hinsichtlich einer realistischen Einschätzung im konkreten Fall beraten. So manchem/r der/die zu niedrig lag, haben wir so schon zu einer besseren Vergütung geholfen.

Welche sonstigen Tipps geben Sie zum Thema Gehaltsverhandlung? Sich im Kolleginnenkreis umzuhören, kann nie schaden. Des Weiteren rate ich dazu, beim Gehalt nie eine Marge anzugeben, z. B. „zwischen 3.500 und 4.000 Euro Monatsbrutto“, denn dann fangen die Verhandlungen bei 3.500 an. Stattdessen sollten Bewerber*innen immer sagen, „round about“ oder VHB und eine konkrete Summe angeben und ein wenig pokern, aber eben nicht zu viel, also z. B. 3.750 Euro zu fordern, wenn man mindestens 3.500 haben möchte. Auch empfehle ich, das Bruttojahresgehalt anzugeben und nicht das Monatsgehalt, damit auch das ggf. gezahlte 13. Monatsgehalt, freiwillige Boni etc. berücksichtigt sind. Was gar nicht geht: Nettobeträge angeben oder sagen: „Ich brauche so und so viel zum Leben.“ Stattdessen immer von der Qualifikation und Berufserfahrung ausgehen und, wenn nötig, die Vorstellungen mit Fach- und Sachargumenten begründen. Erreicht man sein Zielgehalt beim Einstieg in den neuen Job übrigens nicht, möchte oder muss die Stelle aber trotzdem antreten, empfehle ich zu versuchen, das Gehalt unter der Bedingung zu akzeptieren, dass nach der Probezeit bzw. nach dem ersten Beschäftigungsjahr die Gehaltsanpassung nach oben erfolgt oder doch zumindest nochmals offen darüber gesprochen wird. Im positiven Fall kann man dann auf das Erreichte verweisen und hat damit ein gutes Argument für eine Gehaltserhöhung.

Entgelte der Lehrkräfte im Öffentlichen Dienst (Stand: Juli 2020)

1. Tarifverträge für Lehrkräfte

Es gibt 3 verschiedene Tarifverträge, die für angestellte Lehrkräfte in Frage kommen

  1. TV-L (allg. Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder)
  2. TV-H (Hessen)
  3. Spezialfall: kommunal beschäftigte Lehrer nach TVÖD

Hinweis: Seit der Tarifrunde 2019 entsprechen die Entgelttabellen des Tarifgebietes Ost denen des Tarifgebietes West.

2. Eingruppierung der Lehrkräfte

Das Entgelt nach den TV-L ergibt sich immer aus zwei verschiedenen Kategorien:

  • der jeweiligen Entgeltgruppe (je nach Tätigkeit) und
  • der Stufenzuordnung (je nach Berufserfahrung) innerhalb dieser Entgeltgruppe.

Leistungsfremde Faktoren wie Familienstand, Anzahl der Kinder oder Lebensalter bleiben unberücksichtigt – lediglich Jahressonderzahlungen sind möglich.

2.1 Entgeltgruppen

Beispiele für die Zuordnung zu den Entgeltgruppen

1. Lehrkräfte mit Lehramtsbefähigung (1.+2. STX/„Erfüller“)
Entgeltgruppe Befähigung für das Lehramt
E 11 an Grund-, Haupt- und Realschulen und den entspr. Jahrgangsstufen der Gesamtschulen
E 13 für Sonderpädagogik
E 13 +Z(ulage)/13*/13SR an Gymnasien und Gesamtschulen (in der Tätigkeit von Studienräten)
E 13 + Zulage an Berufskollegs, Berufsschulen u. ä.

2. sog. „Nicht-Erfüller“ (nur 1. STX/Universitätsabschluss mit einer Regelstudienzeit von mind. 8 Semestern zu best. Unterrichtsfächern/Fachrichtungen; Seiten-/Quereinsteiger)
(Meist) E 11 an Grund-, Haupt- und Realschulen und den entspr. Jahrgangsstufen der Gesamtschulen, Sek. I im Seiteneinstieg
E 12 (ohne Zulage) an Gymnasien und Gesamtschulen (in der Tätigkeit von Studienräten), Sek. II im Seiteneinstieg
E 12 (ohne Zulage) an Berufskollegs, Berufsschulen u. ä.

Anmerkung: Die Verweildauer auf einer Stufe ist für Nicht-Erfüller deutlich länger. An vielen Privatschulen ist es Usus, die Nicht-Erfüller 1 Stufe weiter unten einzugruppieren.

Hinweis zur Entgeltgruppe E 13+Zulage/E 13*/E 13SR

Für Lehrkräfte, die die „Voraussetzungen zur Ernennung zum Studienrat erfüllen“, (1.+2.STX), gilt die Entgeltgruppe E13+Zulage/E13*/E13SR. Alle Lehrkräfte, die nicht auf Studienrat studiert haben, bspw. „Lehrer“ (Sek. I), Diplomlehrer, Quer- und Seiteneinsteiger mit anderen Universitätsabschlüssen (Diplom, Magister, Bachelor), werden in die Entgeltgruppe 13 eingruppiert.

2.2 Eingruppierung von Schulleitern

Zur Eingruppierung von Schulleitern gibt es bislang keine allgemeingültigen Regelungen. Grundsätzlich gilt immer die Größe der Schule (Schülerzahl) und die Schulart als ausschlaggebend. Es konnte nicht für alle Bundesländer dazu eine Quelle im Internet gefunden werden. Auch haben nicht alle Bundesländer angestellte Schulleiter. Die folgenden Angaben zur Eingruppierung von angestellten Schulleitern beziehen sich auf Angaben in einer Antwort der Brandenburgischen Regierung auf eine kleine Anfrage.

Schulleiter an Oberschulen: i.d.R. in E 13, E 14 oder E 14Z

Schulleiter an Grundschulen: i.d.R. in E 13, E 13Z oder E 14

Schulleiter an Gesamtschulen: i.d.R. in E 15

Schulleiter an Gymnasien: i.d.R. in E 15Ü

Schulleiter an Förderschulen: i.d.R. in E 13Z, E 14 oder E 14Z

Schulleiter an Berufs(fach)schulen: i.d.R. in E 16 (z.B. BaWü) oder E 15Z (z.B. Hamburg)

Stellvertretende Schulleiter werden je nach Schulgröße wie folgt eingruppiert:

BaWü: bis 360 Schüler E 15, ab 360 Schüler E 15+ vertragl. Zulage

Hamburg: Schulen mit großer Schülerzahl (>360 bzw. >540 Schüler)

Grundschule: E 14 (A 15)

Berufliche Schule: E 15

Gymnasium: E 15 (A 16)

Sachsen:

Grundschule: A 12, E 11-E 14 (bei mehr als 360 Schülern)

Ober- und Förderschule: E 13-15

Gymnasium: A 13-A 16, E 13-E 15, bzw. außertarifl. Gehalt, da es keine E 16 gibt

Rechtlicher Hinweis

Jede Eingruppierung ist vorläufig und begründet keinen Vertrauensschutz und keinen Besitzstand. Die Zuordnung einer Lehrkraft zu einer Entgeltgruppe erfolgt auf der Grundlage der bisherigen Richtlinien der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zur Eingruppierung der Lehrkräfte, bis eine neue Entgeltordnung zwischen den Tarifpartnern ausgehandelt und in Kraft getreten ist.

2.3 Stufenzuordnung

Die Entgeltgruppen sind in Stufen unterteilt. Grundsätzlich erfolgt die Zuordnung in Stufe 1, sofern keine beruflichen Vorerfahrungen vorliegen. Zeiten einer „einschlägigen Berufserfahrung“sind bei der Stufenzuordnung zu berücksichtigen (§ 16 Abs. 2 Satz 2 und 3 TV-L). Dabei muss es sich um berufliche Erfahrungen in der übertragenen oder einer auf die Aufgabe bezogenen entsprechenden Tätigkeit handeln. Sie liegen vor, wenn die frühere Tätigkeit im Wesentlichen unverändert fortgesetzt wird.

Darüber hinaus bietet der TV-L die Möglichkeit, im Rahmen des Ermessens „förderliche Zeiten“bei der Stufenzuordnung zu berücksichtigen (§ 16 Abs. 2 Satz 4) bzw. eine Vorweggewährung von Stufen (§ 16 Abs. 5) vorzunehmen. Für alle neu einzustellenden Lehrkräfte wird durch Erlassregelungen der Ministerien die Anrechnung förderlicher Zeiten unterschiedlich ermöglicht.

Als „förderliche Zeit“ wird jede nachgewiesene berufliche Vorerfahrung, die bei großzügiger Auslegung für den angestrebten Lehrerberuf dienlich ist, berücksichtigt. Maximal ist eine Zuordnung in Stufe 4 der jeweiligen Entgeltgruppe möglich, die bei einer berücksichtigungsfähigen Zeit von in der Regel sechs Jahren erreicht wird. Die Verweildauer in den sechs Entgeltgruppen richtet sich immer nach den Berufsjahren (und ist für Nicht-Erfüller, d.h. ohne 2. Staatsexamen, deutlich länger):

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Einstiegsstufe nach 1 Jahr in Stufe 1 nach 2 Jahren in Stufe 2 nach 3 Jahren in Stufe 3 nach 4 Jahren in Stufe 4 nach 5 Jahren in Stufe 5
ab Einstellung nach 1 Jahr nach 3 Jahren nach 6 Jahren nach 10 Jahren

3. Jahressonderzahlungen

Zusätzlich zum monatlichen Entgelt haben Tarifbeschäftigte, die am 1. Dezember in einem Arbeitsverhältnis stehen, Anspruch auf eine Jahressonderzahlung (§ 20 TV-L). Sie beträgt für Beschäftigte in den Entgeltgruppen ab 2019

E 1 bis E 8 95 v. H.

E 9 bis E 11 80 v. H.

E 12 bis E 13 50 v. H.

E 14 bis E 15 35 v. H. des monatlichen Entgelts, das jeweils in den Kalendermonaten Juli, August und September durchschnittlich gezahlt wird. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der o.a. Tarifvorschrift. Entsprechend der Tarifeinigung vom 2. März 2019 wird die Jahressonderzahlung für die Jahre 2019, 2020, 2021 und 2022 auf dem materiellen Niveau des Jahres 2018 eingefroren.

4. Entgelttabellen

4.1 Lehrer im Beschäftigtenverhältnis (allgemeiner TV-L)

1 2 3 4 5 6
E 15Ü 5880.02 6526.61 7140.26 7542.73 7641.73
E 15 4794.35 5180.59 5371.94 6051.57 6566.22 6763.20
E 14 4340.78 4692.32 4962.86 5371.94 5998.76 6178.72
E 13Ü 4329.43 4560.37 5371.94 5998.76 6178.72
E 13 4002.26 4329.43 4560.37 5009.04 5629.26 5798.14
E 12 3607.11 3880.76 4421.81 4896.88 5510.50 5675.81
E 11 3490.32 3742.20 4012.72 4421.81 5015.65 5166.12
E 10 3367.04 3612.23 3880.76 4151.27 4665.96 4805.94
E 9b 2997.21 3227.32 3374.65 3781.78 4124.89 4248.65
E 9a 2997.21 3227.32 3276.44 3374.65 3781.78 3895.24
E 8 2815.53 3037.04 3159.79 3276.44 3405.35 3485.15
E 7 2646.84 2862.50 3024.75 3147.52 3245.75 3331.67
E 6 2601.42 2814.88 2933.94 3055.46 3135.24 3221.18
E 5 2497.60 2707.73 2826.79 2939.89 3030.89 3092.28
E 4 2382.59 2594.64 2743.45 2826.79 2910.14 2963.70
E 3 2351.55 2558.91 2618.44 2713.68 2791.07 2856.55
E 2Ü 2255.31 2457.71 2535.10 2630.36 2695.84 2785.13
E 2 2190.12 2386.27 2445.81 2505.33 2642.24 2785.13
E 1 1987.44 2017.18 2052.90 2088.63 2177.92

Gültigkeit der Tabelle: 01.01.2020 – 31.12.2020

Quelle: http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-l/west?id=tv-l-2020&matrix=1

4.2 Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst des Landes Hessen (TV-H Hessen)

1 2 3 4 5 6
E 15Ü 6044.39 6540.25 7157.14 7561.77 7661.27
E 15 4798.76 5187.12 5379.46 6062.67 6580.08 6777.48
E 14 4342.71 4696.27 4968.22 5379.46 6009.62 6189.90
E 13Ü 4331.45 4563.60 4968.22 6009.62 6189.90
E 13 4007.43 4331.45 4563.60 5014.64 5638.16 5807.31
E 12 3600.36 3885.70 4424.28 4901.87 5518.77 5684.33
E 11 3480.25 3749.13 4015.78 4424.28 5021.28 5171.92
E 10 3353.44 3619.08 3885.70 4152.35 4669.74 4809.83
E 9b 2994.45 3228.39 3373.98 3788.18 4126.34 4250.12
E 9a 2994.45 3228.39 3276.23 3373.98 3788.18 3901.82
E 8 2811.99 3043.05 3162.61 3276.23 3404.81 3484.97
E 7 2642.56 2869.65 3031.08 3150.67 3246.34 3330.81
E 6 2596.92 2821.82 2941.40 3060.98 3138.72 3222.41
E 5 2492.66 2714.19 2833.79 2947.37 3037.06 3096.84
E 4 2379.35 2600.59 2750.07 2833.79 2917.48 2971.29
E 3 2349.46 2564.71 2624.51 2720.17 2797.89 2863.68
E 2Ü 2259.78 2463.06 2540.79 2636.47 2702.24 2756.04
E 2 2193.99 2391.31 2451.11 2510.90 2648.42 2791.91
E 1 1990.72 2020.61 2056.48 2092.37 2182.05

Gültigkeit der Tabelle: 01.02.2020 – 31.12.2020

Quelle: http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-h?id=tv-h-2020&matrix=1

TvöD Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst Bereich Bund

1 2 3 4 5 6
E 15Ü 5931.38 6582.83 7199.96 7611.40 7707.40
E 15 4860.31 5190.81 5559.47 6062.74 6580.45 6921.06
E 14 4401.04 4700.31 5091.13 5524.82 6008.27 6355.34
E 13 4056.62 4384.61 4757.99 5163.37 5640.38 5899.26
E 12 3635.65 4013.07 4454.13 4943.53 5517.78 5790.26
E 11 3508.11 3856.11 4182.29 4536.17 5020.49 5292.98
E 10 3380.51 3655.13 3964.32 4299.65 4673.08 4795.69
E 9c 2994.70 3490.82 3786.03 4106.46 4453.88 4565.39
E 9b 2994.70 3232.46 3505.82 3802.54 4128.12 4400.58
E 9a 2994.70 3198.34 3254.35 3443.66 3787.50 3922.86
E 8 2808.91 2999.92 3132.23 3264.31 3405.98 3474.11
E 7 2635.53 2855.60 2986.70 3119.00 3243.78 3310.79
E 6 2586.00 2767.11 2894.11 3019.78 3143.22 3206.10
E 5 2480.74 2656.42 2775.08 2900.74 3017.50 3077.85
E 4 2363.07 2540.85 2690.02 2782.88 2875.73 2930.10
E 3 2325.89 2517.08 2563.61 2669.96 2749.76 2822.87
E 2Ü 2171.61 2393.99 2473.88 2580.40 2653.60 2708.23
E 2 2152.51 2346.00 2392.92 2459.87 2607.03 2760.98
E 1 1929.88 1962.63 2003.59 2041.77 2140.05

Gültigkeit der Tabelle: 01.03.2020 – 31.08.2020

Quelle: http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tvoed/bund?id=tvoed-bund-2020&matrix=1

TvöD Kommune/VKA (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände)

1 2 3 4 5 6
E 15Ü 6006.83 6658.25 7275.39 7686.85 7782.82
E 15 4860.31 5190.81 5559.47 6062.74 6580.45 6921.06
E 14 4401.04 4700.31 5091.13 5524.82 6008.27 6355.34
E 13 4056.62 4384.61 4757.99 5163.37 5640.38 5899.26
E 12 3635.65 4013.07 4454.13 4943.53 5517.78 5790.26
E 11 3508.11 3856.11 4182.29 4536.17 5020.49 5292.98
E 10 3380.51 3655.13 3964.32 4299.65 4673.08 4795.69
E 9c 3280.42 3526.45 3790.94 4075.26 4380.90 4600.00
E 9b 3074.70 3305.30 3450.00 3874.00 4124.25 4414.13
E 9a 2964.89 3163.55 3356.89 3784.00 3879.97 4125.00
E 8 2808.91 2999.92 3132.23 3264.31 3405.98 3474.11
E 7 2635.53 2855.60 2986.70 3119.00 3243.78 3310.79
E 6 2586.00 2767.11 2894.11 3019.78 3143.22 3206.10
E 5 2480.74 2656.42 2775.08 2900.74 3017.50 3077.85
E 4 2363.07 2540.85 2690.02 2782.88 2875.73 2930.10
E 3 2325.89 2517.08 2563.61 2669.96 2749.76 2822.87
E 2Ü 2171.61 2393.99 2473.88 2580.40 2653.60 2760.98
E 2 2152.51 2346.00 2392.92 2459.87 2607.03 2760.98
E 1 1929.88 1962.63 2003.59 2041.77 2140.05

Gültigkeit der Tabelle: 01.03.2020 – 31.07.2020

Quelle: http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tvoed/vka?id=tvoed-vka-2020&matrix=1

5 Forum/Gehaltsrechner/Links

Auf der Seite https://forum.oeffentlicher-dienst.info/ befindet sich ein aktuelles, gut besuchtes Forum, verschiedene Gehaltsrechner und eine gute Linksammlung. Dort können bereits gestellte Fragen durchstöbert oder neue Fragen gestellt werden. Auch eine Linksammlung ist dort erreichbar.

Gehaltsrechner TV-L 2020

Gehaltsrechner TV-H 2020

Gehaltsrechner TV-öD Bund 2020

Gehaltsrechner TV-öD Kommunen 2020

6 Quelle

http://oeffentlicher-dienst.info

Zielvereinbarungsgespräche an Schulen

Ob Mitarbeitergespräch, Zielvereinbarungsgespräch, Jahresgespräch, Entwicklungsgespräch – für das jährliche Vier-Augen-Gespräch, das in den meisten Unternehmen – und immer mehr auch in Schulen – stattfindet, gibt es unterschiedliche Namen. Ziel der Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Unterredung ist es, den Status quo eines jeden Mitarbeiters/Mitarbeiterin herauszuarbeiten, dessen bzw. deren Entwicklung zu dokumentieren, eventuelle Missstände aufzudecken, die Arbeitsqualität zu sichern und Ziele zu vereinbaren. Das übergeordnete Ziel ist die langfristige Mitarbeiterbindung.

Chance für Weichenstellungen

Auch wenn viele Angestellte einem Zielvereinbarungsgespräch durchaus mit Skepsis begegnen, so sollten sie sich die Möglichkeiten der Unterredung bewusst machen:

  • Gerade jüngere Lehrkräfte erhalten in einem Mitarbeitergespräch wertvolles Feedback zu ihrer Arbeit und haben die Möglichkeit, dazu Stellung zu nehmen.
  • Ein Vier-Augen-Gespräch mit der Schulleitung ist ein idealer Rahmen, um eine mögliche Beförderung oder eine Gehaltserhöhung anzusprechen.
  • Die Vorbereitung auf ein Mitarbeitergespräch ist für Angestellte eine gute Möglichkeit, im Vorfeld die eigene Position in der Schule zu reflektieren und persönliche Ziele herauszuarbeiten.

Mögliche Fragen der Schulleitung

Natürlich können Umfang und Atmosphäre – und damit auch die gestellten Fragen innerhalb eines Mitarbeitergesprächs von Schule zu Schule stark variieren. Umso sinnvoller ist es, sich vorab ein wenig auf ein anstehendes Gespräch vorzubereiten. Folgende Fragen sind klassische Bestandteile von Entwicklungsgesprächen:

  • Welche Projekte/Aufgaben sind Ihnen im vergangenen Jahr besonders gut/weniger gut geglückt?
  • An welche konkrete Situation denken Sie gerne zurück? Welche Situation bereitet Ihnen rückblickend Unbehagen?
  • Haben Sie für sich selbst gesteckte Ziele erreicht?
  • Woran erkennen Sie, dass Sie Ziele erreicht haben?
  • Wo sehen Sie Ihre Stärken, wo Ihre Schwächen?
  • Wie sehen Sie Ihre Position innerhalb des Kollegiums?
  • Wie sehen andere Ihre Position innerhalb des Kollegiums?
  • Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer derzeitigen Position an unserer Schule?
  • Was nehmen Sie als Ihre größten Belastungen wahr?
  • Was müsste sich ändern, damit Sie mit Ihrer derzeitigen Position zufrieden(er) sind?
  • Welche Herausforderungen sehen Sie, wenn Sie in die nähere Zukunft blicken?
  • Welche Entwicklungen würden Sie in näherer Zukunft gerne anstreben?
  • Wo sehen Sie sich in einem, in fünf und in zehn Jahren?

Weitere Informationen:

Entgelte der Lehrkräfte im Öffentlichen Dienst (Stand: Mai 2019)

1. Tarifverträge für Lehrer

Es gibt drei verschiedene Tarifverträge, die für angestellte Lehrer in Frage kommen:

  1. TV-L
  2. TV-H Hessen
  3. Spezialfall: kommunal beschäftigte Lehrer nach TVÖD

Hinweis: Seit der Tarifrunde 2019 entsprechen die Entgelttabellen des Tarifgebietes Ost denen des Tarifgebietes West.

2. Eingruppierung der Lehrkräfte

Das Entgelt nach den TV-L ergibt sich immer aus zwei verschiedenen Kategorien:

  1. der jeweiligen Entgeltgruppe und
  2. der Stufenzuordnung innerhalb dieser Entgeltgruppe.

Leistungsfremde Faktoren wie Familienstand, Anzahl der Kinder oder Lebensalter bleiben unberücksichtigt – lediglich Jahressonderzahlungen sind möglich.

2.1 Entgeltgruppen

Jede Lehrkraft wird in eine der sechs Entgeltgruppen eingruppiert. Die Zuordnung zu einer Entgeltgruppe richtet sich nach der individuellen Ausbildung, Qualifikation und Erfahrung. Generell gilt: Je höher die Ausbildung und Qualifikation und je umfassender die Erfahrung ist, desto höher ist die Eingruppierung. Eine grobe Orientierung für die Eingruppierung gibt folgende Tabelle:

Entgelt
gruppe
Bildungsabschluss Mögliche
Berufsgruppen
E 1 – E 4 An- und Ungelernte Bote, Küchenhelfer, Helfer in
der Justiz
E 5 – E 8 Mind. 2- oder 3-jährige
Ausbildung
Alten- und Kinderpfleger,
Ergotherapeuten, Logopäden
E 9 – E 12 Bachelor- oder FH-
Abschluss
Lehrer an Grund-, Real- und
Hauptschulen sowie Sek I
und II als Quereinstieg
E 13 – E 15 Hochschulstudium,
Master
Lehrer an Gymnasien und
Förderschulen

2.2 Stufenzuordnung

Die Entgeltgruppen sind in Stufen unterteilt. Grundsätzlich erfolgt die Zuordnung in Stufe 1, sofern keine beruflichen Vorerfahrungen vorliegen. Zeiten einer „einschlägigen Berufserfahrung“sind bei der Stufenzuordnung zu berücksichtigen (§ 16 Abs. 2 Satz 2 und 3 TV-L). Dabei muss es sich um berufliche Erfahrungen in der übertragenen oder einer auf die Aufgabe bezogenen entsprechenden Tätigkeit handeln. Sie liegen vor, wenn die frühere Tätigkeit im Wesentlichen unverändert fortgesetzt wird.

Darüber hinaus bietet der TV-L die Möglichkeit, im Rahmen des Ermessens „förderliche Zeiten“bei der Stufenzuordnung zu berücksichtigen (§ 16 Abs. 2 Satz 4) bzw. eine Vorweggewährung von Stufen (§ 16 Abs. 5) vorzunehmen. Für alle neu einzustellenden Lehrkräfte wird durch Erlassregelungen der Ministerien die Anrechnung förderlicher Zeiten unterschiedlich ermöglicht.

Als förderliche Zeit wird jede nachgewiesene berufliche Vorerfahrung, die bei großzügiger Auslegung für den angestrebten Lehrerberuf dienlich ist, berücksichtigt. Maximal ist eine Zuordnung in Stufe 4 der jeweiligen Entgeltgruppe möglich, die bei einer berücksichtigungsfähigen Zeit von in der Regel sechs Jahren erreicht wird. Die Verweildauer in den sechs Entgeltgruppen richtet sich immer nach den Berufsjahren (und ist für Nicht-Erfüller, d.h. ohne 2. Staatsexamen, deutlich länger):

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Einstiegsstufe nach 1 Jahr in Stufe 1 nach 2 Jahren in Stufe 2nach 3 Jahren in Stufe 3nach 4 Jahren in Stufe 4nach 5 Jahren in Stufe 5
ab Einst.nach 1 Jahrnach 3 Jahrennach 6 Jahrennach 10 Jahren

3. Jahressonderzahlungen

Die Jahressonderzahlungen wurden in der Tarifrunde 2019 eingefroren. Es gelten somit im laufenden Tarifjahr die Sonderzahlungssätze aus 2018. Dies führt zu einer Verringerung der linearen Erhöhung um jeweils ca. 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte.

Die Jahressonderzahlung wird zusätzlich zum mtl. Entgelt gezahlt. Anspruch haben Tarifbeschäftigte, die am 1. Dezember in einem Arbeitsverhältnis stehen (§ 20 TV-L). Die Jahressonderzahlung beträgt für Beschäftigte in den Entgeltgruppen

· E 9 bis E 11                80 v.H.

· E 12 bis E 13              50 v.H.

· E 14 bis E 15              35 v.H.

des mtl. Entgelts, das jeweils in den Kalendermonaten Juli, August und September durchschnittlich gezahlt wird.

4. Entgelttabellen

4.1 Lehrer im Beschäftigtenverhältnis (allgemeiner TV-L)

Hinweis zum TV-L Berlin „Lehrer“:
Zum 01.12.2017 erfolgte die Angleichung des TV-L in Berlin zum allgemeinen TV-L. Die wöchentliche Arbeitszeit erhöhte sich um 24 Minuten auf 39:24 Stunden, was dem Durchschnitt der Bundesländer entspricht.

4.2 TV-H Hessen

Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst des Landes Hessen

4.3 TvöD Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst

Bereich Bund

4.4 TvöD Kommune/VKA (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände)

 5. Forum/Gehaltsrechner/Links

In dem aktuellen und gut besuchten Forum der Seite Öffentlicher-Dienst.info können bereits gestellte Fragen durchstöbert oder neue Fragen gestellt werden. Zudem befinden sich auf der Seite eine gute Linksammlung sowie ein Gehaltsrechner zum TV-L 2019.

11 Tipps für erfolgreiche Gehaltsverhandlungen

Recruiting-Experte Dr. Jörg Köbke, Geschäftsführer der Personalberatung LehrCare: „Die Gehaltsverhandlung ist vielfach ein heikler Punkt, denn ist in der Stellenausschreibung die Angabe einer Gehaltsvorstellung erwünscht, müssen Bewerberinnen und Bewerber hierauf eingehen! Doch wer sich gut vorbereitet und die eigenen Standpunkte verinnerlicht hat, kann diese Verhandlung sachlich und ruhig angehen. Folgende Punkte gilt es zu beachten:

 

1. Vorab informieren: Vor der Gehaltsverhandlung mit dem TV-L (für Lehrkräfte) bzw. mit dem TV-ÖD (für Erzieherinnen und Erzieher) auseinandersetzen. Dies sind die Tarifverträge, an denen sich die meisten pädagogischen Einrichtungen orientieren. Vergütet der Arbeitgeber anhand anderer Tarifwerke, zum Beispiel nach speziellen Haustarifen oder kirchlichen Tarifen, sollten sich Kandidaten selbstverständlich mit diesen auseinandersetzen.

2. Argumente bereithalten: Wer ein höheres Gehalt aushandeln will, braucht schlüssige Argumente, die den eigenen „Wert“ belegen: relevante Zusatzqualifikationen, einschlägige Erfahrungen, hohe Flexibilität etc. Diese daher vor dem Gespräch bereits verinnerlichen und bei der Verhandlung in die Waagschale werfen.

3. Kein Alleingang: Das Thema Gehalt sollten Kandidaten im Gesprächsverlauf nicht von sich aus ansprechen, sondern warten, bis dies das Gegenüber tut – mitunter wohlmöglich auch erst im zweiten Gespräch.

4. Konkret werden: Bei der Angabe des Gehaltswunschs besser eine konkrete Zahl nennen, statt einer Marge. Konkrete Zahlen wirken entschlossener und eröffnen weniger Angriffsfläche für Verhandlungen „nach unten“.

5. Puffer einbauen: Auf die tatsächlich gewünschte Summe prinzipiell immer noch einen Puffer aufschlagen und gleichzeitig die gewünschte Mindestsumme immer im Hinterkopf behalten.

6. Gesamtpaket im Auge behalten: Bietet der Arbeitgeber geldwerte Vorteile, wie etwa Jobticket, Dienstwagen, Betreuungsplätze für eigene Kinder o.Ä. an? Wirken sich diese auf das Gehalt aus?

7. Gehaltsstaffelung erfragen: Wie gliedert sich ein ggf. schon im Raum stehendes Jahreseinkommen? Umfasst es 12 oder 13 Monatsgehälter?

8. Auf Wortwahl achten: Zu vermeiden sind Formulierungen wie „Ich brauche die Summe xyz“ oder „Ich hatte bisher…“

9. Gehaltsentwicklung erfragen: Wie gestaltet der Arbeitgeber die Gehaltsprogression? Ist diese Entwicklung beispielsweise unter- oder überdurchschnittlich gut, wirkt sich das unter Umständen auf die Bereitschaft zu Zugeständnissen aus.

10. Nachverhandlungen ansprechen: Sind in dem Arbeitsverhältnis Nachverhandlungen in puncto Gehalt vorgesehen, etwa nach erfolgreich absolvierter Probezeit? Wenn ja, diese genau erfragen und auch vertraglich festhalten.

11. Wenn nicht übers Gehalt gesprochen wird: In manchen Fällen unterbreiten Arbeitgeber Kandidaten ein Angebot, statt das Gehalt zu verhandeln. Ein solches Angebot sollten Bewerberinnen und Bewerber von einem Anwalt prüfen lassen und ggf. um ein Telefonat bitten, um Weiteres mit dem Arbeitgeber zu klären.

 

Entgelte der Lehrkräfte im Öffentlichen Dienst

1. Tarifverträge für Lehrer

Es gibt 4 verschiedene Tarifverträge, die für Lehrer in Frage kommen:

  1. TV-L „Lehrer“
    1. Ost
    2. West
  2. TV-L Berlin
  3. TV-H Hessen
  4. Spezialfall: kommunal beschäftigte Lehrer nach TVÖD

 

2. Eingruppierung der Lehrkräfte

Das Entgelt nach den TV-L ergibt sich immer aus zwei verschiedenen Kategorien:

  1. der jeweiligen Entgeltgruppe und
  2. der Stufenzuordnung innerhalb dieser Entgeltgruppe.

Leistungsfremde Faktoren wie Familienstand, Anzahl der Kinder oder Lebensalter bleiben unberücksichtigt – lediglich Jahressonderzahlungen sind möglich.

 

2.1 Entgeltgruppen

Beispiele für die Zuordnung zu den Entgeltgruppen

1. Lehrkräfte mit Lehramtsbefähigung (1.+2. STX/„Erfüller“)
Entgeltgruppe
Befähigung für das Lehramt
11 an Grund-, Haupt- und Realschulen und den entspr. Jahrgangsstufen der Gesamtschulen
13 für Sonderpädagogik
13+Z(ulage)/13*/13SR an Gymnasien und Gesamtschulen (in der Tätigkeit

von Studienräten)

13+Zulage an Berufskollegs, Berufsschulen u. ä.
 
2. sog. „Nicht-Erfüller“ (nur 1. STX/Universitätsabschluss mit einer Regelstudienzeit von mind. 8 Semestern zu best. Unterrichtsfächern/Fachrichtungen; Seiten-/Quereinsteiger)
11 an Grund-, Haupt- und Realschulen und den entspr. Jahrgangsstufen der Gesamtschulen
13 (ohne Zulage) an Gymnasien und Gesamtschulen (in der Tätigkeit

von Studienräten)

13 (ohne Zulage) an Berufskollegs, Berufsschulen u. ä.

 

2.2 Stufenzuordnung

Die Entgeltgruppen sind in Stufen unterteilt. Grundsätzlich erfolgt die Zuordnung in Stufe 1, sofern keine beruflichen Vorerfahrungen vorliegen. Zeiten einer „einschlägigen Berufserfahrung“ sind bei der Stufenzuordnung zu berücksichtigen (§ 16 Abs. 2 Satz 2 und 3 TV-L). Dabei muss es sich um berufliche Erfahrungen in der übertragenen oder einer auf die Aufgabe bezogenen entsprechenden Tätigkeit handeln. Sie liegen vor, wenn die frühere Tätigkeit im Wesentlichen unverändert fortgesetzt wird.

Darüber hinaus bietet der TV-L die Möglichkeit, im Rahmen des Ermessens „förderliche Zeiten“ bei der Stufenzuordnung zu berücksichtigen (§ 16 Abs. 2 Satz 4) bzw. eine Vorweggewährung von Stufen (§ 16 Abs. 5) vorzunehmen. Für alle neu einzustellenden Lehrkräfte wird durch Erlassregelungen der Ministerien die Anrechnung förderlicher Zeiten unterschiedlich ermöglicht.

Als förderliche Zeit wird jede nachgewiesene berufliche Vorerfahrung, die bei großzügiger Auslegung für den angestrebten Lehrerberuf dienlich ist, berücksichtigt. Maximal ist eine Zuordnung in Stufe 4 der jeweiligen Entgeltgruppe möglich, die bei einer berücksichtigungsfähigen Zeit von in der Regel sechs Jahren erreicht wird. Die Verweildauer in den sechs Entgeltgruppen richtet sich immer nach den Berufsjahren (und ist für Nicht-Erfüller, d.h. ohne 2. Staatsexamen, deutlich länger):

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Einstiegsstufe nach 1 Jahr in Stufe 1 nach 2 Jahren in Stufe 2 nach 3 Jahren in Stufe 3 nach 4 Jahren in Stufe 4 nach 5 Jahren in Stufe 5
ab Einstellung nach 1 Jahr nach 3 Jahren nach 6 Jahren nach 10 Jahren

3. Jahressonderzahlungen

Zusätzlich zum mtl. Entgelt haben Tarifbeschäftigte, die am 1. Dezember in einem Arbeitsverhältnis stehen, Anspruch auf eine Jahressonderzahlung (§ 20 TV-L). Sie beträgt für Beschäftigte in den Entgeltgruppen

  • E 9 bis E 11 80 v.H.
  • E 12 bis E 13 50 v.H.
  • E 14 bis E 15 35 v.H.

des mtl. Entgelts, das jeweils in den Kalendermonaten Juli, August und September durchschnittlich gezahlt wird.

 

4. Entgelttabellen

4.1 Lehrer im Beschäftigtenverhältnis (allgemeiner TV-L)

a) Tarifgebiet West

1 2 3 4 5 6
E 15Ü 5535.49 6144.20 6721.89 7100.79 7193.98
E 15 4398.75 4877.05 5057.19 5696.99 6181.49 6274.21
E 14 3982.60 4417.39 4672.07 5057.19 5647.28 5731.99
E 13Ü 4075.76 4293.17 5057.19 5647.28 5731.99
E 13 3672.02 4075.76 4293.17 4715.55 5299.43 5378.92
E 12 3309.47 3653.37 4162.72 4609.96 5187.62 5265.44
E 11 3202.32 3522.94 3777.60 4162.72 4721.77 4792.59
E 10 3089.22 3400.58 3653.37 3908.04 4392.57 4458.46
E 9 2749.89 3029.67 3172.55 3560.20 3883.21 3941.46
E 9k 2749.89 3029.67 3172.55 3560.20 3613.61
E 8 2583.21 2845.15 2964.19 3077.31 3202.32 3279.70
E 7 2428.44 2672.50 2833.23 2952.29 3047.55 3130.87
E 6 2386.77 2624.88 2743.94 2863.01 2940.38 3023.72
E 5 2291.51 2517.73 2636.79 2749.89 2839.19 2898.72
E 4 2184.36 2404.64 2553.45 2636.79 2720.14 2773.70
E 3 2154.60 2368.91 2428.44 2523.68 2601.07 2666.55
E 2Ü 2065.31 2267.71 2345.10 2440.36 2505.84 2559.39
E 2 1999.83 2196.27 2255.81 2315.33 2452.24 2595.13
E 1 1797.44 1827.18 1862.90 1898.63 1987.92

Gültigkeit der Tabelle: 01.01.2018 – 30.09.2018

Quelle: http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-l/west?id=tv-l-2018&matrix=11

 

b) Tarifgebiet Ost

1 2 3 4 5 6
E 15Ü 5535.49 6144.20 6721.89 7100.79 7193.98
E 15 4398.75 4877.05 5057.19 5696.99 6181.49 6274.21
E 14 3982.60 4417.39 4672.07 5057.19 5647.28 5731.99
E 13Ü 4075.76 4293.17 5057.19 5647.28 5731.99
E 13 3672.02 4075.76 4293.17 4715.55 5299.43 5378.92
E 12 3309.47 3653.37 4162.72 4609.96 5187.62 5265.44
E 11 3202.32 3522.94 3777.60 4162.72 4721.77 4792.59
E 10 3089.22 3400.58 3653.37 3908.04 4392.57 4458.46
E 9 2749.89 3029.67 3172.55 3560.20 3883.21 3941.46
E 9k 2749.89 3029.67 3172.55 3560.20 3613.61
E 8 2583.21 2845.15 2964.19 3077.31 3202.32 3279.70
E 7 2428.44 2672.50 2833.23 2952.29 3047.55 3130.87
E 6 2386.77 2624.88 2743.94 2863.01 2940.38 3023.72
E 5 2291.51 2517.73 2636.79 2749.89 2839.19 2898.72
E 4 2184.36 2404.64 2553.45 2636.79 2720.14 2773.70
E 3 2154.60 2368.91 2428.44 2523.68 2601.07 2666.55
E 2Ü 2065.31 2267.71 2345.10 2440.36 2505.84 2559.39
E 2 1999.83 2196.27 2255.81 2315.33 2452.24 2595.13
E 1 1797.44 1827.18 1862.90 1898.63 1987.92

Gültigkeit der Tabelle: 01.01.2018 – 30.09.2018

Quelle: http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-l/ost?id=tv-l-ost-2018&matrix=1

 

4.2 TV-L Berlin „Lehrer“

Zum 01.01.2017 sind die Kürzungsbeträge für tarifbeschäftigte Lehrkräfte entfallen. Es gelten nun die Entgelttabellen TV-L im allgemeinen Teil.

Angleichung zum TV-L (allgemein) zum 01.12.2017
Zum 01.12.2017 wurde die Angleichung der Anwendung des TV-L in Berlin zum allgemeinen TV-L abgeschlossen. Die wöchentliche Arbeitszeit erhöht sich um 24 Minuten auf 39:24 Stunden, was dem Durchschnitt der Bundesländer entspricht.

 

4.3 TV-H „Lehrer“ Hessen

Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst des Landes Hessen

1 2 3 4 5 6
E 1 1790.72 1820.61 1856.48 1892.37 1982.05
E 2 1993.99 2191.31 2251.11 2310.90 2448.42 2591.91
E 2Ü 2059.78 2263.06 2340.79 2436.47 2502.24 2556.04
E 3 2149.46 2364.71 2424.51 2520.17 2597.89 2663.68
E 4 2179.35 2400.59 2550.07 2633.79 2717.48 2771.29
E 5 2286.98 2514.19 2633.79 2747.37 2837.06 2896.84
E 6 2382.64 2621.82 2741.40 2860.98 2938.72 3022.41
E 7 2424.51 2669.65 2831.08 2950.67 3046.34 3130.03
E 8 2579.96 2843.05 2962.61 3076.23 3201.79 3279.53
E 9 2747.37 3028.39 3171.90 3566.56 3884.94 3943.21
E 10 3076.74 3407.36 3658.38 3909.44 4396.55 4462.50
E 11 3193.08 3529.81 3780.85 4165.46 4727.53 4798.44
E 12 3303.28 3658.38 4165.46 4615.11 5195.91 5273.85
E 13 3676.76 4078.06 4296.62 4721.28 5308.32 5387.94
E 13Ü 4078.06 4296.62 4677.57 5658.05 5742.92
E 14 3984.37 4421.53 4677.57 5064.76 5658.05 5742.92
E 15 4402.79 4883.67 5064.76 5708.00 6195.14 6288.07
E 15Ü 5545.65 6157.64 6738.44 7119.40 7213.08
E 9k 3620.06

Gültigkeit der Tabelle: 01.02.2018 – 30.09.2018

Quelle: http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-h?id=tv-h-2017&matrix=1

 

5.      TvöD Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst

5.1.           Bereich Bund 2017a (Bereich Bund)

  1 2 3 4 5 6
E 15 4380.63 4860.31 5038.90 5676.72 6161.47 6480.39
E 14 3967.32 4401.04 4656.17 5038.90 5625.72 5944.61
E 13 3657.34 4056.62 4273.50 4694.43 5281.25 5523.65
E 12 3279.57 3635.65 4145.91 4592.40 5166.46 5421.59
E 11 3168.10 3508.11 3763.23 4145.91 4700.83 4955.97
E 10 3056.61 3380.51 3635.65 3890.80 4375.54 4490.35
E 9b 2711.10 2994.70 3143.33 3546.35 3865.28 4120.39
E 9a 2711.10 2994.70 3044.26 3143.33 3546.35 3623.14
E 8 2543.89 2808.91 2932.80 3044.26 3168.10 3246.12
E 7 2387.86 2635.53 2796.54 2920.41 3013.29 3099.99
E 6 2343.24 2586.00 2709.84 2827.51 2908.02 2988.53
E 5 2249.11 2480.74 2598.39 2716.05 2802.74 2864.67
E 4 2142.59 2363.07 2511.69 2598.39 2685.09 2735.85
E 3 2109.19 2325.89 2387.86 2486.92 2561.25 2629.35
E 2 1953.10 2152.51 2214.44 2276.39 2412.58 2555.04
E 1 1751.25 1780.97 1818.14 1852.79 1941.97

Gültigkeit der Tabelle: 01.07.2017 – 28.02.2018

 

6.         TvöD Kommune/VKA (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände)

Bereich Kommunen 2017a

   1 2 3 4 5 6
E 15Ü 5587.43 6193.36 6767.42 7150.14 7239.42
E 15 4380.63 4860.31 5038.90 5676.72 6161.47 6480.39
E 14 3967.32 4401.04 4656.17 5038.90 5625.72 5944.61
E 13 3657.34 4056.62 4273.50 4694.43 5281.25 5523.65
E 12 3279.57 3635.65 4145.91 4592.40 5166.46 5421.59
E 11 3168.10 3508.11 3763.23 4145.91 4700.83 4955.97
E 10 3056.61 3380.51 3635.65 3890.80 4375.54 4490.35
E 9c 2965.63 3219.42 3523.40 3750.73 4091.71 4239.46
E 9b 2711.10 2994.70 3143.33 3546.35 3865.28 4120.39
E 9a 2711.10 2964.89 3143.33 3546.35 3636.31 3865.28
E 8 2543.89 2808.91 2932.80 3044.26 3168.10 3246.12
E 7 2387.86 2635.53 2796.54 2920.41 3013.29 3099.99
E 6 2343.24 2586.00 2709.84 2827.51 2908.02 2988.53
E 5 2249.11 2480.74 2598.39 2716.05 2802.74 2864.67
E 4 2142.59 2363.07 2511.69 2598.39 2685.09 2735.85
E 3 2109.19 2325.89 2387.86 2486.92 2561.25 2629.35
E 2Ü 2019.98 2226.84 2301.15 2400.23 2468.33 2519.14
E 2 1953.10 2152.51 2214.44 2276.39 2412.58 2555.04
E 1 1751.25 1780.97 1818.14 1852.79 1941.97

Gültigkeit der Tabelle: 01.07.2017 – 28.02.2018

 

Vergleichsübersicht nach Bundesländern

Gehalt Grundschullehrer
A12
Grundschullehrer
Berufsstart
E1 – E5
Grundschullehrer
20 Berufsjahre
E8 / E9
Baden-Württemberg 3.465 4.184
Bayern 3.365 4.169
Berlin* 4.544 4.544
Brandenburg 3.322 3.997
Bremen 3.327 4.006
Hamburg 3.478 4.378
Hessen 3.123 4.188
Mecklenburg-Vorpommern 3.145 4.298
Niedersachsen 3.183 4.042
Nordrhein-Westfalen 3.459 4.156
Rheinland-Pfalz 3.117 3.950
Saarland 3.156 3.981
Sachsen* 3.442 4.613
Sachsen-Anhalt 3.204 4.379
Schleswig-Holstein 3.335 4.018
Thüringen 3.225 4.086

Bruttogrundgehalt bei einer Vollzeitstelle, angegeben in Euro
Quelle: Besoldungs- und Entgelttabellen der Länder, Mai 2017, Tabelle: academics.de

* Da Berlin und Sachsen keine Verbeamtung durchführen, wurden hier die Angestelltengehälter übernommen.

 

 

Gehalt Gymnasiallehrer
A13
Gymnasiallehrer
Berufsstart
Gymnasiallehrer
20 Berufsjahre
Baden-Württemberg 4.064 4.661
Bayern 3.945 4.640
Berlin* 5.000 5.000
Brandenburg 3.716 4.445
Bremen 3.892 4.456
Hamburg 3.890 4.857
Hessen 3.648 4.661
Mecklenburg-Vorpommern 3.528 4.776
Niedersachsen 3.577 4.505
Nordrhein-Westfalen 4.038 4.623
Rheinland-Pfalz 3.497 4.402
Saarland 3.700 4.427
Sachsen* 3.982 5.178
Sachsen-Anhalt 3.768 4.867
Schleswig-Holstein 3.731 4.476
Thüringen 3.794 4.551

Bruttogrundgehalt bei einer Vollzeitstelle, angegeben in Euro
Quelle: Besoldungs- und Entgelttabellen der Länder, Mai 2017, Tabelle: academics.de

 

7. Forum, Gehaltsrechner, Links

Auf der Info-Seite des Öffentlichen Dienstes befindet sich ein aktuelles, gut besuchtes Forum, verschiedene Gehaltsrechner und eine gute Linksammlung. Im Forum können bereits gestellte Fragen durchstöbert oder neue Fragen gestellt werden. Zudem gibt es verschiedene Gehaltsrechner.

Quelle: http://oeffentlicher-dienst.info 

 

Gehaltsvorstellungen und Gehaltsrechner

Auch wenn Gehälter von Lehrkräften an Schulen in Freier Trägerschaft nur bedingt verhandelbar sind, ist es unabdingbar, sich vor einer Gehaltsverhandlung mit dem eigenen „Marktwert“ auseinanderzusetzen. Für Berufe in der freien Wirtschaft gibt es hierfür zahlreiche Online-Rechner. Einige von ihnen spucken auch für den Lehrerberuf hilfreiche Informationen aus, die zumindest die eigene Position in der Gehaltsverhandlung stärken können.

Portale und Online-Rechner

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hält die umfangreiche Seite „Bezahlung von Lehrerinnen und Lehrern“ bereit. Hier erfahren Lehrkräfte alles über tarifgebundene Vergütung, Kriterien zur Eingruppierung sowie Unterschiede zur Besoldung bei verbeamteten Lehrkräften. Für die Vorbereitung auf Gehaltsgespräche eine unverzichtbare Anlaufstelle.

In Sachen Gehaltseinschätzung ist der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit sehr hilfreich, denn er stellt zu zahlreichen Berufen Statistiken zur Verfügung. Auch differenziert er beim Berufsbild „Lehrer/in“ sehr genau, unter anderem in „Fachlehrer/in Waldorfschule“. Des Weiteren sind regionale Unterschiede, Unterschiede nach Geschlecht sowie in punkto Alter bzw. Berufserfahrung ablesbar. Sehr gut geeignet zur Vorbereitung auf Gehaltsverhandlungen.

Die kostenlose und anonyme Gehaltsrechner-Plattform www.gehalt.de ist sowohl mit einer Datenbank zu Gehältern, als auch einem individuell ausfüllbaren Fragebogen, der eine Gehalts-Empfehlung liefert, ausgestattet. Beim Beruf „Lehrerin/Lehrer“ ist nicht explizit die Rede von Gehältern an Privatschulen – und auch die Tatsache, dass ein Großteil der Lehrkräfte verbeamtet wird und damit einer eigenen Besoldung unterliegt, bleibt unerwähnt. Als Vergleichsinstrument und Ausgangspunkt für weitere Recherchen ist das Portal jedoch gut geeignet.

Auf der Seite www.gehaltsvergleich.com wird eine Unterscheidung zwischen „Lehrer/in Privatschule“ und „Lehrer/in allgemeinbildende Schulen“ getroffen. Dies kann sogar noch weiter differenziert werden in „Gymnasiallehrer“, „Realschullehrer“ etc. Allerdings liefert die Auswahl beispielsweise des Begriffs „Gymnasiallehrer“ mitunter recht fachfremde Treffer. Gut geeignet ist die Seite für Vergleiche mit Berufen anderer Branchen bzw. für eine regionale Einschätzung.

Quelle: Dr. Bernd Slaghuis, Karriere- und Business-Coach

Gehalt als Lehrer – das gilt es zu beachten

Lehrkräfte an Schulen in freier Trägerschaft werden in der Regel in Anlehnung an die Entgelttabellen des Öffentlichen Dienstes bezahlt. Das kann orientiert am Tarifvertrag der Länder erfolgen und manchmal etwas weniger sein, häufig ist es analog dazu. Es gibt also das gleiche Gehalt wie beim Staat, manche Schulen vergüten sogar übertariflich.

Sollte eine verbeamtete Lehrkraft von ihrem Beamtenverhältnis beurlaubt sein, bleiben bisher erworbene Bezüge erhalten und die Lehrkraft erhält dann in der Regel ein Gehalt, das den bisherigen Beamtenbezügen entspricht.

 

Grundsätzlich gilt:

Wer an einem Arbeitsverhältnis an einer Schule in Freier Trägerschaft interessiert ist, sollte sich in Bezug auf mögliche Gehaltsverhandlungen über die Faktoren informieren, die das Gehalt näher bestimmen: Dazu gehört der zuständige Tarifvertrag (TV-L, ggf. TV-öD), die Entgeltgruppe und die Stufenzuordnung innerhalb dieser Entgeltgruppe.

 

Tarifverträge

Für Lehrkräfte kommen zunächst sechs verschiedene Tarifverträge infrage:

  1. TV-L „Lehrer“
  2. TV-L Berlin
  3. TV-H Hessen
  4. TV-L allgemein a) Tarifgebiet West b) Tarifgebiet Ost
  5. Spezialfall: kommunal beschäftigte Lehrer nach TVöD
  6. Konfessionelle Träger haben häufig entsprechende (der Diakonie, der Caritas etc. zugehörige) Verträge, die sich ebenfalls am TV-L orientieren.

 

Entgeltgruppen

1. Lehrkräfte mit Lehramtsbefähigung (1. + 2. STX, sog. „Erfüller“)
Entgeltgruppe Befähigung für das Lehramt
11 an Grund-, Haupt- und Realschulen und den entspr. Jahrgangsstufen der Gesamtschulen
13 für Sonderpädagogik
13+Zulage/13*/13SR an Gymnasien und Gesamtschulen (in der Tätigkeit von Studienräten)
13+Zulage an Berufskollegs, Berufsschulen u. Ä.
2. Sogenannte „Nicht-Erfüller“ (nur 1. STX / Universitätsabschluss mit einer Regelstudienzeit von mind. 8 Semestern zu best. Unterrichtsfächern/Fachrichtungen; Seiten-/Quereinsteiger)
10 an Grund-, Haupt- und Realschulen und den entspr. Jahrgangsstufen der Gesamtschulen
12 (ohne Zulage) an Gymnasien und Gesamtschulen (in der Tätigkeit von Studienräten)
12 (ohne Zulage) an Berufskollegs, Berufsschulen u. Ä.
Rechtlicher Hinweis: Jede Eingruppierung ist vorläufig und begründet keinen Vertrauensschutz und keinen Besitzstand.

ZU BEACHTEN: Zwar werden Erfüller und Nicht-Erfüller ähnlich (mitunter auch gleich) eingestuft, jedoch haben Nicht-Erfüller eine längere Stufenlaufzeit als Erfüller (zwei Jahre in Stufe 1 und fünf Jahre in Stufe 2). Zudem ist die Beförderungswartezeit höher als bei Erfüllern.

 

Definitionen:

Erfüller sind Lehrkräfte, die die fachlichen und pädagogischen Voraussetzungen des Landes für eine Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit erfüllen. Darunter fallen auch Lehrkräfte mit DDR-Lehrbefähigung.

Nicht-Erfüller erfüllen die fachlichen und pädagogischen Voraussetzungen des Landes für eine Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit nicht.

Seiteneinsteiger haben weder ein Lehramtsstudium noch ein Referendariat absolviert, sondern vollziehen direkt aus dem Berufsleben heraus den Einstieg in den Schuldienst. In mehreren Bundesländern werden berufsbegleitende Qualifizierungsmaßnahmen angeboten.

Quereinsteiger haben zwar ein Hochschulstudium, jedoch kein Lehramtsstudium absolviert. Für sie ist das Referendariat verpflichtend.

Genaue Definitionen der Zuordnungskriterien liefert eine Übersichtsseite der GEW.

 

Stufenzuordnung

Die Entgeltgruppen sind in Stufen unterteilt. Grundsätzlich erfolgt die Zuordnung in Stufe 1, sofern keine beruflichen Vorerfahrungen vorliegen. Zeiten einer „einschlägigen Berufserfahrung“ sind bei der Stufenzuordnung zu berücksichtigen (§ 16 Abs. 2 Satz 2 und 3 TV-L). Dabei muss es sich um berufliche Erfahrungen in der übertragenen oder einer auf die Aufgabe bezogenen entsprechenden Tätigkeit handeln. Sie liegen vor, wenn die frühere Tätigkeit im Wesentlichen unverändert fortgesetzt wird.

Darüber hinaus bietet der TV-L die Möglichkeit, im Rahmen des Ermessens „förderliche Zeiten“ bei der Stufenzuordnung zu berücksichtigen (§ 16 Abs. 2 Satz 4) bzw. eine Vorweggewährung von Stufen (§ 16 Abs. 5) vorzunehmen. Für alle neu einzustellenden Lehrkräfte wird durch Erlassregelungen der Ministerien die Anrechnung förderlicher Zeiten unterschiedlich ermöglicht.

Als förderliche Zeit wird jede nachgewiesene berufliche Vorerfahrung, die bei großzügiger Auslegung für den angestrebten Lehrerberuf dienlich ist, berücksichtigt. Maximal ist eine Zuordnung in die Stufe 4 der jeweiligen Entgeltgruppe möglich, die bei einer berücksichtigungsfähigen Zeit von in der Regel sechs Jahren erreicht wird.

Die Verweildauer in den sechs Entgeltgruppen richtet sich immer nach den Berufsjahren:

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Einstiegsstufe Nach 1 Jahr in Stufe 1 Nach 2 Jahren in Stufe 2 Nach 3 Jahren in Stufe 3 Nach 4 Jahren in Stufe 4 Nach 5 Jahren in Stufe 5
ab Einstellung nach 1 Jahr nach 3 Jahren nach 6 Jahren nach 10 Jahren

 

Jahressonderzahlungen

Zusätzlich zum monatlichen Entgelt haben Tarifbeschäftigte, die am 1. Dezember in einem Arbeitsverhältnis stehen, Anspruch auf eine Jahressonderzahlung (§ 20 TV-L). Sie beträgt für Beschäftigte in den Entgeltgruppen

  • E 9 bis E 11 80 v.H.
  • E 12 bis E 13 50 v.H.
  • E 14 bis E 15 35 v.H.

des monatlichen Entgelts, das jeweils in den Kalendermonaten Juli, August und September durchschnittlich gezahlt wird.

 

Entgelttabellen für Lehrkräfte

TV-L „Lehrer“ (Bereich Tarifgebiet West)
1 2 3 4 5 6
E 15Ü 5302.34 5885.42 6438.77 6801.72 6890.98
E 15 4213.48 4671.64 4844.19 5457.04 5921.14
E 14 3814.86 4231.33 4475.29 4844.19 5409.43
E13Ü 3904.10 4112.35 4475.29 4844.19 5409.43
E 13SR 3517.36 3904.10 4112.35 4516.94 5076.23
E 13 3510.16 3896.90 4105.15 4509.74 5069.03
E 12 3151.28 3492.30 3980.19 4408.59 4961.93
E 11 3046.59 3367.36 3611.29 3980.19 4515.70
E 10 2936.09 3250.15 3492.30 3736.24 4200.36
E 9 2604.55 2877.91 3017.51 3403.05 3712.46
E 8 2442.50 2698.42 2814.73 2925.25 3047.39 3123.00
E 6 2250.57 2483.21 2599.54 2715.87 2791.47 2872.89
E 5 2157.50 2378.52 2494.85 2605.35 2692.60 2750.76

Gültigkeit der Tabelle: 01.07.2016 – 31.12.2016

 

TV-L Berlin
1 2 3 4 5 6
E 15Ü 5222.75 5797.09 6342.13 6699.64 6787.55
E 15 4150.28 4601.57 4771.53 5375.18 5832.32
E 14 3757.64 4167.86 4408.16 4771.53 5328.29
E 13SR 3464.60 3845.54 4050.66 4449.19 5000.09
E 13 3457.51 3838.45 4043.57 4442.09 4992.99
E 12 3104.01 3439.92 3920.49 4342.46 4887.50
E 11 3000.89 3316.85 3557.12 3920.49 4447.96
E 10 2892.05 3201.40 3439.92 3680.20 4137.35
E 9 2565.48 2834.74 2972.25 3352.00 3656.77
E 8 2405.86 2657.94 2772.51 2881.37 3001.68 3076.16
E 6 2216.81 2445.96 2560.55 2675.13 2749.60 2829.80
E 5 2125.14 2342.84 2457.43 2566.27 2652.21 2709.50

Gültigkeit der Tabelle: 01.07.2016 – 31.12.2016

 

TV-H
1 2 3 4 5 6
E 1 1677.17 1706.42 1741.52 1776.63 1864.38
E 2 1876.07 2069.14 2127.65 2186.15 2320.71 2461.12
E 2Ü 1940.44 2139.34 2215.40 2309.02 2373.38 2426.02
E 3 2028.19 2238.81 2297.32 2390.92 2466.97 2531.34
E 4 2057.44 2273.91 2420.18 2502.09 2583.98 2636.63
E 5 2162.75 2385.07 2502.09 2613.23 2700.99 2759.48
E 6 2256.35 2490.38 2607.39 2724.39 2800.46 2882.35
E 7 2297.32 2537.18 2695.14 2812.15 2905.76 2987.65
E 8 2449.42 2706.85 2823.84 2935.01 3057.87 3133.93
E 9 2613.23 2888.20 3028.62 3414.78 3726.31
E 10 2935.51 3259.01 3504.63 3750.27 4217.56
E 11 3049.34 3378.83 3624.46 3995.87 4535.06
E 12 3157.17 3504.63 3995.87 4427.22 4984.37
E 13 3522.61 3912.03 4121.70 4529.07 5092.21
E 13Ü 3912.03 4121.70 4487.14 5427.70
E 14 3822.16 4241.52 4487.14 4858.56 5427.70
E 15 4223.54 4684.84 4858.56 5475.62 5942.92
E 15Ü 5319.87 5906.95 6464.11 6829.55 6919.42

Gültigkeit der Tabelle: 01.04.2016 – 30.06.2016

Hinweis: Bei Redaktionsschluss lag die Tabelle für II/2016 noch nicht vor. Wir empfehlen für verlässliche Angaben den Gehaltsrechner TV-H 2016b

 

Allgemeiner TV-L – Tarifgebiet West
1 2 3 4 5 6
E 15Ü 5302.34 5885.42 6438.77 6801.72 6890.98
E 15 4213.48 4671.64 4844.19 5457.04 5921.14
E 14 3814.86 4231.33 4475.29 4844.19 5409.43
E 13Ü 3904.10 4112.35 4475.29 4844.19 5409.43
E 13 3517.36 3904.10 4112.35 4516.94 5076.23
E 12 3158.48 3499.50 3987.39 4415.79 4969.13
E 11 3053.79 3374.56 3618.49 3987.39 4522.90
E 10 2943.29 3257.35 3499.50 3743.44 4207.56
E 9 2611.75 2885.11 3024.71 3410.25 3719.66
E 8 2448.90 2704.82 2821.13 2931.65 3053.79 3129.40
E 7 2297.68 2536.14 2693.18 2809.50 2902.58 2983.98
E 6 2256.97 2489.61 2605.94 2722.27 2797.87 2879.29
E 5 2163.90 2384.92 2501.25 2611.75 2699.00 2757.16
E 4 2059.21 2274.43 2419.82 2501.25 2582.68 2635.01
E 3 2030.13 2239.52 2297.68 2390.74 2466.35 2530.32
E 2Ü 1942.89 2140.64 2216.26 2309.33 2373.30 2425.63
E 2 1878.91 2070.84 2129.02 2187.17 2320.94 2460.54
E 1 1681.17 1710.23 1745.13 1780.04 1867.28

Gültigkeit der Tabelle: 01.07.2016 – 31.12.2016

 

Tarifgebiet Ost
1 2 3 4 5 6
E 15Ü 5302.34 5885.42 6438.77 6801.72 6890.98
E 15 4213.48 4671.64 4844.19 5457.04 5921.14
E 14 3814.86 4231.33 4475.29 4844.19 5409.43
E 13Ü 3904.10 4112.35 4475.29 4844.19 5409.43
E 13 3517.36 3904.10 4112.35 4516.94 5076.23
E 12 3158.48 3499.50 3987.39 4415.79 4969.13
E 11 3053.79 3374.56 3618.49 3987.39 4522.90
E 10 2943.29 3257.35 3499.50 3743.44 4207.56
E 9 2611.75 2885.11 3024.71 3410.25 3719.66
E 8 2448.90 2704.82 2821.13 2931.65 3053.79 3129.40
E 7 2297.68 2536.14 2693.18 2809.50 2902.58 2983.98
E 6 2256.97 2489.61 2605.94 2722.27 2797.87 2879.29
E 5 2163.90 2384.92 2501.25 2611.75 2699.00 2757.16
E 4 2059.21 2274.43 2419.82 2501.25 2582.68 2635.01
E 3 2030.13 2239.52 2297.68 2390.74 2466.35 2530.32
E 2Ü 1942.89 2140.64 2216.26 2309.33 2373.30 2425.63
E 2 1878.91 2070.84 2129.02 2187.17 2320.94 2460.54
E 1 1681.17 1710.23 1745.13 1780.04 1867.28

Gültigkeit der Tabelle: 01.07.2016 – 31.12.2016

 

Weiterführende Informationen

Auf dem Portal Öffentlicher Dienst.Info befinden sich neben umfangreichen Informationen zum Thema Gehälter auch ein Forum und eine ergiebige Linksammlung. Hilfreich sind zudem die verschiedenen Gehaltsrechner:

Gehaltsrechner TV-L „Lehrer“

Gehaltsrechner TV-L Berlin „Lehrer“

Gehaltsrechner TV-H „Lehrer“

Gehaltsrechner TV-L „West“

Gehaltsrechner TV-L „Ost“

 

Verdienstmöglichkeiten und Tarifverträge für Lehrkräfte an Schulen in freier Trägerschaft (Stand: II/2015)

Sollten Lehrkräfte an Schulen in freier Trägerschaft nicht von ihrem Beamtenverhältnis beurlaubt sein, werden sie in der Regel nach den Entgelttabellen des Öffentlichen Dienstes bezahlt. Grundsätzlich gilt: Das Gehalt von Lehrkräften an Schulen in freier Trägerschaft muss mindestens 75 % des vergleichbaren Gehalts nach dem jeweiligen TV-L betragen.

 

Gehalt als Lehrer – das gilt es zu beachten

Für mögliche Gehaltsverhandlungen sollten sich interessierte Lehrkräfte über die Faktoren informieren, die ihr Gehalt näher bestimmen: Dazu gehört der zuständige Tarifvertrag (TV), die Entgeltgruppe und die Stufenzuordnung innerhalb dieser Entgeltgruppe.

 

Tarifverträge

Für Lehrkräfte kommen zunächst fünf verschiedene Tarifverträge infrage:

  1. TV-L „Lehrer“
  2. TV-L Berlin
  3. TV-H Hessen
  4. TV-L allgemein a) Tarifgebiet West b) Tarifgebiet Ost
  5. Spezialfall: kommunal beschäftigte Lehrer nach TVÖD

 

Leistungsfremde Faktoren wie Familienstand, Anzahl der Kinder oder Lebensalter bleiben unberücksichtigt – lediglich Jahressonderzahlungen sind möglich.

 

Entgeltgruppen

1. Lehrkräfte mit Lehramtsbefähigung (1. + 2. STX / „Erfüller“)
Entgeltgruppe Befähigung für das Lehramt
11 an Grund-, Haupt- und Realschulen und den entspr. Jahrgangsstufen der Gesamtschulen
13 für Sonderpädagogik
13+Zulage/13*/13SR an Gymnasien und Gesamtschulen (in der Tätigkeit von Studienräten)
13+Zulage an Berufskollegs, Berufsschulen u. Ä.
2. Sogenannte „Nicht-Erfüller“ (nur 1. STX / Universitätsabschluss mit einer Regelstudienzeit von mind. 8 Semestern zu best. Unterrichtsfächern/Fachrichtungen; Seiten-/Quereinsteiger)
11 an Grund-, Haupt- und Realschulen und den entspr. Jahrgangsstufen der Gesamtschulen
13 (ohne Zulage) an Gymnasien und Gesamtschulen (in der Tätigkeit von Studienräten)
13 (ohne Zulage) an Berufskollegs, Berufsschulen u. Ä.

Rechtlicher Hinweis: Jede Eingruppierung ist vorläufig und begründet keinen Vertrauensschutz und keinen Besitzstand.

Definition Erfüller/Nicht-Erfüller

Erfüller sind Angestellte, die die laufbahnrechtlichen Voraussetzungen für eine Übernahme in das Beamtenverhältnis erfüllen. Darunter fallen auch Lehrkräfte mit DDR-Lehrbefähigung.

Nicht-Erfüller erfüllen diese Voraussetzungen nicht. Zu ihnen zählen z.B. Seiteneinsteiger oder Kollegen mit anderen Universitätsabschlüssen sowie diejenigen Lehrkräfte, für die im jeweiligen Landesrecht keine Lehrämter vorgesehen sind.

 

 

Stufenzuordnung

Die Entgeltgruppen sind in Stufen unterteilt. Grundsätzlich erfolgt die Zuordnung in Stufe 1, sofern keine beruflichen Vorerfahrungen vorliegen. Zeiten einer „einschlägigen Berufserfahrung“ sind bei der Stufenzuordnung zu berücksichtigen (§ 16 Abs. 2 Satz 2 und 3 TV-L). Dabei muss es sich um berufliche Erfahrungen in der übertragenen oder einer auf die Aufgabe bezogenen entsprechenden Tätigkeit handeln. Sie liegen vor, wenn die frühere Tätigkeit im Wesentlichen unverändert fortgesetzt wird.

Darüber hinaus bietet der TV-L die Möglichkeit, im Rahmen des Ermessens „förderliche Zeiten“ bei der Stufenzuordnung zu berücksichtigen (§ 16 Abs. 2 Satz 4) bzw. eine Vorweggewährung von Stufen (§ 16 Abs. 5) vorzunehmen. Für alle neu einzustellenden Lehrkräfte wird durch Erlassregelungen der Ministerien die Anrechnung förderlicher Zeiten unterschiedlich ermöglicht.

Als förderliche Zeit wird jede nachgewiesene berufliche Vorerfahrung, die bei großzügiger Auslegung für den angestrebten Lehrerberuf dienlich ist, berücksichtigt. Maximal ist eine Zuordnung in die Stufe 4 der jeweiligen Entgeltgruppe möglich, die bei einer berücksichtigungsfähigen Zeit von in der Regel sechs Jahren erreicht wird.

Die Verweildauer in den sechs Entgeltgruppen richtet sich immer nach den Berufsjahren:

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Einstiegsstufe Nach 1 Jahr in Stufe 1 Nach 2 Jahren in Stufe 2 Nach 3 Jahren in Stufe 3 Nach 4 Jahren in Stufe 4 Nach 5 Jahren in Stufe 5
ab Einstellung nach 1 Jahr nach 3 Jahren nach 6 Jahren nach 10 Jahren

 

Jahressonderzahlungen

Zusätzlich zum monatlichen Entgelt haben Tarifbeschäftigte, die am 1. Dezember in einem Arbeitsverhältnis stehen, Anspruch auf eine Jahressonderzahlung (§ 20 TV-L). Sie beträgt für Beschäftigte in den Entgeltgruppen

  • E 9 bis E 11 80 v.H.
  • E 12 bis E 13 50 v.H.
  • E 14 bis E 15 35 v.H.

des monatlichen Entgelts, das jeweils in den Kalendermonaten Juli, August und September durchschnittlich gezahlt wird.

 

Entgelttabellen für Lehrkräfte

TV-L „Lehrer“

1 2 3 4 5 6
E 15Ü 5183.13 5753.10 6294.01 6648.80 6736.05
E 15 4118.75 4566.61 4735.28 5334.35 5788.02
E 14 3729.09 4136.20 4374.67 4735.28 5287.81
E13Ü 3816.32 4019.89 4374.67 4735.28 5287.81
E 13SR 3438.28 3816.32 4019.89 4415.39 4962.10
E 13 3423.88 3801.92 4005.49 4400.99 4947.70
E 12 3069.08 3406.42 3883.34 4302.11 4843.01
E 11 2964.39 3284.29 3522.74 3883.34 4406.81
E 10 2853.89 3167.95 3406.42 3644.88 4098.56
E 9 2522.35 2795.71 2935.31 3319.18 3621.63
E 8 2361.10 2617.02 2733.33 2843.85 2965.99 3041.60
E 6 2169.17 2401.81 2518.14 2634.47 2710.07 2791.49

Gültigkeit der Tabelle: 01.07.2015 – 29.02.2016

Hinweis: Im Tarifgebiet Ost besteht weiterhin eine reduzierte Jahressonderzahlung, für Lehrer in Berlin existiert eine gesonderte Entgelttabelle. Die Entgeltstufen entsprechen den im allgemeinen Teil des TV-L beschriebenen Stufen. Für Lehrkräfte, die die Voraussetzungen zur Ernennung zum Studienrat erfüllen (E13SR) oder die nach E14 bzw. E15 eingruppiert sind, gelten die Tabellenwerte der allgemeinen Entgelttabelle.

 

 

TV-L Berlin

1 2 3 4 5 6
E 15Ü 4974.99 5522.07 6041.26 6381.81 6465.55
E 15 3953.36 4383.23 4545.12 5120.14 5555.59
E 14 3579.34 3970.11 4199.00 4545.12 5075.47
E 13SR 3300.21 3663.07 3858.47 4238.08 4762.84
E 13 3279.04 3641.90 3837.30 4216.91 4741.67  
E 12 2938.49 3262.28 3720.05 4122.01 4641.18
E 11 2838.00 3145.05 3373.93 3720.05 4222.49
E 10 2731.93 3033.39 3262.28 3491.17 3926.62
E 9 2413.71 2676.09 2810.09 3178.54 3468.85
E 8 2259.75 2505.40 2617.04 2723.11 2840.35 2912.93
E 6 2075.53 2298.83 2410.48 2522.14 2594.71 2672.86
E 5 1986.20 2198.34 2310.00 2416.06 2499.81 2555.63

Gültigkeit der Tabelle: 01.07.2015 – 29.02.2016

Hinweise: Die Entgeltstufen entsprechen den im allgemeinen Teil des TV-L beschriebenen Stufen. Für Lehrkräfte, die die Voraussetzungen zur Ernennung zum Studienrat erfüllen (E13SR) oder die nach E14 bzw. E15 eingruppiert sind, gelten die Tabellenwerte allgemeine Entgelttabelle.

 

TV-H Hessen

1 2 3 4 5 6
E 1 1597.17 1626.42 1661.52 1696.63 1784.38
E 2 1796.07 1989.14 2047.65 2106.15 2240.71 2381.12
E 2Ü 1860.44 2059.34 2135.40 2229.02 2293.38 2346.02
E 3 1948.19 2158.81 2217.32 2310.92 2386.97 2451.34
E 4 1977.44 2193.91 2340.18 2422.09 2503.98 2556.63
E 5 2082.75 2305.07 2422.09 2533.23 2620.99 2679.48
E 6 2176.35 2410.38 2527.39 2644.39 2720.46 2802.35
E 7 2217.32 2457.18 2615.14 2732.15 2825.76 2907.65
E 8 2369.42 2626.85 2743.84 2855.01 2977.87 3053.93
E 9 2533.23 2808.20 2948.62 3334.75 3638.97
E 10 2866.71 3182.63 3422.49 3662.37 4118.71
E 11 2977.87 3299.64 3539.51 3902.22 4428.77
E 12 3083.17 3422.49 3902.22 4323.46 4867.55
E 13 3440.05 3820.34 4025.10 4422.92 4972.86
E 13Ü 3820.34 4025.10 4381.97 5300.49
E 14 3732.58 4142.11 4381.97 4744.69 5300.49
E 15 4124.55 4575.04 4744.69 5347.29 5803.63
E 15Ü 5195.19 5768.51 6312.61 6669.48 6757.25

Gültigkeit der Tabelle: voraussichtlich 01.07.2015 bis 29.02.2016 (Entgelttabelle ggü. 1. Halbjahr 2015 unverändert. Eine Erhöhung des Pflichtbeitrags zur betrieblichen Zusatzversorgung VBL um 0,2 Prozentpunkte führt zu einer Senkung des Netto-Gehalts.)

 

Allgemeiner TV-L

Tarifgebiet West

  1 2 3 4 5
E 15Ü 5183.13 5753.10 6294.01 6648.80 6736.05
E 15 4118.75 4566.61 4735.28 5334.35 5788.02
E 14 3729.09 4136.20 4374.67 4735.28 5287.81
E 13Ü 3816.32 4019.89 4374.67 4735.28
E 13 3438.28 3816.32 4019.89 4415.39 4962.10
E 12 3083.48 3420.82 3897.74 4316.51 4857.41
E 11 2978.79 3298.69 3537.14 3897.74 4421.21
E 10 2868.29 3182.35 3420.82 3659.28 4112.96
E 9 2536.75 2810.11 2949.71 3333.58 3636.03
E 8 2373.90 2629.82 2746.13 2856.65 2978.79
E 7 2222.68 2461.14 2618.18 2734.50 2827.58
E 6 2181.97 2414.61 2530.94 2647.27 2722.87
E 5 2088.90 2309.92 2426.25 2536.75 2624.00
E 4 1984.21 2199.43 2344.82 2426.25 2507.68
E 3 1955.13 2164.52 2222.68 2315.74 2391.35
E 2Ü 1867.89 2065.64 2141.26 2234.33 2298.30
E 2 1803.91 1995.84 2054.02 2112.17 2245.94
E 1 1606.17 1635.23 1670.13 1705.04

Gültigkeit der Tabelle: 01.07.2015 – 29.02.2016

 

Tarifgebiet Ost

1 2 3 4 5 6
E 15Ü 5183.13 5753.10 6294.01 6648.80 6736.05
E 15 4118.75 4566.61 4735.28 5334.35 5788.02
E 14 3729.09 4136.20 4374.67 4735.28 5287.81
E 13Ü 3816.32 4019.89 4374.67 4735.28 5287.81
E 13 3438.28 3816.32 4019.89 4415.39 4962.10
E 12 3083.48 3420.82 3897.74 4316.51 4857.41
E 11 2978.79 3298.69 3537.14 3897.74 4421.21
E 10 2868.29 3182.35 3420.82 3659.28 4112.96
E 9 2536.75 2810.11 2949.71 3333.58 3636.03
E 8 2373.90 2629.82 2746.13 2856.65 2978.79 3054.40
E 7 2222.68 2461.14 2618.18 2734.50 2827.58 2908.98
E 6 2181.97 2414.61 2530.94 2647.27 2722.87 2804.29
E 5 2088.90 2309.92 2426.25 2536.75 2624.00 2682.16
E 4 1984.21 2199.43 2344.82 2426.25 2507.68 2560.01
E 3 1955.13 2164.52 2222.68 2315.74 2391.35 2455.32
E 2Ü 1867.89 2065.64 2141.26 2234.33 2298.30 2350.63
E 2 1803.91 1995.84 2054.02 2112.17 2245.94 2385.54
E 1 1606.17 1635.23 1670.13 1705.04 1792.28

Gültigkeit der Tabelle: 01.07.2015 – 29.02.2016

 

Weiterführende Informationen

Auf dem Portal Öffentlicher Dienst.Info befinden sich neben umfangreichen Informationen zum Thema Gehälter auch ein Forum und eine ergiebige Linksammlung. Hilfreich sind zudem die verschiedenen Gehaltsrechner:

Gehaltsrechner TV-L „Lehrer“

Gehaltsrechner TV-L Berlin „Lehrer“

Gehaltsrechner TV-H „Lehrer“

Gehaltsrechner TV-L „West“

Gehaltsrechner TV-L „Ost“

 

 

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