10 Anlaufstellen zur schulischen Integration ukrainischer Schüler*innen

Ob Materialiensammlungen, Online-Ressourcen, technische Übersetzungs-Lösungen oder Beratungsmaßnahmen: Neben den großen, überregional tätigen Hilfsorganisationen haben in den letzten Wochen auch viele Institutionen aus der Bildungswelt Maßnahmen zur Integration ergriffen. Ein Überblick:

  • Deutsches Schulportal: Sehr umfangreiche Sammlung an Links, Kontaktadressen und Online-Ressourcen. Darunter auch ukrainische Lehrbücher, Übersetzungs-Tools und Hinweise auf Fördermittel.
  • Bildungsserver: Hier befindet sich ein allgemeines Portal zu Bildungsmöglichkeiten für Geflüchtete aus der Ukraine.
  • Bildungsserver: Hier gibt es Hintergrundinfos zum Ukrainischen Bildungssystem.
  • ZUM: Die Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e.V. (ZUM) hält einen riesigen Materialienfundus (hauptsächlich Deutsch als Zweitsprache) bereit.
  • KMK: Auf den Seiten der KMK gibt es dezidierte Informationen aus den einzelnen Bundesländern für Geflüchtete aus der Ukraine.
  • Volkshochschulverband: Der Volkshochschulverband liefert gebündelte Angebote der Volkshochschulen für Geflüchtete aus der Ukraine sowie für Helfende.
  • Goethe Institute: Hier gibt es einen Überblick zum Aufbau des deutschen Bildungswesens (speziell an Ukraine-Geflüchtete gerichtet) sowie einen digitalen Selbstlernkurs Deutsch für Erwachsene.
  • DAAD: Der DAAD hält Informationen zum ukrainischen Hochschulwesen und zur Wissenschaft bereit.
  • Langenscheidt Verlag: Vom Langenscheidt Verlag gibt es zahlreiche Materialien, u.a. ein kostenlos downloadbares „Ohne Wörter Buch“ mit 650 Zeigebildern für die einfache Kommunikation.

13 Podcasts für Lehrkräfte (Stand: Mai 2022)

Ob qualifizierter Austausch unter Fachleuten, zwanglose Plaudereien über vordefinierte Themen oder Wissensvermittlung: Podcasts erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Neben von Lehrkräften produzierten Podcasts, beispielsweise über eigene Schulerlebnisse oder methodische Erfahrungen, kann die Produktion eines Podcasts auch Bestandteil des Unterrichts sein.

Rund um Schulalltag, Unterricht und Lehrer*innenberuf

Frau Bachmayer packt aus! Frau Bachmayer und Herr Müller sind zwar fiktive Namen, die dahinterstehenden Lehrkräfte existieren jedoch real – und sie reden Tacheles über all das, was sonst nur hinter den verschlossenen Türen der Lehrerzimmer diskutiert wird. Ein Podcast von Antenne Niedersachsen.

Lauschcafé: Podcast-Macher und Lehrer Tim Kantereit bewegt sich sehr souverän im digitalen Raum und den Sozialen Medien. Mit unterschiedlichsten Menschen führt er „Gespräche über Bildung in der digitalisierten Welt“. Oft kommen angehende Lehrkräfte und Referendare zu Wort. Vermittelt wird ein durchweg positiver, neugierig machender Zugang zur Bereicherung des Unterrichts mit digitalen Mitteln.

Lehrerinnen-Momente Podcast: Dieser Podcast, produziert von Lehrerin Daniela, vermittelt zahlreiche Erfahrungen und Tipps direkt aus dem Schulalltag. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Spagat zwischen der Rolle als Mutter sowie als Lehrerin. 

Netzlehrer: Hinter „Netzlehrer“ verbirgt sich der Podcast von Blogger Bob Blume, der Anfang 2022 als „Blogger des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Ursprünglich gestartet als ein Podcast für Referendare und Lehramtsstudierende, widmet sich dieser Podcast mittlerweile einem neuen Schwerpunkt: digitale Transformation und Digitalkultur im Bereich Schule. Selbstverständlich spricht er noch immer auch angehende Lehrkräfte an.

Locker Lehrer: Dieser Podcast trägt den Untertitel „Der positive Lehrerpodcast“, denn er möchte mit konstruktiven Tipps und Hilfestellungen für ein (psychisches) Gleichgewicht der Lehrerinnen und Lehrer sorgen. Ein Fokus liegt dabei auf Themen wie: Kraft tanken, Selbstbewusstsein stärken, bewusst abgrenzen oder Ruheinseln schaffen inmitten stressiger Phasen.

Rund um Schule, Bildung, Bildungspolitik

Sitzenbleiben: Anders als die meisten Schul- und Bildungs-Podcasts wendet sich dieser Hörreihe an Eltern und Erziehungsberechtigte. Es geht vorrangig um das Lernen an sich sowie das individuelle Lernverhalten von Kindern und Jugendlichen. Herausgeber ist das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation.

Doppelstunde: In diesem Podcast beschäftigt sich der Lehrer Florian Nuxoll mit Ideen zu und der Umsetzung von digitalen Praktiken im Unterricht. Dabei behält er stets auch ein kritisches Auge.

KüchenTalk – der Podcast für Bildungsaktivist*innen: KüchenTalk lädt wechselnde Gesprächspartner, darunter u.a. eine Bürgermeisterin, ein Lehrer und D64-Vorstand, Personen aus der Lehrerbildung, ein Medienpädagoge und ein Inklusionsaktivist ein. Das Ziel: Impulse geben für zeitgemäßes, zukunftsorientiertes, vernetztes Lernen, als Grundlage für eine offene, demokratische und von Nachhaltigkeit geprägte Gesellschaft.

Hochbegabung in der Schule: Wie äußert sich Hochbegabung und wie wird sie diagnostiziert? Gibt es verschiedene Arten von Hochbegabung? Welche Rolle spielen Lehrkräfte dabei? Und was müssen vor allem angehende Lehrkräfte über das Thema wissen?

Vorbild-Schule: In Interviews lässt dieser Podcast engagierte Lehrerinnen und Lehrer zur Sprache kommen, die aus ihrer Schule eine Vorbildschule machen möchten. Jede Episode widmet sich einem Interviewpartner und dessen Ansätzen.

Podcast Lehrerbüro: Herausgegeben wird dieser Podcast von der Redaktion des Online-Portals Lehrerbüro. In kurzen, maximal zehnminütigen Podcast-Folgen kommen Akteure rund um Unterricht, Schulalltag und Lehrerberuf und Bildung zu Wort.

Digitale Schule kompakt: Ein Podcast von und für die, die sich täglich mit digitalen Lehr- und Lernformen auseinandersetzen, produziert von den Macher*innen des Magazins Digitale Schule kompakt. Zu Wort kommen einmal monatlich Gäste unterschiedlicher Profession: von engagierten Lehrkräften über Vertreter aus Bildungspolitik, Verlagen oder IT.

Lernbar – der Berufsschulpodcast: Ein Podcast speziell für Berufsschule und berufliche Bildung. Thematisiert werden unter anderem Themen wie: Ausbildung im digitalen Zeitalter, Azubi-Recruiting, Rolle von Ausbildern jetzt und in Zukunft.

Tipp: Für die gezielte Suche nach Podcasts – auch nach Themenbereichen und Stichworten – empfiehlt sich das Portal https://www.podcast.de/. Es liefert zudem einen Einblick in die Funktionsweise von Podcasts. Überdies geben die meisten Rundfunkanstalten, TV-Sender, Streaming-Dienste sowie Magazine und Zeitungen mittlerweile eigene Podcast-Reihen heraus.

20 Blogs von und für Lehrkräfte (Stand: April 2022)

Die Bandbreite der Lehrer*innen- und Bildungs-Blogs ist riesig. Neben Unterrichtsmaterialien, Ideensammlungen und Tipps zum digitalen Lehren und Lernen enthalten sie oft auch Anekdoten rund um Schule und Lehrerdasein: Die hier vorgestellten Blogs stellen nur einen Auszug dar. Es lohnt sich, tiefer in das Thema einzusteigen – oder für weitere Empfehlungen die jeweiligen Blogrolls zu besuchen.

Materialien Grundschule

Sammlung verschiedener Blogs:
Unter www.grundschulblogs.de findet sich eine Auflistung von Materialiensammlungen, Blogs und weiterer besuchenswerter Seiten im Netz.

Materialwiese:
Grundschullehrerin Kerstin Breuer stellt hier einen riesigen, sehr engagiert gesammelten Materialienfundus zur Verfügung und widmet sich auch Themen wie Classroom Management, digitale Unterrichtseinheiten oder anderen aktuell relevanten Themen. Darüber hinaus ist die Bloggerin selbst auch Autorin für Lehrwerke.

Prima(r)blog:
Hier bloggt eine Grundschullehrerin und Fachleiterin für Deutsch – und erzählt durchaus auch einmal über persönliche Herausforderungen im Beruf. Neben Materialien für Deutsch, Englisch, Kunst, Lesen und Sachunterricht gibt es eine eigene Rubrik „Klassenleitungskram“. Eine Besonderheit ist die Fotosammlung der Bloggerin. Sämtliche Aufnahmen dürfen frei verwendet werden

Zaubereinmaleins:
Hier gibt es einen riesigen Fundus an kostenlosen (bzw. gegen einen einmaligen Unkostenbeitrag nutzbaren) Grundschul-Unterrichtsmaterialien – von Ausmal-Vorlagen über Poster, Schilder, Kärtchen, Texte und und und… Zusammengestellt wird all dies sehr souverän von einer Grundschullehrerin.

Studium/Referendariat/Berufseinstieg


Teacher to be:

Hier lässt die angehende Lehrerin und Bloggerin Hannah die Leserinnen und Leser hautnah teilhaben an ihren Erfahrungen im Lehramtsstudium in Münster. Vom Eingewöhnen in die Studienstadt bis hin zum Alltag beim (Online)Studieren.

Einestageslehrerin:

Dieser Blog spannt einen Bogen vom Berufswunsch Lehrerin zu Lehramtsstudium, Schulpraktika, Referendariat und Berufseinstieg – mit allen Höhen und Tiefen, die der Berufswunsch mit sich bringt. Vor allem jedoch aber mit viel Idealismus und positiver Energie.

Digitale Medien/Informatik/Technik


Lehrerzimmer – Herr Rau erzählt:

Hier bloggt der Deutsch-, Englisch- und Informatiklehrer Thomas Rau, der in Fachkreisen aufgrund seiner langjährigen Blog-Erfahrung durchaus auch als „Bildungsblogdinosaurier“ bezeichnet wird. Sein Fokus liegt auf technischen Themen sowie auf einprägsamen Erlebnissen im Schulalltag.

Lehrerrundmail:

Dieser Blog konzentriert sich weniger auf private Empfehlungen und Tipps, sondern versorgt Lehrkräfte mit News und Infos rund um Schule und Unterricht. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Gebieten Digitalität, Computer und Internet.

Literatur

Bob Blume:
Hinter dem Pseudonym Bob Blume verbirgt sich der Gymnasiallehrer für Deutsch Thomas Clemens. Auf seinem engagierten und preisgekrönten Blog schreibt er nicht nur über das Referendariat, das Lehrerdasein und den Deutschunterricht, sondern schildert auch, wie sich Text und Schreiben in digitalen Medien darstellen lassen.

georg-buechner.net:

Dass man über Literatur diskutieren kann und dass es – gerade auch für Klassiker der Weltliteratur – nicht nur eine mögliche Interpretation, sondern viele Interpretationsansätze gibt, belegt der Blog auf der Website georg-buechner.net, der sich schwerpunktmäßig mit Georg Büchners fragmentarischem Werk Woyzeck beschäftigt. Lohnenswert für alle, die tiefer ins Thema Literatur einsteigen möchten.

Montessori-Pädagogik

Eltern vom Mars:

Eine Mutter (und Lehrerin) berichtet auf sehr persönliche Weise von ihrem Weg zu und mit der Montessori-Pädagogik. Mit zahlreichen Anregungen für Lern- und Lehrsituationen sowie fürs Familienleben nach Montessori.

Wunderwerkstatt:
Die „Wunderwerkstatt“ bietet eine umfangreiche Sammlung von Spiel- und Bastelideen, Tipps und Anregungen für die Montessori-Erziehung. Sortiert ist alles nach Alter des Kindes.

Malen, Basteln, Werken

Lernbasar:

Schwerpunkt dieses „Kunstportals für Lehrer, Referendare und alle, die Spaß am Malen haben“, sind Anregungen für den Kunstunterricht, einschließlich Werken, Basteln und textiles Gestalten. Zu finden sind vielfältigste kostenlose Anregungen – teilweise thematisch sortiert.

Better Teaching Resources:

Arbeitsblätter, Ausmalvorlagen, Cliparts, Wallpapers – hier dreht sich alles um die schöne Gestaltung von Arbeits- und Unterrichtsmaterialien. Es gibt zahlreiche Freebies zum Download sowie einen umfangreichen Shop. Zielgruppe: Grundschule, Sekundarstufe und Erwachsenenbildung.

Aus dem Schulalltag

Toller Unterricht:

Nina Toller, Lehrerin für Englisch, Geschichte, Latein und Informatik, lässt die Leserinnen und Leser hier auf sympathische, professionelle Art teilhaben an ihren Materialien, Erfahrungen und Erlebnissen im Unterricht. Ein Schwerpunkt liegt auf digitalem Lernen und Lehren.

Halbtagsblog:

Jan Martin Klinge und seine Lehrertätigkeit, verarbeitet im „Halbtagsblog“, haben mittlerweile eine breite Bekanntheit erlangt. 2017 wurde der Blogger mit dem Deutschen Lehrerpreis ausgezeichnet. Klinge blickt immer wieder über den Tellerrand der Schule – insbesondere in Richtung Technik, Digitalisierung, Medien.

Off – on education:

Blogs von Schulleitern sind selten. Daher lohnt es sich, einen Blick auf „Off – on education“ zu werfen. Hier lässt Schulleiter Timo Off die Leser*innen an seinem Alltag als Leiter einer Gemeinschaftsschule teilhaben.

Jochen Lüders – Englisch & Sport am Gymnasium…und ein bisschen Tango:

Jochen Lüders unterrichtet seit 30 Jahren Englisch und Sport an einem Münchner Gymnasium. Sein Blog spiegelt persönliche Erfahrungen – gerne auch humorvolle – und Ereignisse aus seinem Schulalltag wieder. Und jede Menge Tango-Input gibt es noch dazu.

Herr Larbig:

Blogger Torsten Larbig ist Lehrer für die Fächer Deutsch und katholische Religion und hat einen Hang zu Technik und digitalen Medien. Daneben ist er ein aufmerksamer Beobachter des deutschen Bildungswesens und hält diesbezügliche Standpunkte, Hintergrundinformationen und Außenansichten fest.

Kreide fressen:

Scharfzüngiger – und zum Schmunzeln anregender Blog mit dem Untertitel „Momentaufnahmen eines Lehrers aus Bielefeld“. Schon während seiner Studienzeit hielt der Betreiber hier seine Gedanken und Erfahrungen fest – und geht daher auch ausführlich auf das Referendariat und die Lehrerausbildung mit all ihren Kurven ein.

riecken.de:

Hier macht sich der Blogger Maik Riecken „Gedanken zu Bildung, Lehre und Schule“. Neben Unterrichtsinhalten, Methoden, Bildungspolitik, Web 2.0 bloggt er über den Schul- und Unterrichtsalltag eines Lehrers für Deutsch und Chemie. Besonders erwähnenswert: Riesige Sammlung an Gruppenspielen für Schulklassen, Jugendgruppen etc.

Und noch viel mehr Blog-Empfehlungen gibt es hier

Entgelte der Lehrkräfte im Öffentlichen Dienst (Stand: April 2022)

1. Tarifverträge für Lehrkräfte

Es gibt 2 Tarifverträge, die für angestellte Lehrkräfte in Frage kommen:

  1. TV-L (allg. Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder)
  2. TV-H (Hessen)

Hinweis: Seit der Tarifrunde 2019 entsprechen die Entgelttabellen des Tarifgebietes Ost denen des Tarifgebietes West.

2. Eingruppierung der Lehrkräfte

Das Entgelt nach den TV-L ergibt sich immer aus zwei verschiedenen Kategorien:

  1. der jeweiligen Entgeltgruppe (je nach Tätigkeit) und
  2. der Stufenzuordnung (je nach Berufserfahrung) innerhalb dieser Entgeltgruppe.

Leistungsfremde Faktoren wie Familienstand, Anzahl der Kinder oder Lebensalter bleiben unberücksichtigt – lediglich Jahressonderzahlungen sind möglich.

2.1 Entgeltgruppen

Beispiele für die Zuordnung zu den Entgeltgruppen

1. Lehrkräfte mit Lehramtsbefähigung (1.+2. STX/„Erfüller“)
EntgeltgruppeBefähigung für das Lehramt
E 11an Grund-, Haupt- und Realschulen und den entspr. Jahrgangsstufen der Gesamtschulen
E 13für Sonderpädagogik
E 13 +Z(ulage)/13*/13SRan Gymnasien und Gesamtschulen (in der Tätigkeit von Studienräten)
E 13 + Zulagean Berufskollegs, Berufsschulen u. ä.
 
2. sog. „Nicht-Erfüller“* (nur 1. STX/Universitätsabschluss mit einer Regelstudienzeit von mind. 8 Semestern zu best. Unterrichtsfächern/Fachrichtungen; Seiten-/Quereinsteiger)
(Meist) E 11an Grund-, Haupt- und Realschulen und den entspr. Jahrgangsstufen der Gesamtschulen, Sek. I im Seiteneinstieg
E 12 (ohne Zulage)an Gymnasien und Gesamtschulen (in der Tätigkeit von Studienräten), Sek. II im Seiteneinstieg
E 12 (ohne Zulage)an Berufskollegs, Berufsschulen u. ä.

–> Anmerkung: die Verweildauer auf einer Stufe ist für Nicht-Erfüller deutlich länger. An vielen Privatschulen ist es Usus, die Nicht-Erfüller 1 Stufe weiter unten einzugruppieren.

* Definition „Erfüller“/ „Nicht-Erfüller“: Angestellte, die die laufbahnrechtlichen Voraussetzungen für eine Übernahme in das Beamtenverhältnis erfüllen, nennt man „Erfüller“. Darunter fallen auch Lehrkräfte mit DDR-Lehrbefähigung. Diejenigen, die sie nicht erfüllen (z.B. sog. Seiten- oder Quereinsteiger (Kolleginnen mit anderen Univ.-Abschlüssen, nennt man „Nicht-Erfüller“. „Nicht-Erfüller“ sind auch diejenigen Lehrkräfte, für die im jeweiligen Landesrecht keine Lehrämter vorgesehen sind.

Hinweis zur Entgeltgruppe E 13+Zulage/E 13*/E 13SR

Für Lehrkräfte, die die „Voraussetzungen zur Ernennung zum Studienrat erfüllen“, (1.+2. STX), gilt die Entgeltgruppe E13+Zulage/E13*/E13SR. Alle Lehrkräfte, die nicht auf Studienrat studiert haben, bspw. „Lehrer“ (Sek. I), Diplomlehrer, Quer- und Seiteneinsteiger mit anderen Universitätsabschlüssen (Diplom, Magister, Bachelor), werden in die Entgeltgruppe 13 eingruppiert.

2.2 Eingruppierung von Schulleitern

Zur Eingruppierung von Schulleitern gibt es bislang keine allgemeingültigen Regelungen. Grundsätzlich gilt immer die Größe der Schule (Schülerzahl) und die Schulart als ausschlaggebend. Es konnte nicht für alle Bundesländer dazu eine Quelle im Internet gefunden werden. Auch haben nicht alle Bundesländer angestellte Schulleiter. Die folgenden Angaben zur Eingruppierung von angestellten Schulleitern beziehen sich auf Angaben in einer Antwort der Brandenburgischen Regierung auf eine kleine Anfrage. (Quelle: http://www.parldok.brandenburg.de/parladoku/w5/drs/ab_1900/1974.pdf)

Schulleiter an Grundschulen: i.d.R. in E 13, E 13Z oder E 14
Schulleiter an Oberschulen: i.d.R. in E 13, E 14 oder E 14Z
Schulleiter an Gesamtschulen: i.d.R. in E 15
Schulleiter an Gymnasien: i.d.R. in E 15Ü
Schulleiter an Förderschulen: i.d.R. in E 13Z, E 14 oder E 14Z
Schulleiter an Berufs(fach)schulen: i.d.R. in E 16 (z.B. BaWü) oder E 15Z (z.B. Hamburg)

Stellvertretende Schulleiter werden je nach Schulgröße wie folgt eingruppiert:

BaWü: bis 360 Schüler E 15, ab 360 Schüler E 15+ vertragl. Zulage
Hamburg: Schulen mit großer Schülerzahl (>360 bzw. >540 Schüler)
Grundschule: E 14 (A 15)
Berufliche Schule: E 15
Gymnasium: E 15 (A 16)
Sachsen:
Grundschule: A 12, E 11-E 14 (bei mehr als 360 Schülern)
Ober- und Förderschule: E 13-15
Gymnasium: A 13-A 16, E 13-E 15, bzw. außertarifl. Gehalt, da es keine E 16 gibt

Eine Diskussion im Forum bestätigt diese Eingruppierung.

Rechtlicher Hinweis

Jede Eingruppierung ist vorläufig und begründet keinen Vertrauensschutz und keinen Besitzstand. Die Zuordnung einer Lehrkraft zu einer Entgeltgruppe erfolgt auf der Grundlage der bisherigen Richtlinien der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zur Eingruppierung der Lehrkräfte, bis eine neue Entgeltordnung zwischen den Tarifpartnern ausgehandelt und in Kraft getreten ist.

2.3 Stufenzuordnung

Die Entgeltgruppen sind in Stufen unterteilt. Grundsätzlich erfolgt die Zuordnung in Stufe 1, sofern keine beruflichen Vorerfahrungen vorliegen. Zeiten einer „einschlägigen Berufserfahrung“ sind bei der Stufenzuordnung zu berücksichtigen (§ 16 Abs. 2 Satz 2 und 3 TV-L). Dabei muss es sich um berufliche Erfahrungen in der übertragenen oder einer auf die Aufgabe bezogenen entsprechenden Tätigkeit handeln. Sie liegen vor, wenn die frühere Tätigkeit im Wesentlichen unverändert fortgesetzt wird.
Darüber hinaus bietet der TV-L die Möglichkeit, im Rahmen des Ermessens „förderliche Zeiten“ bei der Stufenzuordnung zu berücksichtigen (§ 16 Abs. 2 Satz 4) bzw. eine Vorweggewährung von Stufen (§ 16 Abs. 5) vorzunehmen. Für alle neu einzustellenden Lehrkräfte wird durch Erlassregelungen der Ministerien die Anrechnung förderlicher Zeiten unterschiedlich ermöglicht.
Als „förderliche Zeit“ wird jede nachgewiesene berufliche Vorerfahrung, die bei großzügiger Auslegung für den angestrebten Lehrerberuf dienlich ist, berücksichtigt. Maximal ist eine Zuordnung in Stufe 4 der jeweiligen Entgeltgruppe möglich, die bei einer berücksichtigungsfähigen Zeit von in der Regel sechs Jahren erreicht wird.

Die Verweildauer in den sechs Entgeltgruppen richtet sich immer nach den Berufsjahren (und ist für Nicht-Erfüller, d.h. ohne 2. Staatsexamen, deutlich länger):

EGStufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4Stufe 5Stufe 6
E 9 – E 151 Jahr   ab Einstellungnach 1 Jahr in Stufe 1nach 2 Jahren in Stufe 2 nach 3 Jahrennach 3 Jahren in Stufe 3 nach 6 Jahrennach 4 Jahren in Stufe 4 nach 10 Jahrennach 5 Jahren in Stufe 5
E 15 Ü5 Jahre5 Jahre5 Jahre5 Jahre5 Jahre 

3. Jahressonderzahlungen

Zusätzlich zum monatlichen Entgelt haben Tarifbeschäftigte, die am 1. Dezember in einem Arbeitsverhältnis stehen, Anspruch auf eine Jahressonderzahlung (§ 20 TV-L). Sie beträgt für Beschäftigte in den Entgeltgruppen ab 2019

E 1 bis E 8 95 v. H.
E 9 bis E 11 80 v. H.
E 12 bis E 13 50 v. H.
E 14 bis E 15 35 v. H. des monatlichen Entgelts, das jeweils in den Kalendermonaten Juli, August und September durchschnittlich gezahlt wird.

4. Entgelttabellen

4.1. Lehrer im Beschäftigtenverhältnis (allgemeiner TV-L)

TV-L Entgelttabelle – gültig vom 01.01.2021 – 30.11.2022

Entgeltwerte mit einer Steigerung von +1,29 %, mindestens 50,- Euro bis 30.09.2021; ab 01.10.2021 – 30.11.2022 Nullrunde

Quelle: https://www.oeffentlichen-dienst.de/entgelttabelle/tv-l.html

4.2 TV-H „Lehrer“ Hessen

Tarifrunde TV-L 2021
15.10.2021 – TV-H

Im öffentlichen Dienst des Landes Hessen, das als einziges Bundesland nicht Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ist und damit über einen eigenen Tarifvertrag „TV-H“ verfügt, wird eine Tarifeinigung mit den folgenden Eckpunkten erzielt:

• 01.10.2021: Nullrunde – keine Erhöhung in den ersten 10 Monaten
01.08.2022: +2,2 %
01.08.2023: +1,8 %, mindestens 65 €
• Corona-Sonderzahlung
Dezember 2021: 500 €
März 2022: 500 €
• Einführung einer neuen Entgeltgruppe 16
• Auftrennung der Stufe 1 in die Stufen 1a und 1b
• Wahlmöglichkeit, einen Teil der Jahressonderzahlung in 2 zusätzliche Urlaubstage umzuwandeln
• Beendigung des LandesTicket Hessen zum 31.12.2024
• Die Mindestlaufzeit beträgt 28 Monate – vom 01.10.2021 bis 31.01.2024

Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst des Landes Hessen
Entgelttabelle TV-H 2021 
123456
E 15Ü6153.196625.277250.187660.077760.87
E 154885.145254.555449.396141.486665.626865.59
E 144420.884757.325032.815449.396087.756270.37
E 13Ü4387.764622.935032.816087.756270.37
E 134079.564387.764622.935079.835711.465882.81
E 123665.173936.214481.804965.595590.515758.23
E 113542.893797.874067.994481.805086.565239.15
E 103413.803666.133936.214206.334730.454872.36
E 9b3048.353270.363417.843837.434179.984305.37
E 9a3048.353270.363318.823417.843837.433952.54
E 82862.613083.053203.723318.823449.073530.27
E 72690.132909.653071.083191.633288.543374.11
E 62643.662861.822981.403100.983179.523264.30
E 52537.532754.192873.792987.373077.063137.10
E 42422.182640.592790.072873.792957.483011.29
E 32391.752604.712664.512760.172837.892903.68
E 2Ü2300.462503.062580.792676.472742.242796.04
E 22233.992431.312491.112550.902688.422831.91
E 12030.722060.612096.482132.372222.05
Entgelttabelle mit Monatswerten

Gültigkeit der Tabelle: 01.01.2021 – 31.07.2022
Quelle: https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-h?id=tv-h-2021&matrix=1

4.3 Richtlinien für Beschäftigte in kirchlichen und Wohlfahrts-Einrichtungen (in Anlehnung an den TVöD)

Caritas: https://www.oeffentlichen-dienst.de/kirche-wohlfahrt/avr.html

Diakonie: https://www.oeffentlichen-dienst.de/kirche-wohlfahrt/avr-verguetung.html

Paritätischer Wohlfahrtsverband: https://www.oeffentlichen-dienst.de/kirche-wohlfahrt/paritaet.html

AWO: https://www.oeffentlichen-dienst.de/kirche-wohlfahrt/tv-awo.html

5 Forum/Gehaltsrechner/Links

Auf der Seite https://forum.oeffentlicher-dienst.info/ befindet sich ein aktuelles, gut besuchtes Forum, verschiedene Gehaltsrechner und eine gute Linksammlung. Dort können bereits gestellte Fragen durchstöbert oder neue Fragen gestellt werden. Die Linksammlung kann unter https://oeffentlicher-dienst.info/links/ erreicht werden.

Gehaltsrechner TV-L:
http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-l/west?id=tv-l-2020

Gehaltsrechner TV-H:
http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-h?id=tv-h-2020

Gehaltsrechner TV-öD Bund:
http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tvoed/bund?id=tvoed-bund-2020

6 Quelle

https://oeffentlicher-dienst.info

7 Eingruppierung (von Lehrkräften) in Entgeltgruppen der TV-L

Qualifikationseckpunkte mit möglichen Berufsgruppen
EntgeltgruppeTV-L (teils TVÖD)Vergleich BeamteMögliche Berufsgruppe
E 1 – E 4Einfache Tätigkeiten, An- und UngelernteEinfacher DienstBote, Küchenhilfe, Justizhelfer
E 5 – E 8Mindestens 2- oder 3-jährige abgeschlossene AusbildungMittlerer DienstAltenpfleger und -helfer, Kinderpfleger, Ergotherapeut, Logopäde, Heilerziehungspfleger, Physiotherapeut
E 9 – E 12Bachelor- oder FachhochschulabschlussGehobener DienstDiplomingenieure, Lehrer an Grund-, Haupt- und Realschulen sowie Sekundarstufe I und II als Quereinstieg (E11&12)
E 13 – E 15Wissenschaftliches Hochschulstudium, Uni-Diplom und -MasterHöherer DienstWissenschaftliche Mitarbeiter an Universitäten, Dozenten, Lehrer an Gymnasien und Förderschulen, Schulleiter

Quelle: https://www.oeffentlichen-dienst.de/entgeltgruppen.html
TVÖD neu
https://www.oeffentlichen-dienst.de/entgelttabelle/vka.html

Alle Angaben ohne Gewähr.

Lehrkräftegesundheit: Programme und Projekte (Stand: März 2022)

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich der Befund zur Gesundheit der Lehrerinnen und Lehrer hierzulande gravierend verschlechtert, so das Fazit der DAK-Studie „Stimmungsbild: Lehrergesundheit in der Corona-Pandemie“ aus dem Jahr 2020. Jede vierte Lehrkraft ist demnach Burnout-gefährdet. Zu den weiteren Belastungen von Lehrkräften gehören Erschöpfungszustände, Kopfschmerzen, erhöhte Reizbarkeit bis hin zu massiven psychischen Störungen sowie Depressionen. Die Gesundheit des Lehrpersonals rückt daher immer mehr in den Fokus des Interesses.

Materialien und Anlaufstellen

Die Kultusministerkonferenz hat bereits 2012 umfangreiche „Empfehlungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule“ herausgegeben. Zudem gibt es diverse länderspezifische Programme – sowohl präventiver als auch therapeutischer Art. Nicht zuletzt haben sich auch einige kommerzielle Anbieter auf die Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Gesundheit von Lehrkräften spezialisiert. Ein Überblick.

Baden-Württemberg

Bremen

Hamburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

  • Lehrergesundheit – Betriebliches Gesundheitsmanagement an den öffentlichen Schulen in MV

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Thüringen

Trainings von kommerziellen Anbietern

  • Das Portal Lehrergesundheit.eu wird betrieben von einem interdisziplinären Zusammenschluss mehrerer Wissenschaftler der Leuphana Universität Lüneburg, darunter Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen und Lehrkräfte aus der schulischen Praxis. Das Team bietet verschiedene Trainings, SchilFs, Workshops sowie Coaching an.
  • Die Raabe Akademie bietet sowohl schulinterne als auch Online-Lehrerfortbildungen zu spezifischen Themen rund um die Lehrergesundheit. Dazu gehören beispielsweise Stressbewältigung, Zeitmanagement, Konflikttraining, Mobbing-Prävention.
  • Auf der Website des Cornelsen Verlags widmet sich das Magazin Themen rund um Lehreralltag und Lehrergesundheit. Es gibt Anregungen zur Bewältigung der täglichen Anforderungen, versorgt Lehrkräfte mit Hintergrundinformationen, vermittelt Achtsamkeitsübungen und gibt Literaturtipps.
  • AGIL ist ein wissenschaftlich fundiertes Training zur Gesundheitsförderung für Lehrerinnen und Lehrer. Dabei steht „AGIL“ für „Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf“.

Ukraine-Krieg: Infos und Materialien für Lehrkräfte

Angesichts des Krieges in der Ukraine sprechen sich pädagogische Verbände dafür aus, die Thematik im Unterricht aufzugreifen. Das Ziel ist, Antworten auf Fragen zu geben, Ängste zu nehmen und eventuelle Missverständnisse auszuräumen. Zahlreiche Anlaufstellen bieten geeignete Materialien für die Verwendung im Unterricht an. Eine Übersicht:

  • Sehr umfangreich und mit zahlreichen praktischen Tipps für die Umsetzung ist die Handreichung der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz
  • Der Hamburger Bildungsserver hat eine Reihe von Materialien für unterschiedlichste Altersklassen zusammengestellt, darunter zahlreiche Links zu kindergeeigneten Nachrichtenportalen
  • Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg stellt wichtige Hintergrundinformationen zum Ukraine-Krieg zur Verfügung.
  • Die Seiten der UNICEF liefern unter anderem einen Überblick über die aktuelle Situation der Kinder in der Ukraine
  • Die Kinder-Nachrichtensendung „logo“ hält – neben der TV-Sendung – auch eine umfangreiche Website mit Filmen und Informationen bereit.
  • Auch HanisauLand, das Kinder-Portal der Bundeszentrale für politische Bildung, geht auf den Krieg ein. Es erläutert darüber hinaus wichtige Begriffe wie Völkerrecht oder Souveränität.
  • Der Betzold Verlag thematisiert auf seiner Seite die Frage, wie Lehrkräfte mit Schülerinnen und Schülern angemessen über den Krieg sprechen können.
  • Die Suchmaschine „Frag Finn“ wendet sich an Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren und hat anlässlich des Krieges Informationen für Kinder als auch Eltern zusammengestellt

Bewerbung: 10 Tipps für gelungene Betreffzeilen

Die Betreffzeile auf dem Bewerbungs-Anschreiben besteht nur aus wenigen Worten, doch ihre Bedeutung wird oft unterschätzt. Denn sie ermöglicht beim Empfänger nicht nur die Zuordnung des Schreibens an die korrekte Person. Sie ist auch ein Aushängeschild des Absenders. Zu beachten gibt es sowohl inhaltliche als auch formale Aspekte.

Formale Aspekte:
  • Länge: eine bis maximal zwei Zeilen
  • „Betreff“: Das Wort „Betreff“ am Anfang der Zeile entfällt
  • Wortwahl: Das Wort „Bewerbung“ muss enthalten sein
  • Platzierung: Die Betreffzeile steht linksbündig unterhalb des Datums und oberhalb der Anrede
  • Hervorhebung: Die Betreffzeile sollte fett geschrieben sein. Sonderzeichen oder Emojis sind zu vermeiden.
  • Interpunktion: Am Ende der Betreffzeile steht kein Punkt und kein anderes Satzzeichen
Inhaltliche Aspekte:
  • Konkret werden: Unmissverständlich formulieren, auf welche Stelle sich die Bewerbung bezieht, ggf. Referenznummer nennen, falls in der Ausschreibung erwähnt
  • Stellenbezeichnung immer übernehmen: Auch wenn im eigenen Sprachgebrauch eine andere Job-Bezeichnung kursiert, ist es wichtig, immer die Bezeichnung aus der Ausschreibung zu verwenden, da ggf. beim Vorsortieren von Bewerbungen abweichende Bezeichnungen aussortiert werden könnten – auch wenn sie inhaltlich gleich sind.
  • Nennung der Quelle: In der sogenannten Bezugszeile (2. Zeile des Betreffs) wird der Fundort der Stellenausschreibung genannt, inklusive Datumsangabe. Falls vorab ein Telefonat stattfand, in dem z.B. Näheres zur Stelle erläutert wurde, kann die Bezugszeile sich auch auf das Telefonat beziehen, inkl. Datumsangabe
Initiativbewerbungen:

Eine Initiativbewerbung bezieht sich auf eine Stelle, die es gar nicht gibt bzw. von deren Existenz der Bewerber/die Bewerberin (noch) nichts weiß. Hier genügt eine einfache Betreffzeile, die mit den Worten „Bewerbung für eine Stelle als…“ beginnt. Auch ein Start mit den Worten „Initiativbewerbung als…“ ist möglich.

Onboarding: strukturierter Einstieg in den neuen Job

Onboarding ist mehr als nur eine umfangreiche Einarbeitung. Es ist das Anwenden von arbeitgeberspezifischen, eigens implementierten Instrumenten zur schnellen Integration neuer Mitarbeiter*innen. Dabei ist Onboarding nicht nur eine einseitig von Arbeitgeberseite an die neue Arbeitskraft herangetragene Leistung, sondern umfasst auch dessen (Re)Aktion. Bereits in der Bewerbungsphase ist es sinnvoll, sich nach Onboarding-Maßnahmen zu erkundigen und sich der eigenen Bedürfnisse in puncto Einarbeitung bewusst zu sein.

Im Schuldienst gestaltet sich das Einbinden neuer Lehrkräfte als besonders anspruchsvoll. Denn zum einen ist eine explizite Einarbeitungsphase nicht immer vorgesehen, zum anderen offenbaren sich mögliche Fragen erst „im Ernstfall“ – also wenn die Lehrkraft bereits voll im Unterricht präsent sein muss. Vor allem bei der Aufnahme junger Lehrkräfte – möglicherweise nach dem Referendariat – oder bei Kolleg*innen mit Bundeslandwechsel – und erst recht bei Quereinsteiger*innen gibt es teils massives Einarbeitungspotenzial. Bewährt hat sich ein dreistufiges Onboarding.

1. Phase: Kurz vor dem ersten Arbeitstag

  • Gibt es einen Mentor für die Einarbeitung und ist der Kontakt hergestellt?
  • Wurden die Ansprechpartner*innen für einzelne Bereiche des schulischen Alltags (fachlich, organisatorisch, technisch etc.) mitgeteilt?
  • Ist ein Arbeitsplatz im Lehrerzimmer zugewiesen?
  • Wurde eine Info-Mappe der Schule mit Unterlagen wie Terminübersicht, Namensliste des Kollegiums inkl. Fächer und Zuständigkeiten, Raumplan der Schule, Telefonliste etc. übersandt?
  • Wurden Leitbild, Schulprofil und Schulprogramm überreicht und ggf. erläutert?
  • Ist das Kollegium informiert?
  • Wurden Schlüssel, Zugangskarten etc. überreicht?

2. Phase: In den ersten Arbeitstagen

  • Sind alle anstehenden Termine bekannt?
  • Ist ein Termin für eine erste Sitzung mit dem Mentor/der Mentorin festgelegt?
  • Funktionieren Online-Zugänge, Passwörter, Chipkarten etc.?

3. Phase: In den ersten Wochen

  • Ist der neue Kollege/die neue Kollegin mit den Örtlichkeiten vertraut?
  • Wurde eine Mitarbeit in Arbeitsgruppen bzw. spezialisierten Teams angebahnt?
  • Und ganz wichtig: Gibt es einen Termin für ein erstes Feedbackgespräch? Dieses sollte frühestens nach einem Monat, spätestens jedoch nach drei Monaten, also rechtzeitig vor dem Ende der gesetzlichen Probezeit erfolgen.

Impfstatus: Was müssen Bewerber*innen offenlegen?

Prinzipiell gelten Gesundheitsinformationen, wie etwa auch die Frage nach Impfungen, im Bewerbungsverfahren zu den besonders schützenswerten Informationen. Sie dürfen im Normalfall nicht abgefragt werden. In Anbetracht von Corona sieht die Lage jedoch anders aus: In der Pandemie ist die Schutzpflicht der Arbeitgeberseite gegenüber Angestellten und Geschäftspartner*innen übergeordnet. Zur Schutzpflicht gehört die sichere Gestaltung des Arbeitsplatzes. Doch welche Daten dürfen Arbeitgeber abfragen? Was müssen Bewerber*innen offenlegen?

Vorgehensweise in der Praxis

Die Mindestanforderung an Angestellte in Deutschland ist aktuell 3G. Mitarbeitende müssen also mindestens genesen, getestet oder geimpft sein. Um die Arbeitsstätte betreten zu dürfen, darf von Angestellten der 3G-Nachweis verlangt werden. Die Bekanntgabe des Impf- oder Genesenenstatus hingegen ist für Angestellte nicht verpflichtend. Teilen diese den Status jedoch auf freiwilliger Basis mit, sind keine weiteren Zugangskontrollen zum Arbeitsplatz mehr nötig. Anders sieht es aus, wenn etwa eine Behörde eine offizielle Kontrolle der Einhaltung der 3G-Regeln am Arbeitsplatz durchführt. In diesem Fall müssen Arbeitnehmer*innen ihren Impfstatus offenlegen.

Sonderregelungen für Beschäftigte in Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen

Für Arbeitnehmer*innen, die mit besonders vulnerablen Personengruppen in Kontakt kommen (z. B. Kinder, ältere Menschen, Kranke und Pflegebedürftige), gelten in Deutschland Sonderregelungen. Hier dürfen Arbeitgeber den Impfstatus der Angestellten abfragen. Weniger eindeutig ist die Lage bei Bewerbungsgesprächen. Für die Abfrage des Impfstatus bei Bewerber*innen gibt es derzeit keine rechtliche Grundlage. Arbeitgeber bewegen sich hier in einer rechtlichen Grauzone. Weitere Informationen liefert die FAQ-Seite des Bundesgesundheitsministeriums.

Zu beachten:

Die vorgenannten Informationen sind nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Rechtsberatung dar. Sie berufen sich auf den rechtlichen Stand vom 07. Januar 2022. Je nach weiterem Verlauf des Infektionsgeschehens ist eine Anpassung/Verschärfung dieser Regelungen nicht ausgeschlossen.

Termine 2022: Messen, Kongresse, Versammlungen für Lehrkräfte und Erzieher*innen (Stand: 14. Dezember 2021)

Welche wichtigen Großveranstaltungen im Bildungssektor finden 2022 statt? Welche Messen, Kongresse oder Versammlungen sind in Präsenz bzw. online geplant? Eine erste Übersicht (ohne Anspruch auf dauerhafte Gültigkeit).

Leipziger Buchmesse
Für Kinder und Jugendliche, aber auch Pädagog*innen gibt es auf der Leipziger Buchmesse ein vielseitiges Lesungsprogramm. Lehrkräfte haben die Möglichkeit, auf der Leipziger Buchmesse an einem umfangreichen Fortbildungsprogramm teilzunehmen. Die Messe ist als Präsenzveranstaltung geplant. Es gibt ein eigens erarbeitetes Hygienekonzept.
Termin: 17.–20. März 2022, Leipzig

Bildungsmesse Didacta
Gegliedert in die drei Bereiche Frühe Bildung, Schule und Qualifizierung bietet die didacta den bundesweit größten Einblick in Entwicklungen, Angebote und Medien im Bildungsbereich. Neben der Ausstellung gibt es ein umfassendes Veranstaltungsprogramm. Die Messe ist als Präsenzveranstaltung geplant. Es gibt ein eigens erarbeitetes Hygienekonzept.
Termin: 22.–26. März 2022, Köln

Learntec
Die Learntec gilt als führende Fachmesse rund ums digitale Lernen. Sie ist gegliedert in die drei Fachbereiche Digitales Lernen in der Schule, Digitales Lernen in der Hochschule und Digitales Lernen im Beruf. Die Messe ist als Präsenzveranstaltung geplant. Es gilt das von der Messe Karlsruhe erarbeitete Hygienekonzept.
Termin: 31. Mai–02. Juni 2022, Karlsruhe

Creativa Dortmund
Die größte Kreativmesse Europas wartet mit einer Ausstellung aller erdenklicher Bastel-, Mal-, Zeichen-, Werk- und Gestaltungsutensilien auf. Für Lehrkräfte und Erzieherinnen bzw. Erzieher gibt es zudem zahlreiche Workshops und Vorträge. Die Messe ist als Präsenzveranstaltung geplant. Es gibt ein Hygienekonzept.
Termin: 16.–20. März 2022, Dortmund

Konferenz Bildung Digitalisierung 2022
Die zweitägige Konferenz bezeichnet sich selbst als die „Leitkonferenz für gute Schule in der digitalen Welt“ und wird veranstaltet vom Forum Bildung Digitalisierung. Sie ermöglicht fachlichen Austausch und Vernetzung der Akteure im Bereich Digitalisierung und schulische Bildung.
Termin: 16./17. November 2022, Berlin

Deutscher Schulleiterkongress 2022
Die nach eigener Aussage „größte Fachveranstaltung für Schulleitungen im gesamten deutschsprachigen Raum“ bietet Workshops, Vorträge von über 120 Top-Speakern, Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und eine Ausstellung zu Produkten und Trends. Der Kongress findet in Präsenz statt. Es gibt ein eigens erarbeitetes Hygienekonzept.
Termin: 10.–12. November 2022, Düsseldorf

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