Was bundesweit zu vermerken ist, zeigt sich auch in Stuttgart. Immer mehr Eltern versuchen der Bildungsmisere an staatlichen Schulen zu entfliehen, indem sie ihre Kinder an Privatschulen schicken. Ihnen ist wert, womit der Staat zögert, sie investieren in die Bildung ihrer Kinder. An Stuttgarter Schulen in freier Trägerschaft lernen in diesem Schuljahr 17,2 Prozent der Schüler in Baden-Württembergs Landeshauptstadt. Im Vorjahr waren es 16,8 Prozent. Immer öfter gibt es auch sogenannte „Quereinsteiger“, die in der fünften, sechsten oder siebten Klasse von einer öffentlichen auf eine private Schule wechseln wollen.
Als Erfolgsmodell in Stuttgart erweist sich auch der „Realschul-Aufsetzer„. Bislang nur an der Waldschule angeboten, wird dort nach dem Realschulabschluss eine 3-jährige Weiterführung zum Abitur angeboten. Sie beinhaltet je eine zusätzliche Stunde in Mathematik, Englisch und Physik. Das Angebot ist so attraktiv, dass die Waldschule, die bislang jährlich nur eine 11. Klasse bildete, im neuen Schuljahr wohl zwei 11. Klassen einrichten wird. 50 Interessenten gibt es jetzt schon.