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Bewerben an Privatschulen (Teil 4): Hintergrundwissen zur Personalentwicklung an Privatschulen

Im Gegensatz zu staatlichen Schulen sind Schulen in freier Trägerschaft Arbeitgeber mit der Verpflichtung, sich selbst um die Personalentwicklung zu kümmern. Gleichwohl sind Privatschulen nur teilweise vergleichbar mit „normalen“ Wirtschaftsunternehmen, denn auch wenn sie dem marktwirtschaftlichen Wettbewerb unterstehen und Budgetverantwortung haben, stehen sie doch in einem besonderen Bezug zu den staatlichen bzw. landesspezifischen Vorgaben der Bildungsministerien. Damit bewegen sich Privatschulen in einem besonderen Spannungsfeld zwischen Autonomie und Gebundenheit.

 

Personalentwicklung ist Qualitätsentwicklung

Personellen Entwicklungsprozessen kommt gerade an Privatschulen eine besondere Bedeutung zu, denn noch mehr als in staatlichen Einrichtungen sind dort Lehrpersonen dazu aufgerufen, sich mitsamt ihrer gesamten Persönlichkeit in das Schulleben einzubringen. Dazu können besondere (außerschulische) Fertigkeiten ebenso gehören wie spezifische pädagogische Ansätze oder aber ethische und/oder religiöse Grundeinstellungen. Und mehr noch: Wie aktuelle Erkenntnisse der Bildungsforschung, beispielsweise die Hattie-Studie, zeigen, sind in erster Linie die Lehrkräfte für Lernerfolge der Schüler – und damit für ein entscheidendes Qualitätsmerkmal der Schule – verantwortlich. Um jedoch als Lehrkraft optimale Arbeit leisten zu können, ist eine intakte, gut organisierte Arbeitsumgebung zwingend notwendig. Folglich gibt es an Schulen einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Personal- und Qualitätsentwicklung.

 

Instrumente der Personalentwicklung

Wer sich in einem Bewerbungsverfahren für eine Stelle an einer Privatschule befindet (oder dies plant), sollte sich als Vorbereitung auf die Bewerbung einen Überblick über die Personalentwicklung an der jeweiligen Schule verschaffen. Auch im Vorstellungsgespräch zeugt es von Interesse und Kompetenz, in punkto Personalplanung konkrete Fragen zu stellen.

 

  • Eng zusammen mit der personellen Entwicklung einer Schule hängt die Schulentwicklungsplanung, der „Fahrplan“ für die nächsten Jahre: Welche Schülerzahlen sind zu erwarten? Will sich die Schule vergrößern? Ist eine Verlagerung/Vertiefung von Schwerpunkten vorgesehen? Und vor allem: Welche bildungspolitischen Entwicklungen erfordern personelle Konsequenzen (z.B. Ganztag, Inklusion)?

 

  • Eine weitere entscheidende Rolle spielt in der schulischen Personalentwicklung das Schulprogramm. Stehen strukturelle Veränderungen an, muss die Schule hierfür in punkto Personal rechtzeitig die Weichen stellen.

 

  • Auch die Fortbildungsplanung ist eng verknüpft mit personellen Fragen, sowohl inhaltlich („Welche Fortbildungsmaßnahmen sind nötig?“) als auch zeitlich („Wann muss welche Fortbildung abgeschlossen sein, um mit dem neu erworbenen Wissen arbeiten zu können?“).

 

Die Frage der Befristung

Eine Vielzahl der Anstellungen in Privatschulen beginnen zunächst als befristete Arbeitsverhältnisse – mit der Option, die Befristung in eine Entfristung umzuwandeln. Im Bewerbungsgespräch sollten Bewerberinnen und Bewerber das Thema Befristung offen ansprechen und sich nach den Aussichten für eine Entfristung erkundigen. Nicht zu vergessen: Ein Grund für befristete Arbeitsverhältnisse ist auf Arbeitgeberseite oft der Wunsch, dadurch eine „verlängerte Probezeit“ zu erlangen. Von einer solchen ausgedehnten Erprobungsphase profitieren nicht zuletzt auch beide Seiten.

Bewerben an Privatschulen: Das Vorstellungsgespräch (Teil 3)

Mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch ist die erste große Hürde im Bewerbungsverfahren an einer privaten Schule genommen. Nun gilt es, sich bestmöglich auf das Job-Interview vorzubereiten. Im Gegensatz zur Bewerbung bei einer staatlichen Schule bedeutet die Bewerbung bei einer privaten Schule, sich bei einem (auch) wirtschaftlich denkenden Arbeitgeber vorzustellen. Zwar spielen auch dort Fächerkombination und Notendurchschnitt bei der Entscheidung für oder gegen einen Bewerber eine Rolle, jedoch haben andere Faktoren mitunter mehr Gewicht. Dazu zählen neben der Aussagekraft der Bewerbungsunterlagen beispielsweise die konkreten Kompetenzen, die Berufserfahrung, die pädagogischen Grundeinstellungen sowie das Auftreten im persönlichen Gespräch. Ein Vorstellungsgespräch bei einer Schule in freier Trägerschaft ist somit schärfer auf die Persönlichkeit der sich bewerbenden Person fokussiert und darauf, ob diese zur Schule passt oder nicht.

 

Ablauf und Reihenfolge

Je nachdem wo und wie breit gestreut eine Schule die Stelle ausschreibt, ist davon auszugehen, dass sie mehrere Bewerbungen erhält und diese systematisch auswertet. Wer zu einem Gespräch eingeladen wird, hat grundsätzlich schon einmal das Interesse des Arbeitgebers geweckt. Verläuft das Gespräch zur beidseitigen Zufriedenheit, wird entweder ein weiteres Gespräch anberaumt, oder aber eine Hospitation vereinbart. Bietet die Schule zunächst keine Hospitation an, sollten Bewerber dennoch danach fragen. Denn nur so erhalten sie die Chance, den Alltag in der Schule kennenzulernen.

 

Grundsätzlich gilt: Viel stärker als staatliche Schulen identifizieren sich Schulen in freier Trägerschaft mit ihrem Profil – sei es pädagogischer, inhaltlicher oder aber konfessioneller Art. Bewerber sollten sich daher sehr gut über das Profil informieren und schon im Vorhinein abwägen, ob sie tatsächlich zu diesem passen. In jedem Fall wird das Schulprofil auch im Vorstellungsgespräch eine große Rolle spielen.

Da Bewerbungsverfahren an Schulen in freier Trägerschaft – anders als an öffentlichen Schulen – keinen strengen Reglementierungen unterworfen sind, lässt sich der Verlauf eines Vorstellungsgesprächs nicht im Detail vorhersagen. Bewerber können sich daher an allgemeinen Empfehlungen für Vorstellungsgespräche orientieren. Hierfür ist es sinnvoll, einen Katalog potenzieller Fragen zusammenzustellen und für sich selbst zu beantworten:

 

Fragen zu Motivation und Beweggründen

Warum haben Sie sich auf diese Stelle beworben?

Warum möchten Sie an einer Privatschule tätig werden?

Was erwarten Sie von Kolleginnen und Kollegen bzw. von der Schulleitung?

Was waren Ihre Beweggründe für die Wahl des Lehrerberufs?

Welche Bestandteile unseres Schulprogramms/pädagogischen Konzepts sprechen Sie an? Welche nicht?

Wie haben Sie sich über unsere Schule informiert?

 

Fachliche Fragen

Was waren die Schwerpunkte Ihrer bisherigen Arbeit?

Was war in beruflicher Hinsicht Ihr größter Erfolg bzw. Misserfolg?

Wie beziehen Sie Eltern in die Unterrichtsarbeit und in das Schulgeschehen ein?

Wie reagieren Sie auf regelmäßig störende Schülerinnen und Schüler?

Wie gehen Sie mit sich prügelnden oder verbal attackierenden Schülerinnen und Schülern um?

Wie sieht für Sie die optimale Förderung für ausländische Mitschüler aus?

Wie können Sie mit Vertretern anderer Fächer kooperieren?

Welche Unterrichtsformen bevorzugen Sie?

Durch welche AGs oder außerschulische Aktivitäten könnten Sie unsere Schule bereichern?

Wie stellen Sie eine funktionierende Kommunikation mit den Eltern her?

 

Fragen zur persönlichen Einstellung

Wie würden Sie sich als Lehrer/-in charakterisieren?

Welche Persönlichkeitsmerkmale einer Lehrperson sind Ihrer Ansicht nach besonders wichtig?

Wie gehen Sie mit Kritik um?

Worauf legen Sie in Ihrer Funktion als Erzieher/-in besonders wert?

Wie reagieren Sie auf Mobbing-Situationen?

Wie stehen Sie zu Lehrerfortbildungen? An welcher Maßnahme würden Sie gerne teilnehmen?

 

Auch Wünsche und Forderungen artikulieren

Ein Vorstellungsgespräch an einer privaten Schule ist kein einseitiges „Unter-die-Lupe-nehmen“. Auch Bewerber können (und sollten!) in einem Gespräch ihre Wünsche und Forderungen klar äußern. Neben der Thematisierung des Gehalts sollte beispielsweise auch über Urlaubstage, eventuelle Sondervergütungen, Aufstiegsmöglichkeiten, die Ausstattung des Fachbereiches oder aber die Arbeitsplätze im Schulgebäude gesprochen werden. Sehr wahrscheinlich werden einige dieser Punkte bereits in der Stellenausschreibung erwähnt. Nehmen Sie diese Angaben dann als Grundlage und wägen Sie vor dem Gespräch ab, über welche Punkte Sie mit der Schule noch verhandeln möchten.

Bewerben an Privatschulen: Bewerbungsunterlagen (Teil 2)

Bevor Bewerbungsunterlagen angefertigt werden, ist es unabdingbar, sich umfassend über die potenzielle neue Arbeitsstätte zu informieren.

Standardmäßig gehören zu einer Bewerbung

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Examens- bzw. Ausbildungszeugnisse
  • Arbeitszeugnisse
  • weitere Qualifikationsnachweise wie z.B. Fortbildungen
  • ggf. Qualifikationsprofil
  • ggf. Arbeitsproben

 

Bewerben per E-Mail oder per Post?

Gibt der Ausschreibungstext vor, auf welchem Wege die Bewerbung erwünscht ist, müssen sich Bewerber unbedingt an diese Vorgabe halten. Ist keine Präferenz angegeben, liegt die Entscheidung im Ermessen des Bewerbers. Im Zweifelsfall gilt: Diejenige Form wählen, für die man bei der Erstellung eher eine sichere Hand hat.

 

Bewerbungen per Post müssen nicht nur einwandfrei aufbereitet, sondern auch schlüssig gegliedert und gut handhabbar sein. Ungünstige Heftungen oder fehlende Unterteilungen der einzelnen Bestandteile erschweren die Begutachtung. Zu bedenken ist auch, dass schriftliche Unterlagen aus Kostengründen meist nicht zurückgesandt werden.

 

Bei Bewerbungen per E-Mail gilt: Keinesfalls einzelne Dokumente oder gar einzelne Seiten schicken. Im Idealfall werden alle Bestandteile der Bewerbung in einem Dokument (z.B. pdf) zusammengefasst. Möglich ist auch, zunächst Anschreiben und/oder Lebenslauf zu senden (da Personalverantwortliche sich dies zuerst ansehen) und dann Examens- und Arbeitszeugnisse in einem weiteren Dokument zusammenzufügen. Unabdingbar ist eine eindeutige Benennung der

Dokumente (z.B. „S. Müller_Bewerbung“ oder „S. Müller_Arbeitszeugnisse“). Doch bedenken Sie stets: Die Datenmenge sollte nur so groß sein, dass der Empfänger sie problemlos empfangen und handhaben kann.

 

Das Anschreiben

Ein Anschreiben darf nicht länger als eine Seite sein und muss auf die in der Stellenausschreibung genannten Anforderungen eingehen, ohne diese zu wiederholen. Stattdessen gilt es, konkret zu werden: „Als Lehrerin mit langjähriger Berufserfahrung insbesondere in der Sek. II bin ich es gewohnt, selbstständig zu arbeiten. Da wir an unserer Schule die Unterrichtsreihen für die Oberstufe stets gemeinsam mit den Fachkollegen planen, habe ich auch die Arbeit in einem gut funktionierenden Team kennen- und schätzen gelernt.“

Aus dem Anschreiben muss in jedem Fall hervorgehen, warum Sie sich gerade auf diese Stelle bei diesem konkreten Arbeitgeber bewerben. Was reizt Sie an der Position? Was gefällt Ihnen am Schulprofil? Warum können gerade Sie diese Aufgabe am besten erfüllen? Ihre persönliche Lebenssituation, z.B. dass Sie sowieso gerade in die betreffende Stadt ziehen, interessiert dagegen zunächst nicht. Falls verlangt, sollten Sie eine Angabe zu Ihrem gewünschten Gehalt machen.

 

Der Lebenslauf

Der Lebenslauf sollte maximal drei Seiten lang sein. Unabdingbar ist eine klare Gliederung, etwa nach Ausbildung und Berufserfahrung, sowie Lückenlosigkeit. Bewerber, die beispielsweise seit sechs Monaten arbeitssuchend sind, können diese Phase etwa „berufliche Neuorientierung“ nennen. Ein Foto ist mittlerweile keine Pflicht mehr, wird von vielen Arbeitgebern jedoch noch sehr geschätzt. Wenn Sie sich für die Beigabe eines Fotos entscheiden, muss dieses jedoch professionell aufgenommen und gut platziert sein. Besonders wichtig ist die Erwähnung derjenigen Fakten, die für die Position relevant sind, wie z. B. Auslandserfahrung, Praktika oder das exakte Niveau Ihrer Sprachkenntnisse. Umfasst der Lebenslauf bereits mehrere Stationen, kann bei den weniger relevanten Tätigkeiten (z.B. den nebenberuflichen Tätigkeiten während des Studiums) gekürzt werden. Nicht bestandene oder abgebrochene Stationen sollten erwähnt werden, ggf. mit dem Zusatz „abgebrochen“.

Neuester Standard für die zeitliche Gliederung eines Lebenslaufs ist:

 

„2000 – 2003 Lehrkraft Heinrich-Heine-Schule Wiesbaden

Klassenleitung 3., 4. und 6. Klasse, Fachbereichsleitung Erdkunde (seit 2002)“

 

Nicht aber:

 

„08/2000 – 07/2003 Lehrkraft Heinrich-Heine-Schule Wiesbaden“

 

 

Arbeitszeugnisse

Sofern vorhanden, sind Arbeitszeugnisse unabdingbar. In der Regel genügen die Zeugnisse der letzten drei Arbeitgeber. Sind Bewerber noch nicht im Besitz qualifizierter Arbeitszeugnisse (beispielsweise nach dem Referendariat), sollten dienstliche Beurteilungen aus der Ausbildungszeit oder Praktikumszeugnisse bzw. Zeugnisse aus nebenberuflichen Tätigkeiten beigelegt werden. Durch diese kann der potenzielle Arbeitgeber sehen, wie einzelne Leistungen beurteilt wurden.

Da dies gerade im öffentlichen Dienst oft nicht üblich ist, verfügen viele Lehrerinnen und Lehrer nicht über Arbeitszeugnisse. Ausgestellte Dienstzeugnisse weichen zudem oftmals von der üblichen Zeugnissprache ab. Trotzdem empfiehlt es sich, auch nachträglich noch ein Zeugnis zu beantragen. Ist dennoch keines zur Hand, so bietet es sich nach US-amerikanischem Muster an, Referenzen zu nennen. Das sind namentlich und mit Adresse (E-Mail-Adresse, Telefonnummer) genannte ehemalige Arbeitgeber, die Sie zuvor autorisiert haben, über Sie auf Anfrage Auskunft zu geben. Doch Vorsicht: Bei öffentlichen Arbeitgebern kann es hier rechtliche Bedenken geben.

 

Fortbildungen

Fortbildungsbereitschaft sollte ggf. schon im Anschreiben erwähnt werden, insbesondere dann, wenn diese Bereitschaft in der Ausschreibung ausdrücklich gewünscht wird. Unter Umständen – und im Hinblick auf ein möglicherweise folgendes Vorstellungsgespräch – ist es sinnvoll, sich bereits über geeignete Fortbildungen zu informieren. Ansonsten gehört eine Auflistung der relevanten Fortbildungen in den Lebenslauf. Das Einreichen von Belegen ist nur dann sinnvoll, wenn es nicht zu viele sind.

 

Qualifikationsprofil

Diese Seite könnte auch heißen: „Was Sie sonst noch über mich wissen sollten“ und dient dazu, sich über eine zusätzliche Darstellung der Kompetenzen nochmals zu profilieren. Doch Vorsicht: Die genannten Punkte dürfen nicht bereits in Lebenslauf oder Anschreiben Gesagtes wiederholen.

 

Arbeitsproben

Auch hier muss ein eindeutiger Bezug zur Stellenausschreibung oder Stelle vorhanden sein. Ein Beispiel für eine sinnvolle Arbeitsprobe ist etwa ein Zeitungsartikel, in dem über ein Unterrichtsprojekt von Ihnen berichtet wird. Doch Achtung: Die Erwähnung von akademischen, kulturellen oder anderweitigen Erfolgen ist nicht zwangsläufig auch für die angestrebte Stelle relevant. Hier gilt es, den Nutzen gut abzuwägen.

Bewerben an Privatschulen: Vorbereiten und Informieren (Teil 1)

Anschreiben, Lebenslauf, Ausbildungs- und Arbeitszeugnisse sind obligatorische Bestandteile einer Bewerbung. Doch bis diese optimal verfasst, gestaltet und auf den potenziellen Arbeitgeber in spe zugeschnitten sind, bedarf es einiger vorbereitender Schritte und Entscheidungen. Dazu gehört neben einem exakten Interpretieren der Stellenausschreibung vor allem auch die Informationsbeschaffung über die potenzielle Arbeitsstätte.

 

Voraussetzungen für die Arbeit an Privatschulen

Generell gilt: Lehrkräfte können sich an Schulen in freier Trägerschaft bewerben, wenn sie über eine fachliche und pädagogische Eignung verfügen. Eine volle staatliche Lehrerausbildung ist nicht verpflichtend, jedoch gern gesehen. Denn nach Artikel 7 Absatz 4 des Grundgesetzes darf die wissenschaftliche Ausbildung der Lehrkräfte an Privatschulen nicht hinter denen an öffentlichen Schulen zurückstehen. Je nach Art der Schule in freier Trägerschaft benötigen potenzielle Lehrkräfte jedoch bestimmte Zusatzausbildungen, wie beispielsweise eine Waldorflehrer-Ausbildung. Daher ist es in einem ersten Schritt unerlässlich, sich genau über die Anforderungen der Schule zu informieren.

 

Die Stellenausschreibung

Entscheidende Informationen über die Anforderungen an potenzielle Bewerber sollte zunächst bereits die Stellenausschreibung enthalten. Diese ist daher genau zu lesen und mit den eigenen Qualifikationen abzugleichen. Umgekehrt müssen auch die vom potenziellen Arbeitgeber genannten Angebote kritisch hinterfragt werden: „Ist es wirklich das, was ich suche und leisten kann?“

 

Informieren über den möglichen Arbeitgeber

Selbstverständlich gehört zur Vorbereitung einer Bewerbung das Studieren der Homepage der entsprechenden Schule. Ist die Schule in einem Verband oder einer Trägervereinigung organisiert, sollten Bewerber auch deren Websites intensiv betrachten und sich innerhalb des pädagogischen Konzepts selbst „verorten“: „Welche Bestandteile des Konzeptes passen besonders/gar nicht zu mir?“ und „Verfüge ich in dieser speziellen pädagogischen Richtung schon über Erfahrungen?“ Sehr wertvoll sind, sofern verfügbar, auch Meinungen und Erfahrungen Dritter.

 

Allgemeine Informationen über Vorteile und Eigenschaften von Privatschulen gibt auch der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP). Da gerade Schulen in freier Trägerschaft über ein fundiertes Schulprogramm verfügen und oft bestens vernetzt sind, ist es ratsam, sich auch über die Region und eventuelle Kooperationen zu informieren. Wichtig: Wie alle Arbeitgeber möchten auch Schulen gerne hören, warum man gerade bei ihnen arbeiten möchte. Es ist daher wichtig, hierfür Argumente zu finden. Und nicht zuletzt: Spätestens beim Vorstellungsgespräch wird das Thema Gehalt thematisiert werden. Es kann nur von Vorteil sein, sich hiermit bereits in der Bewerbungsphase auseinanderzusetzen.

 

Das Telefonat vorab

Eine Möglichkeit, sich zusätzlich vorzubereiten bzw. sich bei dem potenziellen Arbeitgeber bereits „einen Namen zu machen“, ist ein Telefonat vorab. Ziel eines solchen Gespräches ist, etwas zu erfahren, das man als Bewerber im späteren Anschreiben verwerten kann, z. B. indem man über ein Telefonat den konkreten Ansprechpartner herausfindet, oder erfährt, worauf dieser in punkto Qualifikation besonderen Wert legt. Gelingt dies, hebt man sich als Bewerber in jedem Fall positiv von Mitbewerbern ab.

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