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„Haben Sie noch Fragen?“ Fünf Tipps, um Vorstellungsgespräche souverän abzuschließen

Mit der Äußerung „Haben Sie noch Fragen?“ leitet die Arbeitgeberseite zumeist die Endphase des Vorstellungsgesprächs ein. Gleichzeitig erhält der/die Bewerber*in die Gelegenheit, noch einmal etwas bislang Ungesagtes zu thematisieren. Doch Vorsicht: Mitunter ist die Frage auch rein rhetorisch als ein Mittel gedacht, den/die Bewerbungskandidat*in noch einmal zu prüfen oder die Motivation auf den Prüfstand zu stellen. Es ist daher ratsam, sich auf diese Phase vorzubereiten und für die „Frage nach den Fragen“ gewappnet zu sein.

  • Um als Bewerbungskandidat*in nicht den Eindruck zu erwecken, dass eine Frage in der Schlussphase des Bewerbungsgesprächs nur als Lückenfüller gestellt wurde, am besten die eigenen Beweggründe mit nennen: „Mir persönlich ist es wichtig, zu wissen, wie die Strukturen im Kollegium sind, daher interessiert mich, ob es an der Schule Arbeitsteams gibt…“ (o.Ä.).
  • Die Frage „Was braucht es, um den Job sehr gut zu machen?“ signalisiert ernsthaftes Interesse an der Stelle und demonstriert Leistungswillen. Im Idealfall lässt die Antwort Rückschlüsse auf die Prioritäten der Entscheider zu.
  • Falls die Arbeitgeberseite im Laufe des Gesprächs noch kein (oder nur ein minimales) Feedback über die Eignung der/des Kandidaten geäußert hat, ist jetzt ein Zeitpunkt, direkt danach zu fragen, beispielsweise durch die Frage: „Was ist Ihr Eindruck nach unserem Gespräch?“
  • Falls noch kein Rundgang durch die Schule bzw. das Schulgelände stattgefunden hat oder für einen späteren Zeitpunkt vereinbart wurde und der Bewerber/die Bewerberin fremd ist, bietet es sich an, hiernach oder nach konkreten Räumlichkeiten zu fragen: „Sie erwähnten das jährliche Chorkonzert, wäre es möglich, einmal einen Blick in die Aula zu werfen?“
  • Keine Frage um jeden Preis: Falls im Job-Interview tatsächlich schon alle Fragen geklärt wurden, ist es empfehlenswert, das Gespräch nicht um jeden Preis noch in die Länge zu ziehen. Mit der Aussage „Vielen Dank, wir haben über alles für mich Wichtige gesprochen“ signalisiert der Bewerber/die Bewerberin, dass er/sie sich vorab genau Gedanken über die zu klärenden Sachverhalte gemacht hat.

Die Berufseingangsphase bei Lehrkräften: Begleitende Programme und Wegweiser

Nach geregelter Betreuung im Referendariat und Durchlaufen der starren Regularien des 2. Staatsexamens sind junge Lehrkräfte in der Berufseingangsphase (BEP), also den ersten beiden Jahren im Schuldienst, erstmals auf sich gestellt. Wie gestaltet sich diese erste Zeit im Beruf? Welche besonderen Anforderungen treten während dieser Phase auf? Und welche Unterstützungen gibt es in den einzelnen Bundesländern?

 

Baden-Württemberg: Es existiert eine Fortbildungsreihe mit dem Titel „Begleitung in der Berufseingangsphase – Erfolgreich und gesund starten in den Lehrerberuf“. Die Teilnahme an der Maßnahme ist freiwillig. Sie wird durchgeführt von der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen.

 

Bayern: In Bayern sind derzeit keine begleitenden Maßnahmen für Lehrkräfte in der Berufseingangsphase vorgesehen. Auf dem Online-Auftritt des Bayerischen Kultusministeriums können sich frisch ausgebildete Lehrkräfte über allgemeine Fortbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte informieren.

 

Berlin: Berlin bietet Neu-Lehrkräften ein einjähriges begleitendes Programm an, bei dem Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich in moderierten Kleingruppen zu Themen wie Selbstmanagement, Stressbewältigung, Kommunikation mit Eltern und Kollegen oder auch unterrichtsrelevanten Fragen austauschen können.

 

Brandenburg: Brandenburg sieht eine Begleitung junger Lehrkräfte durch eigens geschulte BEP-Beraterinnen und -Berater vor. Eine Informationsveranstaltung informiert die frisch examinierten Lehrkräfte über das begleitende Angebot, das u.a. kollegiale Fallberatung, Fortbildungen, Austausch in Gruppen und ggf. Supervision/Coaching umfasst.

 

Bremen: Unter dem Sammelbegriff „Startsprung“ bietet das Bremer Landesinstitut für Schule frisch examinierten Lehrkräften diverse Auftakt- und Einführungsveranstaltungen für die Berufseingangsphase an.

 

Hamburg: Neben einer verpflichtenden Begrüßungsveranstaltung nehmen neue Lehrkräfte in Hamburg optional an sogenannten BEP-Gruppen teil. Für die Teilnahme an dem halb- oder einjährigen Programm erhalten die Lehrkräfte entsprechende Entlastungsstunden an den Schulen. Zuständig ist das Hamburger Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung.

 

Hessen: Das Land Hessen bietet derzeit keine begleitenden Maßnahmen für Lehrkräfte in der Berufseingangsphase an. Über allgemeine Fortbildungen informieren die Hessische Lehrkräfteakademie sowie der Hessische Bildungsserver auf seiner Fortbildungsdatenbank.

 

Mecklenburg-Vorpommern: Das Land Mecklenburg-Vorpommern bietet derzeit keine begleitenden Maßnahmen für Lehrkräfte in der Berufseingangsphase an. Weiterführende Informationen für angehende Lehrkräfte hält der Bildungsserver Mecklenburg-Vorpommern bereit.

 

Niedersachsen: Ansprechpartner für die BEP sind in Niedersachsen in den ersten drei Berufsjahren die Kompetenzzentren für regionale Lehrerfortbildung. Sie bieten verschiedene Maßnahmen für die BEP an.

 

Nordrhein-Westfalen: In NRW gibt es derzeit keine landesweit einheitlichen begleitenden Maßnahmen für Lehrkräfte in der BEP. Jedoch bieten einzelne Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung durchaus entsprechende Maßnahmen an. Eine weitere Anlaufstelle für Lehrkräfte in der BEP ist in NRW das Portal Career Counseling for Teachers (CCT).

 

Rheinland-Pfalz: Die strukturierte Einarbeitung und Begleitung von Lehrkräften in der BEP ist seit Ende November 2015 im „Landesgesetz zur Stärkung der inklusiven Kompetenz und der Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften“ verankert. Über die konkrete Umsetzung macht das Gesetz keine Angaben.

 

Saarland: 2009 startete (zunächst als Pilotprojekt) die „Begleitete Berufseingangsphase an Grundschulen“. Über weitere Bildungsmaßnahmen für Lehrkräfte am Beginn ihrer Schullaufbahn informiert das Landesinstitut für Pädagogik und Medien Saarland.

 

Sachsen: In Sachsen begleitet das Programm „Begleitete Berufseinstiegsphase“ (bBEPh)  junge Lehrkräfte in den ersten beiden Berufsjahren. Neben den Themen Selbst- und Zeitmanagement thematisiert das Programm klassische Herausforderungen im Unterrichtsalltag.

 

Sachsen-Anhalt: Für Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt hält das Portal des Landesinstituts für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA) weiterführende Informationen bereit. Einen umfassenden Überblick über aktuelle Fortbildungsveranstaltungen für Berufseinsteiger im Lehramt gibt der Bildungsserver Sachsen-Anhalt.

 

Schleswig-Holstein: Das Land Schleswig-Holstein bietet derzeit keine begleitenden Maßnahmen für Lehrkräfte in der Berufseingangsphase an. Weiterführende Auskünfte erhalten junge Lehrkräfte auf den Info-Seiten des Portals „Lehrer in Schleswig Holstein“.

 

Thüringen: In Thüringen ist die BEP als dritte Ausbildungsphase fester Bestandteil der Lehrerbildung. Weiterführende Informationen über begleitende Maßnahmen während der BEP gibt das Thüringer Schulportal.

 

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