Heftiger Protest gegen Sparpläne

Die rot-rote Landesregierung in Brandenburg will die Zuschüsse für die Privatschulen kürzen. Bisher erhielten sie nach Anerkennung 94 Prozent ihrer Personalkosten vom Staat ersetzt. Begründet werden diese Sparpläne damit, dass man die staatlichen Schulen stärken wolle. Wenn Schüler an Privatschulen abwandern, bleiben natürlich weniger für staatliche Schulen, die dann im Ernstfalle vielleicht sogar schließen müssten. Gerade in den dünnbesiedelten Regionen sei dies ein Problem. Mitunter schlösse eine staatliche Schule und kurz darauf eröffne an ihrer Stelle eine Privatschule. Wollten die Eltern, dass ihre Kinder weiterhin wohnortnah beschult werden, müssten sie nun Schulgeld zahlen.

Durch die Einsparpläne wiederum sehen sich die Eltern von Kindern an Privatschulen „bedrängt“. Sie fürchten, dass ihre Schulen das Schulgeld erhöhen müssen, um die Einnahmeverluste zu verkraften. Jetzt schon können Schulen in freier Trägerschaft oftmals ihre Lehrer nicht so bezahlen wie der öffentliche Dienst. So manch eine Schule hat daher mit einer hohen Fluktuation in ihrer Lehrerschaft zu kämpfen, denn die wollen für gleiche Arbeit auch gleichen Lohn bekommen. Verständlicherweise.

Im Land Brandenburg befinden sich derzeit 166 von 930 Schulen in freier Trägerschaft. Rund 25.000 der 272.000 Schüler lernen an einer Privatschule. 59 Grundschulen, 30 Oberschulen, 6 Gesamtschulen sowie 21 Gymnasien befinden sich in freier Trägerschaft.

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