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Auch Berlin will Privatschulen die Zuschüsse kürzen

Die Kürzungswelle im Bildungsbereich erreicht nun auch Berlin. Nach der rot-roten Landesregierung in Brandenburg, die jüngst beschloss, den Schulen in freier Trägerschaft die Zuschüsse um 20 Prozent zu kürzen, hat sich nun auch der rot-rote Senat in Berlin auf Einsparungen bei den Privatschulen verständigt. Im Jahr 2012 sollen 7,3 Millionen Euro eingespart werden;  im Jahr 2013 gar 10 Millionen und das, obwohl die Zahl der Schüler an diesen Schulen in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen ist. Von 2006 bis 2010 stieg sie um satte 25 Prozent, das heißt von etwa 20.000 auf etwa 25.000 Schüler.

Mieke Senftleben von der Berliner FDP nennt die Kürzungen demzufolge eine „Respektlosigkeit“ gegenüber den Schulen in freier Trägerschaft und Yvonne Wende von der privaten Berliner Cosmopolitan-Schule äußert sich empört, dass die Privatschulen immer noch nicht als Bereicherung und Chance für das deutsche Bildungswesen wahrgenommen werden. Sabine Schönemark wiederum sieht in den Einsparmaßnahmen eine Verschärfung der sozialen Schieflage, denn wenn die Privatschulen ihre Schulgelder infolge der Kürzungen erhöhen müssten, seien davon vor allem finanzschwächere Familien nachteilig betroffen. Will der Berliner Senat Privatschulen nur noch für Reiche, fragt LehrCare.

Mehr dazu: http://www.morgenpost.de/berlin/article1693740/Berliner-Privatschulen-wird-Foerderung-gekuerzt.html

Heftiger Protest gegen Sparpläne

Die rot-rote Landesregierung in Brandenburg will die Zuschüsse für die Privatschulen kürzen. Bisher erhielten sie nach Anerkennung 94 Prozent ihrer Personalkosten vom Staat ersetzt. Begründet werden diese Sparpläne damit, dass man die staatlichen Schulen stärken wolle. Wenn Schüler an Privatschulen abwandern, bleiben natürlich weniger für staatliche Schulen, die dann im Ernstfalle vielleicht sogar schließen müssten. Gerade in den dünnbesiedelten Regionen sei dies ein Problem. Mitunter schlösse eine staatliche Schule und kurz darauf eröffne an ihrer Stelle eine Privatschule. Wollten die Eltern, dass ihre Kinder weiterhin wohnortnah beschult werden, müssten sie nun Schulgeld zahlen.

Durch die Einsparpläne wiederum sehen sich die Eltern von Kindern an Privatschulen „bedrängt“. Sie fürchten, dass ihre Schulen das Schulgeld erhöhen müssen, um die Einnahmeverluste zu verkraften. Jetzt schon können Schulen in freier Trägerschaft oftmals ihre Lehrer nicht so bezahlen wie der öffentliche Dienst. So manch eine Schule hat daher mit einer hohen Fluktuation in ihrer Lehrerschaft zu kämpfen, denn die wollen für gleiche Arbeit auch gleichen Lohn bekommen. Verständlicherweise.

Im Land Brandenburg befinden sich derzeit 166 von 930 Schulen in freier Trägerschaft. Rund 25.000 der 272.000 Schüler lernen an einer Privatschule. 59 Grundschulen, 30 Oberschulen, 6 Gesamtschulen sowie 21 Gymnasien befinden sich in freier Trägerschaft.

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