{"id":1581,"date":"2018-05-22T13:01:38","date_gmt":"2018-05-22T11:01:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lehrcare.de\/blog\/?p=1581"},"modified":"2018-05-22T13:01:38","modified_gmt":"2018-05-22T11:01:38","slug":"drei-strategien-zum-bewerben-nach-burnout","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lehrcare.de\/en\/drei-strategien-zum-bewerben-nach-burnout\/","title":{"rendered":"Drei Strategien zum Bewerben nach Burnout"},"content":{"rendered":"<p>Rund 30 % aller P\u00e4dagogen leiden unter Burnout und Ersch\u00f6pfungszust\u00e4nden (Stand 2014), so das Fazit einer <a href=\"http:\/\/www.aktionsrat-bildung.de\/fileadmin\/Dokumente\/ARB_Gutachten_Burnout.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studie des Aktionsrat Bildung<\/a>. Dank Aufkl\u00e4rung und einer wachsenden Zahl von Beratungs- bzw. Therapieangeboten gelingt es jedoch einem gro\u00dfen Teil der Betroffenen, nach einer angemessenen Zeit der Rekonvaleszenz inklusive entsprechender Therapiema\u00dfnahmen wieder in den Beruf einzusteigen. Doch wie k\u00f6nnen Bewerberinnen und Bewerber eine Genesungs-Auszeit in einer Bewerbung \u201cverpacken\u201c?<\/p>\n<h4>Burnout \u00fcberwunden \u2013 und nun?<\/h4>\n<p>Grunds\u00e4tzlich gilt nat\u00fcrlich: Eine Bewerbung darf keine Falschaussagen enthalten. Bewerbungswillige mit bew\u00e4ltigtem Burnout sollten sich vor jeder Bewerbungsaktivit\u00e4t zwei Fragen ehrlich beantworten:<br \/>\n1. Bin ich schon wieder bereit f\u00fcr die Belastungen eines Anstellungsverh\u00e4ltnisses?<br \/>\n2. F\u00fchle ich mich dem Bewerbungsprozess gewachsen?<br \/>\nDenn weist der Lebenslauf aufgrund der Erkrankung L\u00fccken oder Ungereimtheiten auf, werden sich Personaler nach den Hintergr\u00fcnden erkundigen. Dieser Belastung m\u00fcssen die Kandidaten standhalten k\u00f6nnen. Vor der Bewerbung sollten sich Bewerberinnen und Bewerber daher f\u00fcr eine Strategie zum Umgang mit der Erkrankung entscheiden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Variante 1: Bedeckt halten<\/h4>\n<p>Hat die Erkrankung nur eine relativ kurze berufliche Auszeit erfordert oder m\u00f6chte der Bewerber\/die Bewerberin unter keinen Umst\u00e4nden N\u00e4heres preisgeben, empfiehlt sich eine neutrale Formulierung, wie etwa: \u201eBerufliche Auszeit aus privaten Gr\u00fcnden\u201c. Nachteil jedoch: Es ist davon auszugehen, dass Personaler genauer nachhaken und Hintergr\u00fcnde zur Auszeit erfragen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Variante 2: Erw\u00e4hnung einer Krankheit<\/h4>\n<p>Einen offeneren Umgang mit dem Thema transportiert die Formulierung: \u201eBerufliche Auszeit aufgrund von Krankheit und Genesung.\u201c Denn die Erw\u00e4hnung der Genesungszeit impliziert, dass der Bewerber bzw. die Bewerberin sich Zeit zur Rekonvaleszenz genommen und sich mit der Erkrankung auseinandergesetzt hat. Der aktive Wiedereintritt in den Beruf wird so als eine bewusste, tragf\u00e4hige Entscheidung untermauert. M\u00f6glich ist allerdings auch hier eine R\u00fcckfrage nach den Umst\u00e4nden und der Art der Krankheit seitens des Arbeitgebers.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Variante 3: Der offensive Umgang<\/h4>\n<p>Je nach Pers\u00f6nlichkeit und momentaner psychischer Verfassung k\u00f6nnen Bewerberinnen und Bewerber auch mit g\u00e4nzlich offenen Karten spielen und die (bew\u00e4ltigte) Burnout-Erkrankung explizit erw\u00e4hnen. Eine solche Vorgehensweise signalisiert St\u00e4rke und Mut, macht jedoch auch angreifbar.<br \/>\nGenerell gilt: Die Faktoren, die zu einer Burnout-Erkrankung f\u00fchren, sind vielf\u00e4ltig und von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Genauso kann auch die Bew\u00e4ltigung der Krankheit je nach Individuum variieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Links zum Weiterlesen<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/neustart-nach-burn-out-so-kann-es-nicht-weitergehen-1.143788\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eSo kann es nicht weitergehen\u201c \u2013 Wiedereinstieg in den Beruf nach einem Burnout<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/warum-so-viele-lehrer-an-burnout-und-depressionen-leiden-a-1167892.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Einblick in eine Burnout-Klinik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/170601\/Lehrergesundheit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel \u201eLehrergesundheit\u201c im \u00c4rzteblatt<\/a><\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 30 % aller P\u00e4dagogen leiden unter Burnout und Ersch\u00f6pfungszust\u00e4nden (Stand 2014), so das Fazit einer Studie des Aktionsrat Bildung. 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