{"id":1209,"date":"2014-06-24T10:27:32","date_gmt":"2014-06-24T08:27:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lehrcare.de\/blog\/?p=1209"},"modified":"2020-06-22T11:39:25","modified_gmt":"2020-06-22T09:39:25","slug":"bewerben-an-privatschulen-bewerbungsunterlagen-2-teil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lehrcare.de\/en\/bewerben-an-privatschulen-bewerbungsunterlagen-2-teil\/","title":{"rendered":"Bewerben an Privatschulen: Bewerbungsunterlagen (Teil 2)"},"content":{"rendered":"<p>Bevor Bewerbungsunterlagen angefertigt werden, ist es unabdingbar, sich umfassend \u00fcber die potenzielle neue Arbeitsst\u00e4tte zu <a href=\"http:\/\/www.lehrcare.de\/en\/blog\/bewerben-an-privatschulen-vorbereiten-und-informieren-teil-1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">informieren. <\/a><\/p>\n<p>Standardm\u00e4\u00dfig geh\u00f6ren zu einer Bewerbung<\/p>\n<ul>\n<li>Anschreiben<\/li>\n<li>Lebenslauf<\/li>\n<li>Examens- bzw. Ausbildungszeugnisse<\/li>\n<li>Arbeitszeugnisse<\/li>\n<li>weitere Qualifikationsnachweise wie z.B. Fortbildungen<\/li>\n<li>ggf. Qualifikationsprofil<\/li>\n<li>ggf. Arbeitsproben<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bewerben per E-Mail oder per Post?<\/strong><\/p>\n<p>Gibt der Ausschreibungstext vor, auf welchem Wege die Bewerbung erw\u00fcnscht ist, m\u00fcssen sich Bewerber unbedingt an diese Vorgabe halten. Ist keine Pr\u00e4ferenz angegeben, liegt die Entscheidung im Ermessen des Bewerbers. Im Zweifelsfall gilt: Diejenige Form w\u00e4hlen, f\u00fcr die man bei der Erstellung eher eine sichere Hand hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bewerbungen per Post<\/strong> m\u00fcssen nicht nur einwandfrei aufbereitet, sondern auch schl\u00fcssig gegliedert und gut handhabbar sein. Ung\u00fcnstige Heftungen oder fehlende Unterteilungen der einzelnen Bestandteile erschweren die Begutachtung. Zu bedenken ist auch, dass schriftliche Unterlagen aus Kostengr\u00fcnden meist nicht zur\u00fcckgesandt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei<strong> Bewerbungen per E-Mail<\/strong> gilt: Keinesfalls einzelne Dokumente oder gar einzelne Seiten schicken. Im Idealfall werden alle Bestandteile der Bewerbung in einem Dokument (z.B. pdf) zusammengefasst. M\u00f6glich ist auch, zun\u00e4chst Anschreiben und\/oder Lebenslauf zu senden (da Personalverantwortliche sich dies zuerst ansehen) und dann Examens- und Arbeitszeugnisse in einem weiteren Dokument zusammenzuf\u00fcgen. Unabdingbar ist eine eindeutige Benennung der<\/p>\n<p>Dokumente (z.B. \u201eS. M\u00fcller_Bewerbung\u201c oder \u201eS. M\u00fcller_Arbeitszeugnisse\u201c). Doch bedenken Sie stets: Die Datenmenge sollte nur so gro\u00df sein, dass der Empf\u00e4nger sie problemlos empfangen und handhaben kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Anschreiben<\/strong><\/p>\n<p>Ein Anschreiben darf nicht l\u00e4nger als eine Seite sein und muss auf die in der Stellenausschreibung genannten <a href=\"http:\/\/www.lehrcare.de\/en\/blog\/category\/der_lehrerberuf\/bewerberinnentipps\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Anforderungen&nbsp;<\/a>eingehen, ohne diese zu wiederholen. Stattdessen gilt es, konkret zu werden: \u201eAls Lehrerin mit langj\u00e4hriger Berufserfahrung insbesondere in der Sek. II bin ich es gewohnt, selbstst\u00e4ndig zu arbeiten. Da wir an unserer Schule die Unterrichtsreihen f\u00fcr die Oberstufe stets gemeinsam mit den Fachkollegen planen, habe ich auch die Arbeit in einem gut funktionierenden Team kennen- und sch\u00e4tzen gelernt.\u201c<\/p>\n<p>Aus dem Anschreiben muss in jedem Fall hervorgehen, warum Sie sich gerade auf diese Stelle bei diesem konkreten Arbeitgeber bewerben. Was reizt Sie an der Position? Was gef\u00e4llt Ihnen am Schulprofil? Warum k\u00f6nnen gerade Sie diese Aufgabe am besten erf\u00fcllen? Ihre pers\u00f6nliche Lebenssituation, z.B. dass Sie sowieso gerade in die betreffende Stadt ziehen, interessiert dagegen zun\u00e4chst nicht. Falls verlangt, sollten Sie eine Angabe zu Ihrem gew\u00fcnschten <a href=\"http:\/\/www.lehrcare.de\/en\/blog\/category\/der_lehrerberuf\/gehalter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gehalt&nbsp;<\/a>machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Lebenslauf<\/strong><\/p>\n<p>Der Lebenslauf sollte maximal drei Seiten lang sein. Unabdingbar ist eine klare Gliederung, etwa nach Ausbildung und Berufserfahrung, sowie L\u00fcckenlosigkeit. Bewerber, die beispielsweise seit sechs Monaten arbeitssuchend sind, k\u00f6nnen diese Phase etwa \u201eberufliche Neuorientierung\u201c nennen. Ein Foto ist mittlerweile keine Pflicht mehr, wird von vielen Arbeitgebern jedoch noch sehr gesch\u00e4tzt. Wenn Sie sich f\u00fcr die Beigabe eines Fotos entscheiden, muss dieses jedoch professionell aufgenommen und gut platziert sein. Besonders wichtig ist die Erw\u00e4hnung derjenigen Fakten, die f\u00fcr die Position relevant sind, wie z. B. Auslandserfahrung, Praktika oder das exakte Niveau Ihrer Sprachkenntnisse. Umfasst der Lebenslauf bereits mehrere Stationen, kann bei den weniger relevanten T\u00e4tigkeiten (z.B. den nebenberuflichen T\u00e4tigkeiten w\u00e4hrend des Studiums) gek\u00fcrzt werden. Nicht bestandene oder abgebrochene Stationen sollten erw\u00e4hnt werden, ggf. mit dem Zusatz \u201eabgebrochen\u201c.<\/p>\n<p>Neuester Standard f\u00fcr die zeitliche Gliederung eines Lebenslaufs ist:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u201e2000 \u2013 2003 Lehrkraft Heinrich-Heine-Schule Wiesbaden<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Klassenleitung 3., 4. und 6. Klasse, Fachbereichsleitung Erdkunde (seit 2002)\u201c<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nicht aber:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u201e08\/2000 \u2013 07\/2003 Lehrkraft Heinrich-Heine-Schule Wiesbaden\u201c<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Arbeitszeugnisse<\/strong><\/p>\n<p>Sofern vorhanden, sind Arbeitszeugnisse unabdingbar. In der Regel gen\u00fcgen die Zeugnisse der letzten drei Arbeitgeber. Sind Bewerber noch nicht im Besitz qualifizierter Arbeitszeugnisse (beispielsweise nach dem Referendariat), sollten dienstliche Beurteilungen aus der Ausbildungszeit oder Praktikumszeugnisse bzw. Zeugnisse aus nebenberuflichen T\u00e4tigkeiten beigelegt werden. Durch diese kann der potenzielle Arbeitgeber sehen, wie einzelne Leistungen beurteilt wurden.<\/p>\n<p>Da dies gerade im \u00f6ffentlichen Dienst oft nicht \u00fcblich ist, verf\u00fcgen viele Lehrerinnen und Lehrer nicht \u00fcber Arbeitszeugnisse. Ausgestellte Dienstzeugnisse weichen zudem oftmals von der \u00fcblichen Zeugnissprache ab. Trotzdem empfiehlt es sich, auch nachtr\u00e4glich noch ein Zeugnis zu beantragen. Ist dennoch keines zur Hand, so bietet es sich nach US-amerikanischem Muster an, Referenzen zu nennen. Das sind namentlich und mit Adresse (E-Mail-Adresse, Telefonnummer) genannte ehemalige Arbeitgeber, die Sie zuvor autorisiert haben, \u00fcber Sie auf Anfrage Auskunft zu geben. Doch Vorsicht: Bei \u00f6ffentlichen Arbeitgebern kann es hier rechtliche Bedenken geben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fortbildungen<\/strong><\/p>\n<p>Fortbildungsbereitschaft sollte ggf. schon im Anschreiben erw\u00e4hnt werden, insbesondere dann, wenn diese Bereitschaft in der Ausschreibung ausdr\u00fccklich gew\u00fcnscht wird. Unter Umst\u00e4nden \u2013 und im Hinblick auf ein m\u00f6glicherweise folgendes Vorstellungsgespr\u00e4ch &#8211; ist es sinnvoll, sich bereits \u00fcber geeignete <a href=\"http:\/\/www.lehrcare.de\/en\/blog\/category\/links-tipps\/fortbildungseinrichtungen-fur-lehrerinnen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fortbildungen <\/a>zu informieren. Ansonsten geh\u00f6rt eine Auflistung der relevanten Fortbildungen in den Lebenslauf. Das Einreichen von Belegen ist nur dann sinnvoll, wenn es nicht zu viele sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Qualifikationsprofil<\/strong><\/p>\n<p>Diese Seite k\u00f6nnte auch hei\u00dfen: \u201eWas Sie sonst noch \u00fcber mich wissen sollten\u201c und dient dazu, sich \u00fcber eine zus\u00e4tzliche Darstellung der Kompetenzen nochmals zu profilieren. Doch Vorsicht: Die genannten Punkte d\u00fcrfen nicht bereits in Lebenslauf oder Anschreiben Gesagtes wiederholen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Arbeitsproben<\/strong><\/p>\n<p>Auch hier muss ein eindeutiger Bezug zur Stellenausschreibung oder Stelle vorhanden sein. Ein Beispiel f\u00fcr eine sinnvolle Arbeitsprobe ist etwa ein Zeitungsartikel, in dem \u00fcber ein Unterrichtsprojekt von Ihnen berichtet wird. Doch Achtung: Die Erw\u00e4hnung von akademischen, kulturellen oder anderweitigen Erfolgen ist nicht zwangsl\u00e4ufig auch f\u00fcr die angestrebte Stelle relevant. Hier gilt es, den Nutzen gut abzuw\u00e4gen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor Bewerbungsunterlagen angefertigt werden, ist es unabdingbar, sich umfassend \u00fcber die potenzielle neue Arbeitsst\u00e4tte zu informieren. Standardm\u00e4\u00dfig geh\u00f6ren zu einer Bewerbung     Anschreiben, Lebenslauf, Examens- bzw. Ausbildungszeugnisse, Arbeitszeugnisse, weitere Qualifikationsnachweise wie z.B. Fortbildungen, ggf. Qualifikationsprofil, ggf. 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