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Online-Meetings: Welches Tool eignet sich wofür?

Auch nach der Schulschließungs-Zeit werden Online-Meetings im Schulbetrieb wohl weiterhin eine große Rolle spielen – ob für Besprechungen im Kollegium, Elterngespräche oder die allgemeine Interaktion mit Schülerinnen und Schülern. Welche Online-Meeting-Tools gibt es? Was können sie? Und was ist für den Schulbetrieb relevant?

  • Online-Meetings sind kurze Besprechungen, bei denen sich die Teilnehmenden live unterhalten und dabei per Webcam sehen können. Alle Teilnehmenden befinden sich dann gleichzeitig in einem eigenen virtuellen Raum.
  • Online-Seminare (auch Webinare genannt) haben einen Referenten, der den Teilnehmenden synchron (also live) Inhalte vermittelt. Er ist dabei für die Teilnehmenden sichtbar und kann bei Bedarf zur Ansicht einer Präsentation wechseln. Es ist zudem möglich, das Live-Online-Seminar aufzuzeichnen.
  • Online-Workshops finden ebenfalls live, also in Echtzeit, statt und zeichnen sich durch die Möglichkeit der Kleingruppenarbeit aus. Hierbei sind dann alle Teilnehmenden via Webcam sichtbar und können sich bei Bedarf, aufgeteilt in Gruppen, in separate virtuelle Räume zurückziehen, um gemeinsam zu arbeiten.

ACHTUNG: Auch wenn Online-Seminar- und -Workshop-Tools mittlerweile hervorragende Methoden der Stoffvermittlung sind, eignen sie sich doch nur bedingt für den schulischen Einsatz, da die technischen und (datenschutz)rechtlichen Anforderungen an Schul-Tools sehr hoch sind. Im Folgenden werden daher hauptsächlich Tools für Online-Meetings betrachtet.

Google Hangouts Meet

Meet (ehemals Hangouts) ist das Meeting-Tool von Google. Es ermöglicht Online-Besprechungen mit bis zu 100 Teilnehmenden. Erforderlich für die Verwendung ist ein Google-Konto. Ohne dieses ist für die Nutzung die Genehmigung eines anderen Konferenzteilnehmers erforderlich. Das kostenfreie Tool lässt sich sowohl im Browser als auch über Apple- oder Android-Geräte nutzen.

Zoom

Bis zu 1.000 Teilnehmer können mit Zoom per Videochat kommunizieren. Dabei können immer bis zu 49 Teilnehmer gleichzeitig auf dem Bildschirm sichtbar sein. In der Free-Version sind Video-Meetings mit bis zu 40 Minuten Länge möglich. Allerdings ist nach deren Ablauf eine erneute Einwahl (unter dem gleichen Einladungs-Link) möglich. Auch Aufzeichnungen der Gespräche sowie die Anfertigung von Transkripten der Gespräche sind möglich. Die Bezahl-Variante des Tools ist ab 13,99 Euro monatlich je Chat-Moderator erhältlich.

Microsoft Teams

Die Microsoft-Plattform Teams ist Bestandteil des Office-Pakets. Neben Einzel- und Gruppenchats beinhaltet Teams auch eine Videochat-Funktion. Besonderheit: Weil das Tool zu Office gehört, ist es eigentlich kostenpflichtig. Aufgrund der Corona-Krise stellt Microsoft die Lizenz für Teams allerdings momentan frei zur Verfügung. Enthalten sind außerdem 10 Gigabyte Speicher für Team-Dateien. Die Programme Word, Powerpoint und Excel stehen in der freien Version ebenfalls zur Verfügung, allerdings als Online-Version.

Skype

Skype ist bei der privaten Kommunikation vor allem durch die Chat- und Telefoniefunktionen etabliert. Das Programm bewährt sich jedoch auch in der beruflichen Nutzung. Bis zu 50 Personen können an einem Video-Meeting via Skype teilnehmen – und zwar kostenlos und sowohl mit dem PC als auch per Tablet oder Smartphone. Ein besonderes Feature: Für alle Sprach- und Videoanrufe lassen sich Live-Untertitel aktivieren und auf dem Bildschirm mitlesen.

Weiterführende Links

  • Vergleich gängiger Online-Meeting-Tools: Eine ausführliche Übersicht sowie ein Test der gängigsten Online-Konferenz-Tools befindet sich hier.
  • Homeoffice einrichten und funktionstauglich machen: Das Magazin t3n bietet einen exzellenten Leitfaden zur Einrichtung des Homeoffice: Arbeitsplatz einrichten, Workflow aufstellen, IT-Sicherheit und Tagesstrukturierung: Kostenlos downloadbarer, 30-seitiger Guide.
  • Digitale Lernprogramme verschiedener Anbieter sowie Angebote der Länder: Eine der (derzeit) umfassendsten Übersichten zum Thema digitale Lernangebote, speziell konzentriert auf den deutschsprachigen Raum, bietet der Deutsche Bildungsserver.

Corona-Krise: Wiederaufnahme des Unterrichts – Fahrpläne der Bundesländer

Die Regelungen zur Wiederöffung der Schulen erfolgen landesspezifisch und stets unter Vorbehalt der Entwicklung der Infektionszahlen. Die folgenden Angaben geben den Stand vom 22.4.2020 an. Unter den genannten Links sind jeweils tagesaktuelle Informationen abrufbar.

Baden-Württemberg: Geplant ist ein „eingeschränkter Start des Schulbetriebs“ am 4.5. 2020. Die Wiedereröffnung wird schrittweise erfolgen, beginnend mit den Schülerinnen und Schülern allgemeinbildender Schulen, die 2020 oder 2021 die Abschlussprüfungen absolvieren, sowie mit den Schülerinnen und Schülern der Prüfungsklassen der beruflichen Schulen. Mehr Infos.

Bayern: Bayern beabsichtigt derzeit, den Unterrichtsbetrieb ab 27.4.2020 wieder aufzunehmen und zwar zunächst für die Abschlussklassen an den weiterführenden und beruflichen Schulen. Mehr Infos.

Berlin: Ab 20.4. beginnen in Berlin die Abiturprüfungen und Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss. Ab 27.4. kehren Schülerinnen und Schüler der Stufe 10 zur Prüfungsvorbereitung an die Schulen zurück, ab 4.5. folgen die 6. Klassen an den Grundschulen und Grundstufen der Gemeinschaftsschulen sowie die Jahrgangsstufen 9 und 12 an Integrierten Sekundarschulen/Gemeinschaftsschulen und die Jahrgangsstufe 11 an Gymnasien. Mehr Infos.

Brandenburg: Das Land Brandenburg öffnet die Schulen schrittweise ab dem 27.4. für den Unterricht. Den Anfang machen die Klassen, die vor dem Mittleren Bildungsabschluss stehen. Mehr Infos.

Bremen: Das Land Bremen startet am 22.4. mit den Abiturprüfungen. Ab dem 27.4.2020 beginnt der Unterricht für die 10. Klassen in den Oberschulen und für die Vorbereitungsklassen 2 der Gymnasialen Oberstufen. Mehr Infos.

Hamburg: Die Schulen in Hamburg öffnen für Abschlussklassen ab dem 27.4. Ab dem 4.5. folgen die Klassen 4 und 6 sowie die Oberstufen. Mehr Infos.

Hessen: Auch Hessen beginnt ab dem 27.4. schrittweise mit der Wiederöffnung der Schulen für den Unterricht. Den Anfang machen die 4. Klassen der Grundschulen sowie die Abschlussklassen der Haupt- und der Realschulen. Mehr Infos.

Mecklenburg-Vorpommern: In Mecklenburg-Vorpommern werden ab Montag, 27.4.2020 die Schulen zunächst für die Schülerinnen und Schüler geöffnet, die noch in diesem Schuljahr zentrale Prüfungen ablegen. Mehr Infos.

Niedersachsen: Ab dem 27.4. öffnet das Land Niedersachsen seine Schulen schrittweise wieder – zunächst für die Abschlussklassen. Für die anderen Klassenstufen ist eine Rückkehr zum Unterrichtsbetrieb stufenweise ab dem 4.5. vorgesehen. Mehr Infos.

Nordrhein-Westfalen: Die Wiederöffnung startet schrittweise nach den Osterferien, also ab dem 20.4.2020, beginnend mit einer Vorbereitungsphase für die Lehrkräfte. Als erstes nehmen dann diejenigen Schülerinnen und Schüler, die vor Abschlussprüfungen und Schulabschlüssen stehen den Unterricht wieder auf. Mehr Infos.

Rheinland-Pfalz: In Rheinland-Pfalz wurde die schrittweise Wiederöffnung der Schulen zum 4.5. beschlossen. Priorität bei der Wiederaufnahme des Unterrichts haben Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen, der qualifikationsrelevanten Jahrgänge der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie die letzte Grundschulklasse. Mehr Infos.

Saarland: Das Saarland vermeldet, die Schließung der Schulen bis zum Ende der Osterferien (26.4.) aufrechtzuerhalten. Mehr Infos.

Sachsen: In Sachsen öffnen ab dem 20.4. die Schulen für die Lehrkräfte zwecks Unterrichts- und Prüfungsvorbereitung. Priorität bei der darauf folgenden Öffnung für Schülerinnen und Schüler haben die Abschlussklassen. Mehr Infos.

Sachsen-Anhalt: Die Schulen in Sachsen-Anhalt beginnen am 23.4. mit den Prüfungsvorbereitungen. Dazu nehmen alle Schulen, in denen Abschlussjahrgänge beschult werden, den Betrieb auf und führen prüfungsvorbereitenden Unterricht durch. Mehr Infos.

Schleswig-Holstein: Schleswig-Holstein startet ab dem 21.4. mit den Abiturklausuren. Die Öffnung der Schulen für alle weiteren Schülerinnen und Schüler erfolgt danach schrittweise. Mehr Infos.

Thüringen: Der Präsenzunterricht für Schülerinnen und Schüler in Thüringen wird ab dem 27.4. wieder aufgenommen, beginnend mit den Abiturientinnen und Abiturienten sowie den Abschlussklassen der höheren Berufsfachschule der Fachrichtung Altenpflege. Für alle weiteren Schülerinnen und Schüler hat das Land eine Staffelung bis 11.5. ausgearbeitet. Mehr Infos.

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