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Wie ungerecht sind Lehrer? Eine Studie sucht Antworten

Im Sommer 2009 geisterte eine Lehrer-Studie durch die deutsche Bildungslandschaft. Sie besagte, dass Grundschullehrerinnen und -lehrer Kinder mit bestimmten Vornamen als verhaltensauffällig einschätzen. Motiviert durch die Empörung in der Lehrerschaft, zeigt nun eine Nachfolge-Studie, dass diese Vorurteile auch zu unterschiedlicher Benotung führen.

Die „Kevin-Studie“

„Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose“, titelte Der Spiegel im September vergangenen Jahres. Für die Studie, eine Masterarbeit an der Universität Oldenburg, befragte die Autorin 2.000 Grundschulpädagogen zu ihren Namens-Vorlieben und zu Assoziationen wie Verhaltensauffälligkeit, etc. Außerdem sollten die Lehrerinnen und Lehrer eine Liste mit vorgegebenen Namen bewerten. Von den 500 Pädagogen, deren Antworten ausgewertet wurden, stellte sich ein Großteil als vorurteilsbelastet heraus: So waren sehr viele der Befragten der Meinung, aus eigener Erfahrung heraus sagen zu können, dass Kinder mit bestimmten Namen eher aus sozialen Unterschichten kommen, weniger Leistung erbringen können und häufiger verhaltensauffällig sind. Diesen Beitrag weiterlesen »

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