Artikel-Schlagworte: „Blog“

15 Blogs von und für Lehrkräfte (Stand 2018)

Dass viele Lehrkräfte für ihren Beruf brennen, sich engagieren – und einiges mit sehr viel Humor nehmen, beweisen die zahlreichen deutschsprachigen Lehrerblogs. Folgende Blogs sind derzeit aktuell und erfreuen sich großer Beliebtheit – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Tipp: Für weitere Blog-Empfehlungen die Blogrolls der hier erwähnten Blogs besuchen.

 

Aus dem Schulalltag

Halbtagsblog: Schon seit zehn Jahren bloggt der Lehrer Martin Klinge über Begebenheiten aus seinem „Halbtagsjob“. Dabei blickt er immer wieder über den Tellerrand der Schule – insbesondere in Richtung Technik, Digitalisierung, Medien. 2017 wurde der Blogger mit dem Deutschen Lehrerpreis ausgezeichnet.

 

Herrn Rau’s Lehrerzimmer: Der Lehrerblog von Thomas Rau bietet einen Einblick in den Alltag eines Lehrers der Unterricht macht, in Konferenzen sitzt und mit seinen Schülerinnen und Schülern ins Theater geht. In den Kommentaren werden oft schul- und bildungsrelevante Themen diskutiert.

 

Jochen Lüders – Englisch & Sport am Gymnasium: Jochen Lüders ist seit 30 Jahren Englisch- und Sportlehrer an einem Münchner Gymnasium. 2009 wurde sein Blog zu einem der drei besten deutschsprachigen Blogs ernannt. Humorvoll, scharfzüngig und wohltuend bissig berichtet er über den Schul- und Lehreralltag.

 

„Dem Herrn Weese sein Blog“ ist nach eigenem Bekunden ein „Blog eines Deutschlehrers an einem fränkischen Gymnasium.“ Neben dem humorvollen Auseinanderpflücken von Phänomenen der deutschen Sprache gibt es hier allerhand persönliche Ein- und Ansichten.

 

Herr Larbig: Diesen Blog betreibt Torsten Larbig, Lehrer für die Fächer Deutsch und katholische Religion. Es gibt viele Fotos, Videos, Ausführungen über Bildungsthemen und Lernen mit Web 2.0 – und zwischendurch auch mal die Interpretation eines mittelhochdeutschen Gedichts.

 

Kreide fressen: Dieser scharfzüngige Blog mit dem Untertitel „Momentaufnahmen eines Lehrers aus Bielefeld“ entstand schon zu den Studienzeiten des Betreibers und geht auch ausführlich auf das Referendariat und die Lehrerausbildung mit all ihren Kurven ein.

 

riecken.de: Intelligenter und reflektierter Blog aus dem Schul- und Unterrichtsalltag eines Lehrers für Deutsch und Chemie. Untertitel: „Gedanken zu Bildung, Lehre und Schule“. Es geht um Unterrichtsinhalte, Methoden, Bildungspolitik, Web 2.0 – und vieles mehr. Eine Fundgrube.

 

Materialien Grundschule

Kuschelpädagogik: Dieser humorvolle (und bissige) Blog wird betrieben von Frau Weh, einer „Grundschullehrerin aus Freude”. Sie schildert ihre persönlichen Erfahrungen im und um den Lebensraum Schule und teilt allerhand „Lehrkram“.

 

Ideenreise: Kreative Materialien für den Grundschulunterricht mit sehr großem Archiv.

 

Zaubereinmaleins: Großer Fundus an Grundschul-Unterrichtsmaterialien, zusammengestellt von einer Grundschullehrerin.

 

Referendariat/Berufseinstieg

Frau Ella wird Lehrerin: In diesem Blog erhalten Leser sehr ehrliche, teils humorvolle Einblicke in den Arbeitsalltag von Referendaren – auch wenn die Betreiberin mittlerweile schon einige Zeit aus dem Referendariat raus ist.

 

Einestageslehrerin: Dieser Blog (inzwischen beendet, aber noch immer lesenswert) spannt einen Bogen vom Berufswunsch Lehrerin zu Lehramtsstudium und Schulpraktika – mit allen Höhen und Tiefen, die der Berufswunsch mit sich bringt. Vor allem jedoch aber mit viel Idealismus und positiver Energie.

 

 

Computer/Internet/Technik/Neue Medien

Lehrerrundmail: Dieser sehr breit gefächerte und fundierte Blog versorgt Lehrkräfte mit „Tipps & Infos rund um Unterricht mit Computer & Internet“.

 

Matthias Heil: Der Blogger Matthias Heil, Lehrer für Katholische Religion und Englisch, bemüht sich um die Integration technischer Neuerungen in seinen Unterricht: Ob Blogs, Podcasts, OER oder mobile Geräte: die didaktisch und pädagogisch sinnvolle Einbindung in Lehr- und Lernprozesse interessiert ihn nach eigenen Angaben besonders

 

Der Appendix-Blog, betrieben von Lehrer, Dozent, Redakteur und Germanist Richard Heinen, widmet sich in den Kategorien „Schulwelt“, „Hochschulwelt“, „Netzwelt“ und „Bilderwelt“ aktuellen Themen aus der Bildungspolitik.

 

Eine Art „Best of“ aktueller Blog-Beiträge rund um den Mikrokosmos Schule liefert die Seite LehrerLinks.

 

Blogs von und für Lehrkräfte


Blogs haben sich zu praktikablen Plattformen von und für Lehrkräfte entwickelt. Neben ihrer Funktion als anekdotisches Online-Tagebuch dienen sie auch als ideales Forum zum Verbreiten von (teils selbst erstellten) Materialien, Unterrichtstipps oder sonstigen Empfehlungen. Anbei eine Auswahl aktuell betriebener Blogs – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Tipp: Für weitere Blog-Empfehlungen die Blogrolls der hier erwähnten Blogs besuchen.

 

Aus dem Schulalltag

Halbtagsblog: Blog-Betreiber Martin Klinge erzählt Begebenheiten aus seinem „Halbtagsjob“ und hilft dabei, mit zahlreichen Vorurteilen zum Lehrerberuf aufzuräumen. Bekannt wurde der Blogger unter anderem durch seinen Auftritt bei Günter Jauch zum Thema Inklusion.

Kunstkrempel: Janina Scheidmann unterrichtet Geografie und Kunst an einer Grundschule in Berlin-Neukölln und bloggt über „kunst und krempel und die möglichkeiten und unmöglichkeiten von schule und kunst und anderem krempel“.

Herrn Rau’s Lehrerzimmer: Der Lehrerblog von Thomas Rau bietet einen interessanten Einblick in den Alltag eines Lehrers der Unterricht macht, in Konferenzen sitzt und mit seinen Schülerinnen und Schülern ins Theater geht. In den Kommentaren werden oft schul- und bildungsrelevante Themen diskutiert.

Jochen English: Der Blog von Jochen Lüders, seit 30 Jahren Englisch- und Sportlehrer an einem Münchner Gymnasium, sieht sich als „bescheidener Beitrag im Kampf gegen das leider weit verbreitete Einzelkämpfertum unter uns Lehrern.“

Herr Larbig: Diesen Blog betreibt Torsten Larbig, Lehrer für die Fächer Deutsch und katholische Religion. Es gibt viele Fotos, Videos, Ausführungen über Bildungsthemen und Lernen mit Web 2.0 – und zwischendurch auch mal die Interpretation eines mittelhochdeutschen Gedichts.

Kreide fressen: Dieser scharfzüngige Blog mit dem Untertitel „Momentaufnahmen eines Lehrers aus Bielefeld“ entstand schon zu den Studienzeiten des Betreibers und geht auch ausführlich über das Referendariat und die Lehrerausbildung mit all ihren Kurven ein.

Kuschelpädagogik: Dieser amüsant verfasste und bissige Blog wird von der Grundschullehrerin “Frau Weh” betrieben, die ihre persönlichen Erfahrungen im und um den Lebensraum Schule schildert und allerhand „Lehrkram“ teilt.

riecken.de: Intelligenter Blog aus dem Schul- und Unterrichtsalltag eines Lehrers für Deutsch und Chemie. Untertitel: „Gedanken zu Bildung, Lehre und Schule“. Es geht um Unterrichtsinhalte, Methoden, Bildungspolitik, Web 2.0 – und vieles mehr. Eine Fundgrube.

 

Sonderpädagogik/ Inklusion

Hattifnatte: Blog einer „Sonderschullehrerin und Ehefrau Mitte 30“ – mit viel Humor, Ehrlichkeit und manchen nachdenklich stimmenden Beiträgen. Untertitel: Gedanken mit sonderpädagogischem Förderbedarf“.

 

Grundschule

Frau Streng: Anekdoten und Wissenswertes aus dem (Grundschul)Alltag, erzählt von Frau Streng, einer „Grundschullehrerin aus Bayern“.

Kruschkiste: Riesiges Forum voller Unterrichtstipps, Materialien, Vorlagen, Bilder und kreativen Ideen für den Grundschulalltag. Besonders empfehlenswert sind die Tipps zum Selberbasteln.

Ideenreise: Kreative Materialien für den Grundschulunterricht mit sehr großem Archiv.

Arnienotizblog: Bloggerin Arnie versorgt Leserinnen und Leser hier mit zahlreichen Ideen für die Grundschulpraxis – von Unterrichtsmaterialien über Musik- und Filmempfehlungen bis hin zu Tipps für die Organisation des Lehreralltags.

Zaubereinmaleins: Großer Fundus an Grundschul-Unterrichtsmaterialien, zusammengestellt von einer Grundschullehrerin.

 

Referendariat/Berufseinstieg

Überleben im Referendariat: Dieser „Survival Guide für angehende Lehrer“ informierte von 2012 bis 2014 über Erfahrungen als Referendar an einem Gymnasium. Im August 2014 wurde der Blog geschlossen und ging über in den Nachfolger Überleben als Junglehrer.

Frau Ella wird Lehrerin: In diesem Blog erhalten Leser sehr ehrliche, teils humorvolle Einblicke in den Arbeitsalltag von Referendaren.

Der Steinige Weg: Dieser Blog begleitet eine Lehramts-Studentin durchs Referendariat bis hin zum Einstieg als Junglehrerin. Offen, ehrlich, humorvoll und informativ.

Einestageslehrerin: Dieser Blog spannt einen Bogen vom Berufswunsch Lehrerin zu Lehramtsstudium und Schulpraktika – mit allen Höhen und Tiefen, die der Berufswunsch mit sich bringt. Vor allem jedoch aber mit viel Idealismus und positiver Energie.

 

Computer/Internet/Technik/Neue Medien

Lehrerrundmail: Dieser sehr breit gefächerte und fundierte Blog versorgt Lehrkräfte mit „Tipps & Infos rund um Unterricht mit Computer & Internet“.

Medien | Schule | Unterricht: Dieser Blog konzentriert sich auf die Einbindung verschiedenster Medien in den „Fremdsprachenunterricht des 21. Jahrhunderts“. Blogger Marc A. Hennekes ist als Seminarlehrer mit der Ausbildung von Englischlehrern betraut.

Matthias Heil: Der Blogger Matthias Heil, Lehrer für Katholische Religion und Englisch, bemüht sich um die Integration technischer Neuerungen in seinen Unterricht: Ob Blogs, Podcasts, OER oder mobile Geräte: die didaktisch und pädagogisch sinnvolle Einbindung in Lehr- und Lernprozesse interessiert ihn nach eigenen Angaben besonders.

 

Montessori-Pädagogik

Mal Anders Montessori: Die Bloggerin Montemadame erzählt und informiert hier über ihre Erfahrungen als Montessori-Lehrkraft an einer Förderschule.

Eltern vom Mars: Eine Mutter (und Lehrerin) berichtet von ihrem Weg zu und mit der Montessori-Pädagogik.

 

Social Media & Co: Medienkompetenz für Lehrkräfte

Der souveräne Umgang von Schulen mit digitalen Medien ist eines der bildungspolitischen Ziele für die kommenden Jahrzehnte. So steht es unter anderem auch in der Digitalen Agenda,  die die Bundesregierung im August 2014 verabschiedet hat.

Für den Umgang pädagogischer Fachkräfte mit dem Thema Social Media gelten je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen bzw. Empfehlungen. Sie reichen von eher restriktiven Vorgaben bis hin zu weitgehend liberalen Handhabungen. Unabhängig von bundeslandspezifischen Regelungen gilt jedoch, dass Lehrkräfte Medienkompetenz und einen korrekten Umgang mit sozialen Netzwerken nicht nur lehren, sondern auch selbst erlernen müssen. Hierzu gibt es im Netz verschiedenste Materialien und Anlaufstellen:

 

  • Klicksafe.de: Klicksafe.de, die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz, bietet medienpädagogische Materialien für Eltern, Jugendliche und pädagogische Fachkräfte. Außerdem hält das Portal Hintergrundinfos, Materialien und eine ausführliche Linksammlung bereit. Vor allem das klicksafe-Lehrerhandbuch liefert sinnvolle Hilfestellungen und praxisbezogene Tipps für den Unterricht, basierend auf dem Konzept und den Erfahrungen der klicksafe-Lehrerfortbildungen.
  • Deutscher Bildungsserver: Linksammlung Medienkompetenz: Die auf dem Deutschen Bildungsserver zusammengestellten Hinweise sind insbesondere für die schulische Medienbildung von Bedeutung. Sie zielen darauf ab, die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern sowie von Lehrkräften zu fördern. Neben verschiedenen Materialien sind auch Anlaufstellen der einzelnen Bundesländer verlinkt.
  • Social-Media-Empfehlungen und -Guidelines für Schulleitungen und Lehrkräfte: Auf diesem Blog gibt Philippe Wampfler, Lehrer und Betreiber der Seite schulesocialmedia.com, Empfehlungen und Guidelines für Schulleitungen und Lehrkräfte, die helfen, sich im Dickicht der sozialen Medien zu orientieren. Zudem liefert er praktische Tipps für Schulen und Lehrkräfte und bietet Vorträge, Beratungen und Schulungen zu diesem Thema an.
  • Leitfaden Social Media: Dieser kostenlos im Netz downloadbare Leitfaden (Stand: 2013) entstand in Zusammenarbeit deutscher, österreichischer und Schweizer Lehrerverbände. Neben einer ausführlichen Erläuterung der Funktionsweise von Facebook enthält er auch Hinweise zum Umgang mit Themen wie Cybermobbing und Datenschutz.

 

Digitales Lehren und Lernen: „Quo vadis, Schulbuch?“

Online-Medien, E-Books, Apps, Wikis und andere digitale Lösungen halten immer mehr Einzug in den Schüler- und Lehrer-Alltag. Doch können sie gedruckte Schulbücher eines Tages ersetzen? Was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile gedruckter und digitaler Medien? Welche elektronischen Angebote sind beispielsweise für die Unterrichtsvorbereitung hilfreich? Und welche Lösungen wären in Zukunft wünschenswert? Um diesen und verwandten Fragen nachzugehen, hat die Universität Augsburg 2013 im Rahmen des Forschungsprojektes „Bildungsmedien online“ eine bundesweite Umfrage unter rund 900 Lehrkräften durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen: Mehr als die Hälfte der befragten Lehrkräfte nutzt Online-Inhalte, um das in gedruckten Schulbüchern enthaltene Wissen um aktuelle Fakten, Zahlen, Grafiken, Abbildungen oder Videos zu ergänzen. Schulbücher sind zwar nach wie vor hoch anerkannt und werden gegenüber Online-Materialien als höherwertig angesehen. Doch dienen sie mittlerweile vielen Lehrkräften eher als ein roter Faden durch die Vorgaben des Lehrplans als ein Medium, das alle Unterrichtsinhalte abdeckt.

 

Bücher liefern „geprüfte Qualität“

Die Suche im Internet hat ihre Tücken: Eine Recherche nach für den Unterricht verwertbaren Online-Inhalten geschieht bislang zumeist nach dem Trial-and-Error-Prinzip. Anders gesagt: Von einer systematischen Nutzung kann noch keine Rede sein. Dies liegt zum einen daran, dass es eine schier unübersehbare Fülle an geeigneten Materialien gibt, die jedoch permanent neu entstehen – und wieder verschwinden können. Zudem existiert kein zentrales Portal, das fach- und jahrgangsübergreifend Materialien für Lehrkräfte bündelt. Auch ein Austausch der Pädagogen untereinander kann so nicht stattfinden.

Zwischen dem Endverbraucher-Wunsch nach aktuellen, den Unterricht bereichernden Materialien und der Realität in punkto Online-Lernmedien klafft somit eine große Lücke. Dies belegen auch die Bildungszahlen 2014, herausgegeben vom Verband Bildungsmedien: 2011 wünschten sich demnach 70 % der Deutschen die schnelle Einführung digitaler Schulbücher. Im Jahr 2013 jedoch hatten sich nur 0,06 % der Deutschen einen (kostenlosen und anonymen) Account zum Ausprobieren digitaler Schulbücher zugelegt.

Dies zeigt: Auch wenn Online-Bildungsmedien zahlreiche Vorteile haben, ist die Schwellenangst offenbar hoch. Ein Grund mag die Undurchschaubarkeit der Anbieter sein. Endverbraucher denken hier – verständlicherweise – noch in alten Kategorien: Lerninhalte die in Buchform erscheinen, haben einen langen Entstehungsprozess durchlaufen, denn sie sind mindestens durch Autoren- und Verlagsredaktionshände gegangen. Renommierte Verlagsnamen tun ihr Übriges, Büchern zu Seriosität und Glaubwürdigkeit zu verhelfen. Anders ist es jedoch bei online publizierten Inhalten. Hier gibt es nicht automatisch eine „Kontrollinstanz“ und in vielen Fällen auch keinen Verlag, der mit seinem Namen für die Qualität der Inhalte bürgt.

 

„Selbst ist der Lehrer“

Wie sehr sich viele Lehrkräfte an der zeitaufwendigen Suche nach Materialien im Internet stören, zeigt eine Initiative zweier Pädagogen in Berlin. Frustriert von der immer wieder notwendigen Suche nach aktuellen Materialien für den Biologieunterricht kamen sie auf die Idee, eine lehrplankonforme zentrale Plattform, ein „digitales Schulbuch“ für Unterrichtsmaterialien zu gründen. Nach dem Vorbild der Online-Enzyklopädie Wikipedia sollte es frei zugänglich, umsonst und für jeden nutzbar sein. Die beiden Lehrer sammelten also Materialien im Netz, schrieben einige Artikel selbst, vernetzten und machten auf ihr Projekt aufmerksam. Das Ergebnis war bahnbrechend: Als der „Schulbuch-O-Mat“ online ging, konnte er bereits in der ersten Woche über 1.300 Downloads verzeichnen. Auf die Frage, was der Nachteil von Schulbüchern im Vergleich zu digitalem Lehr- und Lernmaterial sei, antworten die beiden Pädagogen im ZEIT-Interview: „Da werden die alten Strukturen überhaupt nicht losgelassen, es ist der immer gleiche Saft, immer wieder aufgefrischt.“ Zudem seien die Herstellungskosten für Bücher hoch und ressourcenintensiv – bei einer relativ kurzen Halbwertszeit des gedruckten Buches. Der Schulbuch-O-Mat hingegen lebt von der Interaktion vieler Nutzer, die die Inhalte selbst auch editieren, ergänzen oder aktualisieren können.

 

Quo vadis?

Bleibt die Frage nach der Zukunft des Schulbuchs: Wie die Augsburger Studie zeigt, ist der Wunsch nach digitalen Medien und Inhalten ohne Zweifel vorhanden. Dennoch ist der Schritt zu einem rein digitalen Schulbuch bei einem Großteil der Lehrerschaft mit Schwellenängsten behaftet. Zum Teil ist dies sicher auch einer Hemmung vor technischen Innovationen geschuldet. Eine der diesbezüglich spannendsten Fragen der nächsten Jahre wird daher sein, ob es den renommierten Schulbuchverlagen gelingt, ihre gute Reputation dazu zu nutzen, auch bei Online-Inhalten zu überzeugen.

 

Kategorien