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Bewerbungs-Anschreiben: 8 wissenswerte Fakten

Das Anschreiben gilt als „Visitenkarte“ der Bewerberin bzw. des Bewerbers. Denn es ermöglicht, Persönlichkeit zu zeigen und eigene Vorzüge in den Vordergrund zu rücken. In der freien Wirtschaft jedoch legen Personaler immer weniger Wert auf diesen Bewerbungs-Bestandteil. Denn viele Anschreiben verlieren sich in Floskeln, lesen sich zäh und sind wenig aussagekräftig. Konzerne wie Deutsche Bahn, Henkel und auch Google verzichten daher komplett auf sie. Welchen Stellenwert hat das Anschreiben bei pädagogischen Berufen? Und welche Punkte gilt es zu beachten?

  • Generell gilt: In pädagogischen Berufen ist die Bewerberinnen-Persönlichkeit von großer Bedeutung. Sofern in der Ausschreibung nicht anders erwähnt, sollten Kandidatinnen daher nicht auf ein Anschreiben verzichten und es stattdessen als Chance nutzen, sich angemessen darzustellen.
  • Wiederholungen vermeiden. Was bereits im Lebenslauf steht, muss im Anschreiben nicht wiederholt werden. Vielmehr sollte dieses Ergänzungen zum Lebenslauf liefern und im Idealfall Lust darauf machen, einen näheren Blick auf die Vita zu werfen.
  • Keine Schmeicheleien. Ein Eigentor schießen Kandidat*innen, wenn sie das Unternehmen als Ganzes zu offensiv loben. Stattdessen lieber konkrete Aspekte des potenziellen Arbeitgebers hervorheben: Schwerpunkte der Arbeit, Ausstattung, angestrebte Ziele etc.
  • Motivation muss ersichtlich sein. Egal ob es sich um die erste Stelle nach Studium oder Ausbildung handelt oder sich Bewerbende aus einer noch bestehenden Anstellung heraus bewerben: Personaler wollen erfahren, worin ihre Motivation für einen potenziellen Wechsel liegt. Diese Antwort muss das Anschreiben also liefern.
  • Nicht zu lang. Das Anschreiben sollte nicht länger als eine Seite sein.
  • Keine gestelzte Sprache. Die Bemühungen, kompetent und umfassend gebildet zu erscheinen, münden oft in einer unnatürlichen, gestelzten Sprache. Dies wirkt nicht nur aufgesetzt, sondern ermüdet den Leser bzw. die Leserin.
  • Augenmaß bei der Gestaltung. Beim Anschreiben haben viele Kandidat*innen den Wunsch, sich gestalterisch „auszutoben“. Doch Vorsicht: Zum einen muss das Anschreiben optisch zum Rest der Bewerbung passen, zum anderen sind zu viele Schriftarten oder gestalterische Elemente störend beim Lesen und inhaltlichen Erfassen.
  • Eigene Worte verwenden. Bei der intensiven Auseinandersetzung mit einer Stellenausschreibung und einem Unternehmen gehen schnell dessen Begrifflichkeiten in den eigenen Sprachgebrauch über. Vorsicht: Dies wirkt anbiedernd und ermüdend. Daher auf die Wahl eigener Begriffe und Formulierungen achten.

„Haben Sie noch Fragen?“ Fünf Tipps, um Vorstellungsgespräche souverän abzuschließen

Mit der Äußerung „Haben Sie noch Fragen?“ leitet die Arbeitgeberseite zumeist die Endphase des Vorstellungsgesprächs ein. Gleichzeitig erhält der/die Bewerber*in die Gelegenheit, noch einmal etwas bislang Ungesagtes zu thematisieren. Doch Vorsicht: Mitunter ist die Frage auch rein rhetorisch als ein Mittel gedacht, den/die Bewerbungskandidat*in noch einmal zu prüfen oder die Motivation auf den Prüfstand zu stellen. Es ist daher ratsam, sich auf diese Phase vorzubereiten und für die „Frage nach den Fragen“ gewappnet zu sein.

  • Um als Bewerbungskandidat*in nicht den Eindruck zu erwecken, dass eine Frage in der Schlussphase des Bewerbungsgesprächs nur als Lückenfüller gestellt wurde, am besten die eigenen Beweggründe mit nennen: „Mir persönlich ist es wichtig, zu wissen, wie die Strukturen im Kollegium sind, daher interessiert mich, ob es an der Schule Arbeitsteams gibt…“ (o.Ä.).
  • Die Frage „Was braucht es, um den Job sehr gut zu machen?“ signalisiert ernsthaftes Interesse an der Stelle und demonstriert Leistungswillen. Im Idealfall lässt die Antwort Rückschlüsse auf die Prioritäten der Entscheider zu.
  • Falls die Arbeitgeberseite im Laufe des Gesprächs noch kein (oder nur ein minimales) Feedback über die Eignung der/des Kandidaten geäußert hat, ist jetzt ein Zeitpunkt, direkt danach zu fragen, beispielsweise durch die Frage: „Was ist Ihr Eindruck nach unserem Gespräch?“
  • Falls noch kein Rundgang durch die Schule bzw. das Schulgelände stattgefunden hat oder für einen späteren Zeitpunkt vereinbart wurde und der Bewerber/die Bewerberin fremd ist, bietet es sich an, hiernach oder nach konkreten Räumlichkeiten zu fragen: „Sie erwähnten das jährliche Chorkonzert, wäre es möglich, einmal einen Blick in die Aula zu werfen?“
  • Keine Frage um jeden Preis: Falls im Job-Interview tatsächlich schon alle Fragen geklärt wurden, ist es empfehlenswert, das Gespräch nicht um jeden Preis noch in die Länge zu ziehen. Mit der Aussage „Vielen Dank, wir haben über alles für mich Wichtige gesprochen“ signalisiert der Bewerber/die Bewerberin, dass er/sie sich vorab genau Gedanken über die zu klärenden Sachverhalte gemacht hat.
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