Neue Waldorfschule in Werder

Die „Freie Schule am Zernsee“ im brandenburgischen Werder tritt in diesem Jahr dem „Bund der Waldorfschulen“ bei und darf sich somit offiziell eine Waldorfschule nennen. An Waldorfschulen tanzen die Kinder nicht nur ihren Namen, wie „böse Zungen“ sagen, sondern sollen Wissen praktisch erleben und ausprobieren, wie z.B. die Keilschrift der Ägypter im Geschichtsunterricht der 5. Klasse. Diese Pädagogik geht auf Rudolf-Steiner (1861 – 1925) zurück, weswegen man sie auch „Rudolf-Steiner-Schulen“ nennt. In Deutschland gibt es weltweit die meisten Schulen dieser Art (221), gefolgt von den Niederlanden (130) und den USA (92).

Was für ein Schulkind wichtig ist, darüber ließe sich sicher herrlich streiten, aber einen Vorteil der Waldorfschule in Werder, die künftig den Namen des Dichters Christian Morgenstern tragen wird, kann niemand kleinreden: Maximal 15 Schüler lernen in einer Klasse. Dieses Beispiel sollte „Schule machen“. Im wahrsten Sinne des Wortes.

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11996655/60889/Die-Freie-Schule-am-Zernsee-tritt-Verbund-bei.html

4 Kommentare zu „Neue Waldorfschule in Werder“

  • Chris Wichert:

    Hallo, tatsächlich war ich vor 19 Jahren ein Jahr lang Lehrer in Werder… Allerdings gibt es auch in der Waldorfschule keine „Keilschrift der Ägypter“! Ein Lapsus, der einem Waldorfschüler nicht so ohne weiteres unterlaufen wird.

  • LehrCare-Team:

    Hallo Chris, danke für den Kommentar. Ägypten ist tatsächlich vor allem wegen seiner Hieroglyphen weltweit bekannt; aber – das wird vielleicht erstaunen – nun fand man auch den bisher ältesten Beleg für eine Keilschrift im Land der Pharaonen. Mehr dazu:

    http://diepresse.com/home/science/482083/Archaeologie_Aelteste-Keilschrift-aus-Aegypten

  • Christopher Wichert:

    Lieber Herr Schulz,als Lehrer sind wir ja vor allem auch immer (?) Lernende. Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, handelt es sich zwar um den bisher ältesten Fund einer Keilschrift in Ägypten, aber mitnichten um „die“ älteste Keilschrift und auch nicht um eine „ägyptische“ Schrift, sondern um akkadisch. Von daher kann eben nicht von der Keilschrift der Ägypter gesprochen werden. Als alter „Rechthaber“ und ausgebildeter Religionswissenschaftler freut es mich, wenn man die Keilschrift dort verortet, wo sie im „Waldorflehrplan“ auch zu finden ist: Mesopotamien…

    Nun werde ich mir die interessante Homepage doch genauer ansehen…
    Herzlichen Dank und Grüße!
    Christopher Wichert

  • LehrCare-Team:

    Lieber Herr Wichert, als Kollege kann ich Ihnen nur zustimmen: “Man lernt nie aus”. Ich habe meine Antwort noch mal entsprechend präzisiert und zitiere hier die entscheidende Stelle aus obigem Link: “ … sie hatten intensive Beziehungen zu den Herrschern in Mesopotamien: Das bestätigt nun ein zirka zwei Zentimeter langes Fragment einer Tafel, das vor kaum drei Wochen (…) gefunden wurde. Es ist mit Keilschrift, der für Mesopotamien typischen Bilderschrift, beschrieben: das bisher älteste Keilschriftdokument Ägyptens.”

    Die Keilschrift ist für Ägypten übrigens schon seit 1888/1889 belegt. Zitat: “25. September 2003: Seit 25 Jahren sucht der deutsche Archäologe Edgar Pusch im Nilschlamm Unterägyptens nach dem legendären Keilschriftarchiv von Pharao Ramses II. Jetzt wurde seine Geduld belohnt: 15 Zentimeter unter der Oberfläche fand sein Grabungsteam ein fünf mal fünf Zentimeter großes Stück einer Keilschrifttafel. Das mehr als 3.200 Jahre alte Fragment könnte die archäologische Welt verändern. Es ist der erste Keilschriftfund in Ägypten seit 1888/89 und zugleich der erste Keilschriftfund in Ägypten aus der Periode der Herrschaft von Pharao Ramses II. (1290 bis 1224 v.Chr.).”

    http://www.faz.net/s/Rub268AB64801534CF288DF93BB89F2D797/Doc~E7DE16C49A215443ABED1B254D67C533C~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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