Lässt Brandenburg die Privatschulen hängen?

Die rot-rote Landesregierung in Brandenburg meinte es sicher gut, als sie mehr und besser bezahlte Erzieher und Lehrer versprach. Die Kassen sind jedoch auch in Brandenburg leer. Nun sind Einsparungen im Bereich der Privatschulen geplant. Nicht zum ersten Mal. Von Einschnitten bis zu 20 Prozent ist die Rede. Das bedeutet für so manche Schule oder Kindertagesstätte in freier Trägerschaft, aber auch für allerhand Gründungsinitiativen das (vorzeitige) Ende. Hennig Schluss, Leiter des evangelischen Schulvereins Oranienburg, meinte angesichts dieser Dramatik sogar, Brandenburg werde in der Bildungspolitik zu einer Art „kleinen DDR„. Das Bildungsministerium des Landes ist allerdings SPD-geführt.

Sorgen macht der Arbeitsgemeinschaft „Freie Schulen“ vor allem der ländliche Bereich. Aufgrund der oft finanzschwachen Bevölkerungsstruktur – wenn man mal vom sogenannten „Speckgürtel“ um Berlin absieht – stehen privaten Initiativen gerade hier oftmals keine großen Gelder zur Verfügung. Eine vielfältige Bildungslandschaft auch in abgelegeneren Regionen kann bei Umsetzung der Pläne wohl kaum noch gewährleistet werden. Zwar könnten Elternbeiträge erhöht und die Personaldecke ausgedünnt werden, aber eigentlich wirke gerade das kontraproduktiv und trage zum Niedergang des Privatschulwesens in Brandenburg bei. Ein breites Bündnis aus paritätischem Wohlfahrtsverband, der Arbeitsgemeinschaft „Freie Schulen“ u.a. startet deshalb im Mai nach Berliner Vorbild eine Volksinitiative „Schule in Freiheit“. LehrCare unterstützt diese Aktion und weist hiermit gerne darauf hin.

(nach: „Privatschulen in Not. Land Brandenburg spart bei der Finanzierung und steht in der Kritik“ – In: Der Tagesspiegel, 16.04.2011, Nr. 20 949, S. 13)

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http://www.schule-in-freiheit.de

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