Archiv für die Kategorie „Materialsammlungen für Lehrer/innen“

Auf einen Blick: Lehrpläne der Bundesländer (Stand: Februar 2020)

Allgemeinbildende Privatschulen, die den Status einer sogenannten Ersatzschule haben, sind genau wie staatliche Schulen an die jeweils landesgültigen Lehrpläne gebunden. Unter Ersatzschulen versteht man Privatschulen, also Schulen in Freier Trägerschaft, die Bildungsgänge oder Abschlüsse anbieten, die so oder vergleichbar auch an staatlichen Schulen angeboten werden. Sie „ersetzen“ also eine staatliche Schule. Folgende Übersicht liefert die Anlaufstellen für die aktuellen Lehrpläne der jeweiligen Bundesländer.

Übersicht der Lehrpläne der einzelnen Bundesländer

Lehrpläne Baden-Württemberg Herausgeber ist das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL)

Lehrpläne Bayern Herausgeber ist das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung

Lehrpläne Berlin Herausgeber ist die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Lehrpläne Brandenburg Herausgeber ist das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM)

Lehrpläne Bremen Herausgeber ist das Landesinstitut für Schule Bremen

Lehrpläne Hamburg Herausgeber ist die die Behörde für Schule und Berufsbildung

Lehrpläne Hessen Herausgeber ist das Hessische Kultusministerium

Lehrpläne Mecklenburg-Vorpommern Herausgeber ist das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern

Lehrpläne Niedersachsen Herausgeber ist das Niedersächsische Kultusministerium

Lehrpläne Nordrhein-Westfalen Herausgeber ist QUA-LIS NRW (Qualitäts- und Unterstützungsagentur Landesinstitut für Schule)

Lehrpläne Rheinland-Pfalz Herausgeber ist das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung Rheinland-Pfalz

Lehrpläne Saarland Herausgeber ist das Saarländische Kultusministerium

Lehrpläne Sachsen Herausgeber ist das Sächsische Landesamt für Schule und Bildung

Lehrpläne Sachsen-Anhalt Herausgeber ist das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA)

Lehrpläne Schleswig-Holstein Herausgeber ist das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein

Lehrpläne Thüringen Herausgeber ist das Minsterium für Bildung, Jugend und Sport

Tipp: Über die Lehrplan-Datenbank der KMK besteht die Möglichkeit, zielgenau nach den Suchkriterien Land, Schulart, Bildungsbereich, Fach, Jahrgangsstufe, Lehrplantitel, Einführungsjahr Abfragen durchzuführen.

Quelle: Kultusministerkonferenz https://www.kmk.org/

Freie digitale Unterrichtsmaterialien: Open Educational Resources (Stand: Oktober 2019)

Open Educational Resources (OER) sind kostenlose, online erhältliche und für jeden zugängliche Lehr- und Lernmaterialien, die aufgrund freier Lizenzen verwendet und verändert werden dürfen. Der Sammelbegriff OER umfasst neben Texten auch Bilder, Grafiken, Aufgaben, Videos bis hin zu kompletten Lehrbüchern, Kursen, Programmen oder Techniken. Entstanden ist der Begriff Open Educational Resources durch Überlegungen, wie Schwellen- und Entwicklungsländern Bildungsmedien zugänglich gemacht werden können. Seither findet er sich auch im Sprachgebrauch öffentlicher Institutionen, wie etwa der UNESCO.

Die Bemühungen um einen Zugriff benachteiligter Länder zu Bildungsressourcen wurden schließlich 2012 in der Pariser Deklaration festgehalten. Deren Ziel ist es, die UNESCO-Mitgliedsstaaten aufzufordern, über OER zu informieren und diese zu verbreiten. Eine 2013 erschienene Broschüre der UNESCO informiert ausführlich über Wesen und Funktionsweise der OER.

Eindeutige Rechtslage

Während herkömmliche, im Internet frei (und kostenlos) auffindbare Materialien nicht per se zur weiteren Verwendung gedacht sind, werden OER von den jeweiligen Urhebern unter eine spezielle Lizenz gestellt, die es anderen explizit erlaubt, diese Materialien zu nutzen und nach ihren Bedürfnissen zu verändern. Für Lehrkräfte hat dies den entscheidenden Vorteil, dass sie sich rechtlich auf sicherem Terrain bewegen – und nicht in einer Grauzone. Mit den sogenannten Creative Commons-Lizenzen zeigt ein Urherber jedoch lediglich an, dass seine Materialien frei verwendet werden dürfen. Das Urheberrecht bleibt bestehen.

Unterschiedliche Arten von Lizenzen

Insgesamt werden vier Arten von Creative Commons-Lizenzen (CC-Lizenzen) unterschieden, die jeweils unterschiedliche Rechte einräumen.

  • CC BY: Auf diese Weise gekennzeichnete Materialien können frei verwendet, verändert und wieder veröffentlicht werden. Der ursprüngliche Urheber und die Quelle müssen jedoch genannt werden.
  • CC SA („share alike“): Bei dieser Kennzeichnung müssen veränderte Versionen des Ursprungsmaterials bei erneuter Veröffentlichung wieder mit derselben Lizenz veröffentlicht werden.
  • CC NC („non commercial“): Diese Lizenz verbietet die kommerzielle Nutzung des Materials.
  • CC ND („no derivates“): Material mit dieser Lizenz darf zwar weitergegeben und wieder veröffentlicht werden, Veränderungen sind allerdings nicht erlaubt.

OER suchen und finden

Die bekannteste Adresse für Wissen mit CC-Lizenz ist Wikipedia. Hier ist ausschließlich frei verfügbares Material enthalten. Zudem kann auf der Seite www.oercommons.org/ gezielt nach freien Bildungsmaterialien gesucht werden. Sie enthält jedoch zum Großteil Verweise auf englischsprachige Seiten.

Um per Google Inhalte mit CC-Lizenzen auffinden zu können, ist die Zuhilfenahme der „Erweiterten Suche“ notwendig. Hier können im Abschnitt „Ergebnisse eingrenzen“ die gewünschten Nutzungsrechte ausgewählt werden.

Auch auf YouTube ist die Suche nach Filmen mit CC-Lizenz möglich. Hierfür geben User zunächst einen Suchbegriff ein und aktivieren dann einen entsprechenden Filter (oberhalb des ersten angezeigten Videos).

OER – den Einstieg finden

Einen guten Einstieg ins Thema „OER verwenden in der Schule“ bietet die Seite OER kompakt, federführend verwaltet vom Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU). Neben einer Materialiensammlung inkl. Suchfunktion gibt es hier auch mehrere Erklärvideos zu OER.

Sehr fundiert, aber mit nicht ganz so engem schulischen Bezug informiert die Seite OERinfo der Informationsstelle Open Educational Resources.

Auch die Bundeszentrale für politische Bildung hält eine umfangreiche Informationsseite über OER parat.

OER zu einzelnen Fachgebieten

13 nützliche Schul- und Lern-Apps (Stand: August 2019)

Gestaltung, Kreativität

Canva: Mit Canva können Kreativ-Willige Poster, Karten, Flyer, Infografiken, Broschüren und Schaubilder selbst erstellen. Es gibt viele Gestaltungs- und Layout-Möglichkeiten.

Explain Everything: Mit explaineverything.com lassen sich unkompliziert digitale Präsentationen und „Folien“ sowie kurze Lehrvideos visuell ansprechend aufbereiten. Für Android-Geräte sowie für IPhone und I-Pad.

Organisation, Planung

Trello: Ursprünglich erdacht als Projektmanagement-Tool können mit Trello Abläufe organisiert, Listen erstellt und komplexe Projekte gemanagt werden. In Schulen vor allem bewährt bei Teams.

Evernote: Evernote speichert alles, was man bislang in ein Notizbuch oder auf herumfliegende Zettel notiert hat – vom Einkaufszettel über Urlaubsplanung bis hin zu Fotoalben. Verknüpfte Endgeräte können in Echtzeit synchronisiert werden.

Wunderlist: Ob Notizen, Ideen, Erinnerungen, Listen, Planungen, Termine, Adressen, Dokumente – Wunderlist speichert alle Arten von Informationen und Informationsschnipseln zentral und ermöglicht das Abrufen jederzeit, von jedem Ort. Erhältlich für Android, Windows und Apple.

Notenbox: Die Notenbox speichert und verwaltet Noten und erspart Lehrerinnen und Lehrern am Ende eines Halbjahres das mühsame Zusammenrechnen von Einzelnoten. Erhältlich für Android, Windows und Apple.

Unterrichtshelfer

Too Noisy: Steigt der Lautstärkepegel im Klassenraum über ein bestimmtes Level, zeigt Too Noisy dies an – und erspart Lehrkräften kräftezehrendes Ermahnen. Erhältlich für Android und Apple.

Cam Scanner: Die App Cam Scanner, ausgelegt für Android-Geräte sowie für IPhone/I-Pad ermöglicht das Einscannen von Dokumenten, Bildern etc. und das Umwandeln in pdfs.

Edkimo: Die hilfreiche App Edkimo eignet sich zum strukturierten Einholen von Feedback – von Schülerinnen und Schülern, Eltern, dem Kollegium oder Kooperationspartnern. Erhältlich für Android und Apple.

Quizlet: Mit der App Quizlet lassen sich digital Karteikarten zu individuellen Themenbereichen erstellen. Zudem gibt es zahlreiche Anregungen für die Verwendung im Unterricht. Erhältlich für Android und Apple.

Tapucate: Die App Tapucate dient zur Schüler- und Notenverwaltung, zum Festhalten von Fehlzeiten, Adressen und sonstigen verwaltungsbezogenen Informationen. Besonderes Plus: Als Gedächtnisstütze kann für jeden Schüler/jede Schülerin ein Foto werden.

Brainyoo: Mit Brainyoo können Schülerinnen und Schüler Karteikarten selbst erstellen, Eselsbrücken bauen und Wissen abfragen und vertiefen. Erhältlich für Android und Apple sowie für Windows als Web-Version.

Goconqr: Mit Goconqr können Lerninhalte sortiert, gebündelt und mit anderen Lernenden geteilt werden. Dient dem langfristigen Wissensaufbau und der Archivierung von Lerninhalten. Bislang ist die App rein auf mobile Endgeräte ausgelegt. Ab Mitte 2020 wird sie nur noch als Web-App funktionieren.

Hinweis: Einige der genannten Apps speichern personenbezogene und mitunter sensible Daten. Vor der Verwendung der Apps sind Lehrkräfte angehalten, sich mit den datenschutzrechtlichen Bestimmungen ihres jeweiligen Bundeslandes vertraut zu machen.

Urheberrecht im Schulalltag (Teil 2): Filme zeigen – wie geht das rechtssicher?

Urheberrechtliche Bestimmungen gelten selbstverständlich nicht nur für die Anfertigung von Fotokopien und digitalen Kopien (z.B. Scans) für den schulischen Gebrauch, sondern in besonderem Maße auch für das Abspielen von Filmen im Unterricht.

 

Gesetzesnovelle eröffnet neue Möglichkeiten

Um Lehrkräften eine Einbindung visueller Medien in den Unterricht zu ermöglichen, gilt seit dem 1. März 2018 eine erneuerte Version des Urheberrechts (§ 60a UrhG). Nach dieser dürfen Lehrerinnen und Lehrer Filmausschnitte im Umfang von 15 Prozent der Gesamtdauer des Films ohne Lizenz und ohne Genehmigung im Unterricht zeigen. Voraussetzung ist, dass der Film auf legalem Wege erworben – und nicht etwa unrechtmäßig kopiert wurde. Darüber hinaus dürfen Filme mit einer Gesamtlänge unter fünf Minuten komplett gezeigt, gespeichert und digital verwaltet werden.

Ausgenommen von dieser Regelung sind eigens gekennzeichnete Schulfernsehsendungen, explizite Lehrfilme, die über eine lizensierte Verleihstelle entliehen wurden sowie Filme oder sonstige audiovisuelle Werke, die für eine kostenfreie Nutzung freigegeben wurden („Open Educational Resources“).

 

Abspielen von ganzen Filmen

Das Abspielen von ganzen Filmen – beispielsweise eigenen DVDs der Lehrkraft – vor mehreren Personen bewegt sich nach wie vor in einer rechtlichen Grauzone. Generell gilt die Regelung, dass die Filmvorführung nicht öffentlich stattfinden darf und die Zuschauenden durch eine persönliche Beziehung „miteinander verbunden“ sein müssen, beispielsweise als Familie oder Freundeskreis. Ob auch ein schulischer Zuschauerkreis, etwa eine Klasse, per definitionem als „miteinander verbunden“ anzusehen ist, ist juristisch derzeit strittig. Lehrkräfte sollten daher von schulweiten oder gar öffentlichen Vorführungen ganzer Filme absehen und DVDs maximal im Klassenverband zeigen.

 

Medienverleihstellen für Schulen

Eine weitere Möglichkeit, sich in puncto Filmvorführungen im Unterricht auf rechtssicherem Terrain zu bewegen, ist das Entleihen eines Films bei einem offiziellen Film- bzw. Medienverleih:

 

 

Weitere kompetente Anlaufstellen

 

Demokratieerziehung an Schulen

Der aus der Reformpädagogik stammende Begriff der „Demokratiepädagogik“ erlebt im deutschen Bildungssystem derzeit eine Renaissance. Denn er verheißt, diejenigen Werte zu vermitteln, auf die es in einer zunehmend von Diversität geprägten Gesellschaft ankommt: Toleranz, Solidarität, aber auch der Wille, die Stimme zu erheben und Verantwortung zu übernehmen für sich und die Gesellschaft.

Was für einen Staat gilt, gilt in verkleinerter Form auch für den Mikrokosmos Schule. In erster Instanz bemüht sich die schulische Demokratiepädagogik daher darum, Strukturen zu etablieren, die Mitsprache und Partizipation ermöglichen. Ihr Ziel ist es, die Erfahrung zu vermitteln, mit Kraft der eigenen Stimme gewaltfrei für sich einstehen und etwas bewirken zu können. Denn, wie Andrej Priboschek in seinem Artikel „Was wir jetzt brauchen: Eine Bildungs-Offensive gegen die Hass-Kultur!“  sagt, kann der „Verlust an demokratischer Kultur zu einer beispiellosen Hetze- und Hasswelle führen.“

 

Demokratische Strukturen etablieren – und pflegen

Wichtig wie nie zuvor ist in Schulen daher die Vermittlung von Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten (Selbstwirksamkeit) sowie der Erfahrung, aus eigener Kraft etwas bewirken zu können, kurz: demokratischer Grundwerte.

Eine Möglichkeit zur Umsetzung ist die Etablierung demokratischer Strukturen in der Schule. Dazu gehören beispielsweise Klassenrat, Schülerparlament, Beteiligung an der Schulentwicklung, aber auch die Durchführung von Mediationen und eine wirksame Elternbeteiligung.

Einen guten Überblick über Bausteine der Demokratiepädagogik gibt die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik  in ihrem „ABC zur Demokratiepädagogik“.

Des Weiteren hat die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik ein Positionspapier zur „Demokratiepädagogik in der Einwanderungsgesellschaft“ veröffentlicht und empfiehlt mehrere Fachbücher zur weitergehenden Lektüre.

 

Bildungsteilhabe von Flüchtlingen: Informationssammlung für Lehrkräfte

Wie sehen die Regelungen zur Schulpflicht von Flüchtlingskindern aus? Wo gibt es Unterrichtsmaterialien zum Thema Flucht? Wie lauten die Bestimmungen zum Zugang zum Arbeitsmarkt von Flüchtlingen?

Rechtslage zur Schulpflicht

Ein Recht auf Schulbesuch haben grundsätzlich alle Flüchtlingskinder. Die Frage der Schulpflicht von Flüchtlingskindern ist Ländersache und festgeschrieben in den jeweiligen Schulgesetzen. Während in Berlin Flüchtlingskinder ohne Aufenthaltsrecht bzw. Duldung noch nicht der Schulpflicht unterliegen, besteht in den meisten anderen Ländern die Verpflichtung zum Schulbesuch auch ohne geklärten Aufenthaltsstatus.

Jedoch haben die einzelnen Länder unterschiedliche Bestimmungen zum Beginn der Schulpflicht – mit Rücksicht auf eventuelle durch die Flucht erlittene Traumata sowie im Hinblick auf Unklarheiten bzgl. des festen Aufenthaltsortes. Nähere Informationen zu länderspezifischen Regelungen gibt eine Übersichtsseite des Deutschen Bildungsservers.

 

Unterrichtsmaterialien zum Thema Flucht und Migration

Fundierte Materialien für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse enthält eine Zusammenstellung des UNHCR Kostenlos zum Download oder per Post erhältlich.

 

Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft Politische Bildung Online (BAG) bietet mehrere Themenseiten sowie einen Überblick der Berichterstattung zum Thema.

 

Das Hilfswerk Misereor hat mehrere Materialien sowie Musterstunden zum Thema Flucht konzipiert. Diese sind zugeschnitten für den Unterricht der Fächer Erdkunde, Politik, Sozialwissenschaft, katholische Religion und Ethik in der Sekundarstufe I.

 

Einen globalen Blick auf das Thema Migration –über die Grenzen Deutschlands und Europas hinaus – richtet das Grundlagendossier Migration der Bundeszentrale für politische Bildung.

 

Sehr umfangreich aufgestellt und angereichert durch Zeitzeugen-Interviews ist das Portal „The Unwanted“.

 

Zugang zum Arbeitsmarkt für Flüchtlinge

Das komplexe Thema Arbeitsmöglichkeiten für Flüchtlinge befindet sich in Anbetracht der aktuell hohen Flüchtlingszahlen in Europa im Wandel. Es mehren sich Stimmen, die aus Gründen der Integration eine Erleichterung des Zugangs zum Arbeitsmarkt fordern. Der Deutsche Bildungsserver gibt einen Überblick über rechtliche Aspekte, Hintergründe sowie Projekte in einzelnen Bundesländern.

Allgemeine Informationen über mögliche Zugänge zu Bildungsangeboten für Flüchtlinge gibt auch die Broschüre „Recht auf Bildung für Flüchtlinge“.

 

Kopieren, Einscannen, Weiterverbreiten: Urheberrecht im Schulalltag

In welchem Umfang ist Lehrkräften das Fotokopieren aus Druckwerken wie z.B. Lehr- oder Sachbüchern erlaubt? Wie sieht die Rechtslage bei der Erstellung von Scans und/oder digitalen Kopien aus? Welche Medien dürfen gespeichert oder auch weitergereicht werden? Ein Überblick über die aktuellen Regelungen, basierend auf der zum 1. Januar 2013 eingeführten Gesetzesregelung.

 

Fotokopien

Generell gilt für die Anfertigung von Fotokopien der Grundsatz, dass Kopien nicht den größten Teil der im Unterricht verwendeten Materialien ausmachen sollen. Doch verständlicherweise gehört das Fotokopieren einzelner Seiten aus einem Schulbuch oder anderen Print-Werk zur einfachsten – und daher weit verbreiteten – Art, Schülern Materialien zugängig zu machen.

Kommen Fotokopien im Unterricht zum Einsatz, gelten folgende Regeln:

  • Der Umfang von aus gedruckten Publikationen (z. B. Schulbücher, Sachbücher, Arbeitshefte, Atlanten) in Klassenstärke fotokopierten Seiten darf 10 % der jeweiligen Seitenzahl und insgesamt 20 Seiten nicht übersteigen.
  • Sogenannte „kleine Werke“ mit maximal 25 Seiten dürfen vollständig kopiert werden. Hierzu zählen z.B. (Fach)Zeitschriften und sonstige Druckwerke außer Schulbücher und Unterrichtsmaterialien. Ebenso dürfen Musikeditionen mit maximal 6 Seiten vollständig vervielfältigt werden.
  • Auf den Kopien müssen folgende Quellenangaben vermerkt werden: Autor, Buchtitel, Verlag, Erscheinungsjahr, Seitenzahl.
  • Werden in Ausnahmefällen mehr als 20 Seiten eines Werks benötigt, kann die Lehrkraft beim jeweiligen Verlag oder der herausgebenden Institution eine Kopierlizenz anfordern.
  • Ausgenommen von der 10 %-Regelung sind Kopien von explizit ausgewiesenen Kopiervorlagen. Von solchen darf eine Lehrkraft für den eigenen Gebrauch (d.h. die eigene zu unterrichtende Klasse) eine unbeschränkte Anzahl kopieren.

 

Digitale Kopien

Digitale Kopien entstehen durch das Einscannen von Print-Vorlagen. Für das Vervielfältigen via digitaler Kopie gelten folgende gesetzliche Regelungen:

  • Bei ab 2005 erschienenen Werken dürfen Lehrkräfte – analog der Regelung für Fotokopien – 10 %, maximal aber 20 Seiten eines Print-Werkes einscannen und abspeichern.
  • Sogenannte „kleine Werke“ (maximal 25 Seiten) dürfen vollständig eingescannt werden. Hierzu zählen z.B. (Fach)Zeitschriften und Druckwerke außer Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien. Ebenso dürfen Musikeditionen mit maximal 6 Seiten vollständig eingescannt werden.
  • Die gescannten Seiten dürfen von der Lehrkraft nur im eigenen Unterricht verwendet werden. Das Weiterreichen (digital und ausgedruckt) an Schüler für den Gebrauch im Unterricht ist gestattet.
  • Pro Schuljahr und Klasse dürfen aus einer Publikation nur einmal in dem dargestellten Umfang Seiten eingescannt werden.
  • Auf dem Scan ist die Quelle zu verzeichnen. Dies ist möglich, indem entweder die Titelseite und/oder das Impressum mit eingescannt werden, oder aber, indem die relevanten bibliografischen Angaben vor dem Scannen per Hand auf der Vorlage notiert werden.
  • Lehrkräfte dürfen die Scan-Dateien auf verschiedenen Endgeräten (z.B. PC, Laptop, Tablet, Whiteboard) speichern.
  • Dritte dürfen keinen Zugriff auf die Scan-Dateien haben. Dies kann z.B. durch einen passwortgeschützten Zugang gewährleistet werden.

Für weitere Auskünfte zur urheberrechtlichen Lage im Schulalltag steht der Verband Bildungsmedien zur Verfügung. Ein zuverlässiges Kompendium in Sachen Urheberrecht ist zudem die Broschüre „Digitale Schulbücher, Einscannen & Kopieren in der Schule“, herausgegeben von der Kultusministerkonferenz in Zusammenarbeit mit dem Verband Bildungsmedien.

Außerschulische Lernorte

Über die vier Wände des Klassenraums hinausschauen, neue Lernerfahrungen sammeln und dabei den Blick schärfen für Wissenswertes „am Wegesrand“: Immer mehr Schulen und Lehrkräfte erkennen die Wichtigkeit außerschulischer Lernorte. Dabei ist die Vielfalt gewaltig und umfasst längst nicht mehr nur Museen, historisch bedeutsame Orte oder Bau- und Naturdenkmäler. Vielmehr reicht die Spannbreite mittlerweile von der Autofabrik über Kläranlagen bis hin zu Förstereien oder Handwerksbetrieben. Aus diesem Grund stellte das Thema außerschulische Lernorte auch einen Schwerpunkt auf der diesjährigen Bildungsmesse didacta dar.

 

Sinn und Zweck

Außerschulische Lernorte sorgen durch „Wissen zum Anfassen“ für sogenannte Primärerfahrungen, also Erfahrungen ohne mediale Vermittlungsinstanzen wie Film, PC, digitale Medien etc. Diese unmittelbaren Erfahrungen bleiben heute aufgrund der starken Einbindung von Medien in die schulische Bildung oft auf der Strecke.

Überdies liefern außerschulische Lernorte den im Schulalltag mitunter vermissten Praxisbezug und schärfen den Blick für das Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler. Nicht zuletzt sorgt ein Lernortbesuch für Bewegung und fördert eine Auflockerung des sonst festgelegten Klassenraum-Gefüges. Schülerinnen und Schüler bekommen durch die Aufhebung starrer Sitzordnungen die Möglichkeit, sich anders einzubringen. Das soziale Miteinander wird gefördert und Lehrkräfte erhalten die Gelegenheit, ihre Schülerinnen und Schüler von neuen Seiten kennenzulernen.

 

Vor- und Nachbereitung

Wichtig bei der Einbeziehung außerschulischer Lernorte ist es für Lehrkräfte, zu verstehen, dass diese Lernorte keine verdinglichten Lehrbücher sind. Vielmehr sind es Örtlichkeiten, die Interesse wecken oder fördern können, die Zusammenhänge zeigen und veranschaulichen. So sollte ein Besuch eines außerschulischen Lernortes von der Lehrkraft immer vor- und nachbereitet und mit lehrplanrelevantem Wissen angefüllt werden. Gleichzeitig gilt es, schon vor Besuch des Lernortes zu überprüfen, inwiefern die ggf. von dem Lernort selbst angebotenen didaktischen Materialien für die eigenen Zwecke verwertbar sind.

Über die Frage, wie außerschulische Lernorte sinnvoll in den Unterricht integriert werden können (und dürfen), geben in einem ersten Schritt die Lehrpläne der jeweiligen Länder und Schulformen Auskunft. Schon recht weit integriert in die Curricula sind außerschulische Lernorte beispielsweise in Thüringen. Eine thematisch gegliederte Auflistung von Lernorten liefert das Thüringer Schulportal.

 

Wie finde ich einen passenden außerschulischen Lernort?

Auch wenn manche Lernorte über sehr genau auf Schulcurricula abgestimmte pädagogische Angebote verfügen, sollten Lehrkräfte nicht generell von der Möglichkeit einer 1 : 1 Übertragung des Lernstoffes auf die Gegebenheiten am Lernort ausgehen. Schließlich sind Transferleistungen erwünscht und beabsichtigt.

Einen guten Überblick über die Vielfalt möglicher außerschulischer Lernorte gibt die 2014 erschienene „Pädagogische Landkarte Westfalen-Lippe“.  Sie verzeichnet über 400 außerschulische Lernorte mit über 700 verschiedenen Angeboten. Darunter finden sich neben Museen, denkmalgeschützten Bauwerken, Natur- und Kunstdenkmälern auch ungewöhnlichere Orte wie eine Entsorgungsanlage, ein Hospiz oder ein Wasser- und Schifffahrtsamt. Weitere Anregungen sowie Tipps zur Aufbereitung eines außerschulischen Besuchs im Unterricht liefert das Portal Lehrer Online. Da Museen einen Großteil der außerschulischen Lernorte ausmachen, ist auch der Bundesverband Museumspädagogik e.V. eine gute Anlaufstelle für weitere Informationen. Darüber hinaus sind – je nach Bundesland – Informationen auch über die Internet-Auftritte der Bildungsministerien erhältlich.

Freie Unterrichtsmaterialien: Open Educational Resources

Wenn das Schulbuch Fragen offen lässt, wenn zum besseren Verständnis Bildmaterial fehlt oder Anregungen für den Unterricht gebraucht werden, sind online verfügbare bzw. digitale Medien eine sinnvolle Ergänzung des Unterrichts. Dabei werden von Lehrkräften sowohl eigens konzipierte Portale als auch Seiten, die nicht direkt für Lernzwecke gedacht sind, herangezogen. Doch die rechtliche Frage bei der Nutzung von Online-Inhalten bleibt oft ungeklärt. Ein Weg sich rechtlich auf der sicheren Seite zu bewegen, sind Open Educational Resources (OER).

 

Definition und Entstehung

Open Educational Resources sind frei online erhältliche und für jeden zugängliche Lehr- und Lernmaterialien, die aufgrund freier Lizenzen verwendet und verändert werden dürfen. OER können von Bildern, Grafiken, Aufgaben, Videos, Texten bis hin zu kompletten Lehrbüchern, Kursen, Programmen oder Techniken reichen, die dazu dienen, Wissen zu vermitteln.

Entstanden ist der Begriff Open Educational Resources bereits im Jahr 2002 im Rahmen von Überlegungen, wie Schwellen- und Entwicklungsländern Bildungsmedien zugänglich gemacht werden können. Seither befindet sich der Begriff auch im Sprachgebrauch öffentlicher Institutionen, wie etwa der UNESCO. Die Bemühungen um einen Zugriff benachteiligter Länder zu Bildungsressourcen wurden schließlich 2012 in der Pariser Deklaration festgehalten. Ziel der Deklaration ist es, die UNESCO-Mitgliedsstaaten aufzufordern, über OER zu informieren und diese zu verbreiten. Eine 2013 erschienene Broschüre der UNESCO informiert ausführlich über Wesen und Funktionsweise der OER.

 

Eindeutige Rechtslage

Während herkömmliche, im Internet frei (und kostenlos) auffindbare Materialien nicht per se zur weiteren Verwendung gedacht sind, werden OER von den jeweiligen Urhebern unter eine spezielle Lizenz gestellt, die es anderen explizit erlaubt, diese Materialien zu nutzen und nach ihren Bedürfnissen zu verändern. Für Lehrkräfte hat dies den entscheidenden Vorteil, dass sie sich rechtlich auf sicherem Terrain bewegen – und nicht in einer Grauzone. Mit den sogenannten Creative Commons-Lizenzen zeigt ein Urherber jedoch lediglich an, dass seine Materialien frei verwendet werden dürfen. Das Urheberrecht bleibt bestehen.

 

Unterschiedliche Arten von Lizenzen

Insgesamt werden vier Arten von Creative Commons-Lizenzen (CC-Lizenzen) unterschieden, die jeweils unterschiedliche Rechte einräumen.

CC BY: Auf diese Weise gekennzeichnete Materialien können frei verwendet, verändert und wieder veröffentlicht werden. Der ursprüngliche Urheber und die Quelle müssen jedoch genannt werden.

CC SA („share alike“): Bei dieser Kennzeichnung müssen veränderte Versionen des Ursprungsmaterials bei erneuter Veröffentlichung wieder mit derselben Lizenz veröffentlicht werden.

CC NC („non commercial“): Diese Lizenz verbietet die kommerzielle Nutzung des Materials.

CC ND („no derivates“): Material mit dieser Lizenz darf zwar weitergegeben und wieder veröffentlicht werden, Veränderungen sind allerdings nicht erlaubt.

 

 

OER suchen und finden

Die bekannteste Adresse für Wissen mit CC-Lizenz ist Wikipedia. Hier ist ausschließlich frei verfügbares Material enthalten. Zudem kann auf der Seite www.oercommons.org gezielt nach freien Bildungsmaterialien gesucht werden. Sie enthält jedoch zum Großteil Verweise auf englischsprachige Seiten.

Um per Google Inhalte mit CC-Lizenzen auffinden zu können, ist die Zuhilfenahme der „Erweiterten Suche“  notwendig. Hier können im Abschnitt „Ergebnisse eingrenzen“ die gewünschten Nutzungsrechte ausgewählt werden.

Bei der Suche nach Bildmaterial ist der Bilderdienst flickr hilfreich. Um hier gezielt nach Bildern mit einer CC-Lizenz zu suchen, ist zunächst die Eingabe eines Suchbegriffs notwendig. Werden im nächsten Schritt die gefundenen Treffer angezeigt, können User oberhalb der ersten Bildreihe die gewünschte Lizenzart auswählen.

Auch beim Video-Portal YouTube ist die Suche nach Filmen mit CC-Lizenz möglich. Hierfür geben User zunächst einen Suchbegriff ein und aktivieren dann einen entsprechenden Filter (oberhalb des ersten angezeigten Videos).

Digitales Lehren und Lernen: „Quo vadis, Schulbuch?“

Online-Medien, E-Books, Apps, Wikis und andere digitale Lösungen halten immer mehr Einzug in den Schüler- und Lehrer-Alltag. Doch können sie gedruckte Schulbücher eines Tages ersetzen? Was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile gedruckter und digitaler Medien? Welche elektronischen Angebote sind beispielsweise für die Unterrichtsvorbereitung hilfreich? Und welche Lösungen wären in Zukunft wünschenswert? Um diesen und verwandten Fragen nachzugehen, hat die Universität Augsburg 2013 im Rahmen des Forschungsprojektes „Bildungsmedien online“ eine bundesweite Umfrage unter rund 900 Lehrkräften durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen: Mehr als die Hälfte der befragten Lehrkräfte nutzt Online-Inhalte, um das in gedruckten Schulbüchern enthaltene Wissen um aktuelle Fakten, Zahlen, Grafiken, Abbildungen oder Videos zu ergänzen. Schulbücher sind zwar nach wie vor hoch anerkannt und werden gegenüber Online-Materialien als höherwertig angesehen. Doch dienen sie mittlerweile vielen Lehrkräften eher als ein roter Faden durch die Vorgaben des Lehrplans als ein Medium, das alle Unterrichtsinhalte abdeckt.

 

Bücher liefern „geprüfte Qualität“

Die Suche im Internet hat ihre Tücken: Eine Recherche nach für den Unterricht verwertbaren Online-Inhalten geschieht bislang zumeist nach dem Trial-and-Error-Prinzip. Anders gesagt: Von einer systematischen Nutzung kann noch keine Rede sein. Dies liegt zum einen daran, dass es eine schier unübersehbare Fülle an geeigneten Materialien gibt, die jedoch permanent neu entstehen – und wieder verschwinden können. Zudem existiert kein zentrales Portal, das fach- und jahrgangsübergreifend Materialien für Lehrkräfte bündelt. Auch ein Austausch der Pädagogen untereinander kann so nicht stattfinden.

Zwischen dem Endverbraucher-Wunsch nach aktuellen, den Unterricht bereichernden Materialien und der Realität in punkto Online-Lernmedien klafft somit eine große Lücke. Dies belegen auch die Bildungszahlen 2014, herausgegeben vom Verband Bildungsmedien: 2011 wünschten sich demnach 70 % der Deutschen die schnelle Einführung digitaler Schulbücher. Im Jahr 2013 jedoch hatten sich nur 0,06 % der Deutschen einen (kostenlosen und anonymen) Account zum Ausprobieren digitaler Schulbücher zugelegt.

Dies zeigt: Auch wenn Online-Bildungsmedien zahlreiche Vorteile haben, ist die Schwellenangst offenbar hoch. Ein Grund mag die Undurchschaubarkeit der Anbieter sein. Endverbraucher denken hier – verständlicherweise – noch in alten Kategorien: Lerninhalte die in Buchform erscheinen, haben einen langen Entstehungsprozess durchlaufen, denn sie sind mindestens durch Autoren- und Verlagsredaktionshände gegangen. Renommierte Verlagsnamen tun ihr Übriges, Büchern zu Seriosität und Glaubwürdigkeit zu verhelfen. Anders ist es jedoch bei online publizierten Inhalten. Hier gibt es nicht automatisch eine „Kontrollinstanz“ und in vielen Fällen auch keinen Verlag, der mit seinem Namen für die Qualität der Inhalte bürgt.

 

„Selbst ist der Lehrer“

Wie sehr sich viele Lehrkräfte an der zeitaufwendigen Suche nach Materialien im Internet stören, zeigt eine Initiative zweier Pädagogen in Berlin. Frustriert von der immer wieder notwendigen Suche nach aktuellen Materialien für den Biologieunterricht kamen sie auf die Idee, eine lehrplankonforme zentrale Plattform, ein „digitales Schulbuch“ für Unterrichtsmaterialien zu gründen. Nach dem Vorbild der Online-Enzyklopädie Wikipedia sollte es frei zugänglich, umsonst und für jeden nutzbar sein. Die beiden Lehrer sammelten also Materialien im Netz, schrieben einige Artikel selbst, vernetzten und machten auf ihr Projekt aufmerksam. Das Ergebnis war bahnbrechend: Als der „Schulbuch-O-Mat“ online ging, konnte er bereits in der ersten Woche über 1.300 Downloads verzeichnen. Auf die Frage, was der Nachteil von Schulbüchern im Vergleich zu digitalem Lehr- und Lernmaterial sei, antworten die beiden Pädagogen im ZEIT-Interview: „Da werden die alten Strukturen überhaupt nicht losgelassen, es ist der immer gleiche Saft, immer wieder aufgefrischt.“ Zudem seien die Herstellungskosten für Bücher hoch und ressourcenintensiv – bei einer relativ kurzen Halbwertszeit des gedruckten Buches. Der Schulbuch-O-Mat hingegen lebt von der Interaktion vieler Nutzer, die die Inhalte selbst auch editieren, ergänzen oder aktualisieren können.

 

Quo vadis?

Bleibt die Frage nach der Zukunft des Schulbuchs: Wie die Augsburger Studie zeigt, ist der Wunsch nach digitalen Medien und Inhalten ohne Zweifel vorhanden. Dennoch ist der Schritt zu einem rein digitalen Schulbuch bei einem Großteil der Lehrerschaft mit Schwellenängsten behaftet. Zum Teil ist dies sicher auch einer Hemmung vor technischen Innovationen geschuldet. Eine der diesbezüglich spannendsten Fragen der nächsten Jahre wird daher sein, ob es den renommierten Schulbuchverlagen gelingt, ihre gute Reputation dazu zu nutzen, auch bei Online-Inhalten zu überzeugen.

 

Kategorien