Archiv für die Kategorie „Materialsammlungen für Lehrer/innen“

Demokratieerziehung an Schulen

Der aus der Reformpädagogik stammende Begriff der „Demokratiepädagogik“ erlebt im deutschen Bildungssystem derzeit eine Renaissance. Denn er verheißt, diejenigen Werte zu vermitteln, auf die es in einer zunehmend von Diversität geprägten Gesellschaft ankommt: Toleranz, Solidarität, aber auch der Wille, die Stimme zu erheben und Verantwortung zu übernehmen für sich und die Gesellschaft.

Was für einen Staat gilt, gilt in verkleinerter Form auch für den Mikrokosmos Schule. In erster Instanz bemüht sich die schulische Demokratiepädagogik daher darum, Strukturen zu etablieren, die Mitsprache und Partizipation ermöglichen. Ihr Ziel ist es, die Erfahrung zu vermitteln, mit Kraft der eigenen Stimme gewaltfrei für sich einstehen und etwas bewirken zu können. Denn, wie Andrej Priboschek in seinem Artikel „Was wir jetzt brauchen: Eine Bildungs-Offensive gegen die Hass-Kultur!“  sagt, kann der „Verlust an demokratischer Kultur zu einer beispiellosen Hetze- und Hasswelle führen.“

Bildungsteilhabe von Flüchtlingen: Informationssammlung für Lehrkräfte

Wie sehen die Regelungen zur Schulpflicht von Flüchtlingskindern aus? Wo gibt es Unterrichtsmaterialien zum Thema Flucht? Wie lauten die Bestimmungen zum Zugang zum Arbeitsmarkt von Flüchtlingen?

Rechtslage zur Schulpflicht

Ein Recht auf Schulbesuch haben grundsätzlich alle Flüchtlingskinder. Die Frage der Schulpflicht von Flüchtlingskindern ist Ländersache und festgeschrieben in den jeweiligen Schulgesetzen. Während in Berlin Flüchtlingskinder ohne Aufenthaltsrecht bzw. Duldung noch nicht der Schulpflicht unterliegen, besteht in den meisten anderen Ländern die Verpflichtung zum Schulbesuch auch ohne geklärten Aufenthaltsstatus.

Jedoch haben die einzelnen Länder unterschiedliche Bestimmungen zum Beginn der Schulpflicht – mit Rücksicht auf eventuelle durch die Flucht erlittene Traumata sowie im Hinblick auf Unklarheiten bzgl. des festen Aufenthaltsortes. Nähere Informationen zu länderspezifischen Regelungen gibt eine Übersichtsseite des Deutschen Bildungsservers.

Kopieren, Einscannen, Weiterverbreiten: Urheberrecht im Schulalltag

In welchem Umfang ist Lehrkräften das Fotokopieren aus Druckwerken wie z.B. Lehr- oder Sachbüchern erlaubt? Wie sieht die Rechtslage bei der Erstellung von Scans und/oder digitalen Kopien aus? Welche Medien dürfen gespeichert oder auch weitergereicht werden? Ein Überblick über die aktuellen Regelungen, basierend auf der zum 1. Januar 2013 eingeführten Gesetzesregelung.

 

Fotokopien

Generell gilt für die Anfertigung von Fotokopien der Grundsatz, dass Kopien nicht den größten Teil der im Unterricht verwendeten Materialien ausmachen sollen. Doch verständlicherweise gehört das Fotokopieren einzelner Seiten aus einem Schulbuch oder anderen Print-Werk zur einfachsten – und daher weit verbreiteten – Art, Schülern Materialien zugängig zu machen.

Außerschulische Lernorte

Über die vier Wände des Klassenraums hinausschauen, neue Lernerfahrungen sammeln und dabei den Blick schärfen für Wissenswertes „am Wegesrand“: Immer mehr Schulen und Lehrkräfte erkennen die Wichtigkeit außerschulischer Lernorte. Dabei ist die Vielfalt gewaltig und umfasst längst nicht mehr nur Museen, historisch bedeutsame Orte oder Bau- und Naturdenkmäler. Vielmehr reicht die Spannbreite mittlerweile von der Autofabrik über Kläranlagen bis hin zu Förstereien oder Handwerksbetrieben. Aus diesem Grund stellte das Thema außerschulische Lernorte auch einen Schwerpunkt auf der diesjährigen Bildungsmesse didacta dar.

 

Sinn und Zweck

Freie Unterrichtsmaterialien: Open Educational Resources

Wenn das Schulbuch Fragen offen lässt, wenn zum besseren Verständnis Bildmaterial fehlt oder Anregungen für den Unterricht gebraucht werden, sind online verfügbare bzw. digitale Medien eine sinnvolle Ergänzung des Unterrichts. Dabei werden von Lehrkräften sowohl eigens konzipierte Portale als auch Seiten, die nicht direkt für Lernzwecke gedacht sind, herangezogen. Doch die rechtliche Frage bei der Nutzung von Online-Inhalten bleibt oft ungeklärt. Ein Weg sich rechtlich auf der sicheren Seite zu bewegen, sind Open Educational Resources (OER).

 

Definition und Entstehung

Digitales Lehren und Lernen: „Quo vadis, Schulbuch?“

Online-Medien, E-Books, Apps, Wikis und andere digitale Lösungen halten immer mehr Einzug in den Schüler- und Lehrer-Alltag. Doch können sie gedruckte Schulbücher eines Tages ersetzen? Was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile gedruckter und digitaler Medien? Welche elektronischen Angebote sind beispielsweise für die Unterrichtsvorbereitung hilfreich? Und welche Lösungen wären in Zukunft wünschenswert? Um diesen und verwandten Fragen nachzugehen, hat die Universität Augsburg 2013 im Rahmen des Forschungsprojektes „Bildungsmedien online“ eine bundesweite Umfrage unter rund 900 Lehrkräften durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen: Mehr als die Hälfte der befragten Lehrkräfte nutzt Online-Inhalte, um das in gedruckten Schulbüchern enthaltene Wissen um aktuelle Fakten, Zahlen, Grafiken, Abbildungen oder Videos zu ergänzen. Schulbücher sind zwar nach wie vor hoch anerkannt und werden gegenüber Online-Materialien als höherwertig angesehen. Doch dienen sie mittlerweile vielen Lehrkräften eher als ein roter Faden durch die Vorgaben des Lehrplans als ein Medium, das alle Unterrichtsinhalte abdeckt.

Privatschulen mit besonderen pädagogischen Schwerpunkten Teil 2: Waldorfschulen

Die Anthroposophie, das Leitbild der Waldorfschulen, geht von der Dreigliedrigkeit des Menschen aus. Deshalb fördern Waldorfschulen die intellektuell-kognitiven („Denken“), die künstlerisch-kreativen („Fühlen“) und die handwerklich-praktischen („Wollen“) Fähigkeiten ihrer Schüler. Dazu bieten sie zahlreiche handwerklich-künstlerische Fächer an und der Unterricht enthält viele künstlerische Elemente. Rein optisch zeigt sich der anthroposophische Geist der Waldorfschulen in der Gestaltung der Schulgebäude. Hier herrschen Naturfarben und runde, geschwungene Formen vor und die architektonischen Elemente sind in besonderer Weise ausgerichtet.

 

Entstehung

Privatschulen mit besonderen pädagogischen Schwerpunkten Teil 1: Demokratische Schulen/Sudbury-Schulen

Aus der demokratischen Grundidee, der „Herrschaft des Volkes“, machen Demokratische Schulen eine „Herrschaft der Schülerinnen und Schüler“. Denn die Kinder und Jugendlichen haben hier die gleichen Rechte wie die Lehrkräfte. Dies beinhaltet auch ein gleichberechtigtes Stimmrecht. Da naturgemäß die Zahl der Schülerinnen und Schüler gegenüber den Lehrkräften überwiegt, können die Schützlinge so grundlegende Entscheidungen mit treffen. Dazu gehören auch Neueinstellungen von Lehrkräften, die Aufnahme neuer Schulmitglieder sowie andere grundsätzliche Fragen zum Schulbetrieb. Hauptanliegen Demokratischer Schulen ist die Erziehung zur Eigenständigkeit und Verantwortungsübernahme. Hierbei baut die Schule auf den natürlichen Entdeckungs- und Gestaltungstrieb von Kindern und Jugendlichen. Weiterhin will die Schule Kindern eine weitestgehend freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit und ihrer Fähigkeiten ermöglichen.

Sicherheit im Internet: Kompetenzen fördern, statt Kontrollen fordern

Bereits zum zehnten Mal fand am 11. Februar 2014 der internationale „Safer Internet Day“ statt. Ziel des Aktionstages ist es, über die verantwortungsvolle Nutzung des World Wide Web zu informieren. Ein Großteil der zu diesem Anlass stattfindenden Aktionen wendet sich vor allem an Kinder und Jugendliche. Veranstalter des Safer Internet Day ist wie jedes Jahr die der EU angegliederte Initiative klicksafe.de. Das diesjährige Schwerpunktthema des Internet-Aktionstages beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Gefahren der mobilen Internet-Nutzung.

 

Wie verändert das mobile Internet unser Leben?

Unterrichtsstörungen: Was tun, mit den „Störenfrieden“?

„Schwierige“ Schüler sind unaufmerksam, stören den Unterricht, lenken andere ab und arbeiten erst recht nicht mit. Dadurch blockieren sie nicht nur sich und ihre Mitschüler, sondern werfen jedes Unterrichtskonzept über den Haufen. Doch wie sollten Lehrkräfte chronischen Störenfrieden begegnen? Mit Strenge? Verständnis? Strafe? Oder doch einfach mit Geduld? Die jeweils „richtige“ Maßnahme ist ebenso schwierig zu finden wie die Gründe für die Störungen, denn diese können sowohl Über- als auch Unterforderung sein, können auf private Probleme hinweisen oder aber gesundheitlichen Ursprungs sein. Doch so sehr eine detaillierte Spurensuche nach den Beweggründen für die Unterrichtsstörungen auch angebracht sein mag: Hat sich eine Schülerin oder ein Schüler erst einmal als „Störer“ gezeigt, bleibt dafür meist weder Zeit noch Energie. Gefragt ist souveränes und konsequentes Handeln seitens des Lehrers.

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