Archiv für die Kategorie „Links & Tipps“

12 nützliche Schul- und Lern-Apps (Stand: September 2020)

Die Bandbreite der für Schule und Unterricht geeigneten Apps ist riesig und wächst coronabedingt nahezu täglich. Stellvertretend für alle auf dem Markt existierenden Apps sind hier einige der bekanntesten Online-Tools genannt. Für weiterführende Tipps empfiehlt sich ein Blick auf eine der folgenden Übersichtsseiten:

Medien in die Schule

Chip.de

Medien in Schule

Gestaltung, Kreativität
Canva
Poster, Karten, Flyer, Infografiken, Broschüren und Schaubilder selbst erstellen. Canva bietet viele Gestaltungs- und Layout-Möglichkeiten samt großer Vorlagen-Auswahl und der Möglichkeit, Entwürfe zu teilen. Für Android-Geräte sowie für IPhone/I-Pad.

Explain Everything
Mit der Whiteboard-App „explaineverything.com“ lassen sich digitale Präsentationen und „Folien“ sowie kurze Lehrvideos visuell ansprechend aufbereiten. Für Android-Geräte, für Iphone/I-Pad sowie als Web-App.

Organisation, Planung
Trello
Ursprünglich erdacht als Projektmanagement-Tool, können mit dieser App Abläufe organisiert, Listen erstellt und komplexe Projekte gemanagt werden. In Schulen vor allem bewährt bei Teams.

Evernote
Evernote speichert alles, was man bislang in ein Notizbuch oder auf lose Zettel notiert hat – vom Einkaufszettel über Urlaubsplanung bis hin zu Fotoalben. Verknüpfte Endgeräte können in Echtzeit synchronisiert werden. Für Android-Geräte, für Iphone/I-Pad sowie als Web-App.

Microsoft To Do
Microsoft To Do hilft dabei, Arbeit und Freizeit perfekt zu organisieren. Ob Notizen, Listen, Planungen, Termine, Adressen, Dokumente: Die App speichert tägliche Checklisten und erinnert auf Wunsch an anstehende To Dos. Erhältlich für Android, Windows und Apple.

Notenbox
Die „Notenbox“ speichert und verwaltet Noten und erspart Lehrerinnen und Lehrern am Ende eines Halbjahres das mühsame Zusammenrechnen von Einzelnoten. Erhältlich für Android, Windows und Apple.

Unterrichts-Helfer

Too Noisy
Steigt der Lautstärkepegel im Klassenraum über ein bestimmtes Level, zeigt die App dies an – und erspart Lehrkräften kräftezehrendes Ermahnen. Erhältlich für Android und Apple.

Cam Scanner
Diese App, ausgelegt für Android-Geräte sowie für Iphone/I-Pad, ermöglicht das Einscannen von Dokumenten, Bildern etc., das Umwandeln in pdfs sowie das anschließende Teilen bzw. Versenden.

Edkimo
Edkimo hilft Lehrkräften dabei, auf strukturierte Weise Feedback von Schülerinnen und Schülern, Eltern, dem Kollegium oder Kooperationspartnern einzuholen. Erhältlich für Android und Apple.

Quizlet
Quizlet macht Lernen zum Spiel. Ob Vokabeln, Formeln oder Geschichtsdaten: Mit der App lassen sich digital Karteikarten zu individuellen Themen erstellen. Zudem gibt es zahlreiche Anregungen für die Verwendung im Unterricht. Erhältlich für Android und Apple.

Tapucate
Diese App dient der allgemeinen Verwaltung von Schülerdaten wie etwa Noten, Fehlzeiten, Hausaufgaben, Adressen und sonstigen verwaltungsbezogenen Informationen. Besonderes Plus: Als Gedächtnisstütze kann für jeden Schüler/jede Schülerin ein Foto hinterlegt werden.

Brainyoo
Mit Brainyoo können Schülerinnen und Schüler Karteikarten selbst erstellen, sich eigene Eselsbrücken bauen und Wissen abfragen und vertiefen. Erhältlich für Android und Apple sowie für Windows als Web-Version.

Hinweis: Einige der genannten Apps speichern personenbezogene und mitunter sensible Daten. Vor der Verwendung der Apps sind Lehrkräfte angehalten, sich mit den datenschutzrechtlichen Bestimmungen ihres jeweiligen Bundeslandes vertraut zu machen.

Podcasts für Lehrer (Stand: September 2020)

Während der Corona-Schulschließungen haben Podcasts – egal ob zur fachlichen Weiterbildung, aus privatem Interesse oder zur Einbindung in den Unterricht – einen ordentlichen Schub bekommen. Neben von Lehrkräften produzierten Podcasts, beispielsweise über eigene Schulerlebnisse oder methodische Erfahrungen, kann die Produktion eines Podcasts auch Bestandteil des Unterrichts sein. Nicht zuletzt dienen Podcasts vielen Lehrkräften auch als Fort- und Weiterbildungsmedium.

Podcasts von Lehrkräften (Auswahl)

Homeschooling hautnah: In diesem Podcast kommen unterschiedliche Menschen und deren jeweils eigene Perspektiven auf die coronabedingten Schulschließungen zu Wort. Die Bandbreite reicht von verschiedenen Lehrkräften über angehende Pädagog*innen bis hin zu Schüler*innen.

Lauschcafé: Hier führt Podcast-Macher Tim mit unterschiedlichsten Menschen „Gespräche über Bildung in der digitalisierten Welt. Oft kommen angehende Lehrkräfte und Referendare zu Wort. Vermittelt wird ein positiver, neugierig machender Zugang zur Bereicherung des Unterrichts mit digitalen Mitteln.

Lehrermomente Podcast: Ob Unterrichtsstörungen, Schuljahresplanung, ein Blick in die Lehrertasche oder Interviews mit Fachleuten rund um die Schule: Dieser Podcast, produziert von einer Lehrerin, enthält zahlreiche Erfahrungen und Tipps direkt aus dem Schulalltag.

Schulsprecher: Weniger der Unterhaltung als vielmehr der fundierten fachlichen Information dient der Podcast „Schulsprecher“. Er behandelt in jeweils recht ausführlichen Episoden grundlegende – und aktuell diskutierte – Fragen der Lehrertätigkeit: Was ist vom Konzept der „Kompetenzen“ zu halten? Wie kann die Arbeitszeit von Lehrkräften gemessen werden? Wie funktioniert Leistungsbewertung?

Netzlehrer: Ursprünglich gestartet unter dem Namen „Referendarsflüsterer“ als ein Podcast für Referendare und Lehramtsstudierende, widmet sich dieser Podcast mittlerweile einem neuen Schwerpunkt: digitale Transformation und Digitalkultur im Bereich Schule. Selbstverständlich sollen noch immer auch angehende Lehrkräfte angesprochen werden.

Locker Lehrer: Dieser Podcast beschreibt sich als ‚Lehrercoaching mit Herz‘ und gibt hilfreiche Tipps, Anregungen und Informationen, um besser mit den täglichen schulischen Herausforderungen zurechtkommen zu können. Ein Fokus liegt dabei auf Themen wie: Kraft tanken, Selbstbewusstsein stärken, bewusst abgrenzen oder Ruheinseln schaffen inmitten stressiger Phasen.

Unterrichtsfreie Zeit: Dieser Podcast (und auch der gleichnamige Blog) wird betrieben von Lehrerin Jenny, die sich selbst als „Organisationsfreak“ bezeichnet. Schwerpunkt hier daher: Zeitmanagement, Selbst- und Unterrichtsorganisation – auch (und gerade) in der sogenannten unterrichtsfreien Zeit.

Podcasts über Schule, Bildung, Bildungspolitik

KüchenTalk – der Podcast für Bildungsaktivist*innen: Zeitgemäßes, zukunftsorientiertes Lernen kann nur vernetztes Lernen sein. Denn nur so stärkt es jene Kompetenzen und Haltungen, die die Grundlage für das Zusammenleben in einer offenen, demokratischen und von Nachhaltigkeit geprägten Gesellschaft bilden. Um Bildung diese Impulse zu geben, lädt KüchenTalk wechselnde Gesprächspartner ein, darunter u.a. eine Bürgermeisterin, ein Lehrer und D64-Vorstand, Personen aus der universitären Lehrerbildung, ein Medienpädagoge und ein Inklusionsaktivist.

Hochbegabung in der Schule: Wie äußert sich Hochbegabung und wie wird sie diagnostiziert? Gibt es verschiedene Arten von Hochbegabung? Welche Rolle spielen Lehrkräfte dabei? Und was müssen vor allem angehende Lehrkräfte über das Thema wissen?

Frau Bachmayer packt aus! Frau Bachmayer und Herr Krautmann sind zwar fiktive Namen, die dahinterstehenden Lehrkräfte existieren jedoch real – und sie reden Tacheles über all das, was sonst nur hinter den verschlossenen Türen der Lehrerzimmer diskutiert wird. Ein Podcast von Antenne Niedersachsen.

Vorbild-Schule: In Interviews lässt dieser Podcast engagierte Lehrerinnen und Lehrer zur Sprache kommen, die aus ihrer Schule eine Vorbildschule machen möchten. Jede Episode widmet sich einem Interviewpartner und dessen Ansätzen.

Perlen von den Säuen: In unregelmäßigen Abständen reflektiert dieser Podcast aktuelle Themen aus der Bildungs- und Schulpolitik – meist in lockerer Gesprächsform, als „Bildungstalk“ mit mehreren teilnehmenden Lehrkräften.

Für die gezielte Suche nach Podcasts – auch nach Themenbereichen und Stichworten – empfiehlt sich das Portal https://www.podcast.de/. Es liefert auch einen Einblick in die Funktionsweise von Podcasts. Überdies geben die meisten Rundfunkanstalten, TV-Sender sowie Magazine und Zeitungen mittlerweile eigene Podcast-Reihen heraus.

Schulöffnungen: Wie geht es weiter nach den Sommerferien? (Stand: 18.6.2020)

Am 18. Juni tagte die Kultusministerkonferenz (KMK) zur Erörterung eines Konzepts für den Schulbetrieb nach den Sommerferien. Wesentliches Ergebnis der Besprechung: Sofern es das Infektionsgeschehen zulässt, werden alle Länder nach Ende der Sommerferien wieder einen regulären Schulbetrieb aufnehmen.

Die Öffnungen von Kitas, so ein Beschluss der Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) vom 28.04.2020, erfolgen schrittweise in vier Stufen. Entscheidend ist jedoch immer die Infektionssituation in der jeweiligen Stadt bzw. Kommune. Im Einzelfall empfiehlt sich eine Rücksprache mit dem jeweiligen Kita-Träger.

Die Beschlusspunkte zur Schulöffnung im Einzelnen:

  1. Der Regelbetrieb soll nach den Sommerferien nach jeweils geltender Stundentafel stattfinden. Die Schülerinnen und Schüler lernen in ihrem Klassenverband oder in einer festen Lerngruppe.
  2. Die im Schuljahr 2020/2021 angestrebten Bildungsabschlüsse sollen erreicht werden können.
  3. Es werden Maßnahmen angestoßen, die durch den Corona-bedingten Schulausfall entstandenen Lernlücken auszugleichen.
  4. Die Digitalisierung des Lehrens und Lernens soll weiter vorangetrieben werden. Hierfür sollen auch umfassende Fortbildungen der Lehrkräfte stattfinden.
  5. Die für den Regelbetrieb notwendigen Hygienemaßnahmen werden situationsgerecht umgesetzt.
  6. Es finden weitere Gespräche zur Regelung der Schülerbeförderung statt.
  7. Alle Elemente der Lehrkräfteausbildung (Unterrichtspraktika, universitäre Ausbildung als auch Vorbereitungsdienst in der Schule) finden weiterhin normal statt.
  8. Die Kultusminister beraten sich fortlaufend weiter und passen Vereinbarungen und Abstimmungen jeweils an die aktuellen Entwicklungen an.

Der KMK-Beschluss im Wortlaut ist hier zu finden.

Messen, Kongresse, Versammlungen 2020: Was findet trotz Corona statt – und wann?

Neben den drei alljährlich stattfindenden Event-Highlights im Frühjahr, der Bildungsmesse didacta, der Buchmesse Leipzig und dem Deutschen Schulleiterkongress, mussten noch einige weitere Großveranstaltungen im Bildungssektor coronabedingt abgesagt, beziehungsweise verlegt werden. Wie sieht die derzeitige Planung aus?

Deutscher Schulleitungskongress: Der Schulleiterkongress, ursprünglich geplant für den 19. bis 21. März 2020, wurde in den Herbst 2020 verschoben. Er findet nun vom 26. bis 28.11.2020 statt.

Bildungsmesse Didacta: Die ursprünglich vom 24. bis 28. März in Stuttgart angesetzte Bildungsmesse didacta wurde um ein Jahr verschoben. Neuer Termin: 23. bis 27. März 2021 in Stuttgart.

Forum Bildung Digitalisierung 2020: Das zweitägige Forum Bildung Digitalisierung 2020 wird, so der aktuelle Stand im Mai 2020, zum regulären Termin, 19./20. November 2020 in Berlin stattfinden.

Bitkom Bildungskonferenz: Die in Berlin stattfindende Bildungskonferenz des Digitalverbands Bitkom wurde auf den 14. September 2020 verschoben.

Buchmesse Frankfurt: Nach aktuellem Stand (Mai 2020) wird die Frankfurter Buchmesse wie geplant vom 14. bis 18. Oktober 2020 stattfinden. Noch unklar sind Einzelheiten zur realisierbaren Größe der Veranstaltung sowie zum geplanten Rahmenprogramm.

Creativa Dortmund: Die Kreativmesse wurde vom Originaltermin (18. bis 22. März 2020) auf den Spätsommer 2020 verschoben. Laut aktuellem Stand (Mai 2020) findet sie nun vom 26. bis 30. August 2020 statt.

Fokus Bildung auf der Leipziger Buchmesse: Die Leipziger Buchmesse 2020 sowie alle begleitenden Veranstaltungen wurden komplett abgesagt. Die Messe findet regulär wieder 2021 statt – und zwar vom 18. bis 21. März 2021.

Online-Meetings: Welches Tool eignet sich wofür?

Auch nach der Schulschließungs-Zeit werden Online-Meetings im Schulbetrieb wohl weiterhin eine große Rolle spielen – ob für Besprechungen im Kollegium, Elterngespräche oder die allgemeine Interaktion mit Schülerinnen und Schülern. Welche Online-Meeting-Tools gibt es? Was können sie? Und was ist für den Schulbetrieb relevant?

  • Online-Meetings sind kurze Besprechungen, bei denen sich die Teilnehmenden live unterhalten und dabei per Webcam sehen können. Alle Teilnehmenden befinden sich dann gleichzeitig in einem eigenen virtuellen Raum.
  • Online-Seminare (auch Webinare genannt) haben einen Referenten, der den Teilnehmenden synchron (also live) Inhalte vermittelt. Er ist dabei für die Teilnehmenden sichtbar und kann bei Bedarf zur Ansicht einer Präsentation wechseln. Es ist zudem möglich, das Live-Online-Seminar aufzuzeichnen.
  • Online-Workshops finden ebenfalls live, also in Echtzeit, statt und zeichnen sich durch die Möglichkeit der Kleingruppenarbeit aus. Hierbei sind dann alle Teilnehmenden via Webcam sichtbar und können sich bei Bedarf, aufgeteilt in Gruppen, in separate virtuelle Räume zurückziehen, um gemeinsam zu arbeiten.

ACHTUNG: Auch wenn Online-Seminar- und -Workshop-Tools mittlerweile hervorragende Methoden der Stoffvermittlung sind, eignen sie sich doch nur bedingt für den schulischen Einsatz, da die technischen und (datenschutz)rechtlichen Anforderungen an Schul-Tools sehr hoch sind. Im Folgenden werden daher hauptsächlich Tools für Online-Meetings betrachtet.

Google Hangouts Meet

Meet (ehemals Hangouts) ist das Meeting-Tool von Google. Es ermöglicht Online-Besprechungen mit bis zu 100 Teilnehmenden. Erforderlich für die Verwendung ist ein Google-Konto. Ohne dieses ist für die Nutzung die Genehmigung eines anderen Konferenzteilnehmers erforderlich. Das kostenfreie Tool lässt sich sowohl im Browser als auch über Apple- oder Android-Geräte nutzen.

Zoom

Bis zu 1.000 Teilnehmer können mit Zoom per Videochat kommunizieren. Dabei können immer bis zu 49 Teilnehmer gleichzeitig auf dem Bildschirm sichtbar sein. In der Free-Version sind Video-Meetings mit bis zu 40 Minuten Länge möglich. Allerdings ist nach deren Ablauf eine erneute Einwahl (unter dem gleichen Einladungs-Link) möglich. Auch Aufzeichnungen der Gespräche sowie die Anfertigung von Transkripten der Gespräche sind möglich. Die Bezahl-Variante des Tools ist ab 13,99 Euro monatlich je Chat-Moderator erhältlich.

Microsoft Teams

Die Microsoft-Plattform Teams ist Bestandteil des Office-Pakets. Neben Einzel- und Gruppenchats beinhaltet Teams auch eine Videochat-Funktion. Besonderheit: Weil das Tool zu Office gehört, ist es eigentlich kostenpflichtig. Aufgrund der Corona-Krise stellt Microsoft die Lizenz für Teams allerdings momentan frei zur Verfügung. Enthalten sind außerdem 10 Gigabyte Speicher für Team-Dateien. Die Programme Word, Powerpoint und Excel stehen in der freien Version ebenfalls zur Verfügung, allerdings als Online-Version.

Skype

Skype ist bei der privaten Kommunikation vor allem durch die Chat- und Telefoniefunktionen etabliert. Das Programm bewährt sich jedoch auch in der beruflichen Nutzung. Bis zu 50 Personen können an einem Video-Meeting via Skype teilnehmen – und zwar kostenlos und sowohl mit dem PC als auch per Tablet oder Smartphone. Ein besonderes Feature: Für alle Sprach- und Videoanrufe lassen sich Live-Untertitel aktivieren und auf dem Bildschirm mitlesen.

Weiterführende Links

  • Vergleich gängiger Online-Meeting-Tools: Eine ausführliche Übersicht sowie ein Test der gängigsten Online-Konferenz-Tools befindet sich hier.
  • Homeoffice einrichten und funktionstauglich machen: Das Magazin t3n bietet einen exzellenten Leitfaden zur Einrichtung des Homeoffice: Arbeitsplatz einrichten, Workflow aufstellen, IT-Sicherheit und Tagesstrukturierung: Kostenlos downloadbarer, 30-seitiger Guide.
  • Digitale Lernprogramme verschiedener Anbieter sowie Angebote der Länder: Eine der (derzeit) umfassendsten Übersichten zum Thema digitale Lernangebote, speziell konzentriert auf den deutschsprachigen Raum, bietet der Deutsche Bildungsserver.

Corona-Krise: Wiederaufnahme des Unterrichts – Fahrpläne der Bundesländer

Die Regelungen zur Wiederöffung der Schulen erfolgen landesspezifisch und stets unter Vorbehalt der Entwicklung der Infektionszahlen. Die folgenden Angaben geben den Stand vom 22.4.2020 an. Unter den genannten Links sind jeweils tagesaktuelle Informationen abrufbar.

Baden-Württemberg: Geplant ist ein „eingeschränkter Start des Schulbetriebs“ am 4.5. 2020. Die Wiedereröffnung wird schrittweise erfolgen, beginnend mit den Schülerinnen und Schülern allgemeinbildender Schulen, die 2020 oder 2021 die Abschlussprüfungen absolvieren, sowie mit den Schülerinnen und Schülern der Prüfungsklassen der beruflichen Schulen. Mehr Infos.

Bayern: Bayern beabsichtigt derzeit, den Unterrichtsbetrieb ab 27.4.2020 wieder aufzunehmen und zwar zunächst für die Abschlussklassen an den weiterführenden und beruflichen Schulen. Mehr Infos.

Berlin: Ab 20.4. beginnen in Berlin die Abiturprüfungen und Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss. Ab 27.4. kehren Schülerinnen und Schüler der Stufe 10 zur Prüfungsvorbereitung an die Schulen zurück, ab 4.5. folgen die 6. Klassen an den Grundschulen und Grundstufen der Gemeinschaftsschulen sowie die Jahrgangsstufen 9 und 12 an Integrierten Sekundarschulen/Gemeinschaftsschulen und die Jahrgangsstufe 11 an Gymnasien. Mehr Infos.

Brandenburg: Das Land Brandenburg öffnet die Schulen schrittweise ab dem 27.4. für den Unterricht. Den Anfang machen die Klassen, die vor dem Mittleren Bildungsabschluss stehen. Mehr Infos.

Bremen: Das Land Bremen startet am 22.4. mit den Abiturprüfungen. Ab dem 27.4.2020 beginnt der Unterricht für die 10. Klassen in den Oberschulen und für die Vorbereitungsklassen 2 der Gymnasialen Oberstufen. Mehr Infos.

Hamburg: Die Schulen in Hamburg öffnen für Abschlussklassen ab dem 27.4. Ab dem 4.5. folgen die Klassen 4 und 6 sowie die Oberstufen. Mehr Infos.

Hessen: Auch Hessen beginnt ab dem 27.4. schrittweise mit der Wiederöffnung der Schulen für den Unterricht. Den Anfang machen die 4. Klassen der Grundschulen sowie die Abschlussklassen der Haupt- und der Realschulen. Mehr Infos.

Mecklenburg-Vorpommern: In Mecklenburg-Vorpommern werden ab Montag, 27.4.2020 die Schulen zunächst für die Schülerinnen und Schüler geöffnet, die noch in diesem Schuljahr zentrale Prüfungen ablegen. Mehr Infos.

Niedersachsen: Ab dem 27.4. öffnet das Land Niedersachsen seine Schulen schrittweise wieder – zunächst für die Abschlussklassen. Für die anderen Klassenstufen ist eine Rückkehr zum Unterrichtsbetrieb stufenweise ab dem 4.5. vorgesehen. Mehr Infos.

Nordrhein-Westfalen: Die Wiederöffnung startet schrittweise nach den Osterferien, also ab dem 20.4.2020, beginnend mit einer Vorbereitungsphase für die Lehrkräfte. Als erstes nehmen dann diejenigen Schülerinnen und Schüler, die vor Abschlussprüfungen und Schulabschlüssen stehen den Unterricht wieder auf. Mehr Infos.

Rheinland-Pfalz: In Rheinland-Pfalz wurde die schrittweise Wiederöffnung der Schulen zum 4.5. beschlossen. Priorität bei der Wiederaufnahme des Unterrichts haben Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen, der qualifikationsrelevanten Jahrgänge der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie die letzte Grundschulklasse. Mehr Infos.

Saarland: Das Saarland vermeldet, die Schließung der Schulen bis zum Ende der Osterferien (26.4.) aufrechtzuerhalten. Mehr Infos.

Sachsen: In Sachsen öffnen ab dem 20.4. die Schulen für die Lehrkräfte zwecks Unterrichts- und Prüfungsvorbereitung. Priorität bei der darauf folgenden Öffnung für Schülerinnen und Schüler haben die Abschlussklassen. Mehr Infos.

Sachsen-Anhalt: Die Schulen in Sachsen-Anhalt beginnen am 23.4. mit den Prüfungsvorbereitungen. Dazu nehmen alle Schulen, in denen Abschlussjahrgänge beschult werden, den Betrieb auf und führen prüfungsvorbereitenden Unterricht durch. Mehr Infos.

Schleswig-Holstein: Schleswig-Holstein startet ab dem 21.4. mit den Abiturklausuren. Die Öffnung der Schulen für alle weiteren Schülerinnen und Schüler erfolgt danach schrittweise. Mehr Infos.

Thüringen: Der Präsenzunterricht für Schülerinnen und Schüler in Thüringen wird ab dem 27.4. wieder aufgenommen, beginnend mit den Abiturientinnen und Abiturienten sowie den Abschlussklassen der höheren Berufsfachschule der Fachrichtung Altenpflege. Für alle weiteren Schülerinnen und Schüler hat das Land eine Staffelung bis 11.5. ausgearbeitet. Mehr Infos.

Informieren in Sachen Corona: Zehn seriöse Anlaufstellen

Wo erhalten Bürgerinnen und Bürger verlässliche Informationen zum Umgang mit dem Corona-Virus? Wer liefert Informationen zu welchen Aspekten? Und welchen Quellen kann man Vertrauen schenken? Ein Überblick.

Das Robert Koch Institut ist erste Anlaufstelle für Informationen zur Infektion, zu vorbeugenden Maßnahmen sowie zur Verbreitung.

Das Bundesgesundheitsministerium informiert tagesaktuell über die Lage in Deutschland, anstehende Schutzmaßnahmen und weitere wichtige Eckdaten für die Bevölkerung.

Das Online-Portal der Verbraucherzentrale klärt über notwendige Verhaltensregeln und -maßnahmen im Alltag auf.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) liefert verständlich aufbereitet medizinische Hintergrundinformationen.

und hält ein downloadbares Merkblatt zum Corona-Virus bereit.

Der YouTube-Kanal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung arbeitet sämtliche Fragen rund um das Thema Corona filmisch auf.

Häusliche Quarantäne – was genau heißt das? Wichtige Informationen zu dieser Frage liefert ein Merkblatt des Robert-Koch-Instituts.

Zuständig für Fragen rund um die Schulschließungen sind als oberste Landesbehörden die jeweiligen Kultusministeriun der Länder.

Hotlines

Für konkrete Einzelfragen stehen zwei bundesweit zuständige Hotlines zur Verfügung. ACHTUNG: Insbesondere die Rufnummer des bundesweiten ärztlichen Bereitschaftsdienstes ist komplett überlastet. Jedeoch dient sie als Schaltstelle bei Fragen zu möglichen Symptomen, zu Tests u.Ä. BITTE HÄUFIG VERSUCHEN!

Bundesweiter ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117

Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800/0117722

Gewalt gegen Lehrkräfte – was können Betroffene tun?

Die Zahl der gewalttätigen Angriffe auf Lehrkräfte hat in den letzten Jahren zugenommen. Ausübende sind dabei nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern vermehrt auch Erziehungsberechtigte. Um die sich mehrenden Meldungen dieser Art mit Zahlen zu untermauern, hat der Verband Bildung und Erziehung e.V. 2017 eine bundesweite Studie in Auftrag gegeben.

Fazit: Von den insgesamt 1.200 befragten Schulleiterinnen und Schulleitern bestätigten 48 Prozent, dass es in den letzten fünf Jahren an ihrer Schule Fälle von psychischer Gewalt gab. Dazu zählen direkte Beschimpfungen, Bedrohungen, Beleidigungen oder Belästigungen. Von gewaltvollen Handlungen über das Internet berichteten 20 Prozent der Schulleitungen.

Doch welche Maßnahmen sind bei derlei tätlichen Angriffen zu ergreifen bzw. wohin können sich betroffene Lehrkräfte und/oder Schulleitungen wenden?

Die Seite „Polizei Dein Partner“ fasst Hintergrundinformationen und Tipps zum Thema Prävention zusammen. Dabei geht das Portal speziell auch auf das Thema Gewalt an der Schule sowie auf die Situation von Lehrerinnen und Lehrern ein.

Der Verein Bundesarbeitsgemeinschaft Lehrer gegen Mobbing besteht seit 1996 und kann mittlerweile durch reichhaltige Erfahrungen Betroffene in aktuellen Problemsituationen professionell beraten und begleiten. Auf der Website des Vereins finden sich neben ersten Anmerkungen zum Thema Mobbing gegen Lehrkräfte wertvolle Hinweise zu Fortbildungen, Links und Medien sowie wichtige Ansprechpartner.

Tresselt.de ist ein Online-Infoportal für Lehrer, Lehramtsanwärter und Schulleiter. In ausführlichen Artikeln berät und informiert es über schulrelevante Themen, unter anderem auch über das Thema Gewalt.

Die kostenlos downloadbare Broschüre „Das Tabu brechen – Gewalt gegen Lehrkräfte, herausgegeben 2017 vom Verband Bildung und Erziehung (VBE), informiert ganz konkret über die notwendigen Schritte nach einem gewaltvollen Übergriff.

Die Bezirksregierung Münster hat den Ratgeber „Gewalt gegen Lehrkräfte“ herausgegeben. Durch ausgewählte Fallbeispiele sollen Lehrkräfte Anregungen bekommen, welche Reaktionen in bestimmten kritischen Situationen hilfreich sein könnten.

Auf einen Blick: Lehrpläne der Bundesländer (Stand: Februar 2020)

Allgemeinbildende Privatschulen, die den Status einer sogenannten Ersatzschule haben, sind genau wie staatliche Schulen an die jeweils landesgültigen Lehrpläne gebunden. Unter Ersatzschulen versteht man Privatschulen, also Schulen in Freier Trägerschaft, die Bildungsgänge oder Abschlüsse anbieten, die so oder vergleichbar auch an staatlichen Schulen angeboten werden. Sie „ersetzen“ also eine staatliche Schule. Folgende Übersicht liefert die Anlaufstellen für die aktuellen Lehrpläne der jeweiligen Bundesländer.

Übersicht der Lehrpläne der einzelnen Bundesländer

Lehrpläne Baden-Württemberg Herausgeber ist das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL)

Lehrpläne Bayern Herausgeber ist das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung

Lehrpläne Berlin Herausgeber ist die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Lehrpläne Brandenburg Herausgeber ist das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM)

Lehrpläne Bremen Herausgeber ist das Landesinstitut für Schule Bremen

Lehrpläne Hamburg Herausgeber ist die die Behörde für Schule und Berufsbildung

Lehrpläne Hessen Herausgeber ist das Hessische Kultusministerium

Lehrpläne Mecklenburg-Vorpommern Herausgeber ist das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern

Lehrpläne Niedersachsen Herausgeber ist das Niedersächsische Kultusministerium

Lehrpläne Nordrhein-Westfalen Herausgeber ist QUA-LIS NRW (Qualitäts- und Unterstützungsagentur Landesinstitut für Schule)

Lehrpläne Rheinland-Pfalz Herausgeber ist das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung Rheinland-Pfalz

Lehrpläne Saarland Herausgeber ist das Saarländische Kultusministerium

Lehrpläne Sachsen Herausgeber ist das Sächsische Landesamt für Schule und Bildung

Lehrpläne Sachsen-Anhalt Herausgeber ist das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA)

Lehrpläne Schleswig-Holstein Herausgeber ist das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein

Lehrpläne Thüringen Herausgeber ist das Minsterium für Bildung, Jugend und Sport

Tipp: Über die Lehrplan-Datenbank der KMK besteht die Möglichkeit, zielgenau nach den Suchkriterien Land, Schulart, Bildungsbereich, Fach, Jahrgangsstufe, Lehrplantitel, Einführungsjahr Abfragen durchzuführen.

Quelle: Kultusministerkonferenz https://www.kmk.org/

Steuertipps für Lehrkräfte (Stand: 2020)

Lehrkräfte müssen für die sachgemäße Vor- und Nachbereitung ihres Unterrichts immer wieder Ausgaben tätigen. Diese sogenannten „berufsbedingten Aufwendungen“ werden im Falle von Lehrerinnen und Lehrern zu einem großen Teil als ebensolche anerkannt und können zu deutlichen Steuersenkungen führen. Wichtig ist stets: Der Bezug zur beruflichen Verwendung muss klar erkennbar sein.

Fachliteratur: Unter Fachliteratur fallen bei Lehrkräften pädagogische oder andere Fachzeitschriften, die zur persönlichen beruflichen Weiterbildung dienen. Klar berufsbezogen – und damit steuerlich relevant – sind auch im Unterricht verwendete Lektüren, also beispielsweise Bestseller. Da sich hier jedoch eine Grauzone auftut, ist es sinnvoll, die rein berufliche Verwendung beispielsweise eines Jugendbuchs in der Steuererklärung schriftlich zu begründen. Wichtig: Kaufbelege von Büchern müssen immer den vollen Titel enthalten. Die Angabe „Fachbuch“ auf der Quittung genügt nicht.

Kommunikationsaufwendungen: Hierzu zählen Telefon- und Internetkosten vom heimischen Anschluss. Ein pauschaler Betrag von 20 Euro pro Monat wird dabei meist als Werbungskosten ohne Einzelnachweis anerkannt.

Büromaterialien und Arbeitsmittel: Hierzu gehören sämtliche Schreibutensilien, Druckerpapier, Hefter und Ordner, Druckerpatronen, Kopierkarten, Taschenrechner, beruflich genutzter PC/Laptop/Tablet sowie Aktentaschen bzw. Schultaschen.

Arbeitszimmer und Einrichtung: Hier sind Lehrkräfte gegenüber anderen Berufsgruppen klar im Vorteil: Sofern das häusliche Arbeitszimmer in die Wohnung eingebunden ist und nahezu ausschließlich beruflich genutzt wird, ist es steuerlich absetzbar. Detaillierte Infos im Blog-Beitrag „So setzen Lehrkräfte das heimische Arbeitszimmer steuerlich ab“.

Fahrtkosten: Für Fahrten zwischen Wohnort und Schule können Lehrkräfte bei der Steuererklärung pro Arbeitstag für jeden Kilometer der einfachen Wegstrecke 30 Cent Fahrtkosten geltend machen. Bei Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel können – falls diese höher sind – die tatsächlichen Fahrtkosten abgesetzt werden. Hierfür müssen jedoch die entsprechenden Belege (= Fahrkarten) vorgelegt werden.

Fortbildungen und Beiträge: Sowohl die Kosten von Maßnahmen an sich, als auch dafür anfallende Fahrt- und ggf. Übernachtungskosten können als Werbungskosten geltend gemacht werden. Voraussetzung: Die Maßnahme muss der Lehrtätigkeit dienen (beispielsweise Schulung zu pädagogischen Methoden oder Technikneuerungen). Auch Mitgliedsbeiträge, etwa zu Berufsverbänden, sind steuerlich relevant.

Quellen:

  • http://dlg-lohnsteuer.de/mitgliedschaft/steuertipps/steuertipps-fur-lehrer/
  • https://www.betzold.de/blog/steuer/
Kategorien