Archiv für die Kategorie „Links & Tipps“

19 Blogs von und für Lehrkräfte (Stand 2019)

Lehrer-Blogs haben sich in den letzten Jahren zu beliebten Plattformen entwickelt. Neben humoristisch angelegten, eher anekdotisch erzählenden Blogs gibt es auch immer mehr von Lehrkräften betriebene Blogs mit Unterrichts- und Materialien-Empfehlungen. Die hier vorgestellten Blogs stellen nur einen Auszug dar. Es lohnt sich, sich näher mit dem Thema zu befassen – oder für weitere Empfehlungen die jeweiligen Blogrolls zu besuchen.

Materialien Grundschule

Unter www.grundschulblogs.de findet sich eine Auflistung von Materialiensammlungen, Blogs und weiterer besuchenswerter Seiten im Netz.

Materialwiese: Hier bloggt Grundschullehrerin Kerstin Breuer. Ihr Blog umfasst eine riesige Materialiensammlung – auch zu sonst eher weniger gängigen Themen wie beispielsweise „Schullandheim“. Da die Blog-Betreiberin selbst auch als Autorin für Lehrwerke tätig ist, hat sie einen sehr dezidierten und umfassenden Blick auf geeignete Grundschul-Materialien.

Primarblog: Dieser Blog wird betrieben von einer „Mutter, Lehrerin & Fachleiterin – und das jeden Tag“. Neben Materialien zu einzelnen Fächern gibt es eine eigene Rubrik „Klassenleitungskram“ sowie tolle Fotos der Blog-Betreiberin.

Zaubereinmaleins: Riesiger Fundus an kostenlosen Grundschul-Unterrichtsmaterialien – von Ausmal-Vorlagen über Poster, Schilder, Kärtchen, Texte und und und… Zusammengestellt von einer Grundschullehrerin.

Referendariat/Berufseinstieg

Einestageslehrerin: Dieser Blog (inzwischen beendet, aber noch immer lesenswert) spannt einen Bogen vom Berufswunsch Lehrerin zu Lehramtsstudium und Schulpraktika – mit allen Höhen und Tiefen, die der Berufswunsch mit sich bringt. Vor allem jedoch aber mit viel Idealismus und positiver Energie.

Computer/Internet/Technik/Neue Medien

Lehrerrundmail: Dieser sehr breit gefächerte und fundierte Blog versorgt Lehrkräfte mit „Tipps & Infos rund um Unterricht mit Computer & Internet“.

Matthias Heil: Der Blogger Matthias Heil, Lehrer für Katholische Religion und Englisch, bemüht sich um die Integration technischer Neuerungen in seinen Unterricht: Ob Blogs, Podcasts, OER oder mobile Geräte: die didaktisch und pädagogisch sinnvolle Einbindung in Lehr- und Lernprozesse interessiert ihn nach eigenen Angaben besonders.

Montessori-Pädagogik

Eltern vom Mars: Eine Mutter (und Lehrerin) berichtet auf sehr persönliche Weise von ihrem Weg zu und mit der Montessori-Pädagogik. Mit zahlreichen Anregungen für Lern- und Lehrsituationen sowie fürs Familienleben nach Montessori.

Die Wunderwerkstatt bietet eine umfangreiche Sammlung von bloggenden Familien mit Erfahrungen in Sachen Montessori-Pädagogik. Neben Tipps und Anregungen gibt es zahlreiche persönliche Geschichten, Schönes, Trauriges und Nachdenklich-Stimmendes.

Malen, Basteln, Werken

Lernbasar: Schwerpunkt dieses „Kunstportals für Lehrer, Referendare und alle, die Spaß am Malen haben“, sind Anregungen für den Kunstunterricht, einschließlich Werken, Basteln und textiles Gestalten. Zu finden sind vielfältigste kostenlose Anregungen – teilweise thematisch sortiert.

Better Teaching Resources: Arbeitsblätter, Ausmalvorlagen, Cliparts, Wallpapers – hier dreht sich alles um die schöne Gestaltung von Arbeits- und Unterrichtsmaterialien. Es gibt zahlreiche Freebies zum Download sowie einen umfangreichen Shop. Zielgruppe: Grundschule, Sekundarstufe und Erwachsenenbildung.

Aus dem Schulalltag

Halbtagsblog: Jan Martin Klinge und sein „Halbtagsjob“ als Lehrer, verarbeitet im „Halbtagsblog“, haben mittlerweile eine gewisse Bekanntheit erlangt, denn 2017 wurde der Blogger mit dem Deutschen Lehrerpreis ausgezeichnet. Klinge blickt immer wieder über den Tellerrand der Schule – insbesondere in Richtung Technik, Digitalisierung, Medien.

Lehrerzimmer: Thomas Rau unterrichtet Deutsch, Informatik und Englisch und lässt die Leser seines Blogs an seinen vielfältigen Interessen teilhaben. Neben Erfahrungen aus dem Schulalltag geht es um Spiele, Fundstücke im Netz, Informatik-Gadgets und vieles mehr.

Jochen Lüders – Englisch & Sport am Gymnasium…und ein bisschen Tango: Jochen Lüders unterrichtet seit 30 Jahren Englisch und Sport an einem Münchner Gymnasium. Sein Blog spiegelt persönliche Erfahrungen – gerne auch humorvolle – und Ereignisse aus seinem Schulalltag wieder. Und jede Menge Tango-Input gibt es noch dazu.

„Dem Herrn Weese sein Blog“ ist nach eigenem Bekunden ein „Blog eines Deutschlehrers an einem fränkischen Gymnasium.“ Neben dem humorvollen Auseinanderpflücken von Phänomenen der deutschen Sprache gibt es hier allerhand persönliche Ein- und Ansichten.

Herr Larbig:  Torsten Larbig, Betreiber dieses Blogs, ist Lehrer für die Fächer Deutsch und katholische Religion und hat einen Hang zu Technik und digitalen Medien. Daneben ist er ein aufmerksamer Beobachter des deutschen Bildungswesens und hält diesbezügliche Standpunkte, Hintergrundinformationen und Außenansichten fest.

Kreide fressen: Scharfzüngiger Blog mit dem Untertitel „Momentaufnahmen eines Lehrers aus Bielefeld“. Schon während seiner Studienzeit hielt der Betreiber hier seine Gedanken und Erfahrungen fest – und geht daher auch ausführlich auf das Referendariat und die Lehrerausbildung mit all ihren Kurven ein.

riecken.de: Neben Unterrichtsinhalten, Methoden, Bildungspolitik, Web 2.0 bloggt Maik Riecken hier über den Schul- und Unterrichtsalltag eines Lehrers für Deutsch und Chemie. Besonders erwähnenswert: Riesige Sammlung an Gruppenspielen für Schulklassen, Jugendgruppen etc.

Und noch viel mehr Blog-Empfehlungen gibt es hier

Das Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher“

Bis zu 190.000 ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher werden bundesweit bis zum Jahr 2025 fehlen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Dabei entscheidet nachweislich gerade die frühe Bildung maßgeblich darüber, wie gut die Weichen für den weiteren Bildungsweg von Kindern gestellt sind. Mit dem Ziel, den Nachwuchs im Erzieherinnen-Beruf zu sichern, hat das Bundesfamilienministerium daher am 26. März dieses Jahres das „Bundesprogramm ‚Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher‘“ gestartet.

An wen richtet sich das Programm?

Das Programm richtet sich an Träger von Kindertageseinrichtungen. Mit einer Förderung von 37.440 Euro sollen diese in die Lage versetzt werden, eine praxisintegrierte vergütete Ausbildung im Beruf Erzieher/Erzieherin anzubieten. Bedingung ist, dass sich die Ausbildungskapazität der Einrichtung durch Teilnahme an dem Programm erhöht. Die Ausbildung erfolgt in der Einrichtung sowie in einer kooperierenden Fachschule bzw. Fachakademie.

Neben der Förderung der praxisintegrierten vergüteten Ausbildung umfasst das Programm darüber hinaus noch zwei weitere Förderungsbereiche. Es sind dies

  • eine Förderung der Praxisanleitung (pro anzuleitender Fachschüler/-in erfolgt eine Bezuschussung in Höhe von 25 Euro pro Stunde, wobei die Anleitung mindestens zwei Anleitungsstunden pro Woche umfassen sollte).
  • ein Aufstiegsbonus für pädagogische Fachkräfte nach einer Weiterqualifikation, die eine Höhergruppierung mit sich bringt.

Antragsverfahren

Interessierte Einrichtungsträger bekunden zunächst ihr Interesse im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens.

Nach vorher definierten Kriterien werden in einem nächsten Schritt dann geeignete Einrichtungen zur Antragstellung aufgefordert. Die Auswahl wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter Einbeziehung der Länder getroffen.

Weiterführende Informationen:

Info-Seite des Bundesfamilienministeriums zum Bundesprogramm Fachkräfteoffensive

Kurz-Information zum Bundesprogramm Fachkräfteoffensive

Das Gute-Kita-Gesetz

Informationen zum Fachkräftebedarf in Kitas

Schulen und Stiftungen (Teil 2): Stiftungs-Förderprogramme für Schulen

Die Förderung von einzelnen Schulen – meist vor Ort durch Stiftungen mit vorwiegend regionalem Bezug – ist eine gängige Praxis, die sich bereits vielfach bewährt hat und auch in der Zukunft Bestand haben wird. Immer mehr Stiftungen legen darüber hinaus mittlerweile auch überregional wirksam werdende Förderungen auf, für die sich Schulen (ggf. auch mehrere) aus dem gesamten Bundesgebiet bewerben können. Dazu gehören beispielsweise:

Überregional agierende Stiftungen

Stiftungs-Suchmaschinen

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an Programmen, die beispielsweise direkt Schülerinnen und Schüler fördern, oder aber mit Zuwendungen Lehrkräfte oder Eltern unterstützen. Nicht zuletzt gibt es zahlreiche konkret thematisch zugeschnittene Programme, etwa für die Fördergebiete Umwelt, Inklusion, MINT oder Ähnliches. Hierfür empfiehlt sich eine Recherche bei den Stiftungs-Suchmaschinen:

Schulen und Stiftungen (Teil 1): So funktioniert das Stiftungswesen

Über 22.000 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts existieren in Deutschland, davon agieren etwa drei Viertel im Handlungsfeld Bildung, das heißt sie fördern beispielsweise gesellschaftliche Initiativen politischer, sozialer, kultureller oder gesundheitlicher Bildung. Auch allgemeinbildende Schulen – sowohl staatliche als auch private – können mit Stiftungen kooperieren, Projekte gemeinsam gestalten oder für eigene Projekte finanzielle Fördermittel erhalten. Dabei gibt es neben regional tätigen auch einige bundesweit agierende Stiftungen.

 

Was bedeutet das für Schulen?
Erhält eine Schule eine Förderzusage durch eine Stiftung, bedeutet dies, es fließt eine konkrete Summe Geld, beispielsweise um Projekte zu realisieren, die schulische Ausstattung zu verbessern, das Kollegium weiterzubilden oder schulbezogene Schwerpunkte zu verwirklichen. Dabei gilt: Stiftungen sind grundsätzlich neutral, da sie nicht gebunden sind an Politik und/oder Wirtschaft. Dadurch unterscheiden sich Förderungen durch oder Kooperationen mit Stiftungen wesentlich von Partnerschaften beispielsweise mit Unternehmen. Von einer Öffnung hin zu Stiftungen – und damit zur Zivilgesellschaft – können Schulen sehr profitieren, nicht nur in finanzieller Hinsicht. Die Anregungen und Möglichkeiten, die eine außerschulische Kooperation mit sich bringt, sind wertvolle Impulsgeber.

 

Stiftungen in Deutschland – so funktionieren sie
Grundsätzlich verfolgt jede Stiftung einen bestimmten, in ihrer Satzung festgelegten Stiftungszweck. Dieser ist Grundlage der thematischen Ausrichtung der Stiftungsarbeit sowie Richtlinie für die Auswahl von Förderzusagen. Unterschieden werden zwei Arten von Stiftungen:

Rein fördernde Stiftungen vergeben aus ihrem Stiftungsvermögen konkrete Fördermittel, zum Beispiel Preise und Stipendien an Einzelpersonen oder Fördermittel an beispielsweise Schulen, deren geplantes Projekt dem Stiftungszweck entspricht und für förderungswürdig erachtet wird.
Operativ tätige Stiftungen legen selbst entworfene Programme und Projekte gemäß der eigenen Schwerpunktsetzung auf. Es existieren auch Mischformen aus beiden Arten von Stiftungen.

 

Schulen und Stiftungen – so entsteht eine Zusammenarbeit
Interessiert sich eine Schule für eine Zusammenarbeit mit einer Stiftung, gilt es zunächst, den Förderzweck genau zu umreißen und sich auf die Suche nach einer passenden Stiftung zu begeben. Hierbei hilfreich sind folgende Stiftungs-Suchmaschinen:
Stiftungssuche des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen
Liste von Förderstiftungen beim Deutschen Stiftungszentrum
Mitglieder des Netzwerkes Stiftungen und Bildung

 

Die Antragstellung
Bei der Beantragung von Leistungen aus einem Stiftungs-Fördertopf gilt es zu unterscheiden zwischen privaten und staatlichen Schulen:
Allgemeinbildende Privatschulen bzw. deren Träger können natürliche oder juristische Personen sein, das heißt also beispielsweise eingetragene Vereine (e.V.), GmbHs, eingetragene Genossenschaften (e.G.) oder aber UGs. Für diese ist es rechtlich möglich, sich direkt bei Stiftungen um eine Förderung zu bewerben.
Staatliche allgemeinbildende Schulen dürfen aufgrund ihres Status in der Regel nicht direkt Mittel empfangen. Möglich ist es jedoch, einen Antrag über einen Förder- oder Elternverein der Schule zu stellen. Verfügt eine Schule nicht über solche, kann im Einzelfall auch die Kommune als Mittelempfänger fungieren. Darüber hinaus agiert auch die Stiftung Bildung bei Bedarf als Stellvertreter für den Mittelempfang. Kurzum: Grundsätzlich ist jede allgemeinbildende Schule in der Lage, Zuwendungen von Stiftungen zu erhalten.

 

Termine 2019: Messen, Kongresse, Versammlungen für Lehrerinnen und Lehrer

Welche überregional relevanten Termine sollten sich Lehrkräfte, Referendare und schulische Führungskräfte für 2019 im Kalender vormerken?

 

Learntec Karlsruhe: Gegliedert in die Bereiche Schule, Hochschule und Berufliche Bildung hat sich die Learntec zur führenden Messe für technologiegestützes Lernen entwickelt. Präsentiert werden unter anderem digitale Lösungen wie E-Learning, Mobile Learning, Lern-Nuggets, Gamification oder Virtual Reality. Die Messe richtet sich an Lehrkräfte, Schulleitungen sowie alle rund ums Schulwesen Tätigen.
Termin: 29. – 31. Januar 2019 in Karlsruhe

 

Bildungsmesse Didacta: Rund 800 Aussteller aus etwa 40 Ländern werden Ende Februar zur weltweit größten Messe rund um Schule und Bildung erwartet. Die Expo findet jährlich statt, abwechselnd in den Städten Hannover, Köln und Stuttgart. Gegliedert ist sie in die Ausstellungsbereiche Frühe Bildung, Schule/Hochschule, Berufliche Bildung/Qualifizierung und Didacta Digital. Zudem gibt es rund 1.500 Vortragsangebote.
Termin: 19. – 23. Februar 2019 in Köln

 

Bitkom Bildungskonferenz: Die Konferenz beleuchtet die Möglichkeiten der digitalen Bildung (auch) vor dem Hintergrund der künstlichen Intelligenz: Wo steht Deutschland in dieser Frage? Welche Infrastruktur ist nötig und wird in der Zukunft nötig sein? Welche Kompetenzen benötigen Menschen jetzt und in der Zukunft?
Termin: 12. März 2019 in Berlin

 

Creativa Dortmund: Als „Europas größte Messe für kreatives Gestalten“ wartet die Creativa mit einer Ausstellung aller erdenklicher Bastel-, Mal-, Zeichen-, Werk- und Gestaltungsutensilien auf. Für Lehrkräfte und Erzieherinnen bzw. Erzieher gibt es zahlreiche Workshops und Vorträge. Schulklassen können sich auf den eigens eingerichteten Aktionsflächen im kreativen Gestalten ausprobieren.
Termin: 13. – 17. März 2019 in Dortmund

 

Deutscher Schulleiterkongress: Als „größte Fachveranstaltung für Schulleitungen im gesamten deutschsprachigen Raum“ wartet der Schulleiterkongress mit Workshops, Vorträgen von Top-Speakern, Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und einer Ausstellung zu neuen Produkten und Trends auf. Er richtet sich an Schulleitungen und schulische Führungskräfte sowie diejenigen Lehrkräfte, die eine Führungsposition ansteuern möchten.
Termin: 21. – 23. März 2019 in Düsseldorf

 

Fokus Bildung: Im Rahmen der Leipziger Buchmesse wendet sich der Programmbereich Fokus Bildung speziell an Lehrkräfte und Erzieherinnen bzw. Erzieher. Neben einer Ausstellung von Lehr- und Lernmedien gilt ein Schwerpunkt der Veranstaltung den Themen Vorlesen und Leseförderung. Für pädagogische Fachkräfte gibt es zahlreiche Sonderveranstaltungen.
Termin: 21. – 24. März 2019 in Leipzig

 

Online Educa Berlin (OEB): Die Online Educa Berlin bezeichnet sich selbst als internationale Konferenz für technologisch gestützte Aus- und Weiterbildung. Sie gilt als weltweit größtes Event für E-Learning und -Training. Neben einem großen Ausstellungsbereich gibt es ein umfangreiches Vortrags- und Workshop-Programm. Die Konferenzsprache ist Englisch.
Termin: 27. – 29. November 2019 in Berlin

 

Urheberrecht im Schulalltag (Teil 2): Filme zeigen – wie geht das rechtssicher?

Urheberrechtliche Bestimmungen gelten selbstverständlich nicht nur für die Anfertigung von Fotokopien und digitalen Kopien (z.B. Scans) für den schulischen Gebrauch, sondern in besonderem Maße auch für das Abspielen von Filmen im Unterricht.

 

Gesetzesnovelle eröffnet neue Möglichkeiten

Um Lehrkräften eine Einbindung visueller Medien in den Unterricht zu ermöglichen, gilt seit dem 1. März 2018 eine erneuerte Version des Urheberrechts (§ 60a UrhG). Nach dieser dürfen Lehrerinnen und Lehrer Filmausschnitte im Umfang von 15 Prozent der Gesamtdauer des Films ohne Lizenz und ohne Genehmigung im Unterricht zeigen. Voraussetzung ist, dass der Film auf legalem Wege erworben – und nicht etwa unrechtmäßig kopiert wurde. Darüber hinaus dürfen Filme mit einer Gesamtlänge unter fünf Minuten komplett gezeigt, gespeichert und digital verwaltet werden.

Ausgenommen von dieser Regelung sind eigens gekennzeichnete Schulfernsehsendungen, explizite Lehrfilme, die über eine lizensierte Verleihstelle entliehen wurden sowie Filme oder sonstige audiovisuelle Werke, die für eine kostenfreie Nutzung freigegeben wurden („Open Educational Resources“).

 

Abspielen von ganzen Filmen

Das Abspielen von ganzen Filmen – beispielsweise eigenen DVDs der Lehrkraft – vor mehreren Personen bewegt sich nach wie vor in einer rechtlichen Grauzone. Generell gilt die Regelung, dass die Filmvorführung nicht öffentlich stattfinden darf und die Zuschauenden durch eine persönliche Beziehung „miteinander verbunden“ sein müssen, beispielsweise als Familie oder Freundeskreis. Ob auch ein schulischer Zuschauerkreis, etwa eine Klasse, per definitionem als „miteinander verbunden“ anzusehen ist, ist juristisch derzeit strittig. Lehrkräfte sollten daher von schulweiten oder gar öffentlichen Vorführungen ganzer Filme absehen und DVDs maximal im Klassenverband zeigen.

 

Medienverleihstellen für Schulen

Eine weitere Möglichkeit, sich in puncto Filmvorführungen im Unterricht auf rechtssicherem Terrain zu bewegen, ist das Entleihen eines Films bei einem offiziellen Film- bzw. Medienverleih:

 

 

Weitere kompetente Anlaufstellen

 

Teamarbeit unter Lehrkräften (Teil 3): Kollegiale Fallberatung

Nicht nur für unterrichts- oder planungsbezogene Fragen, sondern auch zur Konfliktlösung oder Erörterung von komplexen Problemstellungen sind schulische Teams geeignet. Bewährt hat sich hierbei die Kollegiale Fallberatung (KFB). Bei dieser erörtert und löst ein Team – etwa bestehend aus Lehrkräften – gemeinsam konkrete Problemfälle. Oft werden Fälle gebündelt und dann in einer Sitzung besprochen. Das Besondere an der Kollegialen Fallberatung sind die unterschiedlichen Rollen, die die Teilnehmenden innerhalb der Gruppe einnehmen. Es sind dies

  • der oder die Fallschildernde
  • der oder die Moderierende
  • der oder die Beratende

 

Ablauf der Beratung

Zunächst wird die Rolle des Moderators besetzt. Er oder sie benennt anschließend den oder die Fallschildernde – also diejenige Person, die für ein konkretes Anliegen Lösungsansätze sucht. Zudem benennt er oder sie einen Sekretär/eine Sekretärin, der oder die die genannten Lösungsansätze notiert und ggf. den/die Fallschildernde unterstützt.

Anschließend hört die Gruppe sich das Problem an. Nach etwa 10 Minuten spontaner Schilderung durch den/die Fallschildernde und ggf. klärenden Rückfragen durch den Moderator, sollte sich eine Schlüsselfrage herauskristallisiert haben.

Nun kommen die Berater zum Zug. Mittels verschiedener Techniken erörtern sie nun den Fall. Möglich sind beispielsweise Diskussion, Rollenspiel, Mindmap, Brainstorming oder andere Methoden. In einem Zwischen-Resümee werden Schwerpunkte genannt und Lösungstendenzen festgehalten. Anschließend sucht die Gruppe gemeinsam nach einer Lösung. Die Beratungsrunde endet mit einem Feedback des/der Fallschildernden.

Je häufiger ein Team diese Art der Problemerörterung durchführt, desto geläufiger wird das Verfahren. Es bietet sich daher an, eine regelmäßige Kollegiale Fallberatungsrunde einzuführen – und diese nicht nur im Bedarfsfall tagen zu lassen. Von Vorteil kann überdies eine möglichst heterogene Zusammensetzung, beispielsweise unterschiedliche Lehrerfahrung, Dienstgrade oder variierende persönliche Nähe bzw. Distanz der Gruppenmitglieder sein.

 

Weiterführende Informationen

  • Erläuterung der Kollegialen Fallberatung mit Hinweisen speziell für Referendarinnen und Referendare
  • DVD Kollegiale Fallberatung der LMU: Die Pädagogische Fakultät der Ludwig Maximilians Universität München hat im Rahmen der Reihe „Unterricht Mitschau“ eine DVD zur KFB herausgebracht. Diese demonstriert die Methode anhand eines konkreten nachgestellten Beispiels.
  • Bastian, Johannes, Combe, Arno & Langer, Roman: „Feedback-Methoden. Erprobte Konzepte, evaluierte Erfahrungen“. Beltz Verlag, 2003
  • Bennewitz, Hedda & Daneshmand, Nasim: „Kollegiale Fallberatung – wie geht das? Praxisbegleitende Kleingruppenarbeit fördert pädagogische Kompetenz“, Friedrich Jahresheft 2010 (Lehrerarbeit – Lehrer sein). S. 65-67

 

Rechtsextremismus – 20 Anlauf- und Informationsstellen für Lehrkräfte

Bundesweit gibt es eine Vielzahl von Stellen, die sich mit Aufarbeitung, Thematisierung und Prävention von Rechtsextremismus beschäftigen. Schulen oder einzelne Lehrkräfte sowie auch Schülerinnen und Schüler können sich jederzeit an folgende Initiativen wenden:

 

Beratungsstellen der Länder

Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus

Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR)

Mobiles Beratungsteam für Gemeinwesenberatung

Demokratiezentrum Bremen

Hamburger Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus

Beratungsnetzwerk Hessen

Regionalzentren für demokratische Kultur Mecklenburg Vorpommern

Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG) Niedersachsen

Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus NRW

Kompetenznetzwerk Demokratie leben Rheinland Pfalz

Adolf-Bender-Zentrum Saarland

Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V

Kulturbüro Sachsen e.V.

Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Schleswig Holstein

Mobile Beratung in Thüringen

 

Länderübergreifende Anlaufstellen

 

Online-Beratung gegen Rechtsextremismus

Per E-Mail vermittelt ein Team von Beratern sowohl konkrete Tipps als auch Anlaufstellen oder Initiativen in räumlicher Nähe zu den Ratsuchenden.

 

Amadeu-Antonio-Stiftung – Initiativen für Zivilgesellschaft und demokratische Kultur

Organisiert unter anderem die Initiative „Soziale Netzwerke gegen Nazis“, in der rund 20 soziale Netzwerke vernetzt sind.

 

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Große, auf Bundes- und Länderebene agierende Initiative. Sie unterstützt ausdrücklich sowohl Schülerinnen und Schüler als auch pädagogische Kräfte.

 

Netzwerk für Demokratie und Courage

Das Netzwerk verfolgt das Ziel, durch die Ausbildung junger Menschen zu Multiplikator/-innen Grundwerte der Demokratie und Toleranz zu verbreiten und zu verfestigen.

 

Die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe)

Die DeGeDe bietet fundierte Informationen zu demokratiepädagogischen Fragen und Vorhaben

 

 

Podcasts für Lehrer (Stand: Juni 2018)

Ob zur fachlichen Weiterbildung, aus privatem Interesse oder zur Vorbereitung und Einbindung in den Unterricht: Podcasts, also fortlaufende, abonnierbare und auf dem Smartphone abspielbare Audio-Beiträge, sind auch im schulischen Umfeld eine praktische und zeitgemäße Form der Mediennutzung.
Zum einen existieren mittlerweile zahlreiche von Lehrkräften produzierte Podcasts, zum anderen kann die Produktion von Podcasts auch Bestandteil des Unterrichts sein. Nicht zuletzt dienen Podcasts vielen Lehrkräften auch als Medium der Fort- und Weiterbildung.

 

Podcasts von Lehrkräften (Auswahl)

Locker Lehrer: Der Untertitel „Der positive Lehrerpodcast“ verrät es: Hier geht es um Nützliches, Hilfreiches, Unterstützendes und Anregendes rund um den Lehrerberuf: von Weihnachtsgeschenkideen über Tipps zur Elternarbeit bis hin zu Durchhalteparolen fürs Referendariat.

Der Referendarsflüsterer: Der Name lässt es vermuten: Dieser Podcast richtet sich an Referendare und will diese durch den Irrgarten der ersten Zeit in der Schule begleiten.

Unterrichtsfreie Zeit: Dieser Podcast (und auch gleichnamiges Blog) wird betrieben von Lehrerin Jenny, die sich selbst als „Organisationsfreak“ bezeichnet. Schwerpunkt hier daher: Zeitmanagement, Selbst- und Unterrichtsorganisation

Schulsprecher: Dieser Podcast geht in die Tiefe und behandelt in jeweils recht ausführlichen Episoden grundlegende Fragen der Lehrertätigkeit: Wie funktioniert Leistungsbewertung? Welches ist die Rolle von Lehrern? Wie „tickt“ unser Bildungssystem?

Frau Bachmayer packt aus! Frau Bachmayer und Herr Krautmann sind zwar fiktive Namen, die dahinterstehenden Lehrkräfte existieren jedoch real – und sie reden Tacheles über all das, was sonst nur hinter den verschlossenen Türen der Lehrerzimmer diskutiert wird.

Vorbild-Schule: In diesem Podcast kommen engagierte Lehrerinnen und Lehrer zur Sprache, die aus ihrer Schule eine Vorbildschule machen möchten. Jede Episode widmet sich einem Interviewpartner und dessen Ansätzen.

Für die gezielte Suche nach Podcasts – auch nach Themenbereichen und Stichworten – empfiehlt sich das Portal podcast.de. Es liefert zudem einen Einblick in die Funktionsweise von Podcasts. Überdies geben die meisten Rundfunkanstalten, TV-Sender sowie Magazine und Zeitungen mittlerweile eigene Podcast-Reihen heraus.

 

Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) – das müssen Lehrkräfte und Schulen wissen

Am 25. Mai trat die europäische Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Wer sich fortan im Netz bewegt – vor allem mit eigenem Web-Auftritt – sieht sich mit zahlreichen neuen Regelungen konfrontiert. Die folgende Link-Sammlung zeigt, wo und wie sich insbesondere Schulen und Lehrkräfte informieren können.

Zu beachten: Die im Folgenden aufgeführten Links verweisen auf allgemeingültige Seiten zur DSGVO, teilweise auch auf kommerzielle Anbieter und Dienstleister. Verbindliche schul- bzw. lehrkräftespezifische Auskünfte erteilen die jeweiligen Landesschulbehörden, Datenschutzbehörden oder Kultusministerien der einzelnen Länder.

 

Spiegel Online: Was bedeutet die Einführung der DSGVO aus Arbeitgebersicht? Welche Datenschutz-Regelungen müssen Unternehmen hinsichtlich ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beachten?

 

Klicksafe gibt eine leicht verständliche Einführung ins Thema DSGVO und beantwortet häufig gestellte Fragen. Empfehlenswert sind vor allem die weiterführenden „Informationen für Erziehende“ sowie die Rubrik „Schule und Unterricht“ auf der Seite.

 

GEW: Eine länderübergreifende Übersicht der verabschiedeten Gesetzesänderungen gibt die Seite „Datenschutz: Was in Schule, Hochschule und Kita jetzt wichtig wird“.

 

Für juristisch Fachkundige: Das Gesetz übersichtlich gegliedert und im Original-Wortlaut.

 

DSGVO speziell für Schulen und Lehrkräfte: Allgemein gehaltene Einführung in diejenigen Aspekte der DSGVO, die für Lehrkräfte und Schulen relevant sind. Enthält einige wichtige weiterführende Links.

 

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