Archiv für die Kategorie „Erzieher“

Privatschulen mit besonderen pädagogischen Schwerpunkten Teil 6: Montessori-Schulen

Rund 1.000 Schulen und Kindertagesstätten in Deutschland arbeiten nach der reformpädagogischen Montessori-Lehre, davon etwa 600 Kitas, auch „Kinderhäuser“ genannt. Zu den 400 Montessori-Schulen (etwa 300 Primarschulen und 100 weiterführende Schulen) zählen sowohl Schulen in freier Trägerschaft, als auch staatliche Schulen mit Montessori-Zweigen. Bei den freien Trägerschaften handelt es sich in der Regel um kirchliche Trägerschaften oder um Elterninitiativen. Die Verteilung der weiterführenden Montessori-Schulen auf Schulformen stellt sich wie folgt dar: Gymnasien 40 %, Gesamtschulen 25 %, Hauptschulen 20 %, Realschulen 15 %. Zusammengefasst werden die Prinzipien der Montessori-Pädagogik in dem Satz: „Hilf mir, es selbst zu tun.“ Hiernach sollen Kinder und Jugendliche sich möglichst frei entfalten und für sich selbst die passenden Lernwege finden. Sie erhalten dabei zwar Unterstützung durch Erzieher bzw. Lehrkräfte, erfahren aber durch eigenständiges Erarbeiten eine Stärkung ihrer Persönlichkeit.

Privatschulen mit besonderen pädagogischen Schwerpunkten Teil 2: Waldorfschulen

Die Anthroposophie, das Leitbild der Waldorfschulen, geht von der Dreigliedrigkeit des Menschen aus. Deshalb fördern Waldorfschulen die intellektuell-kognitiven („Denken“), die künstlerisch-kreativen („Fühlen“) und die handwerklich-praktischen („Wollen“) Fähigkeiten ihrer Schüler. Dazu bieten sie zahlreiche handwerklich-künstlerische Fächer an und der Unterricht enthält viele künstlerische Elemente. Rein optisch zeigt sich der anthroposophische Geist der Waldorfschulen in der Gestaltung der Schulgebäude. Hier herrschen Naturfarben und runde, geschwungene Formen vor und die architektonischen Elemente sind in besonderer Weise ausgerichtet.

 

Entstehung

Privatschulen mit besonderen pädagogischen Schwerpunkten Teil 1: Demokratische Schulen/Sudbury-Schulen

Aus der demokratischen Grundidee, der „Herrschaft des Volkes“, machen Demokratische Schulen eine „Herrschaft der Schülerinnen und Schüler“. Denn die Kinder und Jugendlichen haben hier die gleichen Rechte wie die Lehrkräfte. Dies beinhaltet auch ein gleichberechtigtes Stimmrecht. Da naturgemäß die Zahl der Schülerinnen und Schüler gegenüber den Lehrkräften überwiegt, können die Schützlinge so grundlegende Entscheidungen mit treffen. Dazu gehören auch Neueinstellungen von Lehrkräften, die Aufnahme neuer Schulmitglieder sowie andere grundsätzliche Fragen zum Schulbetrieb. Hauptanliegen Demokratischer Schulen ist die Erziehung zur Eigenständigkeit und Verantwortungsübernahme. Hierbei baut die Schule auf den natürlichen Entdeckungs- und Gestaltungstrieb von Kindern und Jugendlichen. Weiterhin will die Schule Kindern eine weitestgehend freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit und ihrer Fähigkeiten ermöglichen.

Das Edukanat – Professionalisierung der Ausbildung von Internatserziehern/-innen

Die Ausbildung von Erziehern/-innen und Sozialpädagogen/-innen verändert sich zur Zeit stark. Immer weitere Ausbildungsinhalte kommen an Hochschulen, Fachhochschulen und Fachschulen dazu und viele neue Fort- und Weiterbildungen werden angeboten. In diesem Beitrag wollen wir uns mit der Professionalisierung der Ausbildung von Internatserziehern/-innen beschäftigen. Viele Schulen in freier Trägerschaft sind gleichzeitig Internatsschulen oder kooperieren mit Internaten. Pädagogen/-innen und Erzieher/-innen, die in Internaten arbeiten und teilweise leben, stehen vor besonderen Herausforderungen und benötigen dazu spezielle Kompetenzen. Ausführlich können Sie das im Artikel „Was gute Internatserzieher ausmacht“ von Herrn Prof. Dr. Volker Ladenthin nachlesen. Die Interessen von Erziehern/-innen in Internaten werden von verschiedensten Internatsverbänden vertreten. Einer der größten Verbände ist der Verband der Katholischen Internate und Tagesinternate (V.K.I.T.). Er hat das Programm „Edukanat“ ins Leben gerufen. Dieses möchten wir Ihnen in diesem Magazinbeitrag näher vorstellen.

Neue Partner von LehrCare: Stiftung „Haus der kleinen Forscher“

Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ engagiert sich mit einer bundesweiten Initiative für die Bildung von Kindern im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik.

Kinder wollen jeden Tag die Welt entdecken und im wahrsten Sinn des Wortes begreifen. Sie stellen immer neue spannende Fragen: Wo kommt der Wind her? Warum leuchten Glühbirnen?

Modellprogamm „MEHR Männer in Kitas“ – Zum Quereinstieg in den Beruf des Erziehers

Mit der Initiierung des ESF-Modellprogramms ,MEHR Männer in Kitas’ will das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in den nächsten drei Jahren die Entwicklung und Implementierung von Strategien zur Steigerung des Anteils männlicher Fachkräfte in Kindertagesstätten voranbringen. Ziel ist es, das Interesse von Jungen und Männern am Beruf des Erziehers zu wecken, Männer bei der Entscheidung zu unterstützen, den Erzieherberuf zu wählen und die Perspektiven für Männer (und Frauen) im Arbeitsfeld Kindertageseinrichtungen zu verbessern.

Deutsche Kindergärten sind nur „mittelmäßig“ – “Professionalisierung” des Personals gefordert!

Die Kindergärten in Deutschland sind nach Einschätzung des Aktionsrats Bildung pädagogisch nur mittelmäßig. Die Wissenschaftler mahnen deswegen in ihrem neuen Jahresgutachten dringend eine gemeinsame Anstrengung von Bund und Ländern an, um die Ausbildung und die Bezahlung des Personals zu verbessern.

Der Aktionsrat Bildung ist ein Gremium renommierter Bildungsforscher, das von der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft 2005 gegründet wurde.

Die Forderungen des Aktionsrates im Überblick:

  • Bis 2020 sollte an jeder Kindertageseinrichtung mindestens eine Fachkraft mit Hochschulstudium tätig sein;
  • Dazu wäre eine mindestens eineVerdopplung der bestehenden Ausbildungskapazitäten nötig;
  • Außerdem solle die Bezahlung studierter Frühpädagogen auf das Niveau vergleichbarer Studienabschlüsse angehoben werden;
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