Archiv für die Kategorie „Weiterbildung für Lehrkräfte“

Radikalisierung von Jugendlichen: Nicht vorverurteilen, aber wachsam sein

Wo hört streng konservative Religionsausübung auf – und fängt eine extreme bis radikale Haltung an? Gibt es überhaupt „sichere“ Anzeichen für eine beginnende Radikalisierung von Jugendlichen? Oder kann sich diese auch völlig im Verborgenen vollziehen? Und welche Positionen müssen Schule und Kollegium hier einnehmen? Die Handreichung „Integration fördern, Radikalisierung erkennen“ gibt hilfreiche Tipps abseits gängiger Klischees. Herausgegeben wurde die Schrift von der NGO European Foundation for Democracy (EFD).

 

Im Gespräch bleiben

Demokratieerziehung an Schulen

Der aus der Reformpädagogik stammende Begriff der „Demokratiepädagogik“ erlebt im deutschen Bildungssystem derzeit eine Renaissance. Denn er verheißt, diejenigen Werte zu vermitteln, auf die es in einer zunehmend von Diversität geprägten Gesellschaft ankommt: Toleranz, Solidarität, aber auch der Wille, die Stimme zu erheben und Verantwortung zu übernehmen für sich und die Gesellschaft.

Was für einen Staat gilt, gilt in verkleinerter Form auch für den Mikrokosmos Schule. In erster Instanz bemüht sich die schulische Demokratiepädagogik daher darum, Strukturen zu etablieren, die Mitsprache und Partizipation ermöglichen. Ihr Ziel ist es, die Erfahrung zu vermitteln, mit Kraft der eigenen Stimme gewaltfrei für sich einstehen und etwas bewirken zu können. Denn, wie Andrej Priboschek in seinem Artikel „Was wir jetzt brauchen: Eine Bildungs-Offensive gegen die Hass-Kultur!“  sagt, kann der „Verlust an demokratischer Kultur zu einer beispiellosen Hetze- und Hasswelle führen.“

Professionalisierung von Schulleitung – Tipps und Ansprechpartner

 

Die Zahl der unbesetzten Schulleitungs-Stellen ist brisant. Allein in den Schulen in NRW sind derzeit fast 2.000 Chefsessel unbesetzt. Über 300 davon an Grundschulen. Um den Notstand zu beheben, sind verschiedene Maßnahmen angebracht: vor allem bessere Bezahlung und mehr Zeit für reine Leitungs- und Verwaltungsaufgaben.

 

Den Nachwuchs in den Blick nehmen

Die meisten Positionen als schulische Führungskraft sind derzeit deshalb nicht besetzt, weil geeignete Bewerber fehlen. Die jeweiligen Schulleiterverbände der Länder und deren Dachorganisation, die Arbeitsgemeinschaft der Schulleiterverbände Deutschlands (ASD) fordern, dass dem immer komplexer werdenden Berufsbild auf Bundesebene durch eine professionelle Aus- und Weiterbildung Rechnung getragen wird. Derzeit existieren im Bereich Schulmanagement und in der Qualifizierung von schulischem Führungskräftenachwuchs zahlreiche Fortbildungs- oder Studienangebote. Eine Auswahl:

Social Media & Co: Medienkompetenz für Lehrkräfte

Der souveräne Umgang von Schulen mit digitalen Medien ist eines der bildungspolitischen Ziele für die kommenden Jahrzehnte. So steht es unter anderem auch in der Digitalen Agenda,  die die Bundesregierung im August 2014 verabschiedet hat.

Für den Umgang pädagogischer Fachkräfte mit dem Thema Social Media gelten je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen bzw. Empfehlungen. Sie reichen von eher restriktiven Vorgaben bis hin zu weitgehend liberalen Handhabungen. Unabhängig von bundeslandspezifischen Regelungen gilt jedoch, dass Lehrkräfte Medienkompetenz und einen korrekten Umgang mit sozialen Netzwerken nicht nur lehren, sondern auch selbst erlernen müssen. Hierzu gibt es im Netz verschiedenste Materialien und Anlaufstellen:

 

Messen, Kongresse, Versammlungen: Wichtige Termine für Lehrerinnen und Lehrer

Ob Weiterbildung, Spezialisierung, Netzwerken oder Erfahrungsaustausch: Auf diesen alljährlich stattfindenden und überregional bedeutenden Veranstaltungen treffen sich Lehrerinnen und Lehrer, Referendare, schulische Führungskräfte und sonstige Akteure in Sachen Schule und Bildung.

 

Learntec Karlsruhe: Schon seit über 20 Jahren ist die Learntec eine feste Größe in Sachen Lehren und Lernen mit IT. Neben den Trendthemen E-Learning und digitale Medien werden hier auch Themen wie Datensicherheit und schulische Netzwerke visualisiert. Für Lehrkräfte sowie alle anderen schulischen Akteure gibt es eine eigene Sonderschau. Nächster Termin: 27. – 29. Januar 2015 in Karlsruhe.

 

Digitale Agenda der Bundesregierung: Was bedeutet das für Schulen?

Was bedeutet die Digitalisierung für die Zukunft von Bildung, Gesellschaft und Wirtschaft? Wie werden sich Arbeitsplätze verändern? Welche Kompetenzen benötigen Menschen hierzulande, um den Anforderungen jetzt und künftig gewachsen zu sein?

Vor dem Hintergrund dieser Fragen verpflichtete sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag für die 18. Legislaturperiode, sich durch die Erarbeitung einer Digitalen Agenda umfassend mit den Herausforderungen der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Das Ziel ist hoch gesteckt: Deutschland soll zum digitalen Wachstumsland Nr. 1 in Europa werden. Die knapp 40 Seiten starke „Digitale Agenda 2014 – 2017“  wurde am 20. August 2014 in Berlin vorgestellt. Ein korrespondierendes Online-Portal visualisiert die Kernpunkte des Strategiepapiers.

Weiterbildungen für Lehrkräfte

Die Möglichkeiten zur Weiterbildung für Lehrkräfte sind sehr vielfältig und reichen von methodischen oder unterrichtsbezogenen Inhalten über rein pädagogische Bildungsangebote bis hin zu Aufbaustudiengängen, die für schulische Führungspositionen qualifizieren. Überdies unterhalten die Träger mancher Privatschulen eigene Weiterbildungsprogramme, wie beispielsweise der Bund der Freien Waldorfschulen.

Gerade für Lehrkräfte an Privatschulen ist es wichtig, sich in Sachen Weiterbildung auf dem Laufenden zu halten und sowohl Anbieter als auch Maßnahmen zu kennen. Denn zum einen schärfen Fortbildungen das Profil von Lehrkräften und qualifizieren sie für verschiedenste Stellen und Tätigkeiten. Zum anderen können bereits absolvierte oder aber für die Zukunft gewünschte Fortbildungen ein entscheidender Punkt bei einem Bewerbungsgespräch sein.

Digitales Lehren und Lernen: „Quo vadis, Schulbuch?“

Online-Medien, E-Books, Apps, Wikis und andere digitale Lösungen halten immer mehr Einzug in den Schüler- und Lehrer-Alltag. Doch können sie gedruckte Schulbücher eines Tages ersetzen? Was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile gedruckter und digitaler Medien? Welche elektronischen Angebote sind beispielsweise für die Unterrichtsvorbereitung hilfreich? Und welche Lösungen wären in Zukunft wünschenswert? Um diesen und verwandten Fragen nachzugehen, hat die Universität Augsburg 2013 im Rahmen des Forschungsprojektes „Bildungsmedien online“ eine bundesweite Umfrage unter rund 900 Lehrkräften durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen: Mehr als die Hälfte der befragten Lehrkräfte nutzt Online-Inhalte, um das in gedruckten Schulbüchern enthaltene Wissen um aktuelle Fakten, Zahlen, Grafiken, Abbildungen oder Videos zu ergänzen. Schulbücher sind zwar nach wie vor hoch anerkannt und werden gegenüber Online-Materialien als höherwertig angesehen. Doch dienen sie mittlerweile vielen Lehrkräften eher als ein roter Faden durch die Vorgaben des Lehrplans als ein Medium, das alle Unterrichtsinhalte abdeckt.

Privatschulen mit besonderen pädagogischen Schwerpunkten Teil 6: Montessori-Schulen

Rund 1.000 Schulen und Kindertagesstätten in Deutschland arbeiten nach der reformpädagogischen Montessori-Lehre, davon etwa 600 Kitas, auch „Kinderhäuser“ genannt. Zu den 400 Montessori-Schulen (etwa 300 Primarschulen und 100 weiterführende Schulen) zählen sowohl Schulen in freier Trägerschaft, als auch staatliche Schulen mit Montessori-Zweigen. Bei den freien Trägerschaften handelt es sich in der Regel um kirchliche Trägerschaften oder um Elterninitiativen. Die Verteilung der weiterführenden Montessori-Schulen auf Schulformen stellt sich wie folgt dar: Gymnasien 40 %, Gesamtschulen 25 %, Hauptschulen 20 %, Realschulen 15 %. Zusammengefasst werden die Prinzipien der Montessori-Pädagogik in dem Satz: „Hilf mir, es selbst zu tun.“ Hiernach sollen Kinder und Jugendliche sich möglichst frei entfalten und für sich selbst die passenden Lernwege finden. Sie erhalten dabei zwar Unterstützung durch Erzieher bzw. Lehrkräfte, erfahren aber durch eigenständiges Erarbeiten eine Stärkung ihrer Persönlichkeit.

Privatschulen mit besonderen pädagogischen Schwerpunkten Teil 5: Schulen für Hochbegabte

Als hochbegabt gilt, wer über einen Intelligenzquotienten von 130 oder höher verfügt. Zum Vergleich: Einen IQ von 100 erreichen ca. 50 % der Bevölkerung, ein IQ von 115 attestiert bereits die Fähigkeit zu Bestleistungen. In Deutschland geht man von ca. 360.000 hochbegabten Kindern aus. De facto können Schülerinnen und Schüler mit besonderer Begabung ihre Fähigkeiten jedoch nur dann voll entfalten, wenn sie gezielt gefördert werden. In „normalen“ Schulen fallen Hochbegabte daher nicht zwangsläufig durch herausragende Leistungen auf – im Gegenteil: Oft führt die Unterforderung im Unterricht zu innerer Abkehr oder gar zur Auflehnung gegen die Schule. Nicht selten sind hochbegabte Kinder daher auch verhaltensauffällig. Um Kinder mit Hochbegabung ganzheitlich fördern zu können, sind in den letzten Jahrzehnten in Deutschland mehrere private Schulen für Hochbegabte entstanden.

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