Archiv für die Kategorie „Der Lehrerberuf“

Corona: Bewerben in der Krise

Frisch examinierte Lehrkräfte oder auch erfahrene Lehrerinnen und Lehrer, die sich aktuell auf Jobsuche befinden, sind derzeit häufig verunsichert: Finden momentan überhaupt Bewerbungsverfahren statt? Und wenn ja, auf welche Besonderheiten muss ich mich gegebenenfalls einstellen? Recruiting-Experte Dr. Jörg Köbke, Geschäftsführer der Personalberatung LehrCare, gibt Auskunft.

1. Finden Schulen momentan überhaupt Zeit, sich um Bewerber und eingehende Bewerbungen zu kümmern?

Die derzeitige Situation ist aufgrund von Corona für Bildungsträger und wechselbereites Pädagog*innen nicht ganz leicht. Da die Schulen und Kitas ihren Betrieb noch nicht bzw. noch nicht ganz wiederaufgenommen haben und ggf. eine zweite Welle droht, sollte man im Zweifelsfall auf Nummer sicher gehen und bleiben, wo man ist. Auch haben wir erlebt, dass es bei einigen Schulträgern letzthin zur Verzögerung im Bewerbungsprozess kam. Dort, wo derzeit aber Stellen ausgeschrieben sind, besteht eine gute Chance, dass diese auch wie geplant besetzt werden. Wer sich also mit dem Gedanken trägt, die Stelle zu wechseln oder derzeit eine sucht, weil er keine hat, sollte sich wie üblich bewerben.

2. Finden derzeit überhaupt Vorstellungsgespräche statt oder werden diese online durchgeführt?

Die ganz harten Zeiten sind vorbei. Vorstellungsgespräche fanden kurzzeitig entweder gar nicht oder verstärkt online statt. Mittlerweile aber geht alles vielfach wieder seinen gewohnten Gang, da auch die Träger künftige Mitarbeiter lieber persönlich kennenlernen möchten.

3. Sollen sich Bewerber ganz normal bewerben oder gilt es, Besonderheiten zu beachten?

Ich würde als Bewerber*in auf jeden Fall immer eine Skype-Adresse angeben bzw. vorab eine einrichten und auch mit einem Freund oder einer Freundin einmal ein Probegespräch führen, damit die Technik im Fall der Fälle auch funktioniert. Gibt es Online-Jobinterviews mit mehreren Beteiligten, erfahren Kandidat*innen meist vom künftigen Arbeitgeber, wie das funktioniert. Bei Zoom zum Beispiel kann man sich als Kandidat*in dazuschalten, ohne Zoom selbst installieren zu müssen.

4. Was raten Sie Bewerbern, die nach erfolgtem Gespräch nichts vom potenziellen Arbeitgeber hören?

Das hat ja mit der Krise nichts zu tun und kommt immer mal vor. Hat man sich postalisch oder online beworben oder schon ein Gespräch gehabt, egal ob online oder vor Ort, sollte man, auch wenn nichts Weiterführendes vereinbart wurde, immer nachhaken, wenn es zu lange dauert. Dabei sollte man natürlich freundlich bleiben und sich auf einmalige Nachfrage beschränken. In Kita und Schule tauchen immer kurzfristige Herausforderungen auf, die zu Verzögerungen im Bewerbungsprozess führen, selbst wenn der Träger das nicht möchte. Nachzuhaken zeugt von Interesse an der ausgeschriebenen Position.

Gewalt gegen Lehrkräfte – was können Betroffene tun?

Die Zahl der gewalttätigen Angriffe auf Lehrkräfte hat in den letzten Jahren zugenommen. Ausübende sind dabei nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern vermehrt auch Erziehungsberechtigte. Um die sich mehrenden Meldungen dieser Art mit Zahlen zu untermauern, hat der Verband Bildung und Erziehung e.V. 2017 eine bundesweite Studie in Auftrag gegeben.

Fazit: Von den insgesamt 1.200 befragten Schulleiterinnen und Schulleitern bestätigten 48 Prozent, dass es in den letzten fünf Jahren an ihrer Schule Fälle von psychischer Gewalt gab. Dazu zählen direkte Beschimpfungen, Bedrohungen, Beleidigungen oder Belästigungen. Von gewaltvollen Handlungen über das Internet berichteten 20 Prozent der Schulleitungen.

Doch welche Maßnahmen sind bei derlei tätlichen Angriffen zu ergreifen bzw. wohin können sich betroffene Lehrkräfte und/oder Schulleitungen wenden?

Die Seite „Polizei Dein Partner“ fasst Hintergrundinformationen und Tipps zum Thema Prävention zusammen. Dabei geht das Portal speziell auch auf das Thema Gewalt an der Schule sowie auf die Situation von Lehrerinnen und Lehrern ein.

Der Verein Bundesarbeitsgemeinschaft Lehrer gegen Mobbing besteht seit 1996 und kann mittlerweile durch reichhaltige Erfahrungen Betroffene in aktuellen Problemsituationen professionell beraten und begleiten. Auf der Website des Vereins finden sich neben ersten Anmerkungen zum Thema Mobbing gegen Lehrkräfte wertvolle Hinweise zu Fortbildungen, Links und Medien sowie wichtige Ansprechpartner.

Tresselt.de ist ein Online-Infoportal für Lehrer, Lehramtsanwärter und Schulleiter. In ausführlichen Artikeln berät und informiert es über schulrelevante Themen, unter anderem auch über das Thema Gewalt.

Die kostenlos downloadbare Broschüre „Das Tabu brechen – Gewalt gegen Lehrkräfte, herausgegeben 2017 vom Verband Bildung und Erziehung (VBE), informiert ganz konkret über die notwendigen Schritte nach einem gewaltvollen Übergriff.

Die Bezirksregierung Münster hat den Ratgeber „Gewalt gegen Lehrkräfte“ herausgegeben. Durch ausgewählte Fallbeispiele sollen Lehrkräfte Anregungen bekommen, welche Reaktionen in bestimmten kritischen Situationen hilfreich sein könnten.

Steuertipps für Lehrkräfte (Stand: 2020)

Lehrkräfte müssen für die sachgemäße Vor- und Nachbereitung ihres Unterrichts immer wieder Ausgaben tätigen. Diese sogenannten „berufsbedingten Aufwendungen“ werden im Falle von Lehrerinnen und Lehrern zu einem großen Teil als ebensolche anerkannt und können zu deutlichen Steuersenkungen führen. Wichtig ist stets: Der Bezug zur beruflichen Verwendung muss klar erkennbar sein.

Fachliteratur: Unter Fachliteratur fallen bei Lehrkräften pädagogische oder andere Fachzeitschriften, die zur persönlichen beruflichen Weiterbildung dienen. Klar berufsbezogen – und damit steuerlich relevant – sind auch im Unterricht verwendete Lektüren, also beispielsweise Bestseller. Da sich hier jedoch eine Grauzone auftut, ist es sinnvoll, die rein berufliche Verwendung beispielsweise eines Jugendbuchs in der Steuererklärung schriftlich zu begründen. Wichtig: Kaufbelege von Büchern müssen immer den vollen Titel enthalten. Die Angabe „Fachbuch“ auf der Quittung genügt nicht.

Kommunikationsaufwendungen: Hierzu zählen Telefon- und Internetkosten vom heimischen Anschluss. Ein pauschaler Betrag von 20 Euro pro Monat wird dabei meist als Werbungskosten ohne Einzelnachweis anerkannt.

Büromaterialien und Arbeitsmittel: Hierzu gehören sämtliche Schreibutensilien, Druckerpapier, Hefter und Ordner, Druckerpatronen, Kopierkarten, Taschenrechner, beruflich genutzter PC/Laptop/Tablet sowie Aktentaschen bzw. Schultaschen.

Arbeitszimmer und Einrichtung: Hier sind Lehrkräfte gegenüber anderen Berufsgruppen klar im Vorteil: Sofern das häusliche Arbeitszimmer in die Wohnung eingebunden ist und nahezu ausschließlich beruflich genutzt wird, ist es steuerlich absetzbar. Detaillierte Infos im Blog-Beitrag „So setzen Lehrkräfte das heimische Arbeitszimmer steuerlich ab“.

Fahrtkosten: Für Fahrten zwischen Wohnort und Schule können Lehrkräfte bei der Steuererklärung pro Arbeitstag für jeden Kilometer der einfachen Wegstrecke 30 Cent Fahrtkosten geltend machen. Bei Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel können – falls diese höher sind – die tatsächlichen Fahrtkosten abgesetzt werden. Hierfür müssen jedoch die entsprechenden Belege (= Fahrkarten) vorgelegt werden.

Fortbildungen und Beiträge: Sowohl die Kosten von Maßnahmen an sich, als auch dafür anfallende Fahrt- und ggf. Übernachtungskosten können als Werbungskosten geltend gemacht werden. Voraussetzung: Die Maßnahme muss der Lehrtätigkeit dienen (beispielsweise Schulung zu pädagogischen Methoden oder Technikneuerungen). Auch Mitgliedsbeiträge, etwa zu Berufsverbänden, sind steuerlich relevant.

Quellen:

  • http://dlg-lohnsteuer.de/mitgliedschaft/steuertipps/steuertipps-fur-lehrer/
  • https://www.betzold.de/blog/steuer/

Digitalisierung – 27 Anlaufstellen für Informationen

Der Digitalpakt Schule stellt finanzielle Mittel für eine digitale Infrastruktur an Schulen bereit. Die Länder hingegen sind zuständig für die administrative Umsetzung des Digitalpakts. Sie stellen sicher, dass die Schulen medienpädagogische Konzepte erstellt haben und prüfen, ob bei den Antragstellern (in der Regel Kommunen als Schulträger und freie Schulträger) Konzepte zur Sicherstellung von Betrieb, Support und Wartung vorliegen. Überdies sind die Länder zuständig für die Qualifizierung von Lehrkräften – von Lehrerbildung über das Referendariat bis hin zur Weiterbildung. Folgende Anlaufstellen informieren und unterstützen bei der Annäherung an das Thema digitale Bildung:

  • Bundesbildungsministerium: Infoseite zum Digitalpakt Schule. Hier finden Schulen, Lehrkräfte und Schulträger Antworten auf Fragen rund um Fördergelder, Weiterbildungsmaßnahmen und die empfohlene Verwendung der Gelder.
  • Bundesverband Digitale Bildung: Der Bundesverband Digitale Bildung e.V. ist ein Netzwerk aus Bildungsinstitutionen, Unternehmen, Wissenschaft und Politik. Er wird getragen von der Vision der Digitalen Transformation.
  • Frankfurt EDU: Frankfurt EDU ist eine internationale Plattform für innovative Konzepte, Inhalte und Technologien der Bildungsbranche. In Kooperation mit der Buchmesse Frankfurt.
  • Netzwerk digitale Bildung: Im Netzwerk digitale Bildung sind Akteure aus Schule, Hochschule und Arbeitswelt miteinander verbunden zum Austausch und Wissenstransfer. Für Lehrkräfte besonders interessant ist das separate Netzwerk für engagierte Lehrkräfte, Schulleitungen und Technikkoordinatoren in Schulen.
  • Initiative D21: Die Initiative D21 ist Deutschlands größtes gemeinnütziges Netzwerk für die Digitale Gesellschaft, bestehend aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Das Netzwerk unterhält verschiedene Arbeitsgruppen, organisiert Veranstaltungen und veröffentlicht „Lagebilder für die digitale Gesellschaft“.
  • Gesellschaft für digitale Bildung: Kommerzieller Anbieter von Fortbildungen und Trainings zu Themen rund um die digitale Bildung.  Im Zentrum steht dabei die Implementierung von digitalen Endgeräten im Unterricht. Dafür kooperiert die Gesellschaft für digitale Bildung mit entsprechenden Herstellern.
  • Fobizz – Online-Fortbildungen für Lehrkräfte: Kommerzieller Anbieter von online-basierten Fortbildungen für Lehrkräfte, darunter u.a. Themen wie Einsatz digitaler Medien im Unterricht, Grundlagen des Programmierens, Methoden und didaktische Konzepte.
  • Materialsammlung Monitor Digitale Bildung: Die Materialsammlung Monitor Digitale Bildung gibt – als Resultat einer Studie der Bertelsmann Stiftung – Auskunft über den Ist-Zustand an deutschen Bildungsinstitutionen in Sachen digitale Bildung und visualisiert die dafür angesetzten Befragungs-Parameter.
  • Qualitätsoffensive Lehrerfortbildung: Die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ ist ein Maßnahmenpaket von Bund und Ländern zur Qualifizierung und Weiterbildung von Lehrkräften in Sachen digitale Bildung. Die  Qualitätsoffensive bezieht auch die Curricula der Hochschulen sowie sämtliche Instanzen der Lehrerausbildung ein.
  • Bündnis für digitale Bildung: Engagierter Zusammenschluss aus Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern, mit Unterstützung eines Medienberaters. Liefert Erfahrungsberichte, Tipps sowie Einschätzungen aus der täglichen Schulpraxis.

Anlaufstellen in den Bundesländern

Lehrergesundheit – 25 Programme und Projekte

Obwohl Lehrkräfte im Vergleich zur restlichen Bevölkerung ein insgesamt gesundheitsförderlicheres Verhalten aufweisen, treten einige gesundheitliche Beschwerden in dieser Berufsgruppe doch verstärkt auf, so das Fazit einer Untersuchung, veröffentlicht 2015 im Deutschen Ärzteblatt.

Zu den besonderen Belastungen von Lehrerinnen und Lehrern gehören demnach vor allem Erschöpfungszustände, Kopfschmerzen, erhöhte Reizbarkeit bis hin zu massiven psychischen Störungen, Burnout und Depressionen. Das Thema Lehrergesundheit rückt daher immer mehr in den Fokus des Interesses.

Die Kultusministerkonferenz hat bereits 2012 umfangreiche „Empfehlungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule“ herausgegeben.

Zudem gibt es diverse länderspezifische Programme – sowohl präventiver als auch therapeutischer Art. Nicht zuletzt haben sich auch einige kommerzielle Anbieter auf die Gesundheitserhaltung bzw. -wiederherstellung von Lehrkräften spezialisiert. Ein Überblick.

  • Baden-Württemberg: Informationsportal zum Arbeits- und Gesundheitsschutz für Lehrkräfte in Baden-Württemberg sowie Programm zur Lehrergesundheit des Bildungsservers Baden-Württemberg
  • Bremen: GeSA – Gesund am Arbeitsplatz Schule
  • Mecklenburg-Vorpommern: Lehrergesundheit – Betriebliches Gesundheitsmanagement an den öffentlichen Schulen in MV
  • Sachsen: ZAGS – Kompetenzzentrum für Lehrberufe

Trainings von kommerziellen Anbietern

Das Portal Lehrergesundheit.eu wird unterhalten von einem interdisziplinären Zusammenschluss mehrerer Wissenschaftler der Leuphana Universität Lüneburg, darunter Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen und Lehrkräfte. Das Team bietet verschiedene Trainings, SchilFs, Workshops sowie Coaching an.

Die Raabe Akademie bietet schulinterne Lehrerfortbildungen (SchiLf) zu spezifischen Themen rund um die Lehrergesundheit, wie etwa Stressbewältigung, Konflikttraining, Mobbing-Prävention.

Das Portal Cornelsen scook versorgt Lehrkräfte mit Hintergrundinformationen, Literaturtipps, Achtsamkeitsübungen und Anregungen zur Bewältigung der täglichen Anforderungen.

AGIL ist ein Training zur Gesundheitsförderung für Lehrerinnen und Lehrer. Dabei steht „AGIL“ für „Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf“.

Freie digitale Unterrichtsmaterialien: Open Educational Resources (Stand: Oktober 2019)

Open Educational Resources (OER) sind kostenlose, online erhältliche und für jeden zugängliche Lehr- und Lernmaterialien, die aufgrund freier Lizenzen verwendet und verändert werden dürfen. Der Sammelbegriff OER umfasst neben Texten auch Bilder, Grafiken, Aufgaben, Videos bis hin zu kompletten Lehrbüchern, Kursen, Programmen oder Techniken. Entstanden ist der Begriff Open Educational Resources durch Überlegungen, wie Schwellen- und Entwicklungsländern Bildungsmedien zugänglich gemacht werden können. Seither findet er sich auch im Sprachgebrauch öffentlicher Institutionen, wie etwa der UNESCO.

Die Bemühungen um einen Zugriff benachteiligter Länder zu Bildungsressourcen wurden schließlich 2012 in der Pariser Deklaration festgehalten. Deren Ziel ist es, die UNESCO-Mitgliedsstaaten aufzufordern, über OER zu informieren und diese zu verbreiten. Eine 2013 erschienene Broschüre der UNESCO informiert ausführlich über Wesen und Funktionsweise der OER.

Eindeutige Rechtslage

Während herkömmliche, im Internet frei (und kostenlos) auffindbare Materialien nicht per se zur weiteren Verwendung gedacht sind, werden OER von den jeweiligen Urhebern unter eine spezielle Lizenz gestellt, die es anderen explizit erlaubt, diese Materialien zu nutzen und nach ihren Bedürfnissen zu verändern. Für Lehrkräfte hat dies den entscheidenden Vorteil, dass sie sich rechtlich auf sicherem Terrain bewegen – und nicht in einer Grauzone. Mit den sogenannten Creative Commons-Lizenzen zeigt ein Urherber jedoch lediglich an, dass seine Materialien frei verwendet werden dürfen. Das Urheberrecht bleibt bestehen.

Unterschiedliche Arten von Lizenzen

Insgesamt werden vier Arten von Creative Commons-Lizenzen (CC-Lizenzen) unterschieden, die jeweils unterschiedliche Rechte einräumen.

  • CC BY: Auf diese Weise gekennzeichnete Materialien können frei verwendet, verändert und wieder veröffentlicht werden. Der ursprüngliche Urheber und die Quelle müssen jedoch genannt werden.
  • CC SA („share alike“): Bei dieser Kennzeichnung müssen veränderte Versionen des Ursprungsmaterials bei erneuter Veröffentlichung wieder mit derselben Lizenz veröffentlicht werden.
  • CC NC („non commercial“): Diese Lizenz verbietet die kommerzielle Nutzung des Materials.
  • CC ND („no derivates“): Material mit dieser Lizenz darf zwar weitergegeben und wieder veröffentlicht werden, Veränderungen sind allerdings nicht erlaubt.

OER suchen und finden

Die bekannteste Adresse für Wissen mit CC-Lizenz ist Wikipedia. Hier ist ausschließlich frei verfügbares Material enthalten. Zudem kann auf der Seite www.oercommons.org/ gezielt nach freien Bildungsmaterialien gesucht werden. Sie enthält jedoch zum Großteil Verweise auf englischsprachige Seiten.

Um per Google Inhalte mit CC-Lizenzen auffinden zu können, ist die Zuhilfenahme der „Erweiterten Suche“ notwendig. Hier können im Abschnitt „Ergebnisse eingrenzen“ die gewünschten Nutzungsrechte ausgewählt werden.

Auch auf YouTube ist die Suche nach Filmen mit CC-Lizenz möglich. Hierfür geben User zunächst einen Suchbegriff ein und aktivieren dann einen entsprechenden Filter (oberhalb des ersten angezeigten Videos).

OER – den Einstieg finden

Einen guten Einstieg ins Thema „OER verwenden in der Schule“ bietet die Seite OER kompakt, federführend verwaltet vom Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU). Neben einer Materialiensammlung inkl. Suchfunktion gibt es hier auch mehrere Erklärvideos zu OER.

Sehr fundiert, aber mit nicht ganz so engem schulischen Bezug informiert die Seite OERinfo der Informationsstelle Open Educational Resources.

Auch die Bundeszentrale für politische Bildung hält eine umfangreiche Informationsseite über OER parat.

OER zu einzelnen Fachgebieten

Zielvereinbarungsgespräche an Schulen

Ob Mitarbeitergespräch, Zielvereinbarungsgespräch, Jahresgespräch, Entwicklungsgespräch – für das jährliche Vier-Augen-Gespräch, das in den meisten Unternehmen – und immer mehr auch in Schulen – stattfindet, gibt es unterschiedliche Namen. Ziel der Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Unterredung ist es, den Status quo eines jeden Mitarbeiters/Mitarbeiterin herauszuarbeiten, dessen bzw. deren Entwicklung zu dokumentieren, eventuelle Missstände aufzudecken, die Arbeitsqualität zu sichern und Ziele zu vereinbaren. Das übergeordnete Ziel ist die langfristige Mitarbeiterbindung.

Chance für Weichenstellungen

Auch wenn viele Angestellte einem Zielvereinbarungsgespräch durchaus mit Skepsis begegnen, so sollten sie sich die Möglichkeiten der Unterredung bewusst machen:

  • Gerade jüngere Lehrkräfte erhalten in einem Mitarbeitergespräch wertvolles Feedback zu ihrer Arbeit und haben die Möglichkeit, dazu Stellung zu nehmen.
  • Ein Vier-Augen-Gespräch mit der Schulleitung ist ein idealer Rahmen, um eine mögliche Beförderung oder eine Gehaltserhöhung anzusprechen.
  • Die Vorbereitung auf ein Mitarbeitergespräch ist für Angestellte eine gute Möglichkeit, im Vorfeld die eigene Position in der Schule zu reflektieren und persönliche Ziele herauszuarbeiten.

Mögliche Fragen der Schulleitung

Natürlich können Umfang und Atmosphäre – und damit auch die gestellten Fragen innerhalb eines Mitarbeitergesprächs von Schule zu Schule stark variieren. Umso sinnvoller ist es, sich vorab ein wenig auf ein anstehendes Gespräch vorzubereiten. Folgende Fragen sind klassische Bestandteile von Entwicklungsgesprächen:

  • Welche Projekte/Aufgaben sind Ihnen im vergangenen Jahr besonders gut/weniger gut geglückt?
  • An welche konkrete Situation denken Sie gerne zurück? Welche Situation bereitet Ihnen rückblickend Unbehagen?
  • Haben Sie für sich selbst gesteckte Ziele erreicht?
  • Woran erkennen Sie, dass Sie Ziele erreicht haben?
  • Wo sehen Sie Ihre Stärken, wo Ihre Schwächen?
  • Wie sehen Sie Ihre Position innerhalb des Kollegiums?
  • Wie sehen andere Ihre Position innerhalb des Kollegiums?
  • Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer derzeitigen Position an unserer Schule?
  • Was nehmen Sie als Ihre größten Belastungen wahr?
  • Was müsste sich ändern, damit Sie mit Ihrer derzeitigen Position zufrieden(er) sind?
  • Welche Herausforderungen sehen Sie, wenn Sie in die nähere Zukunft blicken?
  • Welche Entwicklungen würden Sie in näherer Zukunft gerne anstreben?
  • Wo sehen Sie sich in einem, in fünf und in zehn Jahren?

Weitere Informationen:

19 Blogs von und für Lehrkräfte (Stand 2019)

Lehrer-Blogs haben sich in den letzten Jahren zu beliebten Plattformen entwickelt. Neben humoristisch angelegten, eher anekdotisch erzählenden Blogs gibt es auch immer mehr von Lehrkräften betriebene Blogs mit Unterrichts- und Materialien-Empfehlungen. Die hier vorgestellten Blogs stellen nur einen Auszug dar. Es lohnt sich, sich näher mit dem Thema zu befassen – oder für weitere Empfehlungen die jeweiligen Blogrolls zu besuchen.

Materialien Grundschule

Unter www.grundschulblogs.de findet sich eine Auflistung von Materialiensammlungen, Blogs und weiterer besuchenswerter Seiten im Netz.

Materialwiese: Hier bloggt Grundschullehrerin Kerstin Breuer. Ihr Blog umfasst eine riesige Materialiensammlung – auch zu sonst eher weniger gängigen Themen wie beispielsweise „Schullandheim“. Da die Blog-Betreiberin selbst auch als Autorin für Lehrwerke tätig ist, hat sie einen sehr dezidierten und umfassenden Blick auf geeignete Grundschul-Materialien.

Primarblog: Dieser Blog wird betrieben von einer „Mutter, Lehrerin & Fachleiterin – und das jeden Tag“. Neben Materialien zu einzelnen Fächern gibt es eine eigene Rubrik „Klassenleitungskram“ sowie tolle Fotos der Blog-Betreiberin.

Zaubereinmaleins: Riesiger Fundus an kostenlosen Grundschul-Unterrichtsmaterialien – von Ausmal-Vorlagen über Poster, Schilder, Kärtchen, Texte und und und… Zusammengestellt von einer Grundschullehrerin.

Buntes Klassenzimmer: Von der geplanten Übernachtung in der Schule über Willkommens- und Abschiedslieder bis hin zu erprobten Tipps für den Unterricht: Dieser Blog für Grundschullehrkräfte bietet eine bunte Sammlung an Materialien sowie Erfahrungen aus dem Schulalltag.

Referendariat/Berufseinstieg

Einestageslehrerin: Dieser Blog (inzwischen beendet, aber noch immer lesenswert) spannt einen Bogen vom Berufswunsch Lehrerin zu Lehramtsstudium und Schulpraktika – mit allen Höhen und Tiefen, die der Berufswunsch mit sich bringt. Vor allem jedoch aber mit viel Idealismus und positiver Energie.

Computer/Internet/Technik/Neue Medien

Lehrerrundmail: Dieser sehr breit gefächerte und fundierte Blog versorgt Lehrkräfte mit „Tipps & Infos rund um Unterricht mit Computer & Internet“.

Matthias Heil: Der Blogger Matthias Heil, Lehrer für Katholische Religion und Englisch, bemüht sich um die Integration technischer Neuerungen in seinen Unterricht: Ob Blogs, Podcasts, OER oder mobile Geräte: die didaktisch und pädagogisch sinnvolle Einbindung in Lehr- und Lernprozesse interessiert ihn nach eigenen Angaben besonders.

Literatur

georg-buechner.net: Dass man über Literatur diskutieren kann und dass es – gerade auch für Klassiker der Weltliteratur – nicht nur eine mögliche Interpretation, sondern viele Interpretationsansätze gibt, belegt der Blog auf der Website georg-buechner.net, der sich schwerpunktmäßig mit Georg Büchners fragmentarischem Werk Woyzeck beschäftigt. Lohnenswert für alle, die tiefer ins Thema Literatur einsteigen möchten.

Montessori-Pädagogik

Eltern vom Mars: Eine Mutter (und Lehrerin) berichtet auf sehr persönliche Weise von ihrem Weg zu und mit der Montessori-Pädagogik. Mit zahlreichen Anregungen für Lern- und Lehrsituationen sowie fürs Familienleben nach Montessori.

Die Wunderwerkstatt bietet eine umfangreiche Sammlung von bloggenden Familien mit Erfahrungen in Sachen Montessori-Pädagogik. Neben Tipps und Anregungen gibt es zahlreiche persönliche Geschichten, Schönes, Trauriges und Nachdenklich-Stimmendes.

Malen, Basteln, Werken

Lernbasar: Schwerpunkt dieses „Kunstportals für Lehrer, Referendare und alle, die Spaß am Malen haben“, sind Anregungen für den Kunstunterricht, einschließlich Werken, Basteln und textiles Gestalten. Zu finden sind vielfältigste kostenlose Anregungen – teilweise thematisch sortiert.

Better Teaching Resources: Arbeitsblätter, Ausmalvorlagen, Cliparts, Wallpapers – hier dreht sich alles um die schöne Gestaltung von Arbeits- und Unterrichtsmaterialien. Es gibt zahlreiche Freebies zum Download sowie einen umfangreichen Shop. Zielgruppe: Grundschule, Sekundarstufe und Erwachsenenbildung.

Aus dem Schulalltag

Halbtagsblog: Jan Martin Klinge und sein „Halbtagsjob“ als Lehrer, verarbeitet im „Halbtagsblog“, haben mittlerweile eine gewisse Bekanntheit erlangt, denn 2017 wurde der Blogger mit dem Deutschen Lehrerpreis ausgezeichnet. Klinge blickt immer wieder über den Tellerrand der Schule – insbesondere in Richtung Technik, Digitalisierung, Medien.

Lehrerzimmer: Thomas Rau unterrichtet Deutsch, Informatik und Englisch und lässt die Leser seines Blogs an seinen vielfältigen Interessen teilhaben. Neben Erfahrungen aus dem Schulalltag geht es um Spiele, Fundstücke im Netz, Informatik-Gadgets und vieles mehr.

Jochen Lüders – Englisch & Sport am Gymnasium…und ein bisschen Tango: Jochen Lüders unterrichtet seit 30 Jahren Englisch und Sport an einem Münchner Gymnasium. Sein Blog spiegelt persönliche Erfahrungen – gerne auch humorvolle – und Ereignisse aus seinem Schulalltag wieder. Und jede Menge Tango-Input gibt es noch dazu.

„Dem Herrn Weese sein Blog“ ist nach eigenem Bekunden ein „Blog eines Deutschlehrers an einem fränkischen Gymnasium.“ Neben dem humorvollen Auseinanderpflücken von Phänomenen der deutschen Sprache gibt es hier allerhand persönliche Ein- und Ansichten.

Herr Larbig:  Torsten Larbig, Betreiber dieses Blogs, ist Lehrer für die Fächer Deutsch und katholische Religion und hat einen Hang zu Technik und digitalen Medien. Daneben ist er ein aufmerksamer Beobachter des deutschen Bildungswesens und hält diesbezügliche Standpunkte, Hintergrundinformationen und Außenansichten fest.

Kreide fressen: Scharfzüngiger Blog mit dem Untertitel „Momentaufnahmen eines Lehrers aus Bielefeld“. Schon während seiner Studienzeit hielt der Betreiber hier seine Gedanken und Erfahrungen fest – und geht daher auch ausführlich auf das Referendariat und die Lehrerausbildung mit all ihren Kurven ein.

riecken.de: Neben Unterrichtsinhalten, Methoden, Bildungspolitik, Web 2.0 bloggt Maik Riecken hier über den Schul- und Unterrichtsalltag eines Lehrers für Deutsch und Chemie. Besonders erwähnenswert: Riesige Sammlung an Gruppenspielen für Schulklassen, Jugendgruppen etc.

Und noch viel mehr Blog-Empfehlungen gibt es hier

Berufliche Netzwerke für Lehrkräfte

Im Hinblick auf die steigende Zahl von Privatschulen und deren unterschiedliche Schwerpunkte, ist bei manchen Lehrerinnen und Lehrern eine zunehmende Spezialisierung feststellbar. Diese kann, muss aber nicht mit der jeweiligen Fächerkombination einhergehen. Stattdessen kann Spezialwissen durchaus auch fachfremd sein. So sind etwa Fremdsprachen-Lehrkräfte mit einem Faible für digitale Medien, MINT-Lehrkräfte mit vertieftem Wissen in Sachen Mobbing-Prävention oder Sportlehrerinnen und -lehrer mit besonderen Kompetenzen in Sachen Inklusion keine Seltenheit.

Spezialwissen und Erfahrungen, die über die reinen Lehrplan-Inhalte hinausgehen, sind im Lehralltag eine wertvolle Ressource und Lehrkräfte beklagen zu Recht die im Schulalltag mangelnden Gelegenheiten, sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen bzw. zusammenzuarbeiten.

Ansprechpartner finden, Wissen teilen

Eine Möglichkeit, auf unkomplizierte – und persönliche – Art Kolleginnen und Kollegen zu finden, die über gesuchtes Spezialwissen verfügen, sind berufliche Netzwerke. Was in der freien Wirtschaft bereits eine lange Tradition hat, hält nun auch immer mehr Einzug in den Lehrerberuf. Hier eine Auswahl lehrerbezogener beruflicher Netzwerke:

Darüber hinaus gibt es neben zahllosen regional bzw. länderspezifisch bezogenen Netzwerken auch parteibezogene Netzwerke, kirchen- oder gewerkschaftsnahe Netzwerke, wissenschaftliche Netzwerke, Hochschul-Alumni sowie Frauennetzwerke. Der Deutsche Frauenrat beispielsweise vereint als Dachverband über 60 Frauennetzwerke unter seinem Namen.

First give, then take!

Entgegen mancher Vorurteile sind die Beweggründe vieler überzeugter Netzwerkerinnen und Netzwerker keinesfalls egoistischer Natur. Denn auf Dauer wird in einem Netzwerk nur heimisch werden, wem das Geben mindestens genauso viel Freude bereitet wie das Nehmen. Regeln also, wie sie auch bei einer guten Freundschaft gelten sollten. Und das bedarf am Anfang durchaus ein wenig Arbeit. Essentielle Verhaltensweisen beim Eintritt in ein Netzwerk sind daher: Interesse bekunden, Hilfsbereitschaft signalisieren, an den vorherrschenden Umgangston halten, sich konstruktiv einbringen.

Entgelte der Lehrkräfte im Öffentlichen Dienst (Stand: Mai 2019)

1. Tarifverträge für Lehrer

Es gibt drei verschiedene Tarifverträge, die für angestellte Lehrer in Frage kommen:

  1. TV-L
  2. TV-H Hessen
  3. Spezialfall: kommunal beschäftigte Lehrer nach TVÖD

Hinweis: Seit der Tarifrunde 2019 entsprechen die Entgelttabellen des Tarifgebietes Ost denen des Tarifgebietes West.

2. Eingruppierung der Lehrkräfte

Das Entgelt nach den TV-L ergibt sich immer aus zwei verschiedenen Kategorien:

  1. der jeweiligen Entgeltgruppe und
  2. der Stufenzuordnung innerhalb dieser Entgeltgruppe.

Leistungsfremde Faktoren wie Familienstand, Anzahl der Kinder oder Lebensalter bleiben unberücksichtigt – lediglich Jahressonderzahlungen sind möglich.

2.1 Entgeltgruppen

Jede Lehrkraft wird in eine der sechs Entgeltgruppen eingruppiert. Die Zuordnung zu einer Entgeltgruppe richtet sich nach der individuellen Ausbildung, Qualifikation und Erfahrung. Generell gilt: Je höher die Ausbildung und Qualifikation und je umfassender die Erfahrung ist, desto höher ist die Eingruppierung. Eine grobe Orientierung für die Eingruppierung gibt folgende Tabelle:

Entgelt
gruppe
Bildungsabschluss Mögliche
Berufsgruppen
E 1 – E 4 An- und Ungelernte Bote, Küchenhelfer, Helfer in
der Justiz
E 5 – E 8 Mind. 2- oder 3-jährige
Ausbildung
Alten- und Kinderpfleger,
Ergotherapeuten, Logopäden
E 9 – E 12 Bachelor- oder FH-
Abschluss
Lehrer an Grund-, Real- und
Hauptschulen sowie Sek I
und II als Quereinstieg
E 13 – E 15 Hochschulstudium,
Master
Lehrer an Gymnasien und
Förderschulen

2.2 Stufenzuordnung

Die Entgeltgruppen sind in Stufen unterteilt. Grundsätzlich erfolgt die Zuordnung in Stufe 1, sofern keine beruflichen Vorerfahrungen vorliegen. Zeiten einer „einschlägigen Berufserfahrung“sind bei der Stufenzuordnung zu berücksichtigen (§ 16 Abs. 2 Satz 2 und 3 TV-L). Dabei muss es sich um berufliche Erfahrungen in der übertragenen oder einer auf die Aufgabe bezogenen entsprechenden Tätigkeit handeln. Sie liegen vor, wenn die frühere Tätigkeit im Wesentlichen unverändert fortgesetzt wird.

Darüber hinaus bietet der TV-L die Möglichkeit, im Rahmen des Ermessens „förderliche Zeiten“bei der Stufenzuordnung zu berücksichtigen (§ 16 Abs. 2 Satz 4) bzw. eine Vorweggewährung von Stufen (§ 16 Abs. 5) vorzunehmen. Für alle neu einzustellenden Lehrkräfte wird durch Erlassregelungen der Ministerien die Anrechnung förderlicher Zeiten unterschiedlich ermöglicht.

Als förderliche Zeit wird jede nachgewiesene berufliche Vorerfahrung, die bei großzügiger Auslegung für den angestrebten Lehrerberuf dienlich ist, berücksichtigt. Maximal ist eine Zuordnung in Stufe 4 der jeweiligen Entgeltgruppe möglich, die bei einer berücksichtigungsfähigen Zeit von in der Regel sechs Jahren erreicht wird. Die Verweildauer in den sechs Entgeltgruppen richtet sich immer nach den Berufsjahren (und ist für Nicht-Erfüller, d.h. ohne 2. Staatsexamen, deutlich länger):

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Einstiegsstufe nach 1 Jahr in Stufe 1 nach 2 Jahren in Stufe 2nach 3 Jahren in Stufe 3nach 4 Jahren in Stufe 4nach 5 Jahren in Stufe 5
ab Einst.nach 1 Jahrnach 3 Jahrennach 6 Jahrennach 10 Jahren

3. Jahressonderzahlungen

Die Jahressonderzahlungen wurden in der Tarifrunde 2019 eingefroren. Es gelten somit im laufenden Tarifjahr die Sonderzahlungssätze aus 2018. Dies führt zu einer Verringerung der linearen Erhöhung um jeweils ca. 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte.

Die Jahressonderzahlung wird zusätzlich zum mtl. Entgelt gezahlt. Anspruch haben Tarifbeschäftigte, die am 1. Dezember in einem Arbeitsverhältnis stehen (§ 20 TV-L). Die Jahressonderzahlung beträgt für Beschäftigte in den Entgeltgruppen

· E 9 bis E 11                80 v.H.

· E 12 bis E 13              50 v.H.

· E 14 bis E 15              35 v.H.

des mtl. Entgelts, das jeweils in den Kalendermonaten Juli, August und September durchschnittlich gezahlt wird.

4. Entgelttabellen

4.1 Lehrer im Beschäftigtenverhältnis (allgemeiner TV-L)

Hinweis zum TV-L Berlin „Lehrer“:
Zum 01.12.2017 erfolgte die Angleichung des TV-L in Berlin zum allgemeinen TV-L. Die wöchentliche Arbeitszeit erhöhte sich um 24 Minuten auf 39:24 Stunden, was dem Durchschnitt der Bundesländer entspricht.

4.2 TV-H Hessen

Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst des Landes Hessen

4.3 TvöD Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst

Bereich Bund

4.4 TvöD Kommune/VKA (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände)

 5. Forum/Gehaltsrechner/Links

In dem aktuellen und gut besuchten Forum der Seite Öffentlicher-Dienst.info können bereits gestellte Fragen durchstöbert oder neue Fragen gestellt werden. Zudem befinden sich auf der Seite eine gute Linksammlung sowie ein Gehaltsrechner zum TV-L 2019.

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