Archiv für die Kategorie „Der Lehrerberuf“

Unzulässige oder kritische Fragen beim Vorstellungsgespräch

Einige Fragen sind im Bewerbungsgespräch unzulässig, andere kritische Fragen wiederum in gewissen Berufsgruppen durchaus legitim. Und auf manche Fragen dürfen Bewerber*innen gar mit einer Lüge antworten. Ein Überblick.

Unzulässig:
  • Frage nach einer bestehenden Schwangerschaft
  • Frage nach einer geplanten Schwangerschaft. Diese Frage darf von einer Frau auch bewusst falsch beantwortet werden, ohne dass negative Konsequenzen drohen.
  • Frage nach einer bestehenden oder geplanten Eheschließung
  • Frage nach dem bisherigen Gehalt
  • Frage nach der Religions- oder Parteizugehörigkeit
  • Frage nach Vorerkrankungen und/oder dem aktuellen Gesundheitszustand
  • Frage nach Erbkrankheiten in der Familie
  • Frage nach einer Behinderung sowie nach einer Einstufung als Schwerbehinderte*r (vgl. Benachteiligungsverbot des § 81 Abs. 2 SGB IX für Schwerbehinderte und Gleichgestellte)
  • Frage nach den Vermögensverhältnissen
  • Frage nach der ethnischen Herkunft und Kultur
In gewissen Berufen erlaubt
  • Bei sogenannten Tendenzbetrieben (z.B. Parteizentralen, parteilichen Medien oder sonstigen politisch untermauerten Betrieben) sowie (im Einzelfall) bei kirchlichen Einrichtungen ist die Frage nach der Gewerkschaftszugehörigkeit nach § 118 BetrVG zulässig.
  • Ebenfalls erlaubt bei Tendenzbetrieben ist die Frage nach der Religions- oder Parteizugehörigkeit.
  • Sofern die künftige Tätigkeit des Bewerbers oder der Bewerberin dies erfordert, darf der Arbeitgeber nach Vorstrafen fragen (z.B. Verkehrsdelikte bei Kraftfahrer*innen). Ist die Vorstrafe nicht (mehr) im Bundeszentralregister eingetragen, darf sich der Bewerber bzw. die Bewerberin als unbestraft bezeichnen
Wie reagieren auf unzulässige Fragen?

Zwar ist es naheliegend, in diesem Fall auf die Unzulässigkeit der Frage zu verweisen und die Antwort zu verweigern. Für den weiteren Verlauf des Gesprächs ist dies jedoch nicht förderlich und sollte daher vermieden werden, zumal es durchaus eine bewusste Provokation seitens des Personalers oder der Personalerin sein könnte. Zu empfehlen ist, im Falle einer unzulässigen Frage freundlich und zugewandt zu bleiben. Als Antwort eignet sich die Äußerung: „Inwieweit ist diese Frage denn relevant für die Besetzung der Stelle?“ Hiermit setzt der/die Kandidat*in das deutliche Signal: Ich weiß, dass ich hierauf nicht antworten muss, bleibe aber dennoch gesprächsbereit.

Soft Skills: So wichtig sind die „weichen Kompetenzen“

Sie sind schwer greifbar, kaum zu überprüfen und oft schwammig formuliert. Dennoch betonen Karriereexperten die stetig zunehmende Bedeutung von Soft Skills in Bewerbungsprozessen. Der Definition nach sind Soft Skills persönliche, soziale und methodische Kompetenzen, die über reines berufsbezogenes Fachwissen hinausgehen.

Warum sind Soft Skills so wichtig?

Soft Skills verleihen dem Bewerber bzw. der Bewerberin eine eigene Note. Während „Hard Skills“ wie Zeugnisse oder Nachweise von erlangten Qualifikationen nur den Erwerb von standardisiertem Wissen bescheinigen, formen Soft Skills die Bewerberpersönlichkeit und geben ihr eine individuelle Note. Auf Pädagog*innen übertragen bedeutet dies beispielsweise: Es genügt nicht, ein fundiertes Fachwissen zu haben. Vielmehr müssen Personen in lehrenden Berufen offen, kontaktfreudig, flexibel sein und einen „Draht“ zu Kindern oder Jugendlichen haben.

Nicht nur darüber reden

Spätestens im Vorstellungsgespräch haben Bewerber*innen dann die Chance, ihre individuellen Kompetenzen zu zeigen. Hier gilt: unbedingt authentisch bleiben. Nichts kann ein Gespräch schneller ruinieren als ein schlechtes Schauspiel. Daher: Zur eigenen Persönlichkeit stehen, die uneingeschränkt positiven Kompetenzen betonen, andere vielleicht geschickt verpacken. So kann beispielsweise eine eher ruhige, weniger durchsetzungsstarke Persönlichkeit über glasklare analytische Fähigkeiten verfügen und Auseinandersetzungen auf diese Weise stets pragmatisch lösen. Entsprechend wären genau diese Fähigkeiten im Gespräch hervorzuheben.

Welche Soft Skills sind gefragt?

Selbstverständlich hängen die für einen Job vorteilhaften Soft Skills entscheidend von der zur Debatte stehenden Stelle ab. Es gibt jedoch Statistiken über die am häufigsten gefragten Kompetenzen für Arbeitnehmer.
Nach der Erfahrung von LehrCare werden folgende Soft Skills am häufigsten nachgefragt:

Kommunikations- und Sozialkompetenz

Reflektionskompentenz

Kritik- und Konfliktfähigkeit

Teamgeist

Empathie

Flexibilität

Engagement

Belastbarkeit

Eigenständige und strukturierte Arbeitsweise

Hohe Eigenverantwortung

Freude an der Arbeit

Offenheit

Kreativität

Motivation

Begeisterungsfähigkeit

Natürliche Autorität

Verlässlichkeit

Nur Leitungskräfte

Führungs- und Steuerungskompetenz

Kommunikationsfähigkeiten

Entwicklungskompetenz

Strategisches und unternehmerisches Denken und Handeln

Überzeugtes Auftreten

Organisationstalent

Tipp: Ein Kompetenztest gibt Aufschluss über die eigenen Stärken.

Bewerbungs-Anschreiben: 8 wissenswerte Fakten

Das Anschreiben gilt als „Visitenkarte“ der Bewerberin bzw. des Bewerbers. Denn es ermöglicht, Persönlichkeit zu zeigen und eigene Vorzüge in den Vordergrund zu rücken. In der freien Wirtschaft jedoch legen Personaler immer weniger Wert auf diesen Bewerbungs-Bestandteil. Denn viele Anschreiben verlieren sich in Floskeln, lesen sich zäh und sind wenig aussagekräftig. Konzerne wie Deutsche Bahn, Henkel und auch Google verzichten daher komplett auf sie. Welchen Stellenwert hat das Anschreiben bei pädagogischen Berufen? Und welche Punkte gilt es zu beachten?

  • Generell gilt: In pädagogischen Berufen ist die Bewerberinnen-Persönlichkeit von großer Bedeutung. Sofern in der Ausschreibung nicht anders erwähnt, sollten Kandidatinnen daher nicht auf ein Anschreiben verzichten und es stattdessen als Chance nutzen, sich angemessen darzustellen.
  • Wiederholungen vermeiden. Was bereits im Lebenslauf steht, muss im Anschreiben nicht wiederholt werden. Vielmehr sollte dieses Ergänzungen zum Lebenslauf liefern und im Idealfall Lust darauf machen, einen näheren Blick auf die Vita zu werfen.
  • Keine Schmeicheleien. Ein Eigentor schießen Kandidat*innen, wenn sie das Unternehmen als Ganzes zu offensiv loben. Stattdessen lieber konkrete Aspekte des potenziellen Arbeitgebers hervorheben: Schwerpunkte der Arbeit, Ausstattung, angestrebte Ziele etc.
  • Motivation muss ersichtlich sein. Egal ob es sich um die erste Stelle nach Studium oder Ausbildung handelt oder sich Bewerbende aus einer noch bestehenden Anstellung heraus bewerben: Personaler wollen erfahren, worin ihre Motivation für einen potenziellen Wechsel liegt. Diese Antwort muss das Anschreiben also liefern.
  • Nicht zu lang. Das Anschreiben sollte nicht länger als eine Seite sein.
  • Keine gestelzte Sprache. Die Bemühungen, kompetent und umfassend gebildet zu erscheinen, münden oft in einer unnatürlichen, gestelzten Sprache. Dies wirkt nicht nur aufgesetzt, sondern ermüdet den Leser bzw. die Leserin.
  • Augenmaß bei der Gestaltung. Beim Anschreiben haben viele Kandidat*innen den Wunsch, sich gestalterisch „auszutoben“. Doch Vorsicht: Zum einen muss das Anschreiben optisch zum Rest der Bewerbung passen, zum anderen sind zu viele Schriftarten oder gestalterische Elemente störend beim Lesen und inhaltlichen Erfassen.
  • Eigene Worte verwenden. Bei der intensiven Auseinandersetzung mit einer Stellenausschreibung und einem Unternehmen gehen schnell dessen Begrifflichkeiten in den eigenen Sprachgebrauch über. Vorsicht: Dies wirkt anbiedernd und ermüdend. Daher auf die Wahl eigener Begriffe und Formulierungen achten.

Checkliste: Wissenswertes zum Probearbeitstag an der Schule

Mehr noch als an staatlichen Schulen ist an Privatschulen auch die Bewerber*innen-Persönlichkeit relevant für die Eignung für eine konkrete Stelle. Ist das Vorstellungsgespräch positiv verlaufen, beginnt die nächste Phase des Bewerbungsprozesses. Hierzu bieten viele Schulen in freier Trägerschaft die Möglichkeit eines Probearbeitstages an. Wie ist dieser rechtlich einzuordnen und was gilt es zu beachten?

  • Der Probearbeitstag dient dem näheren Kennenlernen. Er ist eine für beide Seiten unverbindliche Maßnahme.
  • Der Probearbeitstag darf nicht mit der vertraglich geregelten Probezeit verwechselt werden. Diese beginnt erst nach der Vertragsunterzeichnung und nach dem Start des Arbeitsverhältnisses.
  • Je nach Schule kann ein Probetag unterschiedliche Bezeichnungen haben. Gebräuchlich sind u.a. Kennenlerntag, Schnuppertag oder Hospitation.
  • Aus juristischer Sicht handelt es sich beim Probearbeitstag um ein sogenanntes „Einfühlungsverhältnis“. Bei diesem haben die Bewerbungskandidat*innen weder Anspruch auf Versicherungsschutz, noch auf Lohn.
  • Bewerbende sollten sich genau nach den üblichen Modalitäten für die Einfühlungstage erkundigen. Denn es besteht zwischen Schule und hospitierender Lehrkraft die Möglichkeit, einen schriftlichen Vertrag zum Einfühlungsverhältnis abzuschließen. Es empfiehlt sich jedoch, als Kandidat*in nicht auf einen solchen Vertrag zu beharren.
  • Empfehlenswert ist es hingegen, sich beim potenziellen neuen Arbeitgeber nach dessen Vorstellungen zum Probearbeitstag zu erkundigen: In welche Bereiche wird der Kandidat bzw. die Kandidatin reinschnuppern dürfen?
  • Ebenfalls wichtig: Darf bzw. soll der/die Bewerbende etwas vorbereiten? Wird es die Gelegenheit geben, sich „in Aktion“ zu präsentieren und mit Schüler*innen zu arbeiten?
  • Nicht zuletzt sollte schon vorab geklärt werden, wie der weitere Verlauf des Bewerbungsverfahrens nach dem Probearbeitstag ist. Gibt es weitere Hospitationen? Oder einen weiteren Gesprächstermin?

Die hier erwähnten juristischen Hinweise sind allgemeiner Art, nach bestem Wissen und Gewissen verfasst, erheben aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Rechtsberatung dar. Konsultieren Sie für rechtssichere Informationen bitte einen Fachanwalt.

Bewerbungsgespräch: Auf diese Fragen sollten Sie gefasst sein (Stand: Juni 2022)

Es lohnt sich, sich vor einem Vorstellungsgespräch mit den gängigsten Fragen auseinanderzusetzen. Nicht zuletzt helfen diese auch dabei, eigene Wünsche und Vorstellungen zu sortieren und Erwartungen klarer herauszuarbeiten.

Motivation und Einstellung zum Beruf
• Welche Motivation hatten bzw. haben Sie für die Wahl des Lehrer*innenberufs?
• Haben Sie ein pädagogisches Leitbild?
• Wie würden Sie sich als Lehrkraft charakterisieren?
• Haben Sie bislang besondere Schwerpunkte in Ihrer beruflichen Tätigkeit setzen können?
• Nennen Sie uns die drei prägendsten Erfahrungen im Referendariat.
• Worin sehen Sie die Hauptaufgabe der Klassenleitung?
• Was tragen Sie zu einem guten Zusammenarbeiten im Team bei?
• Wie sieht für Sie gelungene Elternarbeit aus?
• Was erwarten Sie von der Schulleitung?
• Wie würden Sie Eltern in den Unterricht bzw. den Schulalltag einbeziehen?
• Worauf legen Sie als pädagogische/erzieherische Fachkraft besonders wert?
• Was war Ihr Beweggrund für eine Bewerbung auf diese Stelle?

Fragen an Bewerbende an Privatschulen
• Was war Ihr Beweggrund für eine Bewerbung an einer Privatschule?
• Was spricht Sie an unserem Schulprofil besonders an?
• Warum sind Sie, Ihrer Einschätzung nach, an einer Privatschule gut aufgehoben?
• Was sind für Sie die herausragenden Vorteile von Privatschulen?
• Sehen Sie an Privatschulen auch negative Punkte? Welche?
• Wie würden Sie unsere Schule gerne mitgestalten?

Handeln in ausgewählten Situationen
• Wie gehen Sie mit störenden Schülerinnen und Schülern um?
• Hatten Sie bereits einmal mit Aggressionen oder gar Gewalt auf Schüler*innenseite zu tun? Wie haben Sie darauf reagiert?
• Wie schätzen Sie Ihre interkulturelle Kompetenz ein?
• Welche (technischen und pädagogischen) Erfahrungen haben Sie während der Pandemie im Distanzlernen gesammelt?
• Wie reagieren Sie auf Mobbing im Kollegium?
• Wie könnten Sie mit Vertretern anderer Fächern kooperieren?
• Haben Sie Erfahrungen mit „offenen“ Unterrichtsformen?
• Was könnten Sie fachfremd unterrichten?
• Mit welcher AG könnten Sie unsere Schule bereichern?
• Welche Kenntnisse haben Sie in digitalen Medien bzw. im Internet? Wie setzen Sie diese ein?
• Welche Erfahrungen haben Sie mit Inklusion sammeln können?
• Welche Lehrerfortbildung würde Sie interessieren?

Bei Lehrkräften aus dem Fachbereich Sprachen
• Kennen Sie Maßnahmen zur Leseförderung? Welche?
• Wie könnten Sie eine Theater-AG aufbauen?
• Wie fördern Sie Schülerinnen und Schüler mit LRS?
• Wie sieht für Sie eine handlungsorientierte Förderung der (fremdsprachlichen) Sprachkompetenzen aus?
• Haben Sie Erfahrungen mit Kooperationen zu Partnerschulen in anderen Ländern? Wie würden Sie solche Partnerschaften aufbauen?

Bei Lehrkräften aus den MINT-Fächern
• Wie wecken Sie das Interesse an Ihrem Fach bei den Schülerinnen und Schülern?
• In welchem Umfang haben Sie im Unterricht bereits mit Tablets/PCs gearbeitet?
• Haben Sie Erfahrung mit der Nutzung von Whiteboards?
• Binden Sie Apps bzw. das Smartphone in den Unterricht ein? Wie?
• Halten Sie es für notwendig Mädchen in den MINT-Fächern besonders zu fördern? Wenn ja, wie?

Bei Lehrkräften aus den künstlerischen und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern
• Haben Sie bereits Kunstausstellungen o.Ä. in der Schule organisiert oder einen Chor/ein Orchester geleitet?
• Wo sehen Sie die Relevanz des Fachs Religion in der heutigen Zeit?
• Verfügen Sie über Erfahrungen mit Schulgottesdiensten?
• Welchen Beitrag können Sie mit Ihrem Fach zu unserem pädagogischen Leitbild leisten?
• Wie regen Sie eine Diskussionskultur im Unterricht an?

20 Blogs von und für Lehrkräfte (Stand: April 2022)

Die Bandbreite der Lehrer*innen- und Bildungs-Blogs ist riesig. Neben Unterrichtsmaterialien, Ideensammlungen und Tipps zum digitalen Lehren und Lernen enthalten sie oft auch Anekdoten rund um Schule und Lehrerdasein: Die hier vorgestellten Blogs stellen nur einen Auszug dar. Es lohnt sich, tiefer in das Thema einzusteigen – oder für weitere Empfehlungen die jeweiligen Blogrolls zu besuchen.

Materialien Grundschule

Sammlung verschiedener Blogs:
Unter www.grundschulblogs.de findet sich eine Auflistung von Materialiensammlungen, Blogs und weiterer besuchenswerter Seiten im Netz.

Materialwiese:
Grundschullehrerin Kerstin Breuer stellt hier einen riesigen, sehr engagiert gesammelten Materialienfundus zur Verfügung und widmet sich auch Themen wie Classroom Management, digitale Unterrichtseinheiten oder anderen aktuell relevanten Themen. Darüber hinaus ist die Bloggerin selbst auch Autorin für Lehrwerke.

Prima(r)blog:
Hier bloggt eine Grundschullehrerin und Fachleiterin für Deutsch – und erzählt durchaus auch einmal über persönliche Herausforderungen im Beruf. Neben Materialien für Deutsch, Englisch, Kunst, Lesen und Sachunterricht gibt es eine eigene Rubrik „Klassenleitungskram“. Eine Besonderheit ist die Fotosammlung der Bloggerin. Sämtliche Aufnahmen dürfen frei verwendet werden

Zaubereinmaleins:
Hier gibt es einen riesigen Fundus an kostenlosen (bzw. gegen einen einmaligen Unkostenbeitrag nutzbaren) Grundschul-Unterrichtsmaterialien – von Ausmal-Vorlagen über Poster, Schilder, Kärtchen, Texte und und und… Zusammengestellt wird all dies sehr souverän von einer Grundschullehrerin.

Studium/Referendariat/Berufseinstieg


Teacher to be:

Hier lässt die angehende Lehrerin und Bloggerin Hannah die Leserinnen und Leser hautnah teilhaben an ihren Erfahrungen im Lehramtsstudium in Münster. Vom Eingewöhnen in die Studienstadt bis hin zum Alltag beim (Online)Studieren.

Einestageslehrerin:

Dieser Blog spannt einen Bogen vom Berufswunsch Lehrerin zu Lehramtsstudium, Schulpraktika, Referendariat und Berufseinstieg – mit allen Höhen und Tiefen, die der Berufswunsch mit sich bringt. Vor allem jedoch aber mit viel Idealismus und positiver Energie.

Digitale Medien/Informatik/Technik


Lehrerzimmer – Herr Rau erzählt:

Hier bloggt der Deutsch-, Englisch- und Informatiklehrer Thomas Rau, der in Fachkreisen aufgrund seiner langjährigen Blog-Erfahrung durchaus auch als „Bildungsblogdinosaurier“ bezeichnet wird. Sein Fokus liegt auf technischen Themen sowie auf einprägsamen Erlebnissen im Schulalltag.

Lehrerrundmail:

Dieser Blog konzentriert sich weniger auf private Empfehlungen und Tipps, sondern versorgt Lehrkräfte mit News und Infos rund um Schule und Unterricht. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Gebieten Digitalität, Computer und Internet.

Literatur

Bob Blume:
Hinter dem Pseudonym Bob Blume verbirgt sich der Gymnasiallehrer für Deutsch Thomas Clemens. Auf seinem engagierten und preisgekrönten Blog schreibt er nicht nur über das Referendariat, das Lehrerdasein und den Deutschunterricht, sondern schildert auch, wie sich Text und Schreiben in digitalen Medien darstellen lassen.

georg-buechner.net:

Dass man über Literatur diskutieren kann und dass es – gerade auch für Klassiker der Weltliteratur – nicht nur eine mögliche Interpretation, sondern viele Interpretationsansätze gibt, belegt der Blog auf der Website georg-buechner.net, der sich schwerpunktmäßig mit Georg Büchners fragmentarischem Werk Woyzeck beschäftigt. Lohnenswert für alle, die tiefer ins Thema Literatur einsteigen möchten.

Montessori-Pädagogik

Eltern vom Mars:

Eine Mutter (und Lehrerin) berichtet auf sehr persönliche Weise von ihrem Weg zu und mit der Montessori-Pädagogik. Mit zahlreichen Anregungen für Lern- und Lehrsituationen sowie fürs Familienleben nach Montessori.

Wunderwerkstatt:
Die „Wunderwerkstatt“ bietet eine umfangreiche Sammlung von Spiel- und Bastelideen, Tipps und Anregungen für die Montessori-Erziehung. Sortiert ist alles nach Alter des Kindes.

Malen, Basteln, Werken

Lernbasar:

Schwerpunkt dieses „Kunstportals für Lehrer, Referendare und alle, die Spaß am Malen haben“, sind Anregungen für den Kunstunterricht, einschließlich Werken, Basteln und textiles Gestalten. Zu finden sind vielfältigste kostenlose Anregungen – teilweise thematisch sortiert.

Better Teaching Resources:

Arbeitsblätter, Ausmalvorlagen, Cliparts, Wallpapers – hier dreht sich alles um die schöne Gestaltung von Arbeits- und Unterrichtsmaterialien. Es gibt zahlreiche Freebies zum Download sowie einen umfangreichen Shop. Zielgruppe: Grundschule, Sekundarstufe und Erwachsenenbildung.

Aus dem Schulalltag

Toller Unterricht:

Nina Toller, Lehrerin für Englisch, Geschichte, Latein und Informatik, lässt die Leserinnen und Leser hier auf sympathische, professionelle Art teilhaben an ihren Materialien, Erfahrungen und Erlebnissen im Unterricht. Ein Schwerpunkt liegt auf digitalem Lernen und Lehren.

Halbtagsblog:

Jan Martin Klinge und seine Lehrertätigkeit, verarbeitet im „Halbtagsblog“, haben mittlerweile eine breite Bekanntheit erlangt. 2017 wurde der Blogger mit dem Deutschen Lehrerpreis ausgezeichnet. Klinge blickt immer wieder über den Tellerrand der Schule – insbesondere in Richtung Technik, Digitalisierung, Medien.

Off – on education:

Blogs von Schulleitern sind selten. Daher lohnt es sich, einen Blick auf „Off – on education“ zu werfen. Hier lässt Schulleiter Timo Off die Leser*innen an seinem Alltag als Leiter einer Gemeinschaftsschule teilhaben.

Jochen Lüders – Englisch & Sport am Gymnasium…und ein bisschen Tango:

Jochen Lüders unterrichtet seit 30 Jahren Englisch und Sport an einem Münchner Gymnasium. Sein Blog spiegelt persönliche Erfahrungen – gerne auch humorvolle – und Ereignisse aus seinem Schulalltag wieder. Und jede Menge Tango-Input gibt es noch dazu.

Herr Larbig:

Blogger Torsten Larbig ist Lehrer für die Fächer Deutsch und katholische Religion und hat einen Hang zu Technik und digitalen Medien. Daneben ist er ein aufmerksamer Beobachter des deutschen Bildungswesens und hält diesbezügliche Standpunkte, Hintergrundinformationen und Außenansichten fest.

Kreide fressen:

Scharfzüngiger – und zum Schmunzeln anregender Blog mit dem Untertitel „Momentaufnahmen eines Lehrers aus Bielefeld“. Schon während seiner Studienzeit hielt der Betreiber hier seine Gedanken und Erfahrungen fest – und geht daher auch ausführlich auf das Referendariat und die Lehrerausbildung mit all ihren Kurven ein.

riecken.de:

Hier macht sich der Blogger Maik Riecken „Gedanken zu Bildung, Lehre und Schule“. Neben Unterrichtsinhalten, Methoden, Bildungspolitik, Web 2.0 bloggt er über den Schul- und Unterrichtsalltag eines Lehrers für Deutsch und Chemie. Besonders erwähnenswert: Riesige Sammlung an Gruppenspielen für Schulklassen, Jugendgruppen etc.

Und noch viel mehr Blog-Empfehlungen gibt es hier

Entgelte der Lehrkräfte im Öffentlichen Dienst (Stand: April 2022)

1. Tarifverträge für Lehrkräfte

Es gibt 2 Tarifverträge, die für angestellte Lehrkräfte in Frage kommen:

  1. TV-L (allg. Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder)
  2. TV-H (Hessen)

Hinweis: Seit der Tarifrunde 2019 entsprechen die Entgelttabellen des Tarifgebietes Ost denen des Tarifgebietes West.

2. Eingruppierung der Lehrkräfte

Das Entgelt nach den TV-L ergibt sich immer aus zwei verschiedenen Kategorien:

  1. der jeweiligen Entgeltgruppe (je nach Tätigkeit) und
  2. der Stufenzuordnung (je nach Berufserfahrung) innerhalb dieser Entgeltgruppe.

Leistungsfremde Faktoren wie Familienstand, Anzahl der Kinder oder Lebensalter bleiben unberücksichtigt – lediglich Jahressonderzahlungen sind möglich.

2.1 Entgeltgruppen

Beispiele für die Zuordnung zu den Entgeltgruppen

1. Lehrkräfte mit Lehramtsbefähigung (1.+2. STX/„Erfüller“)
EntgeltgruppeBefähigung für das Lehramt
E 11an Grund-, Haupt- und Realschulen und den entspr. Jahrgangsstufen der Gesamtschulen
E 13für Sonderpädagogik
E 13 +Z(ulage)/13*/13SRan Gymnasien und Gesamtschulen (in der Tätigkeit von Studienräten)
E 13 + Zulagean Berufskollegs, Berufsschulen u. ä.
 
2. sog. „Nicht-Erfüller“* (nur 1. STX/Universitätsabschluss mit einer Regelstudienzeit von mind. 8 Semestern zu best. Unterrichtsfächern/Fachrichtungen; Seiten-/Quereinsteiger)
(Meist) E 11an Grund-, Haupt- und Realschulen und den entspr. Jahrgangsstufen der Gesamtschulen, Sek. I im Seiteneinstieg
E 12 (ohne Zulage)an Gymnasien und Gesamtschulen (in der Tätigkeit von Studienräten), Sek. II im Seiteneinstieg
E 12 (ohne Zulage)an Berufskollegs, Berufsschulen u. ä.

–> Anmerkung: die Verweildauer auf einer Stufe ist für Nicht-Erfüller deutlich länger. An vielen Privatschulen ist es Usus, die Nicht-Erfüller 1 Stufe weiter unten einzugruppieren.

* Definition „Erfüller“/ „Nicht-Erfüller“: Angestellte, die die laufbahnrechtlichen Voraussetzungen für eine Übernahme in das Beamtenverhältnis erfüllen, nennt man „Erfüller“. Darunter fallen auch Lehrkräfte mit DDR-Lehrbefähigung. Diejenigen, die sie nicht erfüllen (z.B. sog. Seiten- oder Quereinsteiger (Kolleginnen mit anderen Univ.-Abschlüssen, nennt man „Nicht-Erfüller“. „Nicht-Erfüller“ sind auch diejenigen Lehrkräfte, für die im jeweiligen Landesrecht keine Lehrämter vorgesehen sind.

Hinweis zur Entgeltgruppe E 13+Zulage/E 13*/E 13SR

Für Lehrkräfte, die die „Voraussetzungen zur Ernennung zum Studienrat erfüllen“, (1.+2. STX), gilt die Entgeltgruppe E13+Zulage/E13*/E13SR. Alle Lehrkräfte, die nicht auf Studienrat studiert haben, bspw. „Lehrer“ (Sek. I), Diplomlehrer, Quer- und Seiteneinsteiger mit anderen Universitätsabschlüssen (Diplom, Magister, Bachelor), werden in die Entgeltgruppe 13 eingruppiert.

2.2 Eingruppierung von Schulleitern

Zur Eingruppierung von Schulleitern gibt es bislang keine allgemeingültigen Regelungen. Grundsätzlich gilt immer die Größe der Schule (Schülerzahl) und die Schulart als ausschlaggebend. Es konnte nicht für alle Bundesländer dazu eine Quelle im Internet gefunden werden. Auch haben nicht alle Bundesländer angestellte Schulleiter. Die folgenden Angaben zur Eingruppierung von angestellten Schulleitern beziehen sich auf Angaben in einer Antwort der Brandenburgischen Regierung auf eine kleine Anfrage. (Quelle: http://www.parldok.brandenburg.de/parladoku/w5/drs/ab_1900/1974.pdf)

Schulleiter an Grundschulen: i.d.R. in E 13, E 13Z oder E 14
Schulleiter an Oberschulen: i.d.R. in E 13, E 14 oder E 14Z
Schulleiter an Gesamtschulen: i.d.R. in E 15
Schulleiter an Gymnasien: i.d.R. in E 15Ü
Schulleiter an Förderschulen: i.d.R. in E 13Z, E 14 oder E 14Z
Schulleiter an Berufs(fach)schulen: i.d.R. in E 16 (z.B. BaWü) oder E 15Z (z.B. Hamburg)

Stellvertretende Schulleiter werden je nach Schulgröße wie folgt eingruppiert:

BaWü: bis 360 Schüler E 15, ab 360 Schüler E 15+ vertragl. Zulage
Hamburg: Schulen mit großer Schülerzahl (>360 bzw. >540 Schüler)
Grundschule: E 14 (A 15)
Berufliche Schule: E 15
Gymnasium: E 15 (A 16)
Sachsen:
Grundschule: A 12, E 11-E 14 (bei mehr als 360 Schülern)
Ober- und Förderschule: E 13-15
Gymnasium: A 13-A 16, E 13-E 15, bzw. außertarifl. Gehalt, da es keine E 16 gibt

Eine Diskussion im Forum bestätigt diese Eingruppierung.

Rechtlicher Hinweis

Jede Eingruppierung ist vorläufig und begründet keinen Vertrauensschutz und keinen Besitzstand. Die Zuordnung einer Lehrkraft zu einer Entgeltgruppe erfolgt auf der Grundlage der bisherigen Richtlinien der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zur Eingruppierung der Lehrkräfte, bis eine neue Entgeltordnung zwischen den Tarifpartnern ausgehandelt und in Kraft getreten ist.

2.3 Stufenzuordnung

Die Entgeltgruppen sind in Stufen unterteilt. Grundsätzlich erfolgt die Zuordnung in Stufe 1, sofern keine beruflichen Vorerfahrungen vorliegen. Zeiten einer „einschlägigen Berufserfahrung“ sind bei der Stufenzuordnung zu berücksichtigen (§ 16 Abs. 2 Satz 2 und 3 TV-L). Dabei muss es sich um berufliche Erfahrungen in der übertragenen oder einer auf die Aufgabe bezogenen entsprechenden Tätigkeit handeln. Sie liegen vor, wenn die frühere Tätigkeit im Wesentlichen unverändert fortgesetzt wird.
Darüber hinaus bietet der TV-L die Möglichkeit, im Rahmen des Ermessens „förderliche Zeiten“ bei der Stufenzuordnung zu berücksichtigen (§ 16 Abs. 2 Satz 4) bzw. eine Vorweggewährung von Stufen (§ 16 Abs. 5) vorzunehmen. Für alle neu einzustellenden Lehrkräfte wird durch Erlassregelungen der Ministerien die Anrechnung förderlicher Zeiten unterschiedlich ermöglicht.
Als „förderliche Zeit“ wird jede nachgewiesene berufliche Vorerfahrung, die bei großzügiger Auslegung für den angestrebten Lehrerberuf dienlich ist, berücksichtigt. Maximal ist eine Zuordnung in Stufe 4 der jeweiligen Entgeltgruppe möglich, die bei einer berücksichtigungsfähigen Zeit von in der Regel sechs Jahren erreicht wird.

Die Verweildauer in den sechs Entgeltgruppen richtet sich immer nach den Berufsjahren (und ist für Nicht-Erfüller, d.h. ohne 2. Staatsexamen, deutlich länger):

EGStufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4Stufe 5Stufe 6
E 9 – E 151 Jahr   ab Einstellungnach 1 Jahr in Stufe 1nach 2 Jahren in Stufe 2 nach 3 Jahrennach 3 Jahren in Stufe 3 nach 6 Jahrennach 4 Jahren in Stufe 4 nach 10 Jahrennach 5 Jahren in Stufe 5
E 15 Ü5 Jahre5 Jahre5 Jahre5 Jahre5 Jahre 

3. Jahressonderzahlungen

Zusätzlich zum monatlichen Entgelt haben Tarifbeschäftigte, die am 1. Dezember in einem Arbeitsverhältnis stehen, Anspruch auf eine Jahressonderzahlung (§ 20 TV-L). Sie beträgt für Beschäftigte in den Entgeltgruppen ab 2019

E 1 bis E 8 95 v. H.
E 9 bis E 11 80 v. H.
E 12 bis E 13 50 v. H.
E 14 bis E 15 35 v. H. des monatlichen Entgelts, das jeweils in den Kalendermonaten Juli, August und September durchschnittlich gezahlt wird.

4. Entgelttabellen

4.1. Lehrer im Beschäftigtenverhältnis (allgemeiner TV-L)

TV-L Entgelttabelle – gültig vom 01.01.2021 – 30.11.2022

Entgeltwerte mit einer Steigerung von +1,29 %, mindestens 50,- Euro bis 30.09.2021; ab 01.10.2021 – 30.11.2022 Nullrunde

Quelle: https://www.oeffentlichen-dienst.de/entgelttabelle/tv-l.html

4.2 TV-H „Lehrer“ Hessen

Tarifrunde TV-L 2021
15.10.2021 – TV-H

Im öffentlichen Dienst des Landes Hessen, das als einziges Bundesland nicht Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ist und damit über einen eigenen Tarifvertrag „TV-H“ verfügt, wird eine Tarifeinigung mit den folgenden Eckpunkten erzielt:

• 01.10.2021: Nullrunde – keine Erhöhung in den ersten 10 Monaten
01.08.2022: +2,2 %
01.08.2023: +1,8 %, mindestens 65 €
• Corona-Sonderzahlung
Dezember 2021: 500 €
März 2022: 500 €
• Einführung einer neuen Entgeltgruppe 16
• Auftrennung der Stufe 1 in die Stufen 1a und 1b
• Wahlmöglichkeit, einen Teil der Jahressonderzahlung in 2 zusätzliche Urlaubstage umzuwandeln
• Beendigung des LandesTicket Hessen zum 31.12.2024
• Die Mindestlaufzeit beträgt 28 Monate – vom 01.10.2021 bis 31.01.2024

Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst des Landes Hessen
Entgelttabelle TV-H 2021 
123456
E 15Ü6153.196625.277250.187660.077760.87
E 154885.145254.555449.396141.486665.626865.59
E 144420.884757.325032.815449.396087.756270.37
E 13Ü4387.764622.935032.816087.756270.37
E 134079.564387.764622.935079.835711.465882.81
E 123665.173936.214481.804965.595590.515758.23
E 113542.893797.874067.994481.805086.565239.15
E 103413.803666.133936.214206.334730.454872.36
E 9b3048.353270.363417.843837.434179.984305.37
E 9a3048.353270.363318.823417.843837.433952.54
E 82862.613083.053203.723318.823449.073530.27
E 72690.132909.653071.083191.633288.543374.11
E 62643.662861.822981.403100.983179.523264.30
E 52537.532754.192873.792987.373077.063137.10
E 42422.182640.592790.072873.792957.483011.29
E 32391.752604.712664.512760.172837.892903.68
E 2Ü2300.462503.062580.792676.472742.242796.04
E 22233.992431.312491.112550.902688.422831.91
E 12030.722060.612096.482132.372222.05
Entgelttabelle mit Monatswerten

Gültigkeit der Tabelle: 01.01.2021 – 31.07.2022
Quelle: https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-h?id=tv-h-2021&matrix=1

4.3 Richtlinien für Beschäftigte in kirchlichen und Wohlfahrts-Einrichtungen (in Anlehnung an den TVöD)

Caritas: https://www.oeffentlichen-dienst.de/kirche-wohlfahrt/avr.html

Diakonie: https://www.oeffentlichen-dienst.de/kirche-wohlfahrt/avr-verguetung.html

Paritätischer Wohlfahrtsverband: https://www.oeffentlichen-dienst.de/kirche-wohlfahrt/paritaet.html

AWO: https://www.oeffentlichen-dienst.de/kirche-wohlfahrt/tv-awo.html

5 Forum/Gehaltsrechner/Links

Auf der Seite https://forum.oeffentlicher-dienst.info/ befindet sich ein aktuelles, gut besuchtes Forum, verschiedene Gehaltsrechner und eine gute Linksammlung. Dort können bereits gestellte Fragen durchstöbert oder neue Fragen gestellt werden. Die Linksammlung kann unter https://oeffentlicher-dienst.info/links/ erreicht werden.

Gehaltsrechner TV-L:
http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-l/west?id=tv-l-2020

Gehaltsrechner TV-H:
http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-h?id=tv-h-2020

Gehaltsrechner TV-öD Bund:
http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tvoed/bund?id=tvoed-bund-2020

6 Quelle

https://oeffentlicher-dienst.info

7 Eingruppierung (von Lehrkräften) in Entgeltgruppen der TV-L

Qualifikationseckpunkte mit möglichen Berufsgruppen
EntgeltgruppeTV-L (teils TVÖD)Vergleich BeamteMögliche Berufsgruppe
E 1 – E 4Einfache Tätigkeiten, An- und UngelernteEinfacher DienstBote, Küchenhilfe, Justizhelfer
E 5 – E 8Mindestens 2- oder 3-jährige abgeschlossene AusbildungMittlerer DienstAltenpfleger und -helfer, Kinderpfleger, Ergotherapeut, Logopäde, Heilerziehungspfleger, Physiotherapeut
E 9 – E 12Bachelor- oder FachhochschulabschlussGehobener DienstDiplomingenieure, Lehrer an Grund-, Haupt- und Realschulen sowie Sekundarstufe I und II als Quereinstieg (E11&12)
E 13 – E 15Wissenschaftliches Hochschulstudium, Uni-Diplom und -MasterHöherer DienstWissenschaftliche Mitarbeiter an Universitäten, Dozenten, Lehrer an Gymnasien und Förderschulen, Schulleiter

Quelle: https://www.oeffentlichen-dienst.de/entgeltgruppen.html
TVÖD neu
https://www.oeffentlichen-dienst.de/entgelttabelle/vka.html

Alle Angaben ohne Gewähr.

Lehrkräftegesundheit: Programme und Projekte (Stand: März 2022)

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich der Befund zur Gesundheit der Lehrerinnen und Lehrer hierzulande gravierend verschlechtert, so das Fazit der DAK-Studie „Stimmungsbild: Lehrergesundheit in der Corona-Pandemie“ aus dem Jahr 2020. Jede vierte Lehrkraft ist demnach Burnout-gefährdet. Zu den weiteren Belastungen von Lehrkräften gehören Erschöpfungszustände, Kopfschmerzen, erhöhte Reizbarkeit bis hin zu massiven psychischen Störungen sowie Depressionen. Die Gesundheit des Lehrpersonals rückt daher immer mehr in den Fokus des Interesses.

Materialien und Anlaufstellen

Die Kultusministerkonferenz hat bereits 2012 umfangreiche „Empfehlungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule“ herausgegeben. Zudem gibt es diverse länderspezifische Programme – sowohl präventiver als auch therapeutischer Art. Nicht zuletzt haben sich auch einige kommerzielle Anbieter auf die Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Gesundheit von Lehrkräften spezialisiert. Ein Überblick.

Baden-Württemberg

Bremen

Hamburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

  • Lehrergesundheit – Betriebliches Gesundheitsmanagement an den öffentlichen Schulen in MV

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Thüringen

Trainings von kommerziellen Anbietern

  • Das Portal Lehrergesundheit.eu wird betrieben von einem interdisziplinären Zusammenschluss mehrerer Wissenschaftler der Leuphana Universität Lüneburg, darunter Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen und Lehrkräfte aus der schulischen Praxis. Das Team bietet verschiedene Trainings, SchilFs, Workshops sowie Coaching an.
  • Die Raabe Akademie bietet sowohl schulinterne als auch Online-Lehrerfortbildungen zu spezifischen Themen rund um die Lehrergesundheit. Dazu gehören beispielsweise Stressbewältigung, Zeitmanagement, Konflikttraining, Mobbing-Prävention.
  • Auf der Website des Cornelsen Verlags widmet sich das Magazin Themen rund um Lehreralltag und Lehrergesundheit. Es gibt Anregungen zur Bewältigung der täglichen Anforderungen, versorgt Lehrkräfte mit Hintergrundinformationen, vermittelt Achtsamkeitsübungen und gibt Literaturtipps.
  • AGIL ist ein wissenschaftlich fundiertes Training zur Gesundheitsförderung für Lehrerinnen und Lehrer. Dabei steht „AGIL“ für „Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf“.

Bewerbung: 10 Tipps für gelungene Betreffzeilen

Die Betreffzeile auf dem Bewerbungs-Anschreiben besteht nur aus wenigen Worten, doch ihre Bedeutung wird oft unterschätzt. Denn sie ermöglicht beim Empfänger nicht nur die Zuordnung des Schreibens an die korrekte Person. Sie ist auch ein Aushängeschild des Absenders. Zu beachten gibt es sowohl inhaltliche als auch formale Aspekte.

Formale Aspekte:
  • Länge: eine bis maximal zwei Zeilen
  • „Betreff“: Das Wort „Betreff“ am Anfang der Zeile entfällt
  • Wortwahl: Das Wort „Bewerbung“ muss enthalten sein
  • Platzierung: Die Betreffzeile steht linksbündig unterhalb des Datums und oberhalb der Anrede
  • Hervorhebung: Die Betreffzeile sollte fett geschrieben sein. Sonderzeichen oder Emojis sind zu vermeiden.
  • Interpunktion: Am Ende der Betreffzeile steht kein Punkt und kein anderes Satzzeichen
Inhaltliche Aspekte:
  • Konkret werden: Unmissverständlich formulieren, auf welche Stelle sich die Bewerbung bezieht, ggf. Referenznummer nennen, falls in der Ausschreibung erwähnt
  • Stellenbezeichnung immer übernehmen: Auch wenn im eigenen Sprachgebrauch eine andere Job-Bezeichnung kursiert, ist es wichtig, immer die Bezeichnung aus der Ausschreibung zu verwenden, da ggf. beim Vorsortieren von Bewerbungen abweichende Bezeichnungen aussortiert werden könnten – auch wenn sie inhaltlich gleich sind.
  • Nennung der Quelle: In der sogenannten Bezugszeile (2. Zeile des Betreffs) wird der Fundort der Stellenausschreibung genannt, inklusive Datumsangabe. Falls vorab ein Telefonat stattfand, in dem z.B. Näheres zur Stelle erläutert wurde, kann die Bezugszeile sich auch auf das Telefonat beziehen, inkl. Datumsangabe
Initiativbewerbungen:

Eine Initiativbewerbung bezieht sich auf eine Stelle, die es gar nicht gibt bzw. von deren Existenz der Bewerber/die Bewerberin (noch) nichts weiß. Hier genügt eine einfache Betreffzeile, die mit den Worten „Bewerbung für eine Stelle als…“ beginnt. Auch ein Start mit den Worten „Initiativbewerbung als…“ ist möglich.

Onboarding: strukturierter Einstieg in den neuen Job

Onboarding ist mehr als nur eine umfangreiche Einarbeitung. Es ist das Anwenden von arbeitgeberspezifischen, eigens implementierten Instrumenten zur schnellen Integration neuer Mitarbeiter*innen. Dabei ist Onboarding nicht nur eine einseitig von Arbeitgeberseite an die neue Arbeitskraft herangetragene Leistung, sondern umfasst auch dessen (Re)Aktion. Bereits in der Bewerbungsphase ist es sinnvoll, sich nach Onboarding-Maßnahmen zu erkundigen und sich der eigenen Bedürfnisse in puncto Einarbeitung bewusst zu sein.

Im Schuldienst gestaltet sich das Einbinden neuer Lehrkräfte als besonders anspruchsvoll. Denn zum einen ist eine explizite Einarbeitungsphase nicht immer vorgesehen, zum anderen offenbaren sich mögliche Fragen erst „im Ernstfall“ – also wenn die Lehrkraft bereits voll im Unterricht präsent sein muss. Vor allem bei der Aufnahme junger Lehrkräfte – möglicherweise nach dem Referendariat – oder bei Kolleg*innen mit Bundeslandwechsel – und erst recht bei Quereinsteiger*innen gibt es teils massives Einarbeitungspotenzial. Bewährt hat sich ein dreistufiges Onboarding.

1. Phase: Kurz vor dem ersten Arbeitstag

  • Gibt es einen Mentor für die Einarbeitung und ist der Kontakt hergestellt?
  • Wurden die Ansprechpartner*innen für einzelne Bereiche des schulischen Alltags (fachlich, organisatorisch, technisch etc.) mitgeteilt?
  • Ist ein Arbeitsplatz im Lehrerzimmer zugewiesen?
  • Wurde eine Info-Mappe der Schule mit Unterlagen wie Terminübersicht, Namensliste des Kollegiums inkl. Fächer und Zuständigkeiten, Raumplan der Schule, Telefonliste etc. übersandt?
  • Wurden Leitbild, Schulprofil und Schulprogramm überreicht und ggf. erläutert?
  • Ist das Kollegium informiert?
  • Wurden Schlüssel, Zugangskarten etc. überreicht?

2. Phase: In den ersten Arbeitstagen

  • Sind alle anstehenden Termine bekannt?
  • Ist ein Termin für eine erste Sitzung mit dem Mentor/der Mentorin festgelegt?
  • Funktionieren Online-Zugänge, Passwörter, Chipkarten etc.?

3. Phase: In den ersten Wochen

  • Ist der neue Kollege/die neue Kollegin mit den Örtlichkeiten vertraut?
  • Wurde eine Mitarbeit in Arbeitsgruppen bzw. spezialisierten Teams angebahnt?
  • Und ganz wichtig: Gibt es einen Termin für ein erstes Feedbackgespräch? Dieses sollte frühestens nach einem Monat, spätestens jedoch nach drei Monaten, also rechtzeitig vor dem Ende der gesetzlichen Probezeit erfolgen.
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