Bildungsmonitor 2011: Bildungssysteme der Bundesländer machen Fortschritte

Welches Bundesland hat eigentlich das leistungsfähigste Bildungssystem? Wo herrscht die größte Bildungsarmut? Welche Kinder sind besonders gut betreut und welches Bundesland bringt die besten Studierenden hervor? Antworten auf diese und andere Fragen gibt der jüngst veröffentlichte „Bildungsmonitor 2011“. Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bewertet anhand von über 100 Indikatoren, welche Fortschritte das Bildungssystem eines Bundeslandes auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Wirtschaftswachstum gemacht hat und wo es nach wie vor Änderungsbedarf gibt.
Die Zahlen stammen mehrheitlich aus dem Jahr 2009 und kommen von statistischen Einrichtungen wie beispielsweise den Statistischen Landesämtern.

Schaut man auf die Zahlen, lässt sich feststellen, dass sich alle Bundesländer gegenüber den Ergebnissen von 2004 deutlich verbessert haben.
Nichtsdestotrotz gibt es zwischen einzelnen Bundesländern nach wie vor große Unterschiede im Hinblick auf Betreuungsbedingungen, Infrastruktur, Internationalisierung, Schulqualität, Integration, Bildungsarmut und Forschungsorientierung. Spitzenreiter ist Sachsen mit einer sehr guten Förderinfrastruktur und vergleichsweise geringer an Bildungsarmut. Berlin hat die größten Probleme in den Bereichen Bildungsarmut, Integration und berufliche Bildung und bildet somit das Schlusslicht des Rankings.
Gleichwohl hat sich Berlin aber auch zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen in der Gesamtbetrachtung am stärksten verbessert, verschlechtert haben sich dagegen Bayern und Hamburg. All diese Ergebnisse lesen sich als Auftrag an die Politik, weiterhin konsequent in Bildung zu investieren.

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