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Lehrergesundheit – 25 Programme und Projekte

Obwohl Lehrkräfte im Vergleich zur restlichen Bevölkerung ein insgesamt gesundheitsförderlicheres Verhalten aufweisen, treten einige gesundheitliche Beschwerden in dieser Berufsgruppe doch verstärkt auf, so das Fazit einer Untersuchung, veröffentlicht 2015 im Deutschen Ärzteblatt.

Zu den besonderen Belastungen von Lehrerinnen und Lehrern gehören demnach vor allem Erschöpfungszustände, Kopfschmerzen, erhöhte Reizbarkeit bis hin zu massiven psychischen Störungen, Burnout und Depressionen. Das Thema Lehrergesundheit rückt daher immer mehr in den Fokus des Interesses.

Die Kultusministerkonferenz hat bereits 2012 umfangreiche „Empfehlungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule“ herausgegeben.

Zudem gibt es diverse länderspezifische Programme – sowohl präventiver als auch therapeutischer Art. Nicht zuletzt haben sich auch einige kommerzielle Anbieter auf die Gesundheitserhaltung bzw. -wiederherstellung von Lehrkräften spezialisiert. Ein Überblick.

  • Baden-Württemberg: Informationsportal zum Arbeits- und Gesundheitsschutz für Lehrkräfte in Baden-Württemberg sowie Programm zur Lehrergesundheit des Bildungsservers Baden-Württemberg
  • Bremen: GeSA – Gesund am Arbeitsplatz Schule
  • Mecklenburg-Vorpommern: Lehrergesundheit – Betriebliches Gesundheitsmanagement an den öffentlichen Schulen in MV
  • Sachsen: ZAGS – Kompetenzzentrum für Lehrberufe

Trainings von kommerziellen Anbietern

Das Portal Lehrergesundheit.eu wird unterhalten von einem interdisziplinären Zusammenschluss mehrerer Wissenschaftler der Leuphana Universität Lüneburg, darunter Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen und Lehrkräfte. Das Team bietet verschiedene Trainings, SchilFs, Workshops sowie Coaching an.

Die Raabe Akademie bietet schulinterne Lehrerfortbildungen (SchiLf) zu spezifischen Themen rund um die Lehrergesundheit, wie etwa Stressbewältigung, Konflikttraining, Mobbing-Prävention.

Das Portal Cornelsen scook versorgt Lehrkräfte mit Hintergrundinformationen, Literaturtipps, Achtsamkeitsübungen und Anregungen zur Bewältigung der täglichen Anforderungen.

AGIL ist ein Training zur Gesundheitsförderung für Lehrerinnen und Lehrer. Dabei steht „AGIL“ für „Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf“.

Freie digitale Unterrichtsmaterialien: Open Educational Resources (Stand: Oktober 2019)

Open Educational Resources (OER) sind kostenlose, online erhältliche und für jeden zugängliche Lehr- und Lernmaterialien, die aufgrund freier Lizenzen verwendet und verändert werden dürfen. Der Sammelbegriff OER umfasst neben Texten auch Bilder, Grafiken, Aufgaben, Videos bis hin zu kompletten Lehrbüchern, Kursen, Programmen oder Techniken. Entstanden ist der Begriff Open Educational Resources durch Überlegungen, wie Schwellen- und Entwicklungsländern Bildungsmedien zugänglich gemacht werden können. Seither findet er sich auch im Sprachgebrauch öffentlicher Institutionen, wie etwa der UNESCO.

Die Bemühungen um einen Zugriff benachteiligter Länder zu Bildungsressourcen wurden schließlich 2012 in der Pariser Deklaration festgehalten. Deren Ziel ist es, die UNESCO-Mitgliedsstaaten aufzufordern, über OER zu informieren und diese zu verbreiten. Eine 2013 erschienene Broschüre der UNESCO informiert ausführlich über Wesen und Funktionsweise der OER.

Eindeutige Rechtslage

Während herkömmliche, im Internet frei (und kostenlos) auffindbare Materialien nicht per se zur weiteren Verwendung gedacht sind, werden OER von den jeweiligen Urhebern unter eine spezielle Lizenz gestellt, die es anderen explizit erlaubt, diese Materialien zu nutzen und nach ihren Bedürfnissen zu verändern. Für Lehrkräfte hat dies den entscheidenden Vorteil, dass sie sich rechtlich auf sicherem Terrain bewegen – und nicht in einer Grauzone. Mit den sogenannten Creative Commons-Lizenzen zeigt ein Urherber jedoch lediglich an, dass seine Materialien frei verwendet werden dürfen. Das Urheberrecht bleibt bestehen.

Unterschiedliche Arten von Lizenzen

Insgesamt werden vier Arten von Creative Commons-Lizenzen (CC-Lizenzen) unterschieden, die jeweils unterschiedliche Rechte einräumen.

  • CC BY: Auf diese Weise gekennzeichnete Materialien können frei verwendet, verändert und wieder veröffentlicht werden. Der ursprüngliche Urheber und die Quelle müssen jedoch genannt werden.
  • CC SA („share alike“): Bei dieser Kennzeichnung müssen veränderte Versionen des Ursprungsmaterials bei erneuter Veröffentlichung wieder mit derselben Lizenz veröffentlicht werden.
  • CC NC („non commercial“): Diese Lizenz verbietet die kommerzielle Nutzung des Materials.
  • CC ND („no derivates“): Material mit dieser Lizenz darf zwar weitergegeben und wieder veröffentlicht werden, Veränderungen sind allerdings nicht erlaubt.

OER suchen und finden

Die bekannteste Adresse für Wissen mit CC-Lizenz ist Wikipedia. Hier ist ausschließlich frei verfügbares Material enthalten. Zudem kann auf der Seite www.oercommons.org/ gezielt nach freien Bildungsmaterialien gesucht werden. Sie enthält jedoch zum Großteil Verweise auf englischsprachige Seiten.

Um per Google Inhalte mit CC-Lizenzen auffinden zu können, ist die Zuhilfenahme der „Erweiterten Suche“ notwendig. Hier können im Abschnitt „Ergebnisse eingrenzen“ die gewünschten Nutzungsrechte ausgewählt werden.

Auch auf YouTube ist die Suche nach Filmen mit CC-Lizenz möglich. Hierfür geben User zunächst einen Suchbegriff ein und aktivieren dann einen entsprechenden Filter (oberhalb des ersten angezeigten Videos).

OER – den Einstieg finden

Einen guten Einstieg ins Thema „OER verwenden in der Schule“ bietet die Seite OER kompakt, federführend verwaltet vom Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU). Neben einer Materialiensammlung inkl. Suchfunktion gibt es hier auch mehrere Erklärvideos zu OER.

Sehr fundiert, aber mit nicht ganz so engem schulischen Bezug informiert die Seite OERinfo der Informationsstelle Open Educational Resources.

Auch die Bundeszentrale für politische Bildung hält eine umfangreiche Informationsseite über OER parat.

OER zu einzelnen Fachgebieten

Klimaschutz in Schulen: 20 Programme, Projekte und Materialien

Informieren und Nachschlagen

Nationale Klimaschutzinitiative: Bündelung zahlreicher Maßnahmen und Förderprojekte Deutschlands zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele, initiiert vom Bundesumweltministerium. 

Klima-Wiki: Enzyklopädie über den Klimawandel und seine Folgen (im Aufbau).

Faktenliste zum Klimawandel: Redaktionell aufbereitet, journalistisch geprüft und politisch unabhängig bietet diese Seite wissenschaftliche Fakten zum Klimawandel.

Globale Projekte

UNESCO Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE): Sehr ergiebige Datenbank und Suchmaschine fürLehr- und Lernmaterialien zu Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Akteure des UNESCO Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung: Übersicht bereits umgesetzter Maßnahmen im Rahmen des BNE.

Fridays for Future: Deutschsprachiger Web-Auftritt der Fridays-for-Future-Bewegung, inklusive Forderungs-Katalog und Kontaktdaten zu lokalen Aktionsgruppen.

Projekte deutschlandweit und regional

KlimaKidz und Klima Teens: Umfangreiches Portal der Energieagentur NRW mit Materialien, Projektvorschlägen und weiterführenden Links.

Bildungszentrum Klimaschutz Niedersachsen: Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen hält Materialien für Kinder und Jugendliche für den schulischen und außerschulischen Gebrauch bereit.

Netzwerk Klimaschutzbildung: Das Netzwerk agiert im Landkreis München und richtet sich anSchulen, außerschulische Einrichtungen, Verwaltungen, NGOs/Verbände/Vereine, Initiativen sowie an interessierte Einzelpersonen.

BUND Jugend NRW: Unter der Überschrift „Einfach ganz anders – werde Weltbürger(in) hält hier die BUND Jugend NRW umfangreiche Materialien, Newsletter und Projekte bereit. Geeignet für verschiedene Altersgruppen.

Schule Klima Wandel: Portal des SV-Bildungswerks (Bildungswerk für Schülervertretung und Schülerbeteiligung e.V.) mit zahlreichen Workshop-Angeboten, Ausbildungsmöglichkeiten zum Klimabotschafter(in) sowie Methoden und Konzepten.

Portal Globales Lernen: Gemeinschaftsprojekt der Eine Welt Internet Konferenz (EWIK) und anderer Akteure aus der Umweltbildung. Gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Portal „Fit für den Klimawandel“: Info-Seite zur Waldpädagogik mit ausführlichen Erläuterungen zur Rolle des Waldes im Klimaschutz sowie zu Maßnahmen der Walderhaltung.

Materialien

„Umwelt im Unterricht“: Umweltbildungs-Portal des Bundesumweltministeriums.

Klimaschutz-ABC: Kostenlos downloadbares PDF für die Jahrgangsstufen 1 und 2. Bekannte Alltagsgegenstände werden hier hinsichtlich ihrer Bedeutung für Klima und Umweltschutz eingeordnet.

Umweltschulen.de: Umfangreiches Portal mit Materialien, Aktionen und Projektideen zur Umweltbildung in Schulen.

Greenpeace-Bildungsmaterialien: Verschiedenste aktuelle Materialien zu Themen aus der Umweltbildung.

Lernpakete „Global Ideas“: Redaktionell aufbereitete, teils mehrsprachige Materialiensammlungen zu Schwerpunktthemen aus der Umweltbildung, herausgegeben von der Deutschen Welle.

„Die Klimakönner“: Portal mit nach Jahrgangsstufen sortierten Materialien der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

Materialien des Naturgut Ophoven: Materialien, Hintergrundinfos und fertige Unterrichtseinheiten für die Jahrgangsstufen 3 bis 6. 

Materialien der Auwaldstation Leipzig: Erlebnisprogramm, Exkursionen sowie Seminare rund um die Umweltbildung für Kinder und Jugendliche.

Arbeitsmaterialien von Germanwatch: Anregungen, Materialien sowie Newsletter rund um die Themen Klimaschutz und Unternehmensverantwortung.

Zielvereinbarungsgespräche an Schulen

Ob Mitarbeitergespräch, Zielvereinbarungsgespräch, Jahresgespräch, Entwicklungsgespräch – für das jährliche Vier-Augen-Gespräch, das in den meisten Unternehmen – und immer mehr auch in Schulen – stattfindet, gibt es unterschiedliche Namen. Ziel der Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Unterredung ist es, den Status quo eines jeden Mitarbeiters/Mitarbeiterin herauszuarbeiten, dessen bzw. deren Entwicklung zu dokumentieren, eventuelle Missstände aufzudecken, die Arbeitsqualität zu sichern und Ziele zu vereinbaren. Das übergeordnete Ziel ist die langfristige Mitarbeiterbindung.

Chance für Weichenstellungen

Auch wenn viele Angestellte einem Zielvereinbarungsgespräch durchaus mit Skepsis begegnen, so sollten sie sich die Möglichkeiten der Unterredung bewusst machen:

  • Gerade jüngere Lehrkräfte erhalten in einem Mitarbeitergespräch wertvolles Feedback zu ihrer Arbeit und haben die Möglichkeit, dazu Stellung zu nehmen.
  • Ein Vier-Augen-Gespräch mit der Schulleitung ist ein idealer Rahmen, um eine mögliche Beförderung oder eine Gehaltserhöhung anzusprechen.
  • Die Vorbereitung auf ein Mitarbeitergespräch ist für Angestellte eine gute Möglichkeit, im Vorfeld die eigene Position in der Schule zu reflektieren und persönliche Ziele herauszuarbeiten.

Mögliche Fragen der Schulleitung

Natürlich können Umfang und Atmosphäre – und damit auch die gestellten Fragen innerhalb eines Mitarbeitergesprächs von Schule zu Schule stark variieren. Umso sinnvoller ist es, sich vorab ein wenig auf ein anstehendes Gespräch vorzubereiten. Folgende Fragen sind klassische Bestandteile von Entwicklungsgesprächen:

  • Welche Projekte/Aufgaben sind Ihnen im vergangenen Jahr besonders gut/weniger gut geglückt?
  • An welche konkrete Situation denken Sie gerne zurück? Welche Situation bereitet Ihnen rückblickend Unbehagen?
  • Haben Sie für sich selbst gesteckte Ziele erreicht?
  • Woran erkennen Sie, dass Sie Ziele erreicht haben?
  • Wo sehen Sie Ihre Stärken, wo Ihre Schwächen?
  • Wie sehen Sie Ihre Position innerhalb des Kollegiums?
  • Wie sehen andere Ihre Position innerhalb des Kollegiums?
  • Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer derzeitigen Position an unserer Schule?
  • Was nehmen Sie als Ihre größten Belastungen wahr?
  • Was müsste sich ändern, damit Sie mit Ihrer derzeitigen Position zufrieden(er) sind?
  • Welche Herausforderungen sehen Sie, wenn Sie in die nähere Zukunft blicken?
  • Welche Entwicklungen würden Sie in näherer Zukunft gerne anstreben?
  • Wo sehen Sie sich in einem, in fünf und in zehn Jahren?

Weitere Informationen:

13 nützliche Schul- und Lern-Apps (Stand: August 2019)

Gestaltung, Kreativität

Canva: Mit Canva können Kreativ-Willige Poster, Karten, Flyer, Infografiken, Broschüren und Schaubilder selbst erstellen. Es gibt viele Gestaltungs- und Layout-Möglichkeiten.

Explain Everything: Mit explaineverything.com lassen sich unkompliziert digitale Präsentationen und „Folien“ sowie kurze Lehrvideos visuell ansprechend aufbereiten. Für Android-Geräte sowie für IPhone und I-Pad.

Organisation, Planung

Trello: Ursprünglich erdacht als Projektmanagement-Tool können mit Trello Abläufe organisiert, Listen erstellt und komplexe Projekte gemanagt werden. In Schulen vor allem bewährt bei Teams.

Evernote: Evernote speichert alles, was man bislang in ein Notizbuch oder auf herumfliegende Zettel notiert hat – vom Einkaufszettel über Urlaubsplanung bis hin zu Fotoalben. Verknüpfte Endgeräte können in Echtzeit synchronisiert werden.

Wunderlist: Ob Notizen, Ideen, Erinnerungen, Listen, Planungen, Termine, Adressen, Dokumente – Wunderlist speichert alle Arten von Informationen und Informationsschnipseln zentral und ermöglicht das Abrufen jederzeit, von jedem Ort. Erhältlich für Android, Windows und Apple.

Notenbox: Die Notenbox speichert und verwaltet Noten und erspart Lehrerinnen und Lehrern am Ende eines Halbjahres das mühsame Zusammenrechnen von Einzelnoten. Erhältlich für Android, Windows und Apple.

Unterrichtshelfer

Too Noisy: Steigt der Lautstärkepegel im Klassenraum über ein bestimmtes Level, zeigt Too Noisy dies an – und erspart Lehrkräften kräftezehrendes Ermahnen. Erhältlich für Android und Apple.

Cam Scanner: Die App Cam Scanner, ausgelegt für Android-Geräte sowie für IPhone/I-Pad ermöglicht das Einscannen von Dokumenten, Bildern etc. und das Umwandeln in pdfs.

Edkimo: Die hilfreiche App Edkimo eignet sich zum strukturierten Einholen von Feedback – von Schülerinnen und Schülern, Eltern, dem Kollegium oder Kooperationspartnern. Erhältlich für Android und Apple.

Quizlet: Mit der App Quizlet lassen sich digital Karteikarten zu individuellen Themenbereichen erstellen. Zudem gibt es zahlreiche Anregungen für die Verwendung im Unterricht. Erhältlich für Android und Apple.

Tapucate: Die App Tapucate dient zur Schüler- und Notenverwaltung, zum Festhalten von Fehlzeiten, Adressen und sonstigen verwaltungsbezogenen Informationen. Besonderes Plus: Als Gedächtnisstütze kann für jeden Schüler/jede Schülerin ein Foto werden.

Brainyoo: Mit Brainyoo können Schülerinnen und Schüler Karteikarten selbst erstellen, Eselsbrücken bauen und Wissen abfragen und vertiefen. Erhältlich für Android und Apple sowie für Windows als Web-Version.

Goconqr: Mit Goconqr können Lerninhalte sortiert, gebündelt und mit anderen Lernenden geteilt werden. Dient dem langfristigen Wissensaufbau und der Archivierung von Lerninhalten. Bislang ist die App rein auf mobile Endgeräte ausgelegt. Ab Mitte 2020 wird sie nur noch als Web-App funktionieren.

Hinweis: Einige der genannten Apps speichern personenbezogene und mitunter sensible Daten. Vor der Verwendung der Apps sind Lehrkräfte angehalten, sich mit den datenschutzrechtlichen Bestimmungen ihres jeweiligen Bundeslandes vertraut zu machen.

Gewaltprävention – zehn Maßnahmen und Projekte

Mit welchen Formen von Gewalt sind Schulen konfrontiert und wie kann sinnvolle Prävention aussehen? Diese Frage erörterten im Herbst 2018 über 50 Experten auf einer Fachtagung im nordrhein-westfälischen Schulministerium. Die Essenz des Kongresses wurde nun in einem 10-Punkte-Präventionsplan zusammengefasst und Mitte Mai in Nordrhein-Westfalen als „Aktionsplan gegen Diskriminierung und Gewalt an Schulen“ vorgestellt.

Die zehn Punkte

  1. Beobachten und evaluieren: Um künftig schneller und effizienter auf Gewaltphänomene reagieren zu können, sollen mittels eines wissenschaftlichen Forschungsauftrags Daten zu Gewaltvorkommen und -ursachen an Schulen erhoben und Präventionsmaßnahmen evaluiert werden.
  2. Aufstockung des Schulpsychologischen Dienstes: Zusätzliche Stellen für Schulpsychologen und -psychologinnen sowie für sozialpädagogische Fachkräfte werden geschaffen.
  3. Rechtssituation klären: Es werden neue, klarere Richtlinien für die Meldepflicht einzelner Straftaten (z.B. antisemitische Straftaten) im schulischen Umfeld erstellt.
  4. Stärkung der Schulleitungen: Das Thema „Gewalt im Umfeld von Schulen“ wird noch stärker als bisher in die Aus- und Fortbildungen von Schulleitungen aufgenommen.
  5. Beratung und Begleitung: Durch neu entstehende schulische Teams sowie durch von Externen durchgeführte Programme (z.B. „Schule ohne Rassismus –Schule mit Courage“) werden die Schulen gestärkt.
  6. Themenwoche: Im Frühjahr 2020 und im Frühjahr 2022 ist die Durchführung einer „Woche für Demokratie und Respekt“ geplant.
  7. Weitergabe von Materialien: Schulen erhalten 2020 einen Notfallordner (gedruckt sowie digital) mit Handlungsempfehlungen für Krisen- und Notfallsituationen.
  8. Fortbildung: Lehr- und Fachkräfte werden im Sinne dieses Aktionsplans geschult und weitergebildet.
  9. Beratungstelefon: Lehrerinnen und Lehrern steht künftig das kostenfreie Beratungstelefon „Sprech:ZEIT 24/7“ zur Verfügung.
  10. Austausch und Weiterentwicklung: Der Austausch aller am Schulleben Beteiligten sowie die Weiterentwicklung des Aktionsplans wird gefördert.

Weitere Informationen

Faktenblatt zum „Aktionsplan gegen Diskriminierung und Gewalt an Schulen“
Kurse des Bundesverband Gewaltprävention
Polizeiliche Kriminalprävention zu Gewalt an Schulen

Informationsseiten der Länder

Baden-Württemberg: Gewaltprävention an Schulen
Bayern: Konflikte, Gewalt, Gewaltprävention
Berlin/Brandenburg: Bildungsserver Berlin/Brandenburg
Bremen: Portal „Gewaltprävention“
Hamburg: Beratungsstelle Gewaltprävention
Hessen: Portal „Gewaltprävention“
Mecklenburg-Vorpommern: Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule
Niedersachsen: Portal „Gewaltprävention“
Nordrhein-Westfalen: Gewaltprävention in NRW
Rheinland-Pfalz: Gewalt- und Extremismusprävention
Saarland: Fachgebiet „Prävention und Erziehung
Sachsen: Themenfeld Gewaltprävention
Sachsen-Anhalt: Maßnahmen zur Gewalt- und Suchtprävention
Schleswig-Holstein: Professionelle Gewaltprävention an Schulen in Schleswig-Holstein
Thüringen: Gewaltprävention

Podcasts für Lehrer (Stand: Juli 2019)

Ob zur fachlichen Weiterbildung, aus privatem Interesse oder zur Vorbereitung und Einbindung in den Unterricht: Podcasts, also fortlaufende, abonnierbare und auf dem Smartphone abspielbare Audio-Beiträge, beweisen sich auch im schulischen Umfeld als praktische Form der Mediennutzung.

Zum einen existieren mittlerweile zahlreiche von Lehrkräften produzierte Podcasts, zum anderen kann die Produktion auch Bestandteil des Unterrichts sein. Nicht zuletzt dienen Podcasts vielen Lehrkräften auch als Medium der Fort- und Weiterbildung.

Podcasts von Lehrkräften (Auswahl)

Lehrermomente Podcast: Ob Unterrichtsstörungen, Schuljahresplanung, ein Blick in die Lehrertasche oder Interviews mit Fachleuten rund um die Schule: Dieser Podcast, produziert von einer Lehrerin, enthält zahlreiche Erfahrungen und Tipps direkt aus dem Schulalltag.

Schulsprecher: Weniger der Unterhaltung, als vielmehr der fundierten fachlichen Information dient der Podcast „Schulsprecher“. Er behandelt in jeweils recht ausführlichen Episoden grundlegende – und aktuell diskutierte – Fragen der Lehrertätigkeit: Was ist vom Konzept der „Kompetenzen“ zu halten? Wie kann die Arbeitszeit von Lehrkräften gemessen werden? Wie funktioniert Leistungsbewertung?

Der Referendarsflüsterer: Der Name lässt es vermuten: Dieser Podcast richtet sich an Lehramtsstudierende, Referendare und junge Lehrkräfte. Neben Tipps für den Schulalltag gibt es immer wieder auch Expertengespräche zu bildungs- und schulrelevanten Themen.

Locker Lehrer: Dieser Podcast, auch beschrieben als ‚Lehrercoaching mit Herz‘, gibt hilfreiche Tipps, Anregungen und Informationen, um besser mit den täglichen schulischen Herausforderungen zurechtkommen zu können. Ein Fokus liegt dabei auf Themen wie: Kraft tanken, Selbstbewusstsein stärken, bewusst abgrenzen oder Ruheinseln schaffen inmitten stressiger Phasen.

Unterrichtsfreie Zeit: Dieser Podcast (und auch der gleichnamige Blog) wird betrieben von Lehrerin Jenny, die sich selbst als „Organisationsfreak“ bezeichnet. Schwerpunkt hier daher: Zeitmanagement, Selbst- und Unterrichtsorganisation – auch (und gerade) in der sogenannten unterrichtsfreien Zeit.

Frau Bachmayer packt aus!: Frau Bachmayer und Herr Krautmann sind zwar fiktive Namen, die dahinterstehenden Lehrkräfte existieren jedoch real – und sie reden Tacheles über all das, was sonst nur hinter den verschlossenen Türen der Lehrerzimmer diskutiert wird. Ein Podcast von Antenne Niedersachsen.

Vorbild-Schule: In Interviews lässt dieser Podcast engagierte Lehrerinnen und Lehrer zur Sprache kommen, die aus ihrer Schule eine Vorbildschule machen möchten. Jede Episode widmet sich einem Interviewpartner und dessen Ansätzen.

Perlen von den Säuen: In unregelmäßigen Abständen reflektiert dieser Podcast aktuelle Themen aus der Bildungs- und Schulpolitik – meist in lockerer Gesprächsform, als „Bildungstalk“ mit mehreren teilnehmenden Lehrkräften.

Bildungsshaker: Dieser Podcast dreht sich um das Thema Open Educational Resources (OER) und deren praktischer Einsatz in der Bildung. Konkret berichtet der Bildungsshaker von aktuellen Entwicklungen der OERlabs, in denen (Lehramts)-Studierende gemeinsam für OER ausgebildet werden.

Für die gezielte Suche nach Podcasts – auch nach Themenbereichen und Stichworten – empfiehlt sich das Portal https://www.podcast.de. Es liefert zudem einen Einblick in die Funktionsweise von Podcasts. Überdies geben die meisten Rundfunkanstalten, TV-Sender sowie Magazine und Zeitungen mittlerweile eigene Podcast-Reihen heraus.

19 Blogs von und für Lehrkräfte (Stand 2019)

Lehrer-Blogs haben sich in den letzten Jahren zu beliebten Plattformen entwickelt. Neben humoristisch angelegten, eher anekdotisch erzählenden Blogs gibt es auch immer mehr von Lehrkräften betriebene Blogs mit Unterrichts- und Materialien-Empfehlungen. Die hier vorgestellten Blogs stellen nur einen Auszug dar. Es lohnt sich, sich näher mit dem Thema zu befassen – oder für weitere Empfehlungen die jeweiligen Blogrolls zu besuchen.

Materialien Grundschule

Unter www.grundschulblogs.de findet sich eine Auflistung von Materialiensammlungen, Blogs und weiterer besuchenswerter Seiten im Netz.

Materialwiese: Hier bloggt Grundschullehrerin Kerstin Breuer. Ihr Blog umfasst eine riesige Materialiensammlung – auch zu sonst eher weniger gängigen Themen wie beispielsweise „Schullandheim“. Da die Blog-Betreiberin selbst auch als Autorin für Lehrwerke tätig ist, hat sie einen sehr dezidierten und umfassenden Blick auf geeignete Grundschul-Materialien.

Primarblog: Dieser Blog wird betrieben von einer „Mutter, Lehrerin & Fachleiterin – und das jeden Tag“. Neben Materialien zu einzelnen Fächern gibt es eine eigene Rubrik „Klassenleitungskram“ sowie tolle Fotos der Blog-Betreiberin.

Zaubereinmaleins: Riesiger Fundus an kostenlosen Grundschul-Unterrichtsmaterialien – von Ausmal-Vorlagen über Poster, Schilder, Kärtchen, Texte und und und… Zusammengestellt von einer Grundschullehrerin.

Buntes Klassenzimmer: Von der geplanten Übernachtung in der Schule über Willkommens- und Abschiedslieder bis hin zu erprobten Tipps für den Unterricht: Dieser Blog für Grundschullehrkräfte bietet eine bunte Sammlung an Materialien sowie Erfahrungen aus dem Schulalltag.

Referendariat/Berufseinstieg

Einestageslehrerin: Dieser Blog (inzwischen beendet, aber noch immer lesenswert) spannt einen Bogen vom Berufswunsch Lehrerin zu Lehramtsstudium und Schulpraktika – mit allen Höhen und Tiefen, die der Berufswunsch mit sich bringt. Vor allem jedoch aber mit viel Idealismus und positiver Energie.

Computer/Internet/Technik/Neue Medien

Lehrerrundmail: Dieser sehr breit gefächerte und fundierte Blog versorgt Lehrkräfte mit „Tipps & Infos rund um Unterricht mit Computer & Internet“.

Matthias Heil: Der Blogger Matthias Heil, Lehrer für Katholische Religion und Englisch, bemüht sich um die Integration technischer Neuerungen in seinen Unterricht: Ob Blogs, Podcasts, OER oder mobile Geräte: die didaktisch und pädagogisch sinnvolle Einbindung in Lehr- und Lernprozesse interessiert ihn nach eigenen Angaben besonders.

Literatur

georg-buechner.net: Dass man über Literatur diskutieren kann und dass es – gerade auch für Klassiker der Weltliteratur – nicht nur eine mögliche Interpretation, sondern viele Interpretationsansätze gibt, belegt der Blog auf der Website georg-buechner.net, der sich schwerpunktmäßig mit Georg Büchners fragmentarischem Werk Woyzeck beschäftigt. Lohnenswert für alle, die tiefer ins Thema Literatur einsteigen möchten.

Montessori-Pädagogik

Eltern vom Mars: Eine Mutter (und Lehrerin) berichtet auf sehr persönliche Weise von ihrem Weg zu und mit der Montessori-Pädagogik. Mit zahlreichen Anregungen für Lern- und Lehrsituationen sowie fürs Familienleben nach Montessori.

Die Wunderwerkstatt bietet eine umfangreiche Sammlung von bloggenden Familien mit Erfahrungen in Sachen Montessori-Pädagogik. Neben Tipps und Anregungen gibt es zahlreiche persönliche Geschichten, Schönes, Trauriges und Nachdenklich-Stimmendes.

Malen, Basteln, Werken

Lernbasar: Schwerpunkt dieses „Kunstportals für Lehrer, Referendare und alle, die Spaß am Malen haben“, sind Anregungen für den Kunstunterricht, einschließlich Werken, Basteln und textiles Gestalten. Zu finden sind vielfältigste kostenlose Anregungen – teilweise thematisch sortiert.

Better Teaching Resources: Arbeitsblätter, Ausmalvorlagen, Cliparts, Wallpapers – hier dreht sich alles um die schöne Gestaltung von Arbeits- und Unterrichtsmaterialien. Es gibt zahlreiche Freebies zum Download sowie einen umfangreichen Shop. Zielgruppe: Grundschule, Sekundarstufe und Erwachsenenbildung.

Aus dem Schulalltag

Halbtagsblog: Jan Martin Klinge und sein „Halbtagsjob“ als Lehrer, verarbeitet im „Halbtagsblog“, haben mittlerweile eine gewisse Bekanntheit erlangt, denn 2017 wurde der Blogger mit dem Deutschen Lehrerpreis ausgezeichnet. Klinge blickt immer wieder über den Tellerrand der Schule – insbesondere in Richtung Technik, Digitalisierung, Medien.

Lehrerzimmer: Thomas Rau unterrichtet Deutsch, Informatik und Englisch und lässt die Leser seines Blogs an seinen vielfältigen Interessen teilhaben. Neben Erfahrungen aus dem Schulalltag geht es um Spiele, Fundstücke im Netz, Informatik-Gadgets und vieles mehr.

Jochen Lüders – Englisch & Sport am Gymnasium…und ein bisschen Tango: Jochen Lüders unterrichtet seit 30 Jahren Englisch und Sport an einem Münchner Gymnasium. Sein Blog spiegelt persönliche Erfahrungen – gerne auch humorvolle – und Ereignisse aus seinem Schulalltag wieder. Und jede Menge Tango-Input gibt es noch dazu.

„Dem Herrn Weese sein Blog“ ist nach eigenem Bekunden ein „Blog eines Deutschlehrers an einem fränkischen Gymnasium.“ Neben dem humorvollen Auseinanderpflücken von Phänomenen der deutschen Sprache gibt es hier allerhand persönliche Ein- und Ansichten.

Herr Larbig:  Torsten Larbig, Betreiber dieses Blogs, ist Lehrer für die Fächer Deutsch und katholische Religion und hat einen Hang zu Technik und digitalen Medien. Daneben ist er ein aufmerksamer Beobachter des deutschen Bildungswesens und hält diesbezügliche Standpunkte, Hintergrundinformationen und Außenansichten fest.

Kreide fressen: Scharfzüngiger Blog mit dem Untertitel „Momentaufnahmen eines Lehrers aus Bielefeld“. Schon während seiner Studienzeit hielt der Betreiber hier seine Gedanken und Erfahrungen fest – und geht daher auch ausführlich auf das Referendariat und die Lehrerausbildung mit all ihren Kurven ein.

riecken.de: Neben Unterrichtsinhalten, Methoden, Bildungspolitik, Web 2.0 bloggt Maik Riecken hier über den Schul- und Unterrichtsalltag eines Lehrers für Deutsch und Chemie. Besonders erwähnenswert: Riesige Sammlung an Gruppenspielen für Schulklassen, Jugendgruppen etc.

Und noch viel mehr Blog-Empfehlungen gibt es hier

Das Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher“

Bis zu 190.000 ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher werden bundesweit bis zum Jahr 2025 fehlen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Dabei entscheidet nachweislich gerade die frühe Bildung maßgeblich darüber, wie gut die Weichen für den weiteren Bildungsweg von Kindern gestellt sind. Mit dem Ziel, den Nachwuchs im Erzieherinnen-Beruf zu sichern, hat das Bundesfamilienministerium daher am 26. März dieses Jahres das „Bundesprogramm ‚Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher‘“ gestartet.

An wen richtet sich das Programm?

Das Programm richtet sich an Träger von Kindertageseinrichtungen. Mit einer Förderung von 37.440 Euro sollen diese in die Lage versetzt werden, eine praxisintegrierte vergütete Ausbildung im Beruf Erzieher/Erzieherin anzubieten. Bedingung ist, dass sich die Ausbildungskapazität der Einrichtung durch Teilnahme an dem Programm erhöht. Die Ausbildung erfolgt in der Einrichtung sowie in einer kooperierenden Fachschule bzw. Fachakademie.

Neben der Förderung der praxisintegrierten vergüteten Ausbildung umfasst das Programm darüber hinaus noch zwei weitere Förderungsbereiche. Es sind dies

  • eine Förderung der Praxisanleitung (pro anzuleitender Fachschüler/-in erfolgt eine Bezuschussung in Höhe von 25 Euro pro Stunde, wobei die Anleitung mindestens zwei Anleitungsstunden pro Woche umfassen sollte).
  • ein Aufstiegsbonus für pädagogische Fachkräfte nach einer Weiterqualifikation, die eine Höhergruppierung mit sich bringt.

Antragsverfahren

Interessierte Einrichtungsträger bekunden zunächst ihr Interesse im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens.

Nach vorher definierten Kriterien werden in einem nächsten Schritt dann geeignete Einrichtungen zur Antragstellung aufgefordert. Die Auswahl wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter Einbeziehung der Länder getroffen.

Weiterführende Informationen:

Info-Seite des Bundesfamilienministeriums zum Bundesprogramm Fachkräfteoffensive

Kurz-Information zum Bundesprogramm Fachkräfteoffensive

Das Gute-Kita-Gesetz

Informationen zum Fachkräftebedarf in Kitas

Berufliche Netzwerke für Lehrkräfte

Im Hinblick auf die steigende Zahl von Privatschulen und deren unterschiedliche Schwerpunkte, ist bei manchen Lehrerinnen und Lehrern eine zunehmende Spezialisierung feststellbar. Diese kann, muss aber nicht mit der jeweiligen Fächerkombination einhergehen. Stattdessen kann Spezialwissen durchaus auch fachfremd sein. So sind etwa Fremdsprachen-Lehrkräfte mit einem Faible für digitale Medien, MINT-Lehrkräfte mit vertieftem Wissen in Sachen Mobbing-Prävention oder Sportlehrerinnen und -lehrer mit besonderen Kompetenzen in Sachen Inklusion keine Seltenheit.

Spezialwissen und Erfahrungen, die über die reinen Lehrplan-Inhalte hinausgehen, sind im Lehralltag eine wertvolle Ressource und Lehrkräfte beklagen zu Recht die im Schulalltag mangelnden Gelegenheiten, sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen bzw. zusammenzuarbeiten.

Ansprechpartner finden, Wissen teilen

Eine Möglichkeit, auf unkomplizierte – und persönliche – Art Kolleginnen und Kollegen zu finden, die über gesuchtes Spezialwissen verfügen, sind berufliche Netzwerke. Was in der freien Wirtschaft bereits eine lange Tradition hat, hält nun auch immer mehr Einzug in den Lehrerberuf. Hier eine Auswahl lehrerbezogener beruflicher Netzwerke:

Darüber hinaus gibt es neben zahllosen regional bzw. länderspezifisch bezogenen Netzwerken auch parteibezogene Netzwerke, kirchen- oder gewerkschaftsnahe Netzwerke, wissenschaftliche Netzwerke, Hochschul-Alumni sowie Frauennetzwerke. Der Deutsche Frauenrat beispielsweise vereint als Dachverband über 60 Frauennetzwerke unter seinem Namen.

First give, then take!

Entgegen mancher Vorurteile sind die Beweggründe vieler überzeugter Netzwerkerinnen und Netzwerker keinesfalls egoistischer Natur. Denn auf Dauer wird in einem Netzwerk nur heimisch werden, wem das Geben mindestens genauso viel Freude bereitet wie das Nehmen. Regeln also, wie sie auch bei einer guten Freundschaft gelten sollten. Und das bedarf am Anfang durchaus ein wenig Arbeit. Essentielle Verhaltensweisen beim Eintritt in ein Netzwerk sind daher: Interesse bekunden, Hilfsbereitschaft signalisieren, an den vorherrschenden Umgangston halten, sich konstruktiv einbringen.

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