Archiv für April 2019

Die Probezeit meistern: Wissenswertes zum Einstieg in ein neues Arbeitsverhältnis

Im Gegensatz zu staatlichen Schulen sind private Schulträger, auch wenn sie gemeinnützig sind, ganz normale Arbeitgeber. Damit sind sie auch gebunden an arbeitsrechtliche Bestimmungen zur Probezeit. In der Regel beträgt diese sechs Monate. In Ausnahmefällen – und dies auch nur bei Kandidaten mit Berufserfahrung – kann die Probezeit nach vorheriger Verhandlung verkürzt werden. Eine Verlängerung ist weniger üblich, jedoch mit Einverständnis des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin prinzipiell möglich.

Kündigung in der Probezeit

Während der Probezeit können beide Seiten – Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer – jederzeit und ohne Angabe von Gründen schriftlich kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel zwei Wochen. Liegt ein Tarifvertrag zugrunde, der längere Kündigungsfristen in der Probezeit vorgibt, so gelten diese. Daher: Bei Vertragsunterzeichnung prüfen, ob die normale gesetzliche oder eine abweichende Kündigungsfrist gilt.

Urlaub und Krankheit

Ein Urlaubsanspruch besteht rein rechtlich erst nach Ablauf der Probezeit. Angestelltenverhältnisse von Lehrkräften bilden hier aufgrund der vorgegebenen Ferienzeiten natürlich eine Ausnahme. Tritt während der Probezeit eine Krankheit ein, benötigt der/die Angestellte von Tag 1 an eine ärztliche Bescheinigung. Wichtig jedoch: Im Krankheitsfall während der Probezeit beginnt die Lohnfortzahlung erst in der fünften Woche der Krankschreibung.

Arbeitgeber-Feedback

Nach etwa zwei Monaten sollten Angestellte in Probezeit den Arbeitgeber um ein Feedbackgespräch bitten, sofern nicht ohnehin regelmäßige Feedbackrunden Teil der Schulkultur sind. In diesem gilt es zu besprechen, ob die bisherigen Leistungen den Vorstellungen des Arbeitgebers entsprechen oder ob es noch Verbesserungsbedarf gibt. Nicht immer sind solche Gespräche üblich, jedoch zeugt es von Engagement und Leistungsbereitschaft, sie anzufragen. Ist die Probezeit erfolgreich verlaufen, geht das Arbeitsverhältnis „auf Probe“ über in ein reguläres Arbeitsverhältnis mit den normalen gesetzlichen Bestimmungen zum Kündigungsschutz.

Weitere Informationen

Lehrkräfte ins Ausland: Internationalisierung der Lehramtsausbildung

Interkulturelle Kompetenz, Auslandserfahrungen und Weltgewandtheit werden zunehmend von Bewerberinnen und Bewerbern gefordert und sollen möglichst bereits in der Ausbildung erworben werden. Dem entgegen steht jedoch die Tatsache, dass gerade Lehrkräfte hierzulande häufig in nur geringem Maße Auslandserfahrungen sammeln – erstrecht im Rahmen der Ausbildung. Dabei sind diese ein wichtiger Motor auch für die Persönlichkeitsentwicklung von Lehrkräften. Nicht zuletzt sind Auslandserfahrungen wichtige Voraussetzungen, um als Lehrkraft der zunehmenden kulturellen, religiösen und sprachlichen Diversität souverän zu begegnen und dies an Schülerinnen und Schüler weiterzugeben.

Neues Programm ebnet Wege ins Ausland

Auslandsaufenthalte sind in Deutschland bislang nicht Bestandteil der Curricula der Lehramtsausbildung. Um angehenden Lehrkräften die Möglichkeit für Auslandserfahrungen zu eröffnen, hat der DAAD das Programm Lehramt.International aufgesetzt. Es richtet sich sowohl an Lehramtsstudierende als auch an Absolventen vor dem Übergang zum Referendariat.

Programm für Lehramtsstudierende

Bewerben können sich an deutschen Hochschulen Studierende aller Fächerkombinationen und aller Schulformen ab dem 1. Fachsemester eines Lehramtsstudiengangs (Bachelor, Staatsexamen) sowie Studierende im Masterstudiengang. Die Teilnehmenden am Programm erhalten ein Stipendium für selbstorganisierte Praktika an schulischen und Hochschuleinrichtungen im Ausland. Die Dauer der Förderung beträgt 1 bis 6 Monate. Das Stipendium umfasst:

  • Monatliche Stipendienrate (Höhe je nach Gastland)
  • Reisekostenzuschuss
  • Leistungen zur Kranken-, Unfall- und Privathaftpflichtversicherung

Programm für Absolventen vor dem Übergang zum Referendariat

Bewerben können sich Absolventinnen und Absolventen von Lehramtsstudiengängen (Master oder Staatsexamen) aller Fächerkombinationen und aller Schulformen, die vor dem Referendariat bzw. zwischen dem ersten und zweiten Staatsexamen stehen. Die Dauer der Förderung beträgt 6 bis 12 Monate. Das Stipendium umfasst:

  • Monatliche Stipendienrate (Höhe je nach Gastland)
  • Reisekostenzuschuss
  • Leistungen zur Kranken-, Unfall- und Privathaftpflichtversicherung

Als Lehrkraft an einer deutschen Auslandsschule arbeiten

Auch für bereits erfahrene Lehrkräfte kann eine Tätigkeit im Ausland äußerst bereichernd sein. Weiterführende Informationen zum Thema liefern die Artikel „Lehrmöglichkeiten an deutschen Schulen im Ausland“ sowie „Bewerbung und Vorbereitung: Als deutsche Lehrkraft ins Ausland“.

Hier finden Sie überdies aktuelle LehrCare-Stellenausschreibungen im Ausland.

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