Archiv für November 2011

Schulbuchverlage in Deutschland

Ein Schulbuchverlag ist ein auf Schulbücher und weitere Bildungsmedien spezialisierter Verlag.

In Deutschland gibt es eine fast unüberschaubare Vielzahl von Schulbüchern für die verschiedenen Fächer, Jahrgänge und Schulformen. Darüber hinaus werden Schulbücher für die 16 verschiedenen Bundesländer, in denen jeweils unterschiedliche Rahmenlehrpläne gelten, herausgegeben.

Die drei großen Schulbuchverlage in Deutschland – der Cornelsen Verlag (Berlin), der Ernst Klett Verlag (Stuttgart) und der Westermann Verlag (Braunschweig) – teilen 90 % des gesamten Schulbuchmarktes unter sich auf. Die restlichen 10% des Schulbuchmarktes bestehen aus zirka 70 unabhängigen Schulbuchverlagen, wie zum Beispiel dem Stark Verlag (Hallbergmoos), dem Mildenberger Verlag (Offenburg), dem Schneider Verlag (Hohengehren) oder dem Wochenschau Verlag (Schwalbach/Ts.). Eine Übersicht aller Schulbuchverlage und Anbieter von Bildungsmedien findet sich auf den Seiten des Deutschen Bildungsservers. Die meisten Verlage bieten auf ihren Homepages verschiedenes Material und Arbeitsblätter für den Unterricht zum kostenlosen Download an.

Lehrer/innenfortbildung in Deutschland

Lehrer/innenfortbildung meint alle organisierte Bildungsmaßnahmen für Lehrer/innen, die bereits im Berufsleben stehen. Sie ist neben dem Lehramtsstudium (1. Phase) und dem Referendariat (2. Phase) als 3. Phase Teil der Lehrer/innenausbildung in Deutschland. Im Gegensatz zur Lehrer/innenweiterbildung – verstanden als Zusatzausbildung, die über Zertifikate zu neuen Lehrbefähigungen führt – werden in einer Fortbildung Qualifikationen und Kompetenzen, die bereits in Studium und Beruf erworben wurden, vertieft und erweitert.

So wie Schule und Bildung generell ist auch die Lehrer/innenfortbildung in Deutschland föderal geregelt. Jedes Bundesland betreibt ein staatliches Landesinstitut für Lehrer/innenfortbildung, welches dem jeweiligen Kultusministerium nachgeordnet ist. Eine Übersicht aller 16 Landesinstitute für Lehrer/innenfortbildung befindet sich beispielsweise auf den Seiten des Deutschen Bildungsservers.

Reflexive Koedukation

Die Debatte über Monoedukation vs. Koedukation bleibt weiterhin aktuell und verzeichnet auf beiden Seiten Befürworter und Gegner. Bis in die 1960er Jahre war in der Bundesrepublik Deutschland monoedukativer Unterricht, also getrennt geschlechtlicher Unterricht vorherrschend. Die Koedukationsdebatte ändert dies und in der Folge entstehen immer mehr koedukative Schulen unter der Prämisse mehr Gleichberechtigung und Chancengleichheit für Mädchen. In den 1980er Jahren gab es rege Kritik an dem Konzept der Koedukation, da es zur Benachteiligung von Mädchen im Schulalltag führe.

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