Archiv für September 2011

Angebote für Lehrende der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

„Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ist ein Bildungskonzept, das Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln vermitteln soll. Mit dieser UN-Dekade (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, ein Konzept zu stärken, das Kindern und Erwachsenen zeigt, dass unser heutiges Handeln einen Einfluss auf das Leben unserer Kinder und auf das Leben von Menschen in anderen Weltregionen hat. Die internationale Bildungsoffensive setzt nachhaltige Entwicklung ganz oben auf die bildungspolitische Agenda. Laut UN soll Nachhaltigkeit als globales Leitbild in Klassenzimmern, Kindergärten, Hörsälen und in der Öffentlichkeit ankommen. In Deutschland und vielen anderen Ländern engagieren sich deshalb Regierungen, Bildungseinrichtungen, NGOs, Unternehmen und Einzelpersonen. Für Deutschland wird die UN-Dekade von der Deutschen UNESCO-Kommission mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung koordiniert.

Chancen und Voraussetzungen des Quer- und Seiteneinstiegs in den Lehrer/innenberuf

In vielen Bundesländern herrscht an bestimmten Schulformen und in einigen Fächern akuter Lehrer/innenmangel. Um diesen auszugleichen, haben die Kultusministerien der Länder spezielle Programme und Verfahren für Quer- und Seiteneinsteiger aufgelegt.  Im Gegensatz zu Seiteneinsteigern absolvieren so genannte Quereinsteiger den normalen, zweijährigen Vorbereitungsdienst und werden so berufsbegleitend pädagogisch qualifiziert. Am Ende des Referendariats legen sie das zweite Staatsexamen ab und stehen dann für die Lehrereinstellungsverfahren zur Verfügung. Der Seiteneinstieg dagegen führt zu einer direkten Einstellung in den Schuldienst, ohne Vorbereitungsdienst. Mit der Direkteinstellung wird der Seiteneinsteiger ausschließlich berufsbegleitend pädagogisch nachqualifiziert.

Besorgniserregend: Analphabetismus in Deutschland

Bislang unveröffentlichte Zahlen einer Alphabetisierungsstudie der Universität Hamburg im Auftrag des Bundesforschungsministeriums zeigen, dass siebeneinhalb Millionen Männer und Frauen zwischen 18 und 64 Jahren keinen zusammenhängenden Text lesen und schreiben (funktionaler Analphabetismus) können. Zwei Millionen von ihnen fällt selbst das Lesen und Schreiben einzelner Wörter schwer. Somit können doppelt so viel Menschen wie bisher gedacht kaum lesen und schreiben. Laut dem dpa-Dossier Bildung Forschung (Nr. 37, 12.09.2011, S. 18) waren die Ergebnisse der Studie bereits im Frühjahr veröffentlicht worden. Als Reaktion darauf vereinbarten die Bundesministerin für Bildung und Forschung und die Kultusminister der Länder in einem «Grundbildungspakt» Maßnahmen gegen den funktionalen Analphabetismus. Der Pakt soll auf der Kultusministerkonferenz im Oktober in Berlin verabschiedet werden. Bereits im Februar verwies ein Artikel der Wochenzeitung „DIE ZEIT“ auf das Vorhaben des Bundesforschungsministeriums, ein Programm zur Alphabetisierung und Bildung am Arbeitsplatz zu starten und dafür bis 2014 20 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Eignungstests für angehende Lehrerinnen und Lehrer?

Jüngst berichtete Thorsten Metzner im Tagesspiegel über die Reform der Lehrer-Ausbildung in Brandenburg. Das Konzept von Bildungsministerin Martina Münch (SPD) sieht unter anderem einen Eignungstest für angehende Lehramtsstudierende vor, da bisher eine „systematische und verpflichtende Form der Überprüfung der allgemeinen beruflichen Eignung vor der Aufnahme eines Lehramtsstudiums“ fehle.

Kategorien