Archiv für Februar 2011

Lehrer aus Einwandererfamilien erwünscht

Obwohl es an den öffentlichen Schulen in Berlin inzwischen gut 32 Prozent Schüler aus Einwandererfamilien gibt; stellen Lehrer mit Migrationshintergrund immer noch eine verschwindend kleine Minderheit dar (geschätzte vier bis sechs Prozent). Die Hamburger ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius hat aus diesem Grunde im Jahr 2008 begonnen, einen sogenannten „Schülercampus“ für Schüler der 10. bis 13. Klassenzu veranstalten. Bei dem 4-tägigen Seminar werden den Interessenten Informationen rund um den Lehrerberuf vermittelt.

AKLEB – Weiterbildungsangebot für Seiteneinsteiger

Im Rahmen des Projektes „AKLEB“ am Berliner City-Seminar erhalten Akademiker einschlägiger Fachrichtungen eine pädagogische Qualifizierung für den Lehrerberuf. Zwar ersetzt diese Weiterbildung nicht das 2. Staatsexamen eines Lehramtsstudiums, doch sofern eine Schule in Berlin oder Brandenburg Bedarf und Interesse an einem Seiteneinsteiger mit AKLEB-Qualifizierung hat, wird nach den bisherigen Erfahrungen auch eine Unterrichtsgenehmigung erteilt.

Das Angebot richtet sich an Akademiker mit abgeschlossener Ausbildung (Diplom oder diplomvergleichbarer Abschluss), die zum Zeitpunkt des Kursbeginns arbeitslos bzw. arbeitsuchend gemeldet sind. Für diesen Interessentenkreis ist der Lehrgang mit einem Bildungsgutschein von den Arbeitsagenturen und Job-Centern, aber auch anderer Versicherungsträger förderbar. Der nächste Kurs in Berlin findet vom 07.03. bis 15.12.2011 statt.

Privatschulen punkten mit Schulklima

In einer aktuellen Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, bei der Schulen in freier Trägerschaft mit öffentlichen Schulen verglichen wurden, zeigt sich, dass an Privatschulen vor allem ein besseres Schulklima herrscht. In anderen Bereichen hingegen seien die Unterschiede eher gering, wobei jedoch viele Eltern zu würdigen wissen, dass sie überhaupt selber wählen können, an welcher Schule ihr Kind lernen soll.

Die Zahl der Kinder, die an Schulen in freier Trägerschaft lernen, ist seit der ersten PISA-Studie (2001) um 55 Prozent gestiegen und beträgt nun etwa 700.000. Eltern hofften dabei vor allem darauf, mit den innovativen Konzepten vieler Privatschulen der deutschen „Bildungsmisere“ zu entfliehen.

Buchempfehlung: Föhn mich nicht zu (Stefan Serin)

Dieses Buch werden Sie lieben oder hassen. Es gibt nichts dazwischen. Wenn Sie die Verhältnisse an deutschen Schulen eher positiv sehen, werden Sie es ablehnen und in Bausch und Bogen verdammen; wenn Sie sie kritisch sehen, werden Sie sicher im Kern zustimmen. Der Verfasser, Stefan Serin, beschreibt seine Erlebnisse als Referendar an einer Berliner Schule. Glaubt man ihm alles, was er schreibt, wird man kein Lehrer mehr werden wollen. Er bringt für seinen türkischen Schüler, der zufällig sein Nachbar ist, den Müll weg. Damit dieser im Unterricht weniger stört. Er sagt einer Schülerin, von der er denkt, dass sie ihn anhimmelt, er fände sie „total unattraktiv“. Er lästert über Kollegen und solidarisiert sich mit den Störenfrieden. Darf so jemand überhaupt Lehrer sein? Natürlich sind viele Episoden in seinem Buch überspitzt. Sehr überspitzt. Doch ein wahrer Kern steckt dahinter. Wie kann guter Unterricht heutzutage überhaupt noch gelingen? Bei all den Reformen an Schulen hat die Politik anscheinend die Lehrer vergessen, meint das LehrCare-Team. Was meinen Sie, liebe Leser. Schreiben Sie doch mal einen Kommentar.

Zuverdienstmöglichkeit: Lehrkräfte für „Lernvideos“ gesucht

Unser Partner „Sofatutor“ ist eine interaktive Online-Videoplattform, auf der es ausschließlich „Lernvideos“ zu sehen gibt. Das Besondere an den zirka 8-Minuten-Videos: Sie fassen Lerninhalte prägnant zusammen. Inzwischen gibt es bereits über 4400 Lektionen auf der Online-Plattform und täglich werden es mehr!

Schüler/innen und Studierende können sich in Vorbereitung auf anstehende Leistungsüberprüfungen die passenden Einzelvideos aus einer Datenbank von „Sofatutor“ aussuchen oder sie nutzen spezielle Kurse aus mehreren Videos, die von Lehrern oder anderen Nutzern zu einem Prüfungsthema – dem Bundesland und der Klassenstufe entsprechend – zusammengestellt wurden.

Vor- und Nachteile des Seiteneinstiegs in den Lehrerberuf

Wer eine Berufsausbildung absolviert hat und nachträglich in den Lehrerberuf einsteigen möchte (ohne 2. Staatsexamen), gilt als Seiteneinsteiger („Quereinsteiger“ dagegen wechseln nach ihrem „Nicht-Lehramststudium“ in die Lehrerausbildung und  schließen die zweite Phase der Lehrerausbildung, Referendariat bzw. Vorbereitungsdienst, mit dem 2. Staatsexamen ab – im Volksmund, aber selbst im amtlichen Sprachgebrauch werden beide Begriffe jedoch meist im Sinne des „Seiteneinstiegs“ verwendet). Wie werden Seiteneinsteiger an den Schulen angenommen? Welche Probleme sehen sie selbst? Das „Strategische Marketing“ (StraMa) führte dazu für die Zeitschrift „transparent“ vom Cornelsen-Verlag eine Online-Umfrage durch. Interessant ist dabei schon, dass von den teilnehmenden 2500 Lehrern etwa acht Prozent Seiteneinsteiger waren. Ob das repräsentativ ist, ist jedoch nicht klar, da die Kultusministerkonferenz (KMK) die offiziellen Zahlen geheimhält (Warum eigentlich?).

Neue Waldorfschule in Werder

Die „Freie Schule am Zernsee“ im brandenburgischen Werder tritt in diesem Jahr dem „Bund der Waldorfschulen“ bei und darf sich somit offiziell eine Waldorfschule nennen. An Waldorfschulen tanzen die Kinder nicht nur ihren Namen, wie „böse Zungen“ sagen, sondern sollen Wissen praktisch erleben und ausprobieren, wie z.B. die Keilschrift der Ägypter im Geschichtsunterricht der 5. Klasse. Diese Pädagogik geht auf Rudolf-Steiner (1861 – 1925) zurück, weswegen man sie auch „Rudolf-Steiner-Schulen“ nennt. In Deutschland gibt es weltweit die meisten Schulen dieser Art (221), gefolgt von den Niederlanden (130) und den USA (92).

Privatschule für Hochbegabte

In Berlin öffnet zum Schuljahr 2011/12 eine „Privatschule für Hochbegabte“ ihre Pforten und LehrCare sucht die Lehrer/innen dafür. Diese neue Schule in freier Trägerschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, auch für Gymnasiasten (in Berlin ab Klasse 7) einen „konsequenten Praxisbezug“ einzuführen, wie man ihn bereits von den neuen Sekundarschulen in Berlin (zusammengelegte Haupt- und Realschulen) kennt. Die deutsche Hauptstadt bietet ideale Möglichkeiten, Fachleute aus allen Branchen dafür zu gewinnen. In Methodik und Didaktik fühlen sich die „Schulverantwortlichen“ zwar keiner pädagogischen Richtung alleine verpflichtet, bezeichnen sich aber als „reformorientiert“. Individualisierung des Lernens und fächerübergreifendes Lehren stehen dabei im Zentrum. Möchten Sie an dieser Schule arbeiten, dann wenden Sie sich an uns. Den Ausschreibungstext finden Sie unter unseren Stellenangeboten auf der Startseite unserer Homepage oder rufen bzw. schreiben Sie uns einfach an. Gerne senden wir Ihnen nähere Informationen zu.

In eigener Sache

Liebe Freunde und Nutzer von LehrCare.de,

nachdem es kurz nach dem „Relaunch“ (Neustart) unserer Website bei der Registrierung neuer Nutzer in unserem Bewerberpool leider zu technischen Problemen kam, sind diese nun erfreulicherweise beseitigt und die Registrierung ist ab sofort wieder einfach und schnell möglich. Durch die kostenlose Registrierung werden Ihnen zukünftig in einem teilautomatisierten Verfahren passende Stellenangebote per E-Mail zugesandt. Selbstverständlich ist dieser Service genauso wie die anschließende Vermittlung für Lehrerinnen und Lehrer sowie für alle anderen BewerberInnen nach wie vor absolut kostenfrei. Wir freuen uns, dass unser Service nun wieder ohne Einschränkung zur Verfügung steht und bitten für die zwischenzeitlichen Unannehmlichkeiten um Entschuldigung.

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