Archiv für Januar 2011

Gebrochenes Versprechen mit fatalen Folgen

Gerne wiederholen es die Politiker aller Couleur seit Jahren: Von allen notwendigen Sparmaßnahmen soll die Bildung ausgeschlossen bleiben. Nichtsdestotrotz plant Bayern nun, sein Schulfinanzierungsgesetz zu ändern und Kosten gerade im Privatschulbereich einzusparen. Von 6,3 Millionen ist die Rede. Das hat fatale Folgen, denn für manche Schulen in freier Trägerschaft sind diese Einsparungen existenzbedrohend. So soll zum Beispiel die Finanzierung der Schülerbeförderung von 100 auf 80 Prozent gekürzt werden; der Personalkostenersatz nach Neueinstellungen von 75 auf 65 Prozent. (Bereits im letzten Jahr hatte man diesbezüglich eine Kürzung zu verkraften und daneben das Verbot, verbeamtete Lehrer einzustellen.) In der Folge bedeuten die neuen Sparvorhaben zwangsläufig eine finanzielle Mehrbelastung für die Eltern, die ihr Kind an eine Privatschule schicken (wollen). In Bayern besuchen 15 Prozent der Schulpflichtigen eine solche Schule. Mehr als in jedem anderem deutschen Bundesland.

Privatschulen im Aufwind

In Nordrhein-Westfalen ist der Anteil der Schüler an Schulen in freier Trägerschaft erneut gestiegen. Im Schuljahr 2010/11 lernen nunmehr rund 165.000 Kinder und Jugendliche an Privatschulen. Das macht etwa 8 Prozent aller Schüler in diesem Bundesland aus und bedeutet eine Steigerung um 0,3 Prozent gegenüber dem letzten Schuljahr, teilte das Statistische Landesamt mit. Zwar klingt eine Steigerung um 0,3 Prozent nach nicht sehr viel; beachten muss man dabei jedoch, dass die Schülerzahl in Nordrhein-Westfalen insgesamt sank (um 1,7 Prozent). Schulen in freier Trägerschaft garantieren den Schülern grundsätzlich gleiche Bildungsabschlüsse und gleiche Inhalte wie staatliche Schulen, bieten letztere jedoch oftmals in anderer „Form“ an, die sich an unterschiedlichsten reformpädagogischen Konzepten orientiert.

Wut-Stimmung in Berlin

Berliner Eltern sind wütend über die Zustände an den öffentlichen Schulen. Für Ende Januar plant daher der Landeselternausschuss große Protestaktionen. Der Lehrermangel im Allgemeinen, fehlende Fachlehrer und Unterrichtsausfall – oft kaschiert durch nicht adäquate Vertretungen – sind zentrale Themen. Es geht jedoch auch um Gewalt und Schikane in den Klassen (gegenüber Mitschülern oder Lehrern), den maroden Zustand vieler Schulgebäude, die vergleichsweise schlechte Bezahlung der Lehrkäfte usw. in der rot-rot regierten Bundeshauptstadt. Bisherige Reformen, heißt es, hätten kaum Erfolge gebracht – auch, weil sie meistens völlig unterfinanziert (gewesen) wären.

Mehr dazu: http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2011-01/19019131-berliner-morgenpost-ein-buergerprotest-zur-rechten-zeit-leitartikel-007.htm

Berliner Volksinitiative “Schule in Freiheit”

Die Berliner Volksinitiative „Schule in Freiheit“ hat die erste Hürde genommen. Etwa 24.000 Bürger haben die Aktion unterstützt, sodass das Berliner Abgeodnetenhaus nun gehalten ist, sich innerhalb von vier Monaten mit diesem Anliegen zu befassen. Die Initiatoren wollen einerseits erreichen, dass öffentliche und private Schulen künftig vom Staat gleich finanziert werden und andererseits, dass Schulen selbst über ihr Personal und ihr Budget verfügen können. Die veranschlagten Kosten für die Umsetzung dieses Anliegens in Höhe von zirka 60 Millionen Euro jährlich, lassen jedoch daran zweifeln, dass die Berliner Landesregierung so einfach zustimmt.

Mehr dazu: http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2011_01/initiative__schule.html

LehrCare in bewegten Bildern

Liebes Publikum,

heute noch mal eine Neuigkeit in eigener Sache: Die Entwicklung der neuen LehrCare-Website ist fast abgeschlossen und wir freuen uns, dass sie bereits zur Monatsmitte online und für jedermann nutzbar sein wird. So verspricht es zumindest die beauftragte Agentur. Das genaue Datum werden wir an dieser Stelle selbstverständlich noch mitteilen.

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