Archiv für September 2010

Die Stiftung Warentest

Produkttests und Qualitätssiegel gibt es in Deutschland zuhauf. Und die Deutschen wollen tatsächlich gerne wissen, was das Objekt der Begierde taugt, bevor sie es kaufen. Ob das nun Bio-Butter, ein neuer Staubsauger oder Software ist. Natürlich schwankt die Qualität der Tests dabei ebenso wie die der Produkte und Dienstleistungen. Vor allem Portale, bei denen Laien Produkte bewerten, werden von Fachseite immer wieder kritisiert, man denke nur an die Amazon-Kundenrezension und ihr Sternchensystem. Tradition und verbriefte Qualität hingegen – und deswegen auch das höchste Ansehen – hat die Stiftung Warentest. Sie wird oft als die bedeutendste Verbraucherschutz-Einrichtung Deutschlands bezeichnet. Ihre Tätigkeit wird sogar von öffentlicher Seite so wichtig eingeschätzt, dass die Bundesregierung das Stiftungskapital bis 2012 um 50 Millionen Euro erhöhen will.

Die Bundeszentrale für politische Bildung

Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) ist den meisten Lehrerinnen und Lehrern noch aus der eigenen Schulzeit bekannt, vor allem von den sogenannten Informationen zur politischen Bildung-Heften. Doch die BpB bietet über diese Handreichung für den Sachkunde- bzw. Politikunterricht hinaus viele interessante und moderner wirkende Hilfen für den Unterricht. On- und Offline-Materialen ermöglichen es Lehrkräften, ihre Schulstunden abwechslungsreicher zu gestalten. Da die Themen professionell und grafisch ansprechend aufbereitet sind, finden nicht nur Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch die oft schon sehr an (verkürzte) Darstellungen im Internet gewöhnte Schülerschaft einen schnellen Zugang.

Schüler heute – die 16. Shell Jugendstudie 2010

Kürzlich wollten wir von Euch wissen, was Ihr als Lehrerinnen und Lehrer über die sogenannte „Kevin-Studie“ denkt, die Grundschulpädagogen ungerechte bzw. subjektive Benotung vorhält. Heute geht es um die andere Seite im Klassenzimmer, um die Schüler. Die Shell Jugendstudie ist hier seit vielen Jahren eine der wichtigsten Quellen in Deutschland. 2010 wurde sie zum 16. Mal herausgegeben.

Wir würden nun gerne von Euch wissen, ob Ihr die Ergebnisse aus Eurer praktischen Erfahrung bestätigen könnt? Trifft die Shell Jugendstudie auf den Nerv oder sind Eure Schülerinnen und Schüler ganz anders gestrickt?

Wie ungerecht sind Lehrer? Eine Studie sucht Antworten

Im Sommer 2009 geisterte eine Lehrer-Studie durch die deutsche Bildungslandschaft. Sie besagte, dass Grundschullehrerinnen und -lehrer Kinder mit bestimmten Vornamen als verhaltensauffällig einschätzen. Motiviert durch die Empörung in der Lehrerschaft, zeigt nun eine Nachfolge-Studie, dass diese Vorurteile auch zu unterschiedlicher Benotung führen.

Die „Kevin-Studie“

„Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose“, titelte Der Spiegel im September vergangenen Jahres. Für die Studie, eine Masterarbeit an der Universität Oldenburg, befragte die Autorin 2.000 Grundschulpädagogen zu ihren Namens-Vorlieben und zu Assoziationen wie Verhaltensauffälligkeit, etc. Außerdem sollten die Lehrerinnen und Lehrer eine Liste mit vorgegebenen Namen bewerten. Von den 500 Pädagogen, deren Antworten ausgewertet wurden, stellte sich ein Großteil als vorurteilsbelastet heraus: So waren sehr viele der Befragten der Meinung, aus eigener Erfahrung heraus sagen zu können, dass Kinder mit bestimmten Namen eher aus sozialen Unterschichten kommen, weniger Leistung erbringen können und häufiger verhaltensauffällig sind.

Lehrer-Link-Tipps September 2010

Wie jeden Monat kommen heute unsere Lehrer-Link-Tipps. Wieder haben wir versucht, interessante Webseiten und Aktionen zu finden, die nützlich oder unterhaltsam sind, zum Engagement einladen oder gesellschaftliche Entwicklungen der Bildungslandschaft beleuchten. Weitere Hinweise von Euch gerne als Kommentar…

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