Archiv für die Kategorie „Seiteneinsteiger“

Modellprogamm “MEHR Männer in Kitas” – Zum Quereinstieg in den Beruf des Erziehers

Mit der Initiierung des ESF-Modellprogramms ,MEHR Männer in Kitas’ will das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in den nächsten drei Jahren die Entwicklung und Implementierung von Strategien zur Steigerung des Anteils männlicher Fachkräfte in Kindertagesstätten voranbringen. Ziel ist es, das Interesse von Jungen und Männern am Beruf des Erziehers zu wecken, Männer bei der Entscheidung zu unterstützen, den Erzieherberuf zu wählen und die Perspektiven für Männer (und Frauen) im Arbeitsfeld Kindertageseinrichtungen zu verbessern.

Chancen und Voraussetzungen des Quer- und Seiteneinstiegs in den Lehrer/innenberuf

In vielen Bundesländern herrscht an bestimmten Schulformen und in einigen Fächern akuter Lehrer/innenmangel. Um diesen auszugleichen, haben die Kultusministerien der Länder spezielle Programme und Verfahren für Quer- und Seiteneinsteiger aufgelegt.  Im Gegensatz zu Seiteneinsteigern absolvieren so genannte Quereinsteiger den normalen, zweijährigen Vorbereitungsdienst und werden so berufsbegleitend pädagogisch qualifiziert. Am Ende des Referendariats legen sie das zweite Staatsexamen ab und stehen dann für die Lehrereinstellungsverfahren zur Verfügung. Der Seiteneinstieg dagegen führt zu einer direkten Einstellung in den Schuldienst, ohne Vorbereitungsdienst. Mit der Direkteinstellung wird der Seiteneinsteiger ausschließlich berufsbegleitend pädagogisch nachqualifiziert.

AKLEB – Weiterbildungsangebot für Seiteneinsteiger

Im Rahmen des Projektes „AKLEB“ am Berliner City-Seminar erhalten Akademiker einschlägiger Fachrichtungen eine pädagogische Qualifizierung für den Lehrerberuf. Zwar ersetzt diese Weiterbildung nicht das 2. Staatsexamen eines Lehramtsstudiums, doch sofern eine Schule in Berlin oder Brandenburg Bedarf und Interesse an einem Seiteneinsteiger mit AKLEB-Qualifizierung hat, wird nach den bisherigen Erfahrungen auch eine Unterrichtsgenehmigung erteilt.

Das Angebot richtet sich an Akademiker mit abgeschlossener Ausbildung (Diplom oder diplomvergleichbarer Abschluss), die zum Zeitpunkt des Kursbeginns arbeitslos bzw. arbeitsuchend gemeldet sind. Für diesen Interessentenkreis ist der Lehrgang mit einem Bildungsgutschein von den Arbeitsagenturen und Job-Centern, aber auch anderer Versicherungsträger förderbar. Der nächste Kurs in Berlin findet vom 07.03. bis 15.12.2011 statt.

Vor- und Nachteile des Seiteneinstiegs in den Lehrerberuf

Wer eine Berufsausbildung absolviert hat und nachträglich in den Lehrerberuf einsteigen möchte (ohne 2. Staatsexamen), gilt als Seiteneinsteiger (“Quereinsteiger” dagegen wechseln nach ihrem “Nicht-Lehramststudium” in die Lehrerausbildung und  schließen die zweite Phase der Lehrerausbildung, Referendariat bzw. Vorbereitungsdienst, mit dem 2. Staatsexamen ab – im Volksmund, aber selbst im amtlichen Sprachgebrauch werden beide Begriffe jedoch meist im Sinne des “Seiteneinstiegs” verwendet). Wie werden Seiteneinsteiger an den Schulen angenommen? Welche Probleme sehen sie selbst? Das “Strategische Marketing” (StraMa) führte dazu für die Zeitschrift “transparent” vom Cornelsen-Verlag eine Online-Umfrage durch. Interessant ist dabei schon, dass von den teilnehmenden 2500 Lehrern etwa acht Prozent Seiteneinsteiger waren. Ob das repräsentativ ist, ist jedoch nicht klar, da die Kultusministerkonferenz (KMK) die offiziellen Zahlen geheimhält (Warum eigentlich?).

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